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Puffball
mit Kelly Reilly, Miranda Richardson, Rita Tushingham, Regie: Nicolas Roeg
DVD bei Amazon: EUR 14,99 EUR 11,97
(6 gebraucht ab EUR 1,95)
Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Durchschnittliche Bewertung: 3.5 von 5 Punkten
Puffball DV
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
2 Kommentare:
Mit den Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten.
Ein verfallenes, einsames Landhaus in Irland wird von der engagierten Architektin Liffey und ihrem Freund renoviert. Die umfangreichen Arbeiten ziehen sich hin und Liffey's Freund muss zurück nach New York um sich seinen Geschäfte zu widmen. Nach seiner Abreise stellt Liffey fest, dass sie schwanger ist.

In Lilley's Nachbarschaft lebt Mab Tucker. Eine Frau mit drei Töchtern, einem Mann, einer Schwester und einer wunderlichen Mutter. Mab's sehnlichster Wunsch ist ein weiteres Kind und wenn möglich, einen Sohn. Dazu bemüht sie ihre Mutter, die über keltische, spirituelle Kräfte verfügt. Als die Schwangerschaft ausbleibt und man von den anderen Umständen der Nachbarnin erfährt, ist es für die Familie Tucker klar, Lilley trägt das Kind des Zaubers. Dies führt zu weiterer Magie und Lilley verliert das Kind. Daraufhin erhält Lilley besuch von Mab's Mann und ist bald darauf erneut schwanger. Lilley fährt nach London und versucht das neue Kind abtreiben zu lassen. Beim Arzt erfährt sie etwas, was ihre Entscheidung beeinflusst. Lilley's Freund kehrt aus den USA zurück und die Dinge spitzen sich zu.

Die Geschichte wird langsam und einfühlsam erzählt. Die Charakteren der Protagonisten werden in zahlreichen Dialogen und Handlungen fein heraus gearbeitet. Der Handlungsverlauf birgt viele kleine Geheimnisse und ist immer wieder für eine Überraschung gut. Selbst der Humor kommt in dieser skurrilen gruseligen Geschichte nicht zu kurz. Das Surreale bleibt immer in der Schwebe und kann mit Natürlichem ebenfalls erklärt werden. Ein kleines feines Meisterwerk, für den der solche Stücke zu schätzen weis. Die Kameraführung beeindruckt mit tollen Landschaftsbildern und raffinierten Einstellungen beim Betrachten der Menschen. Schauspieler und Regie liefern eine sehr gute Arbeit ab.

Öde
Bei "Puffball" erhoffte ich mir einen spannenden Mystery-Thriller, doch leider enttäuschte der Film letztendlich auf ganzer Linie. Ich fasse kurz die Handlung zusammen:
Eine junge Architektin macht sich auf ins irische Hinterland, um dort ein altes Haus wieder herzurichten. Anfangs ist ihr Freund noch dabei, und beide knattern auf einem alten Felsen rum, der irgendwas mit nordischer Mythologie zu tun haben soll. Das benutzte Kondom schmeißt der Schludrian einfach neben den ollen Stein, was von einer "geheimnisvollen" alten Frau beobachtet wird. Jene gehört zu einer Familie, die in der Nähe des zu restaurierenden Hauses wohnt. Der Freund jedenfalls muss bald darauf geschäftlich nach New York, und die Architektin bleibt allein zurück. Ach ja, zwischendrin gibt es noch einen kurzen Quotenauftritt von Donald Sutherland. Die Nachbarn jedenfalls haben teilweise einen an der Waffel, allen voran die Großmutter, die noch dazu das gebrauchte Gummi aufsammelt, um es für irgendwelchen Hokuspokus zu benutzen. Die Familie wünscht sich nämlich unbedingt und mit allen Mitteln einen Sohn. Warum? Das sollen wohl die kurzen, verworrenen Rückblenden erklären. Tun sie aber nicht. Jedenfalls kann die Mutter selber laut Ärzten keine Kinder mehr bekommen. Wie sich herausstellt, ist die Architektin schwanger, verliert das Kind aber offenbar später wieder. Sie wird dann noch von der Mutter der anderen Familie mit Hokuspokus-Wein abgefüllt, woraufhin sie mit dem Mann jener Mutter schnackselt. Peng, wieder schwanger. Doch, oh Wunder, wie sich im Krankenhaus rausstellt, ist der Fötus schon älter und wohl doch von ihrem Freund. Ha, es waren Zwillinge, aber einer hat überlebt. Der Freund kommt wieder, und zwischendrin erfahren sie auch, dass die Schabernack-Familie an den ungeborenen Sohn heranwill. Großes Hallo, hin und her, am Ende ist es eh ein Mädchen und die Architektin und ihr Freund reisen wieder ab. Donald lässt sich auch noch einmal kurz blicken, obwohl er für die Handlung kein Stück wichtig gewesen wäre. Aber hey, wenn man Donald Sutherland für ein paar Minuten bekommen kann, dann baut man ihn doch ein!
Das dazu. Man wartet eigentlich den ganzen Film über auf wenigstens eine spannende Szene, aber die bleibt aus. Auch die Handlung ist ausgesprochen dünn. Da es sich um eine Romanverfilmung handelt, kann man nur hoffen, dass das Buch deutlich besser ist. Den Film kann ich jedenfalls nicht empfehlen. Einen Stern für die Handlung, einen halben fürs schöne Irland und einen weiteren halben für Donald Sutherland.

