BollywoodPortal
Stiefel, die den Tod bedeuten
mit Mia Farrow, Robin Bailey, Dorothy Alison, Regie: Richard Fleischer
DVD bei Amazon: EUR 13,99 Kein Preis angegeben
(1 gebraucht ab EUR 5,99)
Erscheinungsdatum: Sept. 2003
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
Eine hübsche, junge Frau Mia Farrow ist nach einem Sturz vom Pferd erblindet. Zur Erholung will sie einige Tage bei ihrem reichen Onkel und ihrer Tante auf dem Lande verbringen. Doch die Ruhe dort wird über Nacht zum Inferno des Schreckens. Sie stolpert buchstäblich über die Leichen ihrer brutal ermordeten Verwandten. Als sie dann das Armband des Mörders findet, wird sie selbst zur Gejagten. Kann sie blind und hilflos dem Mörder entkommen?
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
5 Kommentare:
Unbekannt aber unglaublich gut!
Sarah ist durch einen Reitunfall kürzlich erblindet. Nach ihrem Krankenhausaufenthalt, kehrt sie zurück zu Tante und Onkel und versucht sich mit ihrer neuen Situation abzufinden. Nach dem ersten geglückten Reitausflug kommt sie nach Hause und muss feststellen, dass ihre komplette Familie einem wahnsinnigen Killer zum Opfer gefallen ist. Dieser hat leider am Tatort etwas vergessen und kommt zurück.....

Richard Fleischer der eine unglaubliche Anzahl an Meisterwerken abgeliefert hat, schafft es bei diesem Thriller für phänomenale Hochspannung zu sorgen.
Dadurch das Sarah erst vor kurzer Zeit ihr Augenlicht verlor und somit über keine speziell ausgeprägten Sinnesorgane verfügt, bleibt der Adrenalinpegel konstant hoch.
Hinzu kommt eine geniale Kameraführung die immer nur die Stiefel des Killers zeigt, aber nie sein Gesicht. Deshalb kommen auch interessante Perspektiven zur Geltung. Die Kamera bleibt nämlich in einigen relevanten Szenen nur knapp über dem Fußboden, weshalb man oftmals auch nicht viel mehr sieht als das Opfer. Trotzdem ist man immer einen minimalen Schritt voraus. Suspense in Perfektion. Auch das Tempo der Kamera variiert sehr schön, so daß sie bei vorsichtiger Ertastung der Umgebung ruhig bleibt und in Panik das Tempo anzieht.

Unbedingt erwähnen muss man auch das Spiel von Mia Farrow. Sie präsentiert die zerbrechliche junge Frau einfach famos und knüpft nahtlos an ihre Leistung in "Rosemaries Baby" an.

Zwei Dinge sind trotzdem äußerst verwunderlich. Zum Einen der wirklich strunzdumme deutsche Titel und zum Anderen das der Film keinen großen Bekanntheitsgrad hat. Dabei ist es wirklich ein spannungsgeladener Psychothriller, der an den Nerven zerrt.

Starker Thriller mit junger Mia Farrow
Starker Thriller, der - obwohl schon etwas älter - spannend gedreht wurde und von Anfang bis Ende fesselt.
Fazit: Gehört in jede Videosammlung !!

Gekonntes Fleischer-Handwerk (Spoiler)
Das fängt ja gut an! In einem Kino liefen zwei Filme, deren Titel und x-rating massiv auf eine Verbindung von Sex und Gewalt hindeuten, auf etwas Triebhaftes vielleicht. Willkommen in einem Film von Richard Fleischer, den in seinen Filmen immer mal wieder das Thema psychopathische Killer beschäftigt hat. Das Ganze in - auch dies Fleischer-typisch - ein bißchen ausgewaschenen Farben, und dann sehen wir auch schon die (im Deutschen) titelgebenden Stiefel, die den Tod bedeuten. Wir werden lange Zeit NUR die Stiefel und die Beine des dazugehörigen Mannes sehen, können uns unmöglich orientieren. Der Stiefelmann kommt aus dem Kino, lauert er vielleicht seinem nächsten Opfer auf? Er schlendert mit einem hibbeligen Fingerschnippen (auch solche Ticks der Bösen sind Fleischer-Markenzeichen) die Straßen entlang, sieht in den Schaufernstern Bilder von Gewalt... und da genügt es offenbar schon, dass ein Auto ihm die geliebten Stiefel vollspritzt. Der Funke ist gezündet, das Pulverfass explodiert, ermordet eine ganze Familie, den Gärtner gleich mit, nur eine blinde junge Frau (Mia Farrow) ist noch übrig... aber wie lange noch?

