4 Kommentare: Die finale Staffel dieser grandiosen Serie... Inhalt Darwyn kommt eher zufällig in Kontakt mit einer anderen Schläferzelle, die er schließlich ebenfalls infiltriert und sogar deren Anführer wird. Seine Verbindungsperson zum FBI, Patrice Serxner, die die Nachfolge von Ray Fuller angetreten hatte, wird im Sudan ermordet. Neuer Verbindungsoffizier wird der unerfahrene Agent Warren Russell, der seine Position nur aufgrund von guten Kontakten erhalten hatte. Währenddessen wird Farik von den Amerikanern gefangen gehalten und verhört, ohne dass er ihnen jedoch brauchbare Informationen liefert. Ihm gelingt später die Flucht aus der Haft.
Die zweite Season von Sleeper Cell beendet die packende Miniserie.
Bildbewertung: Mit der zweiten Staffel und weiteren acht Folgen, bringt "Paramount Home Entertainment" eine zugleich spannende und gut unterhaltende, aber auch beängstigende und beunruhigende TV-Action-Serie, in Anbetracht des hohen Bezugs der Serie zur Realität, in die Veröffentlichung. Allgegenwärtig beherrschen Meldungen über den "Heiligen Krieg" und aus dem Untergrund mitten unter uns befindlicher und agierender Mitglieder von Operationseinheiten "stiller Krieger" die Medien.
Mit dieser zweiten Staffel findet die packende Serie, welche die höchst brisanten Themen der "Schläferzellen" und das Geschehen in deren Umfeld, sachbezogen und mit einem hohes Maß an Realismus und Authentizität schildert, für mich etwas überraschend, bereits ihr Ende.
Schon als der amerikanische Abo-Sender "Showtime" bei der Produktionsgesellschaft "Cardboard Guru" eine Serie, die in ihrer Geschichte die Unterwanderung einer Zelle muslimischer Terroristen durch einen muslimischen Angehörigen, der zugleich auch FBI-Agent war, in Auftrag gegeben hatte, schlugen die Wellen der Aufregung in Amerika hoch. Als dann auch noch bekannt wurde, dass in dieser Serienproduktion auch die menschliche Seite von Terroristen gezeigt würde, stieß der Sender zunächst bei vielen auf Unverständnis und sogar strikte Ablehnung.
Unvergessen und noch immer allgegenwärtig waren die Erinnerungen an die Ereignisse des 11. September 2001 mit seinen Anschlägen auf das World Trade Center und der Hass auf den Drahtzieher dieser terroristischen Gewaltakte in der Person des Osama bin Laden und den von ihm geführten dschihadistischen Gruppierungen.
Die vorliegende zweite Staffel, welche in den USA ihren Sendestart am 10. Dezember 2006 und im deutschen Fernsehen am 20. August 2008 hatte, zeigt in einer höchst authentischen und komplexen Art, die schon fast abstrus wirkende Realität von islamischen Terroristen, die sich mittlerweile scheinbar perfekt und unbemerkt in die uns umgebende Gesellschaft, mit allen ihren Bereichen, eingeschlichen und integriert haben.
Zu Beginn der zweiten Staffel will sich FBI-Agent "Darwyn Al-Sayeed" (Michael Early) eigentlich eine Pause gönnen, nachdem er "Faris" (Oded Fehr), einen völlig skrupellosen islamistischen Terroristen und Anführer einer Schläferzelle, enttarnt und überführt hat. Lange dauert diese Pause zusammen mit der attraktiven "Gayle" (Melissa Sagemiller) aber nicht. Die FBI-Agentin "Patrice Serxner" (Sonya Walger) überredet "Darwyn" zur Übernahme einer neuen Undercover-Tätigkeit. Diesmal soll sich "Darwyn" in eine Terroreinheit in L.A. integrieren, welche es sich zum Ziel gemacht hat, Vergeltung für das Versagen und die Niederlage der Gruppe von Farik zu üben. Schnell schafft es "Darwyn" sich an den Kopf der terroristischen Zelle in Los Angeles zu setzen.
Als "Patrice" ermordet wird, erhält "Darwyn" mit dem unerfahrenen Agenten "Waren Russell" einen neuen Verbindungsoffizier, der sich als eher hinderlich und unfähig erweist, als das er ihm eine wirkliche und wahre Hilfe ist. Als "Farik" die Flucht aus der Haft gelingt, muss "Darwyn" zu radikalen Mitteln greifen, um einen durch "Farik" geplanten Anschlag auf die Hollywood Bowl zu verhindern und den Terroristen wieder dingfest zu machen.
Als ein großes Plus bei dieser Serie sehe ich hier die Entscheidung der Macher, die meisten der zu vergebenen Rollen mit jungen und beim Publikum noch nicht zu sehr bekannten Darstellern zu besetzen. Das zu sehende Niveau der darstellerischen Leistung leidet nicht unter dieser Entscheidung. Ganz im Gegenteil, alle Akteure spielen glaubhaft und überzeugend. Besonders deren Unbekanntheit aber auch ist es, die der Serie nochmals zusätzliche Glaubhaftigkeit und Authentizität verleihen.
Von der technischen Seite gewertet, überzeugt das Bild von den drei DVDs dieser Veröffentlichung, mit der Gesamtlaufzeit von ca. 371 Minuten und dem Bildformat 16:9 (1.78:1) Anamorphic Widescreen, mit gelungen zur Ansicht kommenden Bildern. Die Farben wirken sehr stimmig. Ein satter Schwarzwert und gelungene Einstellungen beim Kontrast und der Schärfe der Bilder, zeigen sich dem recht zeitnahen Produktionsalter dieser Serie angemessen und können überzeugen. Bildrauschen wie auch Störungen oder Mängel analogen oder digitalen Ursprungs fallen nicht nennenswert bei dieser Veröffentlichung auf. Gut gelungen sind die kurzen Einleitungen am Anfang einer jeden Episode, in der das bisher innerhalb der Geschichte geschehene, in einer Art Rückblick gezeigt wird.