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Blackadder's Christmas Carol [UK Import]
mit Rowan Atkinson, Pauline Melville, Tony Robinson, Robbie Coltrane, Miranda Richardson, Regie: Richard Boden
DVD bei Amazon: EUR 14,73 EUR 18,99
(5 gebraucht ab EUR 3,19)
Erscheinungsdatum: November 2002
Durchschnittliche Bewertung: 3.5 von 5 Punkten
3 Kommentare:
Trügerisch
Für Freunde des englischen Humors ist die Blackadder-Reihe ganz und gar ein Meisterwerk. Mit durchgehendem Witz auf höchstem Niveau ist gute Unterhaltung garantiert und es vergehen keine zehn Sekunden, als dass Edmund Blackadder den Zuschauer mit erneuten sarkastischen Bemerkungen zum Lachen bringt. Was "Blackadder - Complete" dem Publikum hier bietet lässt "Blackadder's Christmas Carol" leider zu wünschen übrig.
Meine einzige Kritik ist die, dass Blackadder's markanter schwarzer Humor und Sarkasmus, um den sich die Faszination der Blackadder Fans größtenteils dreht, in "Blackadder's Christmas Carol" nur in den letzten fünf Minuten anklingt. Die übrige Zeit bieten sich dem Zuschauer nur wenige bis gar keine "Aha-Momente". Eine herbe Enttäuschung.

Endlich alles auf DEV!
Endlich endlich endlich gibts es nun alle Blackadder-Geschichten im englischen Original auf DVD, die Christmas Carol hat mir einzig noch gefehlt!
Jeder kennt die bekannte Weihnachtsgeschichte oder "Christmas Carol" von Charles Dickens: Der eklige Geizkragen Ebenezer Scrooge wird nachts von den drei Weihnachtsgeistern besucht und zu einem liebenswürdigen großzügigen Mitmenschen bekehrt. Hier nun die Persiflage von Blackadder: Ebenezer Blackadder, der liebenswürdigste und großzügigste Mensch in ganz England (wer Blackadder kennt, kann das kaum glauben!!!) wird nachts von einem Weihnachtsgeist (herrlich: Robbie Coltrane, der Hagrid aus den Harry Potter Filmen) besucht und von diesem (völlig unabsichtlich) zu einem "richtigen" ekligen, geizigen, zynischen Blackadder umgewandelt, wie er uns bekannt und so beliebt ist. Eine überaus köstliche Geschichte mit teilweise sehr derbem Humor, wer Blackadder liebt, MUSS sie einfach gesehen haben!
Leider sind bis auf die englischen Untertitel keinerlei Extras auf der DVD zu finden, da hätte sich die BBC doch ein bisserl mehr Mühe geben können.

Blackadder's Weihnachtsgeschichte
Jeder kennt die bekannte Weihnachtsgeschichte oder "Christmas Carol" von Charles Dickens: Der eklige Geizkragen Ebenezer Scrooge wird nachts von den drei Weihnachtsgeistern besucht und zu einem liebenswürdigen großzügigen Mitmenschen bekehrt. Hier nun die Persiflage von Blackadder: Ebenezer Blackadder, der liebenswürdigste und großzügigste Mensch in Old England (wer Blackadder kennt, kann dass kaum glauben!!!) wird nachts von einem Weihnachtsgeist besucht und von diesem (völlig unabsichtlich) zu einem "richtigen" ekligen, geizigen, zynischen Blackadder umgewandelt, wie er uns Zusehern bekannt und so beliebt ist. Eine überaus köstliche Geschichte mit teilweise sehr derbem Humor, wer Blackadder liebt, MUSS sie einfach gesehen haben!

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Gideon's Daughter [UK Import]
mit Robert Lindsay, Miranda Richardson, Bill Nighy, Regie: Stephen Poliakoff
DVD bei Amazon: EUR 22,33 EUR 28,99
Erscheinungsdatum: Februar 2006
Durchschnittliche Bewertung: 5.0 von 5 Punkten
3 Kommentare:
Warum hat Bill Nighy eigentlich noch keinen Oscar?
In Anbetracht dieses Films muß man sich das wirklich fragen (nicht einmal eine Nominierung war bisher drinnen, eine echte Schande!). Ein interessanter Film mit GRANDIOSEN Leistungen von Miranda Richardson und Bill Nighy - wer so etwas zu schätzen weiß, wird seine Freude an der DVD haben.
Kleiner Tip: ich hab meine in UK gekauft, da ist sie deutlich billiger zu haben...

Bewegender Film von Stephen Poliakoff
Dies war nach Perfect Strangers mein zweiter und ganz sicher nicht letzter Film von Stephen Poliakoff. Ein ausgezeichnet fotografierter und gespielter Film. Bill Nighty war mir bisher nicht bekannt, aber Miranda Richardson habe ich bereits häufiger in Filmen gesehen, allerdings noch nie so gut wie hier. Ein berührender Film, dessen Bilder und Geschichte noch lange im Kopf bleiben.