Zuvor wurde in Parallelmontage die Geschichte dieser Frau erzählt (auch solche Parallelmontagen zweier Handlungsstränge finden wir öfter einmal bei Fleischer). Sie kommt zu ihren Verwandten auf einen englischen Landsitz zurück, nachdem sie einen Reitunfall gehabt hatte, der zu ihrer Erblindung geführt hatte, und dem geliebten Pferd gab man wegen einer Verletzung den Gnadenschuss. Wobei ein bißchen die Zweifel gestreut werden, ob dieser Gnadenschuss wirklich nötig gewesen wäre. Einen jungen Mann gibt es auch, dieser möchte die Beziehung zu der Frau wieder da aufnehmen, wo sie abgebrochen werden musste, er ist Pferdeliebhaber und führt mit ein paar Freunden ein Gestüt, aber für die Farrow ist alles noch ein bißchen viel auf einmal. Mit der Erblindung zurechtkommen, ihr Leben neu ordnen, und dann soll in der Liebe alles scheinbar bruchlos weitergehen? Das braucht Zeit. Doch die hat die Farrow eben nicht, denn bald findet sie sich in einem Haus voller Leichen wieder und weiß, dass nun auch sie nicht mehr sicher ist. Eine gnadenlose Jagd beginnt...

Hier nun erweist sich Fleischer als Meister eines Thrillers. Obwohl es einige nicht ganz harmlose Szenen gibt, werden nie die Morde, sondern immer nur die Auswirkungen gezeigt. Dadurch haben wir in einer einmaligen Kombination einerseits die gleiche Unsicherheit wie die Blinde, andererseits den spannungssteigernden Wissensvorsprung. Anders als der kammerspielartige Blinden-Thriller "Warte, bis es dunkel ist", bleibt "Stiefel..." ständig in Bewegung, hat Ortswechsel einer verzweifelten Flucht, die in ihrer scheinbaren Ausweglosigkeit und katastrophalen Steigerung einen extrem hohen Alptraumfaktor hat. Die arme Mia Farrow muss wirklich haarsträubende Situationen durchmachen, kommt vom Regen in die Traufe, und immer wenn man denkt, einer der Ortswechsel wäre mal Befreiung oder auch nur Hoffnungsschimmer... nun, spannend ist das allemal, und die Farrow spielt die blinde Frau sehr überzeugend, in einer gut auf den Punkt gebrachten, sehr intensiven, aber nicht zu weinerlich-hysterischen Mischung aus Furcht und Überlebenswillen. Daneben kann man sich weiterhin an einigen Fleischerismen erfreuen. Neben den vielen Außenaufnahmen und Ortswechseln gibt es gelegentlich für Fleischer so typische enge Räume, und selbst in dem weitläufigen Herrenhaus schafft er paradoxerweise bedrückend niedrig wirkende Decken durch den Einsatz von Weitwinkelobjektiven, wie etwa in seinem SF-Film "Soylent Green". Seine Vorliebe für schmuddelige Monochromie, die eine bedrückende Stimmung hervorruft, treibt er auf die Spitze, wenn die Farrow sich aus einer (natürlich engen!) Holzhütte befreien kann, nur um feststellen zu müssen, dass sie in einer extrem schlammigen Baustellengegend ist und keine Ahnung hat, wie sie sich da als Blinde orientieren soll und wo Hilfe sein könnte. Bald schon sieht ihr Gesicht genauso hellbraun-matschig aus wie die ganze Umgebung!

Soweit ein Spitzenfilm, indes: Etwas erstaunlich schnell zu Ende ist er. Nach 85 Minuten, die (das spricht für, nicht gegen den Film) eher wie 70 auf mich gewirkt hatten, ist alles vorbei, die Lösung der Identität des Killers kommt ein wenig abrupt, und man fragt sich, ob der nicht ein bißchen, wie es einer meiner Vorrezensenten ausgedrückt hatte, aus dem Hut gezaubert wurde. Wer eine psychologische oder dramaturgische Erklärung oder auch nur einen Hauch von Motiv erwartet, muss hier auf die Nase fallen! Der ist halt durchgeknallt, das muss man schlucken, denn allein wegen des erwähnten Vollspritzens der Stiefel legt man ja nun echt niemanden um.