Gelungene und übersichtlich gestaltete Menüs, mit Animationen und Sounds von den DVD`s, ermöglichen einen einfachen und schnellen Zugriff auf die einzelnen angebotenen Auswahlmöglichkeiten in ihnen. Jede der acht Folgen kann einzeln oder auch "am Stück", also hintereinander, über die Funktion "Alle abspielen", von den DVD`s gestartet werden. Ein Kapitelmenü kommt nicht zur Ansicht, jedoch sind innerhalb der Episoden einzelne Marker gesetzt, die anwählbar sind. Als Extra finden sich auf DVD drei zwei Features mit "Der Feind im Inneren" und "Islamwörterbuch".
Tonbewertung: Wie schon das Bild versteht auch der Ton mit einer guten Qualität zu überzeugen, aber auch die Auswahl ist vielfältig und gelungen. Wer der englischen Sprache mächtig ist, wird sich über einen hervorragend gemachten englischen Originalton im Dolby Digital 5.1 freuen. Aber auch der deutsche Dolby Digital 2.0 Ton kommt gut verständlich und mit gekonnt integrierten Sound-Effekten zu Gehör. Als weitere Tonformate finden sich eine französische und italienische Sprachfassung ebenfalls im Dolby Digital 2.0 auf den DVD`s dieser Veröffentlichung. Untertitel in Dänisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Holländisch, Norwegisch, Finnisch und Schwedisch vervollkommnen den als wirklich gelungen zu bezeichnenden Gesamteindruck beim Ton dieser Veröffentlichung.
Gesamturteil: "Paramount Pictures Home Entertainment" veröffentlicht mit dieser zweiten und leider auch finalen Staffel von "Sleeper Cell" acht weitere äußerst spannende und zugleich packende Folgen. Großartig gemacht mit einem klaren und differenzierten Blick auf die sich höchst brisant entwickelnde politisch angespannte Situation im Zusammenhang mit religiösen Fundamentalismus. Beängstigend realistisch und authentisch. Von mir an dieser Stelle, eine ganz klare Empfehlung.
Autor: Torsten Fernseh-Serien-Auf-DVD
eine neue zelle. mal wieder gelingt es den machern der serie eine perfekte staffel herauszubringen. leider wie es aussieht die letzte. auch diesmal muss darwyn wieder undercover gehen um eine neue zelle zu infiltrieren. als seine verbindungsagentin serxner im sudan getötet wird bekommt er den neuling russell zur seite gestellt der nur anhand familiärer kontakte diese position bekleidet.
das führt dazu das darwyn nicht nur die zelle im auge behalten muss sondern auch seinen partner.
kann er also einen neuerlichen anschlag verhindern oder scheitert er? und was ist eigentlich mit farik?
die darsteller brillieren mal wieder fast durchgehend. die dialoge sind hervorragend. die episoden allesamt spannend und mitreissend.
schade das dies die wohl letzte staffel war. dermassen spannend und rasant kann kein film das heikle thema aufarbeiten, und so war sleeper cell ein informatives und adrenalinpushendes juwel in der serienlandschaft. jedem der sich für das thema terrorismus und undercover interessiert sollte einen blick riskieren.
Differenzierte Sichtweise auf den Terror Was mir an "Sleeper Cell" besonders gut gefallen hat: Hier ist nicht die Religion Grund allen Übels (es wird ja leider oft zu schnell ge- und verurteilt). Vielmehr instrumentalisieren einzelne Extremisten die Religion, um ihre Ziele durchzusetzen. Zudem sind nicht nur Menschen aus dem Nahen Osten in den Terrorzellen aktiv, sondern auch Amerikaner und Europäer. Auch der "Krieg gegen den Terror" wird hinterfragt, was ich persönlich sehr gut finde. Das Thema ist auch Jahre nach den Anschlägen vom 11. September aktuell, sodass ich mir die zweite Staffel von "Sleeper Cell" gekauft habe.
Kurz zur Handlung: Nachdem Agent Darwyn Al-Sayeed, gespielt von Michael Ealy, es in der ersten Staffel geschafft hat, eine Schläferzelle auszuheben, versucht sich zu erholen. Doch eine weitere Zelle wurde gegründet, um die Position der alten auszufüllen. So muss Al-Sayeed wieder undercover ermitteln. Farik, der Kopf der Terrorzelle aus Staffel 1, schafft es, aus dem Gefängnis auszubrechen. Somit hat Al-Sayeed nicht nur die Aufgabe, einen Anschlag zu verhindern, sondern auch Farik zu finden - der Al-Sayeeds Arbeit als Agent natürlich gefährden kann.
Bild und Ton sind in guter Qualität, die Handlung selbst halte ich für sehr durchdacht und gelungen. Das Ende ist schwer zu beschreiben - davon abgesehen, dass ich nicht spoilern will. Ich finde, man kann es als abgeschlossen ansehen, ist aber auch interpretierbar. Mir hat es gefallen.
Sehr gute Miniserie! "Sleeper Cell" ist eine Serie, die - ausgehend von den Quoten - im Fernsehen nur mäßig gut ankam. Warum dies so war, darüber kann ich nur mutmaßen. Liegt es an RTL2, wo man eher "Big Brother" als eine spannende Actionserie vermutet? Oder an der Thematik, die sehr ernst und realistisch ist? Viele wollen halt lieber berieselt werden, als über Inhalte nachzudenken. Geht mir oft genauso, denn im Job ist meist schon genug Kopfarbeit gefragt.