Weltklasse
Gideon's Daughter - Die Geschichte eines namhaften PR-Gurus, der spürt, wie seine heranwachsende Tochter aus seinem Leben entgleitet, der entdeckt, daß sein Leben im Glamour nichts als eine hohle Schale ist, der m Schmerz schließlich eine verwandte Seele entdeckt. Die Geschichte ist um den Tod von Lady Di gewoben, ein Ereignis, da nur einen Hintergrund bildet und das doch so viel sagt über die Gegensätze zwischen Schein und Sein.

Wie soll man Worte finden für einen Film, der einen sprachlos zurückgelassen hat? Für einen Film, der dann am besten funktionierte, wenn keine Worte nötig waren? Die Bilder sind gewaltig. niemand versteht es wie Stephen Poliakoff, Bilder in Geschichten zu erschaffen, die auch auf dem Fernsehschirm noch gewaltig und wunderbar wirken. Die surrealistische Schönheit einer Fabrikskyline hinter einer grünen Wiese ist nur ein Beispiel für die faszinierende Bildsprache eines Poliakoff-Films. Die Darsteller haben ein extrem hohes Niveau, Miranda Richardson, die es schafft, einer Figur, die zuerst so leicht daher kommt, enorme Tiefe in ihrer Trauer zu verleihen. Und Bill Nighy. In Deutschland leider nach wie vor fast ein Geheimtipp und dies meist in sympathischen Rollen, jedoch mit wenig Tiefgang. Hier zeigt her, was für ein außerordentlich begnadeter Schauspieler sich hinter dem Rockstar-Vampir-Planetendesigner wirklich verbirgt. Ich habe Schmerz und Depression seltenst so intensiv dargestellt gesehen. Keine Miene rührend, geschehen ganze Geschichten nur in seinen Augen. Als zentrale Figur der Geschichte hätte Poliakoff keinen besseren, keinen charismatischeren Darsteller wählen können, Bill Nighy trägt diesen Film und macht ihn zu etwas, das man nie wieder so ganz aus seinem Herzen lassen wird.

Mein Fazit: Für Freunde des intelligenten Erzählfilms ist dieser wundervoll fotografierte und genial gespielte Film eine echte Empfehlung. Tipp: Achten Sie in der Szene wo Gideon seiner Tochter bei ihrem Lied zuhört, genau auf Nighy's Augen. Der Film, der dort abläuft, übertrifft alles.

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Verzauberter April [VHS]
Preis bei Amazon.de: Keine Angabe
Bei Amazon.de
2 gebraucht ab EUR 24,95

4 Kundenberwertung(en): Titel: Ein wunderbarer Film
MEIN FAZIT:Sollten Sie ihn bekommen...dann gönnen Sie sich diesen Film. Wunderbare Schauspieler, tolle Landschaftaufnahmen, eine aufmunternde Geschichte,...eben einfach empfehlenswert mit 5 Sternen!


Sie kennen das? Ein Blick hinaus in regennasse Tristesse, der Alltag nervt, Ihr Partner stört und sie wollen einfach nur noch weg und träumen von Sommer, Sonne und warmem Wind. Nicht anders geht es auch den charakterlich so unterschiedlichen englischen Damen der 20er Jahre. Und so beginnt eine Reise nach Italien, die ihr Leben entscheidend verändern wird.

Ein Lob auf die Darsteller! Rose Arbuthnot ist wunderbar als unberührbare Jungfrau, Lottie wirkt herrlich esoterisch, Mellersh verkörpert den anfangs so nervenden Ehemann perfekt... ich denke da besonders an die Szene beim Fischessen, wie sehr doch Manieren und Eßgeräusche stören können...
Mrs. Fisher wird herrlich snobistisch dargestellt und besonders erfrischend, kapriziös und bildhübsch blieb mir Polly Walker als Lady Caroline Dester in Erinnerung. Polly Walker spielte übrigens in der Emma Verfilmung mit Gwyneth Paltrow die Rolle der Jane Fairfax.

Die Drehorte sind wunderbar gewählt, übrigens ist das Schloß in Italien der Ort, an dem die Autorin Elizabeth von Arnim nach einem längeren Aufenthalt zu ihrem Roman inspiriert wurde.

Die Musik verstärkt die traumhafte Wirkung der italienischen Landschaft, wirkt zu keinem Zeitpunkt störend und lange bleibt die herrliche Klarinettenmelodie des Mr. Briggs in Erinnerung.

Auch die Kostüme der 20er Jahre sind peppig, farbenfroh und sehr passend gewählt.

Sollten Sie eine Aufmunterung brauchen dann gönnen Sie sich diesen Film.

Er wirkt garantiert!



