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Nur für Dich - Only You
mit Marisa Tomei, Robert Downey Jr., Bonnie Hunt, Regie: Norman Jewison
DVD bei Amazon: EUR 10,99 EUR 10,99
(5 gebraucht ab EUR 6,96)
Erscheinungsdatum: Februar 2000
Amazon.de-Verkaufsrang 5638
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
5 Kommentare:
Only you
Für alle die ein bißchen romantisch veranlagt sind und Italien lieben, ist dieser Film ein absolutes Muss.
Allein die herrlichen Aufnahmen von Rom, der Toskana und der Amalfiküste lassen einen schon schwärmen und die
Geschichte um diese wunderbare Landschaft lässt einem das Herz aufgehen.
Dabei verkommt die Handlung ob der Träumereien von Faith keineswegs zum Kitsch.
Ich kann nur sagen: anschauen,träumen, schwärmen mitlachen- und weinen und einfach dabei wohlfühlen.

Immer wieder schön !
Es gibt eigentlich nur wenige richtig schöne Liebesfilme mit einem guten Schuß Humor und dieser gehört eindeutig dazu.

DAS ist DER Liebesfilm aller Zeiten
Liebe Mitseehnsüchterinnen! Ab und zu möchte man doch noch daran glaubene dürfen :-) An die Märchen der Liebe. An Märchen für die Erwachsenen. Dies ist DAS Märchen, der den Glauben an die wahre Liebe - die wahre Bestimmung schürt. Robert Downey jr. ist nur hier liebenswerter als in seiner Rolle bei Ally McBeal / Staffel 5.
Das wundervolle: Wenn ihr ihn noch nicht kennt: Die überraschende Wendung!

Liebestriefender Film für hoffnungslose "An-die-große-Liebe-Glauber" mit Witz, Heiterkeit und Schönheit :-)
Perfekt für einen Sonntagnachmittag auf der Couch nach einem laaaangen Spaziergang (am Meer) allein.

Es ist nun mal so, wie der Film beginnt: Am Anfang waren wir alle 1. Und für JEDE/N gibt es die passende Hälfte, seinen Seelenverwandten!
:-) Ich glaub dran! Spätestens immer wieder nach Genuß des Filmes ;-))

Nur Vorsicht beim Anschauen mit Männern ... entweder schlafen Siee ein - oder sie fragen Euch, ob Du mit nach Italien willst und einen Schuh verlieren möchtest, Aschednputtel :-)

Eine Perle, die merkwürdigerweise nie den Ruhm erreichte, der ihr gebührt.

Einfach nur schön...
2 Std. einfach mal abschalten und die Seele baumeln lassen. Dieser Film hat eigentlich alles. Er ist witzig, tragisch, romantisch, eben einfach nur schön. Schade, das es immer noch Menschen ohne Träume gibt...Aber wäre ja auch langweilig, wenn wir alle gleich wären...

Zum schwärmen
Toller Film und charismatische Schauspieler. Ich liebe diesen Film. Er ist unwahrscheinlich schnulzig und an manchen Stellen übertrieben romantisch, dennoch zum dahinschmelzen, lachen und weinen. Toller Film mit einem Hauch Kult. Romantischer gehts nicht. Tolle Szenen in Venedig... für alle Fans der Stadt ein Muss. Daumen hoch.

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Mein Vetter Winnie
mit Joe Pesci, Ralph Macchio, Marisa Tomei, Regie: Jonathan Lynn
DVD bei Amazon: EUR 8,99 EUR 10,99
(14 gebraucht ab EUR 0,90)
Erscheinungsdatum: März 2002
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
Fox Mein Vetter Winnie, USK/FSK: 6+ VÃ--Datum: 07.03.02
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5 Kommentare:
Mein Vetter Winnie
Nun gut, sicher ist der Film rundum ganz gut gemacht. Leider kann ich aber nicht unbedingt behaupten das er sich von der Masse abhebt. Stellenweise wirkt er sehr langartmig.
Auf Grund der sehr guten Rezensionen habe ich ihn mir (allerdings als Sonderangebot) gekauft und bin froh keine knapp 18? dafür berappt zu haben.
Die Schauspielerrischen Leistungen mögen gut sein...aber auch das hat mich nicht vom Hocker gehauen.
Alles in allem sicher nicht schlecht für nen Sonntag Vormittag aber es reicht wenn er im TV kommt. Kaufen muß nicht unbedingt sein. Wird man sich sicher nicht nochmal anschauen.