Doch manche Serien schaffen es immer wieder mich zu packen und mich zum Nachdenken anzuregen, wie einst "Twin Peaks" oder aktuell "Lost". "Sleeper Cell" gehört auch in diese Reihe. Es geht um eine terroristische Schläferzelle und den FBI-Agenten Darwyn, der diese infiltriert. In der ersten Staffel stößt er dabei auf den Terroristen Farik, der in der zweiten Staffel zu Anfang von den Amerikanern gefangen gehalten und verhört wird. Doch später gelingt Farik die Flucht...
Darwyn baut währenddessen Kontakt zu einer weiteren Schläferzelle auf, hat aber mit seinem neuen Verbindungsmann zu kämpfen, der sehr unerfahren ist und seine neue Position nur dank Vitamin B bekommen hat.
Ich will ja auch nicht zu viel verraten, drum breche ich inhaltlich hier ab. Mein Eindruck zur zweiten Staffel von "Sleeper Cell" ist durchweg positiv. Okay, der Überraschungseffekt der ersten Staffel ist etwas dahin, trotzdem wird auch in Staffel 2 Qualität geboten, inklusive packender Story und guter Schauspieler. Die verschiedenen terroristischen Motivationen werden gut beleuchtet, wobei zum Glück nicht pauschalisiert wird. Die zweite Staffel ist eine gute Fortsetzung der Serie, die leider schon nach dieser Staffel beendet wurde.
Lieferumfang: 3 DVDs, inklusive der Extras "Der Feind im Inneren" und ein Islam-Wörterbuch. Die FSK18-Einstufung dürfte an einer einzelnen Folge festgemacht sein.
3 Kommentare: verkanntes meisterwerk November ist ein anspruchsvoller und aus psychologischer sicht sehr interessanter film. Die "Stages of Death" werden hier in mehreren Schilderungen desselben Ereignisses aufgearbeitet. Die Schauspieler ueberzeugen allesamt - Courtney Cox in Ihrer wahrscheinlich besten Darstellung. James LeGros passt auch sehr gut in diese ernste Rolle. Ueberragend ist Michael Ealy in seiner viel zu kleinen Rolle. Zusammenfassend muss man sagen dass dieser Film wirklich mitreissend sein kann wenn er nicht mit den falschen Erwartungen in Angriff genommen wird.
Leichte Unterhaltung trotz hohem Anspruch Sophie erwartet, dass ihr Freund mit Schokolade aus dem Kiosk kommt. Ein Schuss, ein fliehender Räuber, Hugh liegt tot auf dem Ladenboden. Sophie ist schockiert, besucht eine Psychologin. Alles ist blau, keine Musik. Ein "Film Noir".
Dann aber eine neue Wahrheit: Hugh ist garnicht tot, Sophie selbst wird im Kiosk überfallen, überlebt aber. Alles ist rot.
Und eine dritte Wahrheit... viel später.
Nur eine Wahrheit kann wahr sein. Warum aber sind die anderen Phantasien? 2/3 des Films spielen sich in Sophies Kopf ab, die zufällig gerade eine Affäre hat und unter Schuldgefühlen gegenüber Hugh leidet.
Ein interessanter Film mit offenem Ende. Aber er ist zu wenig mysterös, um mit David Lynch Produktionen mithalten zu können. Er beschäftigt den Zuschauer auch nicht wirklich lange. Er ist trotz intelligenter Kameraeinstellungen und unheimlichem Sound zu konventionell. Coutney Cox ist nicht wirklich Film-Noir-tauglich. Leider.
bemüht Der Film bemüht sich sehr um künstlerischen Anspruch. Die Handlung ist eher langweilig und kann in keinem Moment die Spannung erzeugen, welche die Beschreibung auf der DVD verspricht. Es werden dort gar Vergleiche zu Lost Highway gezogen, was man aber nicht nachvollziehen kann, wenn man den Film gesehen hat. Er hinterläßt nach dem Angucken ein, zwei Fragezeichen im Kopf die aber schnell verblassen...
Courtny Cox gibt hier auch eine schlechte Figur ab.
5 Kommentare: Gelungene Serie, aber Dieser Kommentar bezieht sich auf das Ende der ZWEITEN Staffel! Wer sich nur die erste Staffel anschaut, braucht diese Rezension nicht zu beachten! Ich würde mich sooo gerne den positiven Beurteilungen der anderen Rezensenten anschließen, aber leider kann ich mich nicht dazu durchringen. Bis zur letzten Folge der ZWEITEN Staffel war ich von dieser Serie begeistert. Wenig Klischees (so weit ich das beurteilen kann), differenzierte Charaktere, realistisch (so weit ich das beurteilen kann) und ganz und gar untypisch für Hollywood. Doch was um Himmelswillen passiert denn da in der letzten Folge? Ohne zuviel zu verraten, verkommt die Serie zu einem billigen Selbstjustiz-Action-Blödsinn inkl. einem Shoot-Out in einem staubigen Kaff im Jemen, wie aus einem alten Western. Dieses Ende wird der Serie in keinster Weise gerecht!! Ich würde ohne zu zögern meine Erinnerungen an diese letzte Folge löschen, um meine durchweg positive Meinung wieder zu erlangen und 5 Sterne vergeben.
Wer also über so eine Art von Wendung hinwegsehen kann oder nur an der ersten Staffel interessiert ist (deren Ende weit aus besser ist als das der zweiten Staffel), dem ist diese Serie wärmstens ans Herz zu legen.