Titel: A movie with pericoloso and understanding
Over the years some people become more fun and interesting. On the other hand some become staunch and passionless. Seems that Lottie (Josie Lawrence) picked the latter to marry. One day at her club she sees an advertisement to rent an Italian villa for a month she shows this to a friend Rose (Miranda Richardson) and offers to share the cost.
This leads to a great adventure with the beautiful Italian villa "San Salvatore."
The story is well written and could have made a good play as it has all the elements of understanding and misunderstanding. Even some explosive scenes.
There all the characters, looking for a retreat from life, find each other again; for some the first time. You will find yourself wanting it to go on.Titel: A movie with pericoloso and understanding
Over the years some people become more fun and interesting. On the other hand some become staunch and passionless. Seems that Lottie (Josie Lawrence) picked the latter to marry. One day at her club she sees an advertisement to rent an Italian villa for a month she shows this to a friend Rose (Miranda Richardson) and offers to share the cost.
This leads to a great adventure with the beautiful Italian villa "San Salvatore."
The story is well written and could have made a good play as it has all the elements of understanding and misunderstanding. Even some explosive scenes.
There all the characters, looking for a retreat from life, find each other again; for some the first time. You will find yourself wanting it to go on.Titel: Verzaubernd!
Wunderschöner Film mit tollen, wenn auch unbekannten Darstellern, schönen Bildern und einer zu Herzen gehenden Geschichte. Schande, dass man ihn nicht mehr erhalten kann.
Provoked [UK Import]
mit Aishwarya Rai , Miranda Richardson, Naveen Andrews, Robbie Coltrane, Nandita Das, Regie: Jag Mundhra
DVD bei Amazon: EUR 19,34 EUR 22,99
Erscheinungsdatum: Juli 2007
Durchschnittliche Bewertung: 4.0 von 5 Punkten
2 Kommentare:
Grossartige Aishwarya
Der Film basiert auf einem wahren Gerichtsfall in Grossbritannien.
Eine junge Frau (Aishwarya) wird nach England verheiratet, ohne ihren Ehemann wirklich zu kennen. Der Ehemann (Naveen Andrews) entpuppt sich als Macho, der die Familie für seine eigene Unzulänglichkeit leiden läßt. Dies geht lange Jahre so, bis Sie einen Entschluss fasst und dem ein Ende setzt. Da sie auch nach Jahren der Gefangenschaft in ihrem eigenen Haus noch kein Englisch spricht, ist sie unfähig, sich vor Gericht entsprechend zu verteidigen. Ihre Anwältin scheint desinteressiert; und als ihre Schwiegermutter aus Rache lügt, scheint ihr Schicksal hinter den Gefängnismauern besiegelt. Aber außerhalb der Gefängnismauern gibt es eine Gruppe von indischen Frauen, die für ihre Freilassung kämpft. Und innerhalb der Mauern fühlt sie sich endlich frei genug, um zu tun, was sie immer wollte: englisch lernen und Jura studieren. Hier bekommt sie von den Mitgefangenen auch endlich die Hilfe, die ihr außerhalb versagt blieb. Und so gelingt es ihr nach Jahren der Gefängnishaft eine neue Gerichtsverhandlung zu erlangen, in der ihre Unschuld anerkannt wird. Naveen Andrews als großartiger Schauspieler einer äußerst unsymphatischen Figur: Der Film besticht durch die großartigen schauspielerischen Fähigkeiten der weiblichen Darsteller, die einen in jeder Minute des Films in die Geschichte mit hineinnehmen, so daß man regelrecht einem positiven Ende entgegenfiebert!



Anspruchsvoller Film mit interessantem Thema!!
der film provoked hat eig alle meine erwatungen erfüllt. Er ist an wenigen Stellen zwar manchmal langweillig doch das ist nicht schlimm. der film war wirklich gut. leute?!KAUFEN,KAUFEN,KAUFEN!

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Blackadder - Blackadder The Third - Series 3 [UK Import]
mit Rowan Atkinson, Jim Sweeney, Hugh Laurie, Stephen Fry, Tony Robinson, Regie: Mandie Fletcher
DVD bei Amazon: EUR 23,10 EUR 28,99
(2 gebraucht ab EUR 8,76)
Erscheinungsdatum: Februar 2001
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
Es war einmal ein britischer Ingenieur, dessen Traum eigentlich darin bestand, Autos zu konstruieren. Doch Ende der 70er-Jahre suchte die britische Autoindustrie keine Ingenieure. Um leben zu können, schrieb der junge Mann als Journalist Autoberichte für verschiedene Zeitschriften und trat mit Freunden in kleinen Clubs als Komiker auf. Aus kleinen Clubs wurden große Hallen, und schon bald arbeitete der junge Mann als professioneller Comedian, er trat in TV-Shows auf -- und eines Tages erhielt er seine eigene TV-Serie: The Black Adder. Der junge Mann war niemand anderes als Rowan Atkinson, der einige Jahre später mit der von ihm erschaffenen Figur Mr. Bean ein Weltstar werden sollte.

Black Adder ist jedoch etwas vollkommen anderes als Mr. Bean. Wo Mr. Bean auf Visualität setzt und Atkinson fast ohne Worte auskommt, ist The Black Adder britischer Wortwitz der Sonderklasse, eine Serie, in der das Wort zelebriert wird und der Witz aus Dialogen und weniger aus der Visualität entsteht.