Eine andere - sehr spekulative - Erklärung könnte höchstens die folgende sein (ACHTUNG - jetzt muss ich den Täter verraten). Der Killer ist ein Kumpel von Steve, dem Boyfriend der Farrow, der scheinbar ein im Einklang mit Tier und Natur lebender Pferdeliebhaber ist, und der vielleicht nicht verwinden konnte, dass damals das Pferd erschossen werden musste. Diese Erklärung, die bei www.imdb.com diskutiert wird, ließe aber kratergroße Löcher zurück: Warum ermordet er dann auch diejenigen, die ebenfalls mit dem Tod des Tieres nicht einverstanden gewesen waren? Warum hat Steve nicht mitbekommen, dass sein Kumpel offensichtlich - die Eingangssequenz zeigt es - ein Doppelleben hat und sich in den Straßen herumschleicht, getrieben von Aggression und Mordlust? Soll das heißen, in jedem kann ein Psychopath stecken? Soll diese Sache mit den nassgespritzten Stiefeln andeuten, dass bei gewissen Leuten eine Mücke zum Elefanten gemacht werden kann? Oder war der Fleischer schlicht nur mal faul, indem er nach einigen deutlich intelligenteren True-crime-Thrillern einfach mal den Serienkiller benutzte, um nicht mehr - aber auch nicht weniger!!! - als eine sauspannende Geschichte zu erzählen? So genau weiß man das nicht, ein bißchen beiläufig wirken die nur angedeuteten möglichen Erklärungen schon. Wen das nicht stört, der bekommt einen wirklich guten Thriller. Ist ja auch was wert.

Kein Meisterwerk, aber grundsolides Genrekino mit einigen inszenatorischen Finessen, und das ist gut und gern vier Sterne wert!

Landhaus
Horror-Thriller aus den 70er Jahren wirken zuweilen angestaubt, dieser Film jedoch besticht auch heute noch durch klare Bilder und hervorragende visuelle Qualität. Die Handlung des Films ist unerträglich spannend, doch noch besser gefällt mit, dass sich einen beim Anschauen das typische englische Landhaus-Feeling beschleicht. Der Film kommt ohne Trickeffekte aus, wovon sich manche moderne Produktion einiges abgucken könnte. In der Einfachheit dieses Films liegt seine Faszination.


Hätte besser werden können
Leider bietet "Stiefel..." nicht mehr als guten Durchschnitt. Dies liegt weniger an den Darstellern, sondern vielmehr am schwachen Skript von Brian Clemens, das viele Möglichkeiten verschenkt. Anstatt sich auf das Kammerspiel auf dem Anwesen zu beschränken und somit Psychoterror satt zu bieten, flüchtet sich der Streifen, besonders im letzten Drittel, allzuoft auf Nebenhandlungsschauplätze. Zudem wird der Mörder am Ende geradezu aus dem Hut gezaubert- und überhaupt: das Finale ist eindeutig zu kurz ausgefallen. Alles in allem hat man es hier mit einem ordentlichen, durchaus nicht unspannenden Thriller zu tun, dessen Kameraarbeit und Score bemerkenswert sind. Der Spannungsaufbau zu Anfang ist gut gelungen und der Mittelteil auf dem Anwesen wohl das Beste am ganzen Film. Schade nur, dass er gegen Ende abfällt und sogar noch versucht, den Zuschauer auf vorhersehbare Weise aufs Glatteis zu führen. Muss man sich nicht unbedingt kaufen- vor allem, weil die DVD, abgesehen von einer wirklich guten Bildqualität, nicht gerade viel zu bieten hat!

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Der Frauenmörder von Boston
mit Tony Curtis, Henry Fonda, George Kennedy, Regie: Richard Fleischer
DVD bei Amazon: EUR 19,99 Kein Preis angegeben
(5 gebraucht ab EUR 2,99)
Erscheinungsdatum: April 2004
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
4 Kommentare:
Der Frauenmörder von Boston
Anfang der 60er Jahre hielt ein Frauenmörder die Stadt Boston in Atem. Konzentrierte er sich anfänglich auf ältere Damen, schlug er in der Folgezeit wahlos zu. Keine Frau konnte sich dadurch sicher sein.
13 Opfer hinterließ der mutmaßliche Mörder Albert Henry DeSalvo ehe er fast zufällig geschnappt wurde.