Derzeit beste Fernsehserie zur Thematik Unverdient im Fernsehen untergegangen, befasst sich "Sleeper Cell" mit dem immer mehr an Aktualität gewinnenden Thema des homegrown terrorism. Der Jihadisierung junger Muslime und Konvertiten durh eine Religionsauslegung jihadistischer Kreise, die die Selbstaufopferung als Shahid [(Blut-)zeuge] im Kampf ggen die "Ungläubigen" propagiert.
der FBI Undercoveragent Darwyn al-Hakim (Deckname: Darwyn al-Sayeed) infiltriert in Los Angeles eine jihadistische Schläferzelle, die sich in Los Angeles unter der Führung des charismatischen Faris "Farik" al-Farik gebildet hat, der sich als Jude tarnt, um nicht aufzufallen. Die Mitglieder der Zelle setzen sich fast alle aus Konvertiten zusammen, die aus verschiedenen Beweggründen zu Jihadisten geworden sind. Damit verwoben werden verschiedene Blickwinkel und jeweilige Vergangenheit der Protagonisten, die die Inhomogenität der Thematik verdeutlichen. Ebenso deutlich wird die Inhomogenität des Islam, der nicht nur in der arabischen Welt verschiedene Ausprägungen angenommen hat. So kann Darwyn u.a. nicht das Attentat durch ein Zellenmitglied auf einen 'Alim (isl. Gelehrten)verhindern, der sich gegen den Jiahd ausspricht. Das verdeutlicht den derzeit stattfindenen innerislamischen Kampf, der im Westen zu wenig beachtet wird.
Insgesamt die beste Serie zur Theatik, die zwar nicht einen hohen Anteil an Action wie "24" einsetzt, dafür aber mit einer dramaturgisch gekonnten Inszenierung punktet. Etwas störend die eingebaute Liebesgeschichte von Darwyn zu einer Frau, die mit (für amerikanische Verhältnisse) expliziten Sexszenen garniert wird.
Insgesamt eine unbedingte Kaufempfehlung.
Kann mich nur anschliessen Das ist eine wirklich gelungene Serie (auch ohne Untertitel, welche aber bei einer DVD doch möglich sein sollten, deshalb ein Punkt Abzug), mit einer sehr differenzierten Sichtweise, nicht nur gut und böse, schwarz und weiss. Es wird ganz klar darauf hingewiesen, dass der eigentliche Islam nichts mit Terrorismus zu tun hat, und das Herz blutet, wenn einer von Darwin's Versuchen, einen Fanatiker umzudrehen, wieder einmal scheitert. Es ist gut und glaubhaft gespielt, manche Wendungen sind vielleicht etwas seltsam, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Erstaunlich kritisch, deshalb sehr sehenswert.
Keine Untertitel ! Leider haben es die Untertitel der US-Fassung nicht auf diese UK-DVD geschafft. Es sind keine vorhanden (deutsche sowieso nicht, aber auch keine englischen!!!)
Eine erstaunlich differenzierte Sichtweise Ich bin mit keinen so großen Erwartungen an diese TV Serie herangegangen. Von einer US-Serie, die nach 9/11 von einer islamistische Schläferzelle handelt erwartete ich mir das übliche Gut-Böse Schema, welches sich dann auch tatsächlich in der ersten Episode bestätigt hat. Was danach allerdings folgte wurde von Episode zu Episode besser und spannender.
Die Serie zeichnet ein sehr differenziertes Bild, in welchem vom gemäßigten Islam bis zu den kruden Ansicheten der Fundamentalisten ein breites Spektrum an Ansichten, Schicksalen und Lebensweisen abgebildet ist. Dies alles ist in einer spannenden Story verpackt, die bis zum Ende fesseln kann und auch Platz für kleine, feine Nebengeschichten bietet.
Der muslimische FBI Agent Darwyn kann sich in eine Schläferzelle einschleusen, die einen Anschlag plant, doch bevor er akzeptiert wird, muß er sich erst beweisen. Für den integeren Agenten wird dies zu einem unvorstellbaren moralischen Kraftakt. Der Anführer der Zelle, Farik ist ein charismatischer, intelligenter Mann, der es versteht, auch für seine eigenen Leute undurchsichtig zu bleiben. Der Rest der Zelle setzt sich aus Männern mit den verschiedensten Beweggründen zusammen. Auch hier werden keine Schubladen bedient, sondern auf die Schicksale und Charaktere dieser Männer eingegangen.
Die beiden Hauptdarsteller(Michael Ealy als FBI Agent und Oded Fehr als Anführer) haben mich mit ihrem fein aufeinander abgestimmten Zusammenspiel überzeugen können. Besonder möchte ich Micheal Ealy (der Agent Darwyn) hervorheben. Er besticht durch die wunderbar überzeugende Darstellung des Agenten, der verzweifelt versucht sich in einem monatlenag dauernden brutalen Einsatz seine Menschlichkeit zu bewahren.
Einen Stern Abzug gebe ich deshalb, weil mich die Figur des Anführers Farik nicht überzeugen konnte. Dieser Mann ist intelligent, charismatisch, manipulativ und macht nicht den Eindruck, als wäre er ein fanatischer Gläubiger. Ich hätte eher erwartet, das er seine Leute manipuliert und in den Tod schickt, sich selbst aber nicht die Hände schmutzig macht.
Alles in allem kann man sagen, das mit dieser kleinen Serie ein gelungener Mix aus ruhigen Charakterstudien, Psychothriller und reichlich Aktion gelungen ist.
1 Kommentare: Einer der besten mit DMX! Hat mich wirklich erstaunt! Dieser Film ist wirklich gut! Nach Last Hour mit DMX dachte ich das alle Filme nach Born 2 Die + Rome Must Die + Exit WOunds nicht mehr sehenswert sind. Trotzdem kaufte ich mir diesen Film und er hat mich umgehauen. Super geile STory + Handlung und ein cooler DMX runden die Sache gelungen ab. Aufgrundder Bonus DVD gibts noch einen STern dabei!