Wenn man es ganz genau nimmt, gibt es drei verschiedene The Black Adder-Serien. Serie eins spielt am Elisabethanischen Hof, Serie zwei ist im dekadenten 18. Jahrhundert angesiedelt, Serie drei spielt in den Schützengräben Belgiens während des Ersten Weltkrieges. Im Mittelpunkt aller Serien steht jedoch ein Angehöriger des uralten Adelsgeschlecht der Familie Blackadder (stets gespielt von Rowan Atkinson). Die Blackadders können zwar auf eine lange, aber dafür wenig glanzvolle Geschichte zurückschauen. Obwohl der englischen Aristokratie angehörend, ist ihnen letztendlich der große Durchbruch verwehrt geblieben. Als Berater von Königen und Fürsten waren sie zwar an vielen großen Ereignissen der englischen Geschichte beteiligt, den Ruhm aber haben stets andere für sich geerntet. Keine Frage also, dass Blackadder, egal in welcher Epoche wir uns gerade befinden, kein sonderlich glücklicher Mann ist. Schließlich möchte er nicht viel: Macht und Ruhm. Eben all das, was einen Adligen seiner Zeit ausmacht. Kein Wunder, dass sich Blackadder zum perfekten Intriganten entwickelt hat, der mit Skrupellosigkeit und anderen Gemeinheiten an den Stühlen seiner Herrscher sägt. Meist jedoch recht erfolglos.

The Black Adder ist wahrscheinlich eine der schwarzhumorigsten, vielleicht sogar gemeinsten Serien, die die britische BBC jemals produziert hat. Tatsächlich hat Rowan Atkinson mit seinen Ko-Autoren Richard Curtis und Ben Elton nicht einfach nur einen satirischen Streifzug durch die englische Geschichte geschrieben. The Black Adder reflektiert immer wieder auch die Gegenwart und karikiert diese bis zum Exzess. So mag Blackadder ein Adliger sein, sein Verhalten aber gleicht dem eines durchschnittlichen Normalbürgers, dem jedes Mittel Recht ist, um zu mehr Macht zu gelangen. Ob Mobbing, Gerüchte schüren oder Unterlagen fälschen: All das, was Blackadder macht, um seine Ziele zu erreichen, sind Dinge, die wir alle kennen, da wir sie alle schon am eigenen Leib erlebt haben (oder schlimmer: selbst eingesetzt haben). Und in diesem Punkt treffen sich Blackadder und Mr. Bean: Beide sind Spiegel der Gesellschaft, Figuren, die Dinge machen dürfen, die wir uns oft wünschten zu tun, aber nicht zu tun wagten.

Um The Black Adder wirklich genießen zu können, sollte man allerdings im Englischen wirklich fit sein. Sonst bleibt einem beim Zuschauen der Wortwitz weitgehend verborgen. Zu empfehlen ist diese Serie ohne Zweifel allen Rowan-Atkinson-Fans, die den Briten nur als Mr. Bean kennen: Hier lernt man den ehemaligen Ingenieur wahrlich von einer anderen, ungewöhnlich düsteren und zynischen Seite kennen! --Christian Lukas
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5 Kommentare:
Die beste Blackadder-Staffel
Diese dritte Blackadder-Staffel spielt während der Regency-Ära im England des späten 18./frühen 19.Jahrhunderts.
Prinzregent George ist ein schnöseliger Tölpel, der sich mehr für seine Hosen als fürs Regieren interessiert. Sein Butler Edmund Blackadder ist sowas wie die graue Eminenz bei Hofe, der George so manches Mal den Kopf retten muß, aber auch mal gewaltig gegen seinen Herrn intrigiert. Zusammen mit Blackadders Diener Baldrick bilden die drei ein absolutes Dreamteam britischer Comedy.
Der Humor ist brillant und absolut erstklassig, die Worte sind geschliffen scharf und die Protagonisten werfen sich die Bälle zu, daß es eine Freude ist. Es gibt einige wunderbare Gastauftritte, z.B. von Robbie Coltrane ("Für alle Fälle Fitz" bzw. Hagrid in den "Harry Potter"-Filmen), Tim McInnery (Percy in Staffel 1&2 bzw. Darling in Staffel 4) und Stephen Fry (Melchett in Staffel 2&4) und Seitenhiebe auf das England jener Tage.
Sicherlich sollte man sich diese Staffel komplett auf Englisch angucken, die einstige deutsche Synchro grenzt an akustische Körperverletzung und nimmt den Geschichten einiges an Witz und Sarkasmus. Auch ist es sicherlich ratsam, sich ein wenig mit der englischen Geschichte im späten 18./frühen 19.Jahrhundert auszukennen, um auch wirklich jeden Witz verstehen zu können.
"Blackadder" ist britischer Humor der zwar wortlastigen aber brillanten Sorte, den man sich keineswegs entgehen lassen sollte!

Supercalifragilisticexpialidocious
When I watch BlackAdder I, I say this is the Best of the BA series. Then I watch BlackAdder II, and I say this is the Best of the BA series!

So I once again say, this is the best of the BA series! And I REALLY mean that! I think III is just a cut above the rest, because not only is Rowan Atkinson at his best, Hugh Laurie as the Prince Regent is an equal match so you have the two of them pushing each other.

In Dish and Dishonesty - Edmund see his chance to make the move from Prince's Butler to a MP by staging the elections. The episode is sidesplitting.

Ink and Incapability - Edmund wants to become a writer, but runs afoul of the first English dictionary

Nob and Nobility - The French are revolting - no they ARE really revolting and it sets the Stage for of lot of master of disguises

Sense and Senility - The Prince regent becomes enthralled of acting and pulls the whole household into it, having Edmund to recruit two actors to be the Prince's coach.