Bereits 4 Jahre nach dem letzten Mord drehte Richard Fleischer, der uns schon den ein oder anderen Meilenstein servierte, die filmische Umsetzung. Dies brachte ihm aufgrund der kurzen Zeitspanne nicht nur Lob in der Öffentlichkeit. Dabei versuchte er keinen reißerischen Thriller abzuliefern, sondern die Geschichte mit einem dokumentarischem Einschlag zu versehen. Man könnte ihn quasi als Vorläufer von "Zodiac" sehen, der von David Fincher fantastisch auf die Leinwand gezaubert wurde.
Dazu benutzte er sehr stark das Split-Screen Verfahren was zu dieser Zeit an Popularität gewann. Dadurch konnte man verschiedene Handlungen an verschiedenen Orten zur gleichen Zeit sehen, aber auch das Gleiche aus verschiedenen Perspektiven. Dadurch kommen große Spannungsmomente auf, während man auf der rechten Seite des Bildschirms das nächste Opfer bei der Hausarbeit sieht, während sich der Mörder auf der linken Bildhälfte Zutritt zur Wohnung verschafft.


In der ersten Hälfte des Films ist klar die Ermittlungsarbeit im Vordergrund. Hierbei liefern George Kennedy und Henry Fonda absolute Spitzenleistungen ab. In der zweiten Hälfte geht es dann eher um das Verhör des mutmaßlichen Killers, der von Tony Curtis brillant dargestellt wird. Das ist kein Spoiler, da es hier nicht um Täterentlarvung mit detektivischem Gespür geht.

Was ebenfalls bemerkenswert ist, ist das Ausbleiben von Musik. Auch dadurch erhält man einen authentischen Touch, wobei gerade durch die fehlende Musik die letzte Szene umso eindringlicher wirkt. Insgesamt aber ist der Film durchgehend spannend und beinhaltet keine Minute Langeweile. Egal ob es sich um die Ermittlungen handelt, oder um das fulminante Verhör zwischen Fonda und Curtis. Fleischer ist in jeder Szene Herr über das Publikum und liefert einen Meilenstein im Serienkillergenre ab. Wer sich also in diesem Terrain gerne aufhält, darf an dem Film auf keinen Fall vorbeigehen.

Abschließend noch der Hinweis das sich wohl kein geringerer als Brian DePalma zur Zeit wohl an der gleichen Thematik versucht. Da bin ich sehr gespannt drauf!

Genial gespielt von Tony Curtis
Dieser Film ist ein alsoluter Klassiker. Tony Curtis spielt den Boston Strangler sehr überzeugend. Man nimmt ihm die gespaltene Persönlichkeit von Anfang an ab. Auch die Arbeit mit Bild in Bild ist mehr als nur passend und bringt die beklemmende und ängstliche Stimmung in der Stadt sehr gut zur Geltung.

Henry Fonda als überredeter Ermittler glänzt auch in seiner Rolle und versucht zu keinem Zeitpunkt über das Ziel hinaus zu schießen.

Wer sich für dieses Thema interessiert sollte zu diesem Film greifen und lieber die neuere Verfilmung mit David Faustino links liegen lassen. Die basiert weniger auf Fakten sondern stellt Albert Henry DeSalvo nur als krank und durchgeknallt dar und nicht wie hier in diesem Film auch als normalen Mensch.

kein Bonusmaterial
Positiv: Ein toller, spannender Film, der die Spannung damals durch ein neuartiges Split-Screen-Verfahrung aufbaut. Tony Curtis ist so grossartig in seiner Darstellung, dass man auch Minuten nach dem Film noch gefesselt ist. Toller Pappschuber.
Negativ: keinerlei Bonusmaterial. Dabei wären Infos über Tony Curtis (ist gerade 80 geworden) wünschenswert gewesen, sowie das Split-Screen-Verfahren.
Aber auch Infos über die reale Person, die Tony Curtis darstellt, wären sicherlich interessant gewesen.

Erstklassig gemachter Thriller
Dieser Film beruht auf der wahren Geschichte von Albert DeSalvo, der als "Boston Strangler" in die Kriminalgeschichte einging, die ihm zur Last gelegten Taten aber bis heute bestreitet.

Die Handlung des Films lässt sich vereinfacht in drei Teilen beschreiben: Teil 1 zeigt, wie Boston von einem unheimlichen Frauenmörder heimgesucht wird und die Polizei alle nur erdenklichen Anstrengungen unternimmt, um ihn zu fassen. Erst nach einiger Zeit, in Teil 2, bekommt man den an Schizophrenie leidenden Täter erstmals zu Gesicht und wird Zeuge seiner Taten, bis er - mehr oder weniger durch Zufall - verhaftet wird. Der letzte Teil beschreibt das Verhör, in dessen Verlauf der Mörder erstmals mit der ungeheuerlichen Wahrheit seines Geisteszustands konfrontiert wird und daraufhin in einen katatonischen Zustand fällt.