Their Eyes Were Watching God Preis bei Amazon.de: Keine Angabe Bei Amazon.de STORY: Based on the classic by Harlem Renaissance author Zora Neale Hurston, the film depicts the timeless, lyrical and passionate story of a beautiful and resilient woman's quest for love, sensual excitement and spiritual fulfillment, despite society's expectations of a woman of color in 1920s America. Ms. Berry stars as Janie Crawford, whose journey takes her through three marriages with very different men, and during which she experiences all that life has to offer, from tremendous success to unspeakable heartbreak. KRITIK: Darnell Martin directs from the teleplay written by Suzan-Lori Parks, the first African-American woman playwright to win the Pulitzer Prize. Michael Ealy, Tony Award winner Ruben Santiago-Hudson and Emmy Award winner Ruby Dee also star, with a strong supporting ensemble cast.
5 Kommentare: Rapfans JA alle andern NEIN also ich habe den Film ausgeliehen. Für Rapfans ist er sicherlich mehr als nur GUT. Aber als kein Fan er ist anschaubar und habe auch keine Kopfschmerzen bekommen aber die Spultaste hatte ich trotzdem benützt.
DMX in einem Gangsta- Film! Rapper DMX ist nun auch Schauspieler geworden. Genau wie Eminem und 50 Cent. Und dieser Film ist fast genauso gut wie 50 Cents "Get Rich or dy Tryn"! Mit Freude habe ich das Festgestellt. Den Film habe ich mir nur gekauft weil DMX dabei war, vorher kannte ich DMX nicht, habe den Film also nur gesehen weil ein Rapper dabei war. Ein Rapper den ich nicht kannte, nun bin ich ein richtiger DMX-Fan! Der Film ist sehr geil, halt ein richtiger Gangsta- Thriller! Die Schauspieler spielen allesamt gut, auch wenn sdie Spannung bei 50 Cents Movie besser war, dieser Film ist eigentlich für Rapfans ein Muss, allein schon weil DMX mitspielt!
Dramatische und beklemmende Gangster-Studie im Gewand eines Großstadt-Thrillers! Ganz anders als erwartet, repräsentiert "Never Die Alone" keinen Action-Movie, sondern die verstörende Milieu-Studie eines Drogendealers (DMX), dem es nicht gelingt, sich von den Einflüssen seiner Vergangenheit zu lösen. Interessant strukturiert und stilistisch in Anlehnung an Spike Lee verfilmt, ist "Never Die Alone" eine jener Film-Noir-Interpretationen, denen man etwas Zeit geben muss, um ihr gesamtes experimentelles Vermögen zu entfalten - ähnlich wie "Wonderland" oder "The Salton Sea". Das Drehbuch beinhaltet viele Zeitsprünge, wurde jedoch gemessen an der Schwierigkeit, diese logisch aneinander zu reihen, hervorragend realisiert. Die Synchronisation ist wesentlich besser, als man vermuten würde und die gute Darstellerriege gibt sich, allen voran der US-Rapper DMX, unerwartet faszettenreich. Fazit: Eine optisch eigensinnige, aber ansprechende Low-Budget-Produktion mit leichtem Independent-Touch, die es allerdings in sich hat. Dramatisch, spannend, verstörend und zeitweise ziemlich brutal. Fans klassischer Action-Blockbuster dürften erwartungsgemäß enttäuscht sein. Wer hingegen Freude an Filmen hat, die auch mal etwas riskieren, dürfte an diesem zu Unrecht verrissenen Kleinod der Filmkunst Vergnügen empfinden. Genreübergreifend empfehlenswert!
Viel besser als erwartet... Ich erwartete mir von dem Film, wie viele von euch wahrscheinlich auch, einen unterhaltenden Action-Kracher! Also borgte ich ihn mir ohne wirklicher Freude aus und schaute ihn mir an. Doch wie sich herausstellte lag ich falsch. Der Film ist ein wahninnig gutes und bedrückendes Drama um Leichen, Drogen & Sex. Natürlich ist das Genre "Actionfilm" mitinbezogen, aber nicht extrem, wie man es aus Filmen wie "Stirb Langsam" oder allen James Bond Teilen gewohnt ist.
In den Film geht es um einen Mann (DMX), der angestochen wird und von einem Mann, der zufällig zur gleichen Zeit am gleichen Ort war, ins Krankenhaus gefahren. DMX vermacht dem Mann alles was er hat: Eine viertel Million Dollar, seinen auffällig schönen Wagen und 2 Kassetten. Danach stirbt er. Auf diesen Kassetten befinden sich die letzten Wochen seines Lebens, da er jeden Tag auf ein Band gesprochen hat. Der Mann, der DMX ins Krankenhaus gefahren hat, versucht auf den Grund seines Mordes zu kommen.
Das war nur ein Teil der Handlung, aber der wichtigste. Anfangs bekommt man den Eindruck, dass DMX im Film gar kein so schlechter Mensch war, aber wenn man seine Vergangenheit sieht, merkt man was für ein *****loch er war.
Nachdem man den Film gesehen hat, vergisst man ihn nicht mehr so leicht.
FAZIT: Ein wahnsinnig brutaler, dramatischer Gangsterthriller, den man gesehen haben muss! Genial!
das ghetto lebt ein spitzenfilm für fans von gangster/ghettostyle filmen. angesichts seiner schauspielerischen leistung in diesem film sollte DMX vielleicht in zukunft seine rapkarriere hinten anstelln...hut ab! auch wenn die brutalität und vorallem frauenfeindlichkeit etwas übertrieben erscheint würde ich in diesem fall keineswegs von realitätsferne sprechen.
5 Kommentare: Propaganda? Irrtum.... Ich kann die Serie vorbehaltslos empfehlen, sie ist recht spannend und tatsächlich erheblich realistischer als "24".