Aim and Amiability - the Prince Regent has over spent again, so Edmund must play matchmaker to find the prince a rich bride, only both sides are hiding things

Duel and Duality - The Price makes a mistake of romancing the Duke of Wellington's daughter and now it's 20 paces at dawn...unless Edmund can think of something to stop it.

Baldrick is back and Edmund's dogsbody and manage to steal the scenes! Look out for the Turnip!

auuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!!!!!!!!!!!!!!!1
die unglaubliche schauspielerische kompetenz der akteure ist atemberaubend, in sense and senility bzw. ink and incapability wird das eindrucksvoll demonstriert, auch schafften es die macher der serie, geniale nebendarsteller zu bringen. fazit: an tagen, wo nichts mehr geht -> blackadder und die stimmung ist 1a

Nur für Engländer
Der frivole manchmal beleidigende Witz von Blackadder ist schon klasse.Wenn man ihn versteht was im englischen nicht immer einfach ist.Der Zynismus und Wortwitz geht zwar durch eine Synchronisation verloren aber wenigstens deutsche Untertitel haetten drauf gehört.Darin liegt ja gerade der Sinn einer DVD !!! Auf die Synchro fassung kann man verzichten aber Leute die nicht Oxford Englisch können werden verloren sein.deshalb nur 3 Sterne auch wenn der Witz 5 verdient haette.Hoffentlich kommt bald eine andre Fassung heraus.Original mit andersprachigen Untertitel (die kann man dann auch ausblenden wenn man will...). DVD kann mehr als Video.Leider habens einige noch nicht kapiert.

Genialer Humor
Wer schon Black Adder II mochte, wird genauso von Black Adder III begeistert sein. Es wird zwar nicht mehr ganz so makaber mit den Zeitgenossen umgegangen, aber immer noch bissig genug, dass man sich das ganze wirklich öfter anschauen kann. Endlich geht das auch ohne die störenden Untertitle!

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The Lost Prince [Blu-ray] [UK Import]
mit Michael Gambon, Miranda Richardson, Bill Nighy, Regie: Stephen Poliakoff
DVD bei Amazon: EUR 24,17 EUR 22,99
(1 gebraucht ab EUR 11,99)
Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Michael Gambon, Miranda Richardson, Bill NighyDirectors: Stephen Poliakoff
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Verhängnis
mit Jeremy Irons, Juliette Binoche, Miranda Richardson, Regie: Louis Malle
DVD bei Amazon: Kein Preis angegeben
(2 gebraucht ab EUR 16,91)
Erscheinungsdatum: Juni 1999
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
Die Faszination bei Verhängnis ist genau die gleiche, die Sie bei einem Verkehrsunfall haben. Sie sehen ihn und wissen, dass es nicht aufzuhalten ist. Sie wissen, dass etwas Unerfreuliches passieren wird, aber Sie können sich nicht von der Szene der Zerstörung lösen. Im Fall dieses hochgelobten Dramas, das der Dramatiker David Hare nach dem Roman von Josephine Hart adaptierte, resultiert die Zerstörung aus einer Kollision von sexueller Anziehungskraft zwischen einem britischen Regierungsbeamten (Jeremy Irons) und der Verlobten seines Sohnes (Juliette Binoche). Blind gegenüber dem Schmerz, den sie anderen und sich selbst zufügen, beginnen sie eine leidenschaftliche Affäre, die ausschließlich auf dieser impulsiven Anziehungskraft und den versteckten Emotionen beruht, die allein durch ihr physisches Begehren Leben erhält. Wie erwartet führt dies zum emotionalen Zusammenbruch aller Beteiligten.

Die Geschichte liefert viele verschiedene Interpretationsmöglichkeiten des Filmtitels und eine brillante Darstellung Miranda Richardsons (als Irons Frau), die auf purem Hass und Ärger über seinen Betrug basiert. Dieses kraftvolle Drama, unter der Regie von Louis Malle (Auf Wiedersehen, Kinder), greift niemals auf schmutzige Details oder überflüssigen Nervenkitzel zurück. Es ist vielmehr so, dass Malle und seine hervorragenden Schauspieler die Wege erforscht haben, auf denen die Macht von Sexualität die Rationalität der Logik übertrifft, wenn die gegenseitige Anziehungskraft stärker ist als die Fähigkeit des Einzelnen, der Versuchung zu widerstehen. Verhängnis macht klar, dass so eine Affäre immer mit hohen Verlusten für alle Beteiligten verbunden ist. --Jeff Shannon
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5 Kommentare:
Tragik, wie sie das Leben schreibt
Meine Meinung über diesen Film ist hier bereits bestens vertreten. Hinzufügen möchte ich, dass dies einer der ganz wenigen Filme ist, die mich nachhaltig beschäftigen. Meiner Meinung nach ist nichts Verwerfliches an diesem Film. Gefühle, wie auch immer sie sein mögen, sind nicht verwerflich; gesteuerte Gedanken vielleicht, aber nicht Gefühle.