Kein Zweifel: Was seine Erzählweise betrifft, war "Der Frauenmörder von Boston" seiner Zeit weit voraus. Das zeigt sich schon anhand der innovativen Montage, bei der in einigen Szenen mehrere parallel ablaufende Handlungsstränge - sozusagen in "Echtzeit" - dargestellt werden. Dabei sieht der Zuschauer z.B. in einer Sequenz eines der toten Opfer des "Stranglers" und wird gleichzeitig, in einer anderen Sequenz, Zeuge von dessen Entdeckung durch besorgte Nachbarn. Oder ihm wird ein potentielles neues Opfer gezeigt, während er den Mörder auf seiner fieberhaften Suche beobachten kann, die ihn unvermeidlich zu diesem Opfer führen wird. Die Spannung, die daraus entsteht, ist phänomenal (wer kennt nicht den Impuls, laut in den Film zu rufen: "Geh nicht an die Tür!").

Man muss diesen Film im Zusammenhang mit dem Ort und der Zeit der Handlung sehen, nämlich Boston in den 60er Jahren. Nicht nur die Ausstattung und die Kleidung, auch die immer wieder eingestreuten Medienberichte über den erfolgreichen ersten Raumflug amerikanischer Astronauten oder die Ermordung J. F. Kennedys lassen diese Ära ganz nebenbei wieder lebendig werden.

Des weiteren demonstriert der Film eindrucksvoll und sehr realistisch die Arbeitsweise der Polizei. Natürlich lassen sich die Möglichkeiten, die den Ermittlungsbehörden damals zur Verfügung standen, bei weitem nicht mit modernen Fahndungs- und Spurensicherungsmethoden vergleichen, wodurch die Handlung aber nicht weniger interessant und spannend wird, im Gegenteil. Was den Polizisten an Computertechnik und DNA-Analysen fehlte, mussten sie durch akribische Detektivarbeit und jede Menge Lauferei wettmachen, woraus der Film einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Dynamik und Authentizität bezieht.

Der Film verzichtet wohltuend auf grelle Schockeffekte, sondern bezieht seine Spannung vornehmlich aus einer sorgsam aufgebauten unheimlichen Atmosphäre. Die Charaktere sind feiner gezeichnet, als man es von sonstigen Filmen dieser Art kennt, und die schauspielerischen Leistungen liegen durch die Bank weit über dem Durchschnitt. Allen voran glänzen Henry Fonda, souverän wie immer, und ein überragender Tony Curtis, der mit seiner Darstellung des geisteskranken Triebtäters sein Sonnyboy-Image gründlich gegen den Strich bürstet und hier die vielleicht beste Leistung seiner Karriere vorlegt.

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

20,000 Leagues Under The Sea [UK Import]
mit Kirk Douglas, James Mason, Paul Lukas, Peter Lorre, Regie: Richard Fleischer
DVD bei Amazon: EUR 18,94 EUR 23,99
(2 gebraucht ab EUR 5,28)
Erscheinungsdatum: März 2004
Durchschnittliche Bewertung: 5.0 von 5 Punkten
1 Kommentare:
Ein absolut sehenswertes Meisterwerk
Disney's "20000 Leagues under the Sea" ist noch ein wahrer Abenteuerfilm, der sich gerade durch das Fehlen jeglicher aalglatter Computereffekte wohltuend vom heutigen Blockbuster-Einheitsbrei abhebt. Dieser wunderschöne, liebenswürdige Film sollte in keiner Videokollektion fehlen.