Erschreckend auch die Einfachheit, mit der solche Leute mit simplen Mitteln arbeiten - und effektive Anschläge durchzuführen imstande sind.
Was die Serie nicht ist, ist Propaganda, wie in einer anderen Rezension behauptet: So sehr die Behauptung, alle Muslime seien Terroristen, blödsinnig ist, so sehr hat der Schreiber dieser Rezension ein paar Fakten vergessen: Nehmen wir als bestes Beispiel den 11. September...war der auch nur Propaganda? Der überwiegende Teil aller tödlichen Anschläge auf diesem Planeten werden von radikalen Muslimen begangen - was eine schlichte Tatsache, keine bloße Behauptung ist. Trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen, alle Moslems über einen Kamm zu scheren.
Umgekehrt tut dies jedoch jeder, der derartige Gewaltakte einfach nicht sehen will. Diese Serie umfasst auch nur eine überschaubare Gruppe von Attentätern - also kein islamischer Großangriff oder so etwas. Was soll dann hier Propaganda sein? Eindeutig wird gezeigt, daß hier nicht Islam gegen Christentum, sondern einfach Gut und Böse gegeneinander kämpfen.
Propaganda Serie ! Eine Aufwendig produzierte Propaganda-Serie ! Auf der einen Seite die Bösen Moslime,die selber nicht genau wissen warum sie ihre Anschläge durchführen,als Erklärung werden simpele Stereotyp Annahmen angeführt.In keiner weise werden die wirklichen Motivationen offen gelegt,die über den Glauben und dem Nahost-Problem weit hinaus gehen.Diesen bitter bösen Spiegel will und kann sich diese westliche Welt wohl kaum vor Augen halten, ohne wirkliches Entsetzen hervorzurufen.
Als positiver Gegenpole um nicht ganz zu seicht , leicht durchschaubar,zu werden ist der Untercover Agent ein Moslem ... Hier setzt die zweifache Propaganda an , Vernebelung der wirklichen Erkenntnisse und Intentionen der "Terroristen",und zum anderen ein anscheinender moslemischer Cop , der als Islamische Identifikation Figur Degeneriert wird. Alles ganz im Sinne der westlichen Welt,dazu noch der passend gemachte Eklektizistisch/Hedonistische Islam, und das verzerrte Bild ist perfekt.
Terroristen die nur gegen die westliche Welt auf Grundlage persönlicher Erlebnisse ,und eines simplen Bauern-Glauben kämpfen,im Ansinnen auf die vielen Jungfrauen im Paradies.Dann das vermeintliche Positive Islam Bild, verkörpert in diesem Cop ,der sich von seinem Verhalten.. Sex vor der Ehe..Ehebruch...mordet und quält einen anderen Menschen... sich wohl kaum als Moslem bezeichnen dürfte. Was bleibt übrig eine leere Hülle, Aberglaube/Traditionen/Liturgie werden als einzige Unterschiede dargestellt, im Vergleich zur Ideologie der westlichen Welt.
Fazit : aufwendig Produzierte Serie,die den Islam verunglimpft und beleidigt.Die Lebensweise und Weltanschauung der wirklich praktizierenden Muslime in keiner weise vermittelt, und Terroristen als Abenteuer lustige verblendete Jungs darstellt,ohne ihre wirkliche Perspektive auf die westliche Welt auch nur im Ansatz jenseits des Bauern-Denken aufzuzeigen.
Viel Spaß (das sagt man doch hier so) beim einnullenden Wiegenlied, für diese Betäubte Menschen Welt.
Eine überzeugende Produktion, die sich dem Thema von "24" realitätsnäher zuwendet, ohne auf aktionsorientierte Phasen zu verzichten.
Hier agiert nicht Jack Bauer, sondern ein FBI-Undercover-Agent, der - begleitet durch seinen Vorgesetzten beim Bundesbüro - eine "Sleeper Cell" unterwandert, um einen späteren Anschlag zu verhindern.
Sleeper Cell folgt dem Muster der Miniserie wie "Traffic" und "The Company", bildet mit seinen 10 Folgen eine Einheit. Wer am Wochenende ein paar Stunden am Abend - Freitag, Samstag und Sonntag - opfern kann, wird dieses sicherlich nicht bereuen.
Überraschend gut! Nun, es gibt zum Thema islamistischer Terror mittlerweile einige Hollywoodstreifen, manche gut, manche eher weniger.
Es geht hier um eine konzertierte Aktion von Anschlägen, die mehrere Gruppen muslimischer Extremisten in den USA planen. Eine Gruppe wird dabei begleitet, von den Anfängen der Rekrutierung bis zum finalen Anschlag.
Das größte Problem für Filme, die aus Hollywood kommen und diese Thematik behandeln ist es, eine möglichst neutrale Grundlinie zu verfolgen, ohne in Hurra-Patriotismus und stereotypes 'Wir-sind-die-Guten-und-ihr-seid-die-Bösen!' zu verfallen.
Darum war ich anfangs eher skeptisch, ob diese Mini-Serie um einen afro-amerikanischen Undercoveragenten des FBI, der zudem selbst Moslem ist, funktioneren kann. Nach Ansicht der kompletten ersten Staffel kann ich das zum größten Teil bejahen!
So ist der Hauptakteur Darwyn al-Hakym (gespielt von Michael Ealy) ein stets an sich selbst zweifelnder Gläubiger, der Schwächen und schwache Momente mangelnder Objektivität seiner Persönlichkeit durchaus glaubhaft vermittelt. Er wirkt zu keiner Zeit plakativ, unglaubwürdig oder in seiner Rolle eindimensional, sondern nimmt den Zuschauer für sich ein, was auch daran liegt, das man seine Rolle nicht als eine Art Rambo ausgelegt hat. Auch sein Antagonist, der radikale Mujaheddin Farik, meisterhaft gespielt von Oded Fehr, verkörpert die Rolle des eiskalt planenden, von der Richtigkeit seiner Interpretation des 'einzigen' Islam zu 100% überzeugten Terroristen perfekt.