Stephen Fleming ist ein Mensch. Er ist ein bedeutender Politiker, ja, aber das entbindet ihn nicht vom Mensch-Sein. Ihm passiert, was vielen vor ihm und vielen nach ihm passieren wird: er begegnet einem Menschen, der ihn fasziniert, der in ihm völlig neue Gefühle erweckt. Er ist plötzlich wieder der Mensch Stephen und nicht der funktionierende Roboter. Sein ganzes inneres Chaos zeigt sich in all seinen Handlungen, vom Augenblick des Kennenlernens bis ganz zum Schluss. Seine Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist überwältigend, selbst seine Verzweiflung über seine Gefühle. Er und nicht Anna ist der schwache Teil der Beziehung. Er fährt ihr sogar nach Paris nach und offenbart ihr, dass er "nicht weiter als bis zu ihr sehen kann". Seine Verzweiflung ist beinahe unerträglich, wie er sich in Paris auf dem Bett zusammenkauert und weint.

Er macht sich Gedanken, will die Beziehung (zit.) in eine Form bringen, will sich scheiden lassen. Aber Anna will das nicht. Sie ist es, die eigentlich die Hinterhältigkeit dieser Verbindung beginnt. Sie will Stephens Sohn heiraten, damit sie mit Stephen zusammen sein kann. Als Stephen dann telefonisch Schluss macht, zwar leidet aber doch Schluss macht) ist sie es, die ihm einen Wohnungsschlüssel schickt.

Hier spielen Vater und Sohn keine Rolle, das hier ist der Kampf eines Mannes um eine Frau. Anna benutzt ihn, und er leidet. Als Martyn umkommt, verlässt Anna eiskalt die Szene und lässt Stephen allein. Selbst nach Martyns Tod sucht Stephen Anna, will mit ihr zusammen sein, aber sie sieht weg.

Die innere Zerrissenheit Stephens kommt am Schluss schmerzlich zur Geltung, als er von der Begegnung auf dem Flughafen erzählt, sagt, sie wäre nicht anders als alle anderen - und doch sieht er ihr Bild an, sitzt davor und leidet.

In dieser Geschichte hätten alle überlebt, wenn Stephen seiner anfänglichen Eingebung Folge geleistet und sich von seiner Frau getrennt hätte. Man darf seine innere Stimme nicht ignorieren.

Die zerstörende Kraft der unkontrollierbaren Sucht nach Liebe
"Hier ist Anna." - "Geben Sie mir Ihre Adresse. Ich werde in einer Stunde da sein."
Mit diesen Worten beginnt der in die Jahre kommende, verheiratete englische Staatssekretär Stephen Fleming eine Affäre - und obendrein noch mit der Geliebten seines eigenen Sohnes. Das ist ethisch verwerflich, aber was soll man machen, wenn es einen erwischt hat ? Der Attraktivität und Liebesbedürftigkeit der süßen Dame verfallen, steuert der entflammte Fleming sein Lebensschiff etappenweise auf die Sandbank...

Bei diesem Erotikdrama kommt in keiner Minute Langeweile oder Abscheu auf. Es ist hochinteressant, die Gesichtsausdrücke der Protagonisten zu lesen und ihr Innenleben zu ergründen. Die intelligenten Dialoge enthalten einprägsame Sätze("Ich kann nicht weiter sehen als bis zu dir.", "Du würdest etwas bekommen, was du schon längst besitzt."). Die nackten Liebesszenen überraschen durch Phantasie und Authentizität. Jeremy Irons und Juliette Binoche kommen sich vor der Kamera erschreckend nahe.
Eindringlich und bedrückend schildert Louis Malle in seinem vorletzten Film Stationen eines menschlichen Niedergangs. Für die weibliche Hauptrolle dieser Josephine Hart-Verfilmung hatte sich Isabelle Adjani gemeldet, aber der Regisseur lehnte ab. Und tatsächlich kann ich mir für die Rolle der liebeshungrigen, klug-zerbrechlichen Verführerin keine Passendere vorstellen als die elegante Juliette Binoche.

Wenn Liebe zum Verhängnis wird
Der hochrangige englische Politiker Stephen Fleming (Jeremy Irons) gilt als glücklicher Familienvater und hat eine glänzende Karriere vor sich.
Alles scheint perfekt, bis er auf einem Empfang zufällig der neuen Freundin seines Sohnes begegnet. Er ist sofort fasziniert von ihr und es entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre zwischen den beiden.
Stephen vernachlässigt seine Arbeit, riskiert seine Karriere, seinen Ruf und sein Familien-leben.
Den Zuschauer beschäftigt nur noch die Frage, wie schnell es zum Untergang kommt, denn die Katastrophe ist unausweichlich.

Mit gewohnter formaler Eleganz schildert Louis Malle in seinem vorletzten Film eine Geschichte um Verzweiflung und Liebe. Zwei Menschen geraten aus ihrer Lebensspur und geben sich hoffnungslos ihren Gefühlen hin. Sie versuchen alles, nach außen hin den Schein einer intakten Familie und eines korrekten Umgangs miteinander zu wahren, doch mehr und mehr wird die Brüchigkeit hinter der Fassade von Anständigkeit spürbar.
Louis Malle inszenierte den Film mit einem klaren Blick für kleinste Details und eine perfekte Besetzung, sowie mit prägnanten, aussagekräftigen Kurzdialogen.
Die Wortkargkeit der Charaktere unterstreicht die leidenschaftliche Anziehungskraft und verleiht ihr die notwendige Glaubwürdigkeit. Gefühle und Emotionen werden gekonnt mit Blicken und Gesten der Hauptdarsteller ausgedrückt.
Die freizügigen, aber immer ästhetischen Liebesszenen stießen vor allem beim amerikanischen Publikum auf Unverständnis und harte Kritik. Damit galt der Film in den USA als kommerzieller Flop.
Verhängnis ist jedoch ein durchaus sehenswerter, niveauvoller Film, der latente Phantasien freilegt und einen nachdenklichen Blick hinter die verstaubte Kulisse des biederen Bürgertums wirft.