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Che!
mit Omar Sharif, Jack Palance, Cesare Danova, Regie: Richard Fleischer
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 12,99
(2 gebraucht ab EUR 1,45)
Erscheinungsdatum: Mai 2008
Universum Film Che!, VÃ--Datum: 26.05.08
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
10 Rillington Place [UK Import]
mit Richard Attenborough, Judy Geeson, Robert Hardy, John Hurt, Isobel Black, Regie: Richard Fleischer
DVD bei Amazon: EUR 15,94 EUR 15,99
(1 gebraucht ab EUR 10,46)
Erscheinungsdatum: März 2004
Vereinigte Königreich Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Englisch ( Mono ), Englisch ( Untertitel ), ANAMORPHIC WIDESCREEN (1.85:1), BONUSMATERIAL: Filmographies, FormMannschaft Interview(s), Kommentar, Szene Zugang, Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: This is the story of the ordinary man next door who is not what he appears to be. Richard Attenborough portrays that archetypal character in this adaptation of Ludovic Kennedy's book Ten Rillington Place, the true story of landlord John Reginald Christie, a serial killer. In real life, the Christie murders led to the abolition of the death penalty in Britain after executioners hanged an innocent man, Timothy Evans, for one of the murders. This production focuses on events surrounding that landmark case. Director Richard Fleischer filmed the motion picture in the drab London neighborhood where Christie killed his victims and disposed of them in a garden, under the floorboards of his flat, and in a kitchen alcove. Attenborough plays Christie as he was: quiet, meek, seemingly innocuous. Balding, with inscrutable eyes staring out of spectacles, Attenborough's Christie hints subtly that a twisted mind is at work beneath a veneer of ordinariness. However, the gullible tenants upstairs -- Evans (John Hurt) and his pregnant wife, Beryl (Judy Geeson), who have financial problems and a whining infant -- do not see through Christie when he offers to abort Beryl's unborn baby, claiming he has the medical know-how. After they accept his offer, Christie ra-pes and kills Beryl, then frames Evans for the murder. Unlike Tora! Tora! Tora!, director Fleisher's blockbuster film the year before, 10 Rillington Place is a small production of limited scope and action. But it does have three things in common with the previous film: meticulous attention to historical details, excellent acting by the entire cast, and a gradual buildup of suspense.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Tora! Tora! Tora! [UK Import]
mit Martin Balsam, Ned Wertimer, S Yamamura, Joseph Cotten, E.G. Marshall, Regie: Richard Fleischer, Kinji Fukasaku, Toshio Masuda
DVD bei Amazon: EUR 23,96 EUR 25,99
(4 gebraucht ab EUR 2,18)
Erscheinungsdatum: Juni 2001
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
"Sir, da kommt eine breite Formation von Flugzeugen aus Norden auf uns zu. 140 Meilen Entfernung, drei Grad Ost."
"Ach ja? Kümmern Sie sich nicht darum."
Dies ist nur eines der vielen Missgeschicke, die in Tora! Tora! Tora! dokumentiert werden. Dieser epische Film zeigt die Bombardierung von Pearl Harbor aus der Sicht beider Seiten und ist die historisch erste amerikanisch-japanische Koproduktion: Der amerikanische Regisseur Richard Fleischer beaufsichtigte die komplizierte Entstehung, deren japanische Sequenzen von Toshio Masuda und Kinji Fukasaku gedreht wurden, nachdem Akira Kurosawa (Kagemusha -- Der Schatten des Kriegers) sich von diesem Projekt zurückgezogen hatte.

Fleischer rang damit, eine weit ausgreifende Geschichte mit Dutzenden von Charakteren in einen handlichen, gut nachvollziehbaren Film zu formen. Dessen erste Hälfte legt den Kollaps der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen dar und zeigt die militärischen Schnitzer, die zur Folge hatten, dass die Marine- und Luftwaffenstreitkräfte in dem darauf folgenden Angriff leichte Beute waren. Die zweite Hälfte ist eine faszinierende Nachempfindung der verheerenden Schlacht.

Da Tora! Tora! Tora! nicht jene starken zentralen Charaktere aufweisen kann, die den besten Kriegsfilmen eine solide Basis geben, ist der wahre Star des Films jene atmosphärische, 30-minütige Schlacht, die ein gewaltiges Stück filmischen Handwerks darstellt. Hier wird gekonnt jene Überraschung, jenes Chaos und jene immense Zerstörung vermittelt, die mit der einzigen Attacke einherging, die eine ausländische Macht seit dem Revolutionskrieg auf amerikanischem Boden vollführen konnte. Die Spezialeffekte gewannen einen wohlverdienten Oscar, doch aus jeder anderen Kategorie wurde der Film ironischerweise durch den anderen epischen Kriegsstreifen dieses Jahres verdrängt: Patton. --Sean Axmaker
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kommentare:
der Film braucht keine Dokumentation, er ist die Dokumentation
Ein Meilenstein des geschichtlichen Films.
Im Gegensatz zu Michael Bays Neuinterpretation mit Schiffen und Flugzeugen die erst weit nach dem Angriff von Pearl Harbour konzipiert wurden, einer deplazierten Dreiecksbeziehung und somit Verwässerung der eigentlichen Vorfälle, Bays kommerzieller Nichtbeachtung geschichtlicher Tatsachen zum Wohle der Massentauglichkeit und stupidem Pathos; sollen nun ein paar Worte zu dem Film genannt werden der das Thema wirklich meisterlich beleuchtet.