Hingegen wirkt Tommy Emerson, der flachsblonde US-Amerikaner in seiner klischeehaften Überspitzung seines Hasses auf die eigenen Landsleute oft recht unglaubwürdig; auch der Franzose Christian, ein Ex-Skinhead, der zum Islam konvertiert ist, bringt seine religiöse Überzeugung durch seine Eskapaden mit käuflichen Damen nicht wirklich glaubhaft rüber: ein Muslim, der auf einem Rachefeldzug ist, gibt sich mit Prostituierten ab?
Die Handlung wird langsam entwickelt; Schwerpunkte sind die Zeichnung der einzelnen Charaktere, deren soziale Interaktionen, ihre Planung, Vorbereitung, die Geldbeschaffung. Es hat eine gewisse morbide Faszination zu sehen, wie teuflisch-minutiös und detailgenau Farik als Mastermind der Gruppe alle Einzelheiten plant, wie er Hindernisse und mögliches Störpotential rücksichtslos eliminiert.
Die Serie hat das richtige Tempo, ein glaubwürdiges Drehbuch, das Casting kann man im Großen und Ganzen als gelungen bezeichnen. Wer sich eine weitestgehend von Klischees befreite Serie zum Thema anschauen möchte, ist hier jedenfalls richtig.
geniale serie. mittlerweile gibt es ja einige filme die sich mit der thematik beschäftigen, aber so was wie sleeper cell habe ich bis dato noch nicht gesehen.
jede einzelne folge wirkt dermaßen authentisch das es schon unheimlich ist.
jenseits jeglicher glorifizierung wird die geschichte einiger junger muslime erzählt die einen grossen anschlag in los angeles planen.
das besondere ist, das kaum einer der männer dem entspricht was man sich unter terroristen vorstellt.
darwyn (michael ealy) ist afro-amerikaner und gemäßigter moslem. er arbeitet undercover für das f.b.i. und hat die zelle infiltriert. zur tarnung arbeitet er in einem supermarkt.
farik (oded fehr) ist saudi und der kopf der zelle. er hat alle informationen und spinnt die fäden. ausserdem trainiert er ein israelisches!!! kinderbaseballteam. er arbeitet in einem privaten security unternehmen.
ilja (henri lubatti)ist bosnischer moslem und fariks rechte hand. er arbeitet als lehrer. christian (alex nesic)ist franzose. er ist ex-skinhead und ex-fremdenlegionär. durch seine marokkanische frau konvertierte er zum islam. er arbeitet als sightseeing führer.
tommy (blake shields) ist amerikaner. er groß blauäugig und blond. er arbeitet als vize manager in einer bowlingbahn. er kann keine autoritäten anerkennen und konvertierte vermutlich deshalb zum islam.
unterstützt wird darwyn von den f.b.i. agenten ray fuller (james le gros)und patrice serxner (sonja walger).
sie sind für die einsatzkoordination und private angelegenheiten darwyn's verantwortlich.
die angehenden gotteskrieger, mal abgesehen von farik, werden immer nur ad hoc informiert, was eine zügige ermittlung natürlich massiv erschwert.
zudem muss sich darwyn, egal in welcher situation, alle 48 stunden melden. sonst erfolgt ein zugriff seitens des f.b.i. um den undercoveragenten zu schützen.
andere behörden(homeland security, c.i.a., j.t.t.f, l.a.p.d. und n.s.a. haben selbstverständlich auch ihre finger im spiel und erschweren teilweise die arbeit des f.b.i.
das sind die zutaten einer der wohl besten serien die es momentan gibt. warum nur 2 staffeln abgedreht wurden erschliesst sich mir nicht. die darsteller agieren allesamt hervorragend und das bis in die kleinste nebenrolle. die dialoge wirken durchgehend authentisch, fernab von pathos und heldentum. die storylines sind komplex und spannend inziniert. auch das privatleben der protagonisten wird beleuchtet und verleiht ihnen ungewohnte tiefe. die actionsequenzen wurden realistisch und ohne hollywoodbrimborium in szene gesetzt. der soundtrack ist erstklassig. die kameraarbeit nahezu perfekt.
wenn eine serie suchtfaktor hat dann diese hier. ich jedenfalls kann die vö der zweiten und letzten staffel kaum noch abwarten.
jedem der sich auch nur entfernt mit dem thema beschäftigt, sei diese geniale serie an herz gelegt. allen anderen sei ein blick empfohlen.
5 Kommentare: Gelungene Serie, aber Dieser Kommentar bezieht sich auf das Ende der ZWEITEN Staffel! Wer sich nur die erste Staffel anschaut, braucht diese Rezension nicht zu beachten! Ich würde mich sooo gerne den positiven Beurteilungen der anderen Rezensenten anschließen, aber leider kann ich mich nicht dazu durchringen. Bis zur letzten Folge der ZWEITEN Staffel war ich von dieser Serie begeistert. Wenig Klischees (so weit ich das beurteilen kann), differenzierte Charaktere, realistisch (so weit ich das beurteilen kann) und ganz und gar untypisch für Hollywood. Doch was um Himmelswillen passiert denn da in der letzten Folge? Ohne zuviel zu verraten, verkommt die Serie zu einem billigen Selbstjustiz-Action-Blödsinn inkl. einem Shoot-Out in einem staubigen Kaff im Jemen, wie aus einem alten Western. Dieses Ende wird der Serie in keinster Weise gerecht!! Ich würde ohne zu zögern meine Erinnerungen an diese letzte Folge löschen, um meine durchweg positive Meinung wieder zu erlangen und 5 Sterne vergeben.