Sammlerstück, eher enttäuschend
Da ich die anderen Beschreibungen und Rezensionen insgesamt etwas überzogen finde, auch wenn sie punktuell stimmig sein mögen, möchte ich zum Kontrast meinen eigenen Eindruck beisteuern:
"Verhängnis" bleibt als "Erotik-Film" weit hinter dem zurück, was das Cover verspricht und erzählt eine handlungs- und spannungsarme Geschichte mit einem "billigen" tragischen Ende, die ich insgesamt mehr konstruiert als plausibel finde. Die fast depressive Grundstimmung wird durch das emotionsarme Gesicht Jeremy Irons' und die dunkle, blasse Farbqualität der Aufnahme verstärkt. Das Ende des Films, wo der Hauptcharakter unvermittelt zum Erzähler wird, wirkt notdürftig angehängt und löst die Restspannung abrupt und tollpatschig auf.
Außerdem wirkt Juliette Binoche (wegen ihr hatte ich den Film eigentlich gekauft) in meinen Augen als Schauspielerin unterbelichtet und recht farblos, was dem dargestellten Charakter entsprechen mag, bei mir aber (gemessen etwa an der unerträglichen Leichtigkeit des Seins...) kaum "funkt".
Daß nicht einmal der Originalton verfügbar ist, sondern nur Deutsch, ist für mich ein weiterer Grund, den derzeitigen Marktpreis von ca. 20 Euro (Juni 2006) für völlig überzogen zu halten. Ich habe die DVD nach dem ersten Ansehen wieder verkauft. Ein zwanghafter Sammler wird am Erwerb kaum vorbeikommen und kann sicher mit einer weiteren Wertsteigerung der vergriffenen DVD rechnen, denn aus meiner Sicht lohnt der Film eine Neuauflage kaum.

Ein intimes Meisterwerk von Louis Malle
Den letzten Film von Malle als erotischen Film zu klassifizieren, ist nur sehr oberflächlich schlüssig. Es gibt zwar Sexszenen, aber diese haben eine narrative Funktion und sind ganz sicher nicht dazu da, den Zuschauer anzuregen oder gar zu erregen. Es handelt sich um ein Drama mit komplexen Charakteren und Szenen, die für mich einfach unvergesslich sind, was an den Dialogen, der dezenten Musik (Z. Preisner) und vor allem an den fulminanten Darstellern liegt. Jeremy Irons ist in einer typischen Irons-Rolle zu sehen. Er ist der Prototyp des einsamen, arrivierten Mannes, dem etwas entscheidendes fehlt, dessen Einsamkeit im Grunde unerklärlich ist. Das alles liegt in seinem Gesicht. Im Grunde müsste er ein glücklicher Mensch sein. Warum gerade Anna Barton in ihm ein nie dagewesenes Gefühlschaos auslöst, bleibt ein Geheimnis (wir nehmen es hin, denn wie sollte man das erklären?). Die Sex-Szenen gleichen Ringkämpfen, sind wenig zärtlich, eher ein Aufbäumen. Eine Julitte Binoche wie diese hat man noch nie gesehen, wird man auch nicht wieder sehen. Diese Figur ist von allen anderen Charakteren, die sie bislang dargestellt hat, Lichtjahre entfernt. Und selbst der kurze Auftritt von Peter Stormare als Peter zeigt, dass ein Schauspieler in weniger als vier Minuten eine Figur schaffen kann, die vielgestaltige Konturen besitzt, eine Geschichte mitbringt, Ausstrahlung hat. Natürlich ist "Verhängnis" kein wirklich guter Titel, "Damage" (im Original) wohl auch nicht. Es sind die Blicke der Figuren (ins Leere, aneinander vorbei, zueinander), die mehr erzählen als Worte. Die Szene mit Natasha Richardson zu Hause in der Küche, nachdem das denbkar Schlimmste passiert ist, gehört zum Besten, was ich überhaupt jemals im Kino gesehen habe. Hier stimmt jede Nuance, und kein unnötiger Verstärker durch Musik. Die Zurückhaltung von Preisner, der vor allem Solo-Instrumente einsetzt, ist ein Glücksfall. Die psychologisierende Ebene (Annas Geschichte) ist aus meiner Sicht schlüssig und nicht zu simpel wie in vielen amerikanischen Filmen. Neben M. Butterfly, Dead Ringers, Brideshead Revisited (TV) und die erste halbe Stunde von Lolita (der als Gesamtwerk dann doch leider den falschen Ton anschlägt) der beste Film mit Jeremy Irons, der seit Ende der neunziger Jahre immer seltener ein glückliches Händchen bei seiner Rollenwahl hatte.

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