Denn dieser Film kann durchaus aus schulischer Lehrfilm herhalten. Warum? Weil das Regisseur-Trio sich bei dem Film von Anfang bis Ende an die Kriegstagebücher der beteiligten Kommandanten von Land-, See-, und Lufteinheiten gehalten hat. Heroik und übertriebener Pathos wurde auf beiden Seiten vermieden und die Handlungen sehr authentisch nachgestellt.
Der Film zielt nicht auf die Action ab, man merkt ihm an das er wirklich Geschichte erzählen möchte. So beginnt er bereits bei der frühen Planung der Japaner auf den Angriff auf Pearl Harbour.
Die japanische wie amerikanische Seite wir gleichermaßen auf ihre Ausgangssituationen hin beleuchtet, sodass die späteren Handlungen sehr gut nachvollzogen werden können. Nichts wird geschönt, Fehlentscheidungen der Amerikaner wie in Büchern dargestellt 1:1 beschrieben.
So fällt denn auch der erste Schuss im Film erst in der 110. Minute, aber das macht nichts. Weil der Film so authentisch ist, vermittelt er dennoch Spannung und Wissen und nimmt den Seher in seinen Bann.
Die Kampfszenen über Pearl Harbour werden mit genialen Kameraeinstellungen bei den Luftaufnahmen realistisch dargestellt. Klasse was vor nunmehr 40 Jahren an Special Effects schon in Anspruch genommen wurde.
Im Gegensatz zu Bay wurde hier auch Wert darauf gelegt das Mensch und Material der Zeit entsprechend ins Bild gesetzt wurde. Hier wurden Autos, Schiffe, Flugzeuge, Waffen der damaligen Zeit nachgebaut bzw. herangeschafft.

Die Kameraarbeit wie auch der Schnitt sind ein Traum. Die japanische und amerikanische Seite bekommen in etwa selbe Spielzeit. So wird die Geschichte nie einseitig näher gebracht, sondern immer wieder Angreifer wie Verteidiger beleuchtet.
Auch verstehen es die Schauspieler hier in herausragender Weise Charakter und Glaubhaftigkeit rüberzubringen. Auch wenn es falsch war was die Japaner planten, kann man sie dennoch im Film verstehen. Auch wenn die Amerikaner viele Fehler begingen, kann man sie nicht als dämlich abtun. Vielmehr versucht man insgeheim mitzudiskutieren und die verschiedenen Standpunkte auszuloten.

Und dies macht diesen Film so wertvoll. Er bringt auf spannende Art und Weise seinem Publikum die Geschichte näher, lässt es teilhaben und die Geschehnisse noch lange in den Köpfen behalten. Unbedingt als Anschauungsmaterial für Schule und Freizeit zu empfehlen.

Die Blu-ray kann diesen 40 Jahre alten Film zudem überragend in Szene setzen. Bild und Ton sind sehr anständig aufgearbeitet. Selbst die enthaltenen Extras fesseln und entlocken dem Betrachter das ein oder andere "Ahhhh ....".

Dieser Klassiker daf in keiner Sammlung fehlen.


Blu-ray-Bild nicht besser als DVD
Der Film lohnt sich, aber die DVD-Version tut's auch. Ich habe hier beide vorliegen und habe ein paar Szenen abwechselnd als DVD und Blu-ray angeschaut über PS3 per HDMI auf Samsung Full-HD aus kurzer Entfernung. Die DVD ist "verwaschener", aber das blu-ray-Bild ist derart schärfer "gemacht" worden, dass das Bildrauschen des Hintergrunds sehr viel deutlicher geworden ist. Mich stört das so sehr, dass ich lieber die DVD schaue. Die ist immer noch scharf genug, aber das Bildrauschen "verwischt", so dass es kaum auffällt.

Die DVD hat in einigen sehr wenigen Szenen noch Bildfehler vom Originalmaterial (Kratzer). Die sind auf der blu-ray nicht zu sehen.

Der Ton scheint mir in beiden Versionen ordentlich, aber das kann ich auf meinem System kaum beurteilen.

Die blu-ray hat noch eine etwas längere japanische Version mit drauf.

Trotz geringerer technischer Möglichkeiten immer noch unerreicht
Hervorragende Besetzung und absolut gut gemacht. Auch wenn heutige Filme einen perfekteren technischen Standard erreichen, dass ist noch echtes großes Kino. Einzig die falsch ausgewiesene Lauflänge auf dem Cover sorgen für eine Schrecksekunde, mit der Befürchtung, eine geschnittene Filmversion erhalten zu haben. Bei der Prüfung des Filmes stellte sich glücklicherweise heraus, es handelt sich nur um einen Druckfehler auf dem Cover.Tora! Tora! Tora!