Wer also über so eine Art von Wendung hinwegsehen kann oder nur an der ersten Staffel interessiert ist (deren Ende weit aus besser ist als das der zweiten Staffel), dem ist diese Serie wärmstens ans Herz zu legen.
Derzeit beste Fernsehserie zur Thematik Unverdient im Fernsehen untergegangen, befasst sich "Sleeper Cell" mit dem immer mehr an Aktualität gewinnenden Thema des homegrown terrorism. Der Jihadisierung junger Muslime und Konvertiten durh eine Religionsauslegung jihadistischer Kreise, die die Selbstaufopferung als Shahid [(Blut-)zeuge] im Kampf ggen die "Ungläubigen" propagiert.
der FBI Undercoveragent Darwyn al-Hakim (Deckname: Darwyn al-Sayeed) infiltriert in Los Angeles eine jihadistische Schläferzelle, die sich in Los Angeles unter der Führung des charismatischen Faris "Farik" al-Farik gebildet hat, der sich als Jude tarnt, um nicht aufzufallen. Die Mitglieder der Zelle setzen sich fast alle aus Konvertiten zusammen, die aus verschiedenen Beweggründen zu Jihadisten geworden sind. Damit verwoben werden verschiedene Blickwinkel und jeweilige Vergangenheit der Protagonisten, die die Inhomogenität der Thematik verdeutlichen. Ebenso deutlich wird die Inhomogenität des Islam, der nicht nur in der arabischen Welt verschiedene Ausprägungen angenommen hat. So kann Darwyn u.a. nicht das Attentat durch ein Zellenmitglied auf einen 'Alim (isl. Gelehrten)verhindern, der sich gegen den Jiahd ausspricht. Das verdeutlicht den derzeit stattfindenen innerislamischen Kampf, der im Westen zu wenig beachtet wird.
Insgesamt die beste Serie zur Theatik, die zwar nicht einen hohen Anteil an Action wie "24" einsetzt, dafür aber mit einer dramaturgisch gekonnten Inszenierung punktet. Etwas störend die eingebaute Liebesgeschichte von Darwyn zu einer Frau, die mit (für amerikanische Verhältnisse) expliziten Sexszenen garniert wird.
Insgesamt eine unbedingte Kaufempfehlung.
Kann mich nur anschliessen Das ist eine wirklich gelungene Serie (auch ohne Untertitel, welche aber bei einer DVD doch möglich sein sollten, deshalb ein Punkt Abzug), mit einer sehr differenzierten Sichtweise, nicht nur gut und böse, schwarz und weiss. Es wird ganz klar darauf hingewiesen, dass der eigentliche Islam nichts mit Terrorismus zu tun hat, und das Herz blutet, wenn einer von Darwin's Versuchen, einen Fanatiker umzudrehen, wieder einmal scheitert. Es ist gut und glaubhaft gespielt, manche Wendungen sind vielleicht etwas seltsam, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Erstaunlich kritisch, deshalb sehr sehenswert.
Keine Untertitel ! Leider haben es die Untertitel der US-Fassung nicht auf diese UK-DVD geschafft. Es sind keine vorhanden (deutsche sowieso nicht, aber auch keine englischen!!!)
Eine erstaunlich differenzierte Sichtweise Ich bin mit keinen so großen Erwartungen an diese TV Serie herangegangen. Von einer US-Serie, die nach 9/11 von einer islamistische Schläferzelle handelt erwartete ich mir das übliche Gut-Böse Schema, welches sich dann auch tatsächlich in der ersten Episode bestätigt hat. Was danach allerdings folgte wurde von Episode zu Episode besser und spannender.
Die Serie zeichnet ein sehr differenziertes Bild, in welchem vom gemäßigten Islam bis zu den kruden Ansicheten der Fundamentalisten ein breites Spektrum an Ansichten, Schicksalen und Lebensweisen abgebildet ist. Dies alles ist in einer spannenden Story verpackt, die bis zum Ende fesseln kann und auch Platz für kleine, feine Nebengeschichten bietet.
Der muslimische FBI Agent Darwyn kann sich in eine Schläferzelle einschleusen, die einen Anschlag plant, doch bevor er akzeptiert wird, muß er sich erst beweisen. Für den integeren Agenten wird dies zu einem unvorstellbaren moralischen Kraftakt. Der Anführer der Zelle, Farik ist ein charismatischer, intelligenter Mann, der es versteht, auch für seine eigenen Leute undurchsichtig zu bleiben. Der Rest der Zelle setzt sich aus Männern mit den verschiedensten Beweggründen zusammen. Auch hier werden keine Schubladen bedient, sondern auf die Schicksale und Charaktere dieser Männer eingegangen.
Die beiden Hauptdarsteller(Michael Ealy als FBI Agent und Oded Fehr als Anführer) haben mich mit ihrem fein aufeinander abgestimmten Zusammenspiel überzeugen können. Besonder möchte ich Micheal Ealy (der Agent Darwyn) hervorheben. Er besticht durch die wunderbar überzeugende Darstellung des Agenten, der verzweifelt versucht sich in einem monatlenag dauernden brutalen Einsatz seine Menschlichkeit zu bewahren.
Einen Stern Abzug gebe ich deshalb, weil mich die Figur des Anführers Farik nicht überzeugen konnte. Dieser Mann ist intelligent, charismatisch, manipulativ und macht nicht den Eindruck, als wäre er ein fanatischer Gläubiger. Ich hätte eher erwartet, das er seine Leute manipuliert und in den Tod schickt, sich selbst aber nicht die Hände schmutzig macht.
Alles in allem kann man sagen, das mit dieser kleinen Serie ein gelungener Mix aus ruhigen Charakterstudien, Psychothriller und reichlich Aktion gelungen ist.