Tora Blu-ray
Tora Tora Tora Blu-ray,
Considering this film was made about 40 years ago,the blu-ray transfer is excellent.There is no comparison to be made between this film and Pearl Harbor,Tora is a much more intelligently made film,IMO,although,
in fairness, the Pearl Harbor battle scenes are tremendous.
There is a wee bit of grain,in some scenes, in the transfer,but compared to the dvd,the picture quality is quite stunning,IMO.
I think it,s unbelievably unfair to compare a blu-ray transfer of a 40 year old film to the transfer of a "modern" film,my comparison is to the Standard Definition dvd,and in this comparison,Tora Tora Tora Blu-ray succeeds beautifully,Sound too,bearing in mind I,m watching the English Audio.
Great Customer Service from Amazon Germany by the way,I bought it a few days ago,never expecting it to arrive until after Christmas,but it arrived on Christmas Eve,well done Amazon Germany!!!!!
My one WEE complaint is the Front Cover,WHY put the age certificate there?????? it totally spoils the Front Cover,put it on the Back Cover,PLEASE!!!!
Thanks,
Davy Cairns,Scotland.


Eine großer Klassiker, endlich komplett neu remastered auf BluRay!
Auf die historischen Ereignisse des 7.Dezembers 1941 möchte ich an dieser Stelle gar nicht detailliert eingehen, das haben andere Rezensienten schon gemacht.
Herrausragend an der BluRay-Version ist vor allem die Tatsache, daß der Film erstmals komplett neu remastert worden ist!
Grundlage war dabei, die japanische Fassung, welche ein paar Minuten länger ist!Dabei sind keine größeren Schauwerte hinzugekommen, es handelt sich meistens um kleine Szenen, wie z.B.eine zackige Wachablösung vor dem japanischen Kaiserpalast oder kleinere Dialogszenen, alles auf japanisch(eine Szene in der zwei Köche über die Verschiebung der Zeitzone philosophieren ist recht witzig!).
Das bisherige Master basierte auf einer amerikanischen 70 mm Filmkopie, bei der die Untertitel selbstredend fest eingeblendet sind, das führten dann in anderen Sprachversionen, unter anderem in Deutsch zu den unbeliebten Doppeluntertiteln, damit ist nun Schluß!
Das selbe gilt natürlich auch für die konventionelle internationale Kinofassung, es liegt ja beiden Versionen das selber Master zugrunde!
Wenn man bedenkt, daß Tora, Tora, Tora bald 40 Jahre alt wird, ist die Bildqualität ist sehr anständig und auch der Ton(jedenfalls die englisch Originalversion!) ist ordentlich, letzterer hat allerdings nicht den Punch und die direktionale Räumlichkeit eines zeitgenössischen Blockbusters, aber dafür gibt es ja noch den anderen Film von Michael Bay, der abgesehen seiner Schauwerte und des brachialem Sounds bekanntlich ziemlich öde ist!
Das Bonusmaterial ist zwar nicht spektakulär, aber die Retro-Dokumetation ist ganz aufschlußreich, vor allem was die technischen und finanzielle Probleme einer Filmgroßproduktion angeht!Besonders interessant sind die Hintergründe,die beleuchten warum der legendäre Regie-Exentriker Akira Kurosawa, welche die japanischen Sequenzen inszenieren sollte, gefeuert wurde!
Und dann gibts noch eine Timeline für historisch Interessierte, die zeigt wie die rasante wirtschaftlich Entwicklung Japans anfangs des 20.Jahrhunderts zum Krieg führten.
Für die sensationellen pyrotechnischen Effekte von TORA, TORA, TORA zeichte sich übrigens A.D. Flowers verantwortlich, ein berühmter Hollywood-Feuerwerker, der auch für APOCALYPSE NOW oder Spielbergs 1941 gearbeitet hat.Aus diesem Grunde hätte ich gerne auch noch eine Special-Effect-Docu gehabt, aber man kann nicht alles haben!

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Sedo - Buy and Sell Domain Names and Websites etracker® web controlling instead of log file analysis
Partner-Links:ShoppingHoroskopWeltatlasDekoSpieleTVMediaPopSchuheLaptopKalenderGeräteAstroStromsparenElektroHaushaltKücheStaubsauger