Pesci in Höchstform!!
Zugegeben tun sich die ersten 10 min. des Filmes etwas schwer, aber Stück für stück entpuppt sich diese zauberhafte Komödie zu einem echten hollywood-Klassiker! Denn Joe Pesci (bekannt aus Godd Fellas-drei Jahrzehnte in der Mafia, Casino, Kevin allein zu haus usw.) führt hier das amerikanische Gericht gnadenlos und gekonnt vor, sogar soweit dass man sich selbst schon an den kopf fassen muss. Ein Schlamassel jagt den nächsten und die Gags zünden auch an den richtigen stellen! Auch die bezaubernde Marisa Tomei beweist hier entzückend ihr schauspielerisches Können und auch die Optik ist nicht ohne :). Nebenbei auch noch erwähnt tummelt sich hier ein alter bekannter, Ralph Macchio eher bekannt aus den beliebten Karate-Kid Filmen, um den es hier eigentlich ja auch geht. Nun zur DVD selbst: Der Ton ist völlig ok, ich weiß nicht warum es hier manche gibt die dies so kritisieren, völlig unbegründet! Das Bild ist auch in einer hervorragenden Qualität. Abgesehen von den eher mageren Special features ist die DVD echt top und ausreichend! Aber das Beste daran ist dieser unverschämt günstige Preis, allein schon deswegen kann man hier wirklich nichts mehr falsch machen. Tipp: Zugreifen bevor der Preis wieder steigt!!

Ein MUSS für alle Fans von Joe Pesci und Fred Gwynne...
vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass es nicht allzuviele Filme mit den beiden gibt!

Zur Story:
Vetter Winnie Gambini (Joe Pesci) hat bereits mehrere gescheiterte Anläufe hinter sich, bis er endlich seine Zulassung als Anwalt erhält. Er stand als Anwalt noch nie vor Gericht, hat keine Ahnung wie man sich da zu benehmen hat, trotzdem wird er von seiner entfernten Verwandten Mama Gambini zu Hilfe gerufen. Ihr Sohn Billy und sein Freund Stan sind in dem winzigen Nest Wahzoo City, Alabama zu Unrecht wegen Mordes an einem Tante-Emma-Laden-Verkäufer verhaftet wurden, sitzen unschuldig im Gefängnis und landen wenn sie nicht erstklassig vor Gericht vertreten werden auf dem elektrischen Stuhl.
Da ist es Ehrensache dass sich Vetter Winnie sofort mit seiner Verlobten Mona Lisa Vito (Marisa Tomei) von New York aus auf die Reise macht um die beiden Unglücksraben zu retten bzw. zu verteidigen. Das Problem ist nur, bei Gericht stößt Winnie ausgerechnet auf den über alle Zweifel erhabenen strengen Richter Chamberlain Haller (Fred Gwynne). Der lässt von Anfang an keinen Zweifel an seiner Antipathie für Gambini aufkommen, er erteilt ihm eine Rüge nach der anderen wegen unpassender Kleidung und vor allem wegen seinem unangemessenen Auftreten. Irgendwann hat Haller die Faxen satt und steckt Winnie ins Gefängnis...

Joe Pesci hat u.a. bei den Scorsese-Filmen 'Wie ein wilder Stier', 'Good Fellas' und 'Casino' sowie an Sergio Leones 'Es war einmal in Amerika' mitgewirkt. 1981 war er für die beste Nebenrolle bei Wie ein wilder Stier für den Oscar nominiert, 1991 hat er ihn für die beste Nebenrolle in Goodfellas erhalten. Er zählt zweifellos zu den Großen im Filmgeschäft.
Fred Gwynne schrieb als Herman Munster in 72 Episoden von 'The Munsters' (1964-1966) TV-Geschichte. 'Mein Vetter Winnie' war Gwynnes letzter Film, er starb am 2.07.93 wenige Tage vor seinem 67. Geburtstag an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Da es von ihm nur eine Handvoll Filme gibt, ist MVW für seine Fans ein reiner Pflichtkauf.
Ich hatte meine liebe Mühe Marisa TOMEI auf Anhieb zu erkennen, sie hat 1993 für ihre Rolle als Mona Lisa Vito den Oscar für die beste weibl. Nebenrolle erhalten.

Zum Abschluß noch ein Wort zur Tonabmischung: Die wurde vermutlich von einem Schwerhörigen vorgenommen. Der Wechsel vom gesprochenen Wort zur Musik stellt den Zuschauer auf eine harte Geduldsprobe, denn die Musik ist ungleich lauter. So ist man gut bedient, während der gesamten Spielzeit den Finger auf dem Lautstärkeregler der Fernbedienung zu halten, damit man umgehend leiser und wieder lauter schalten kann. Das geht bereits nach wenigen Minuten gehörig auf die Nerven.
Wenigstens die Bildqualität ist zufriedenstellend.

Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung!

Sehr kurzweilige Unterhaltung.
Das skurille Lokalkolorit Alabamas, Inbegriff von Provinz und Hinterwäldlertum in den USA, ist nett eingefangen. Joe Pesci und Marisa Tomei sind zwei sympathische Hauptdarsteller.
Die Komödie wird duch ein paar Running Gags aufgelockert. Wenn ich richtige gesehen habe trägt Frau Tomei in jeder Szene andere Klamotten.
Nach all' den Gurken die ich in letzter Zeit gesehen habe ist die nette kleine Komödie eine willkommene Abwechslung.

****** K O M Ö D I E DES J A H R E S ************
Endlich gibt's diesen hinreißenden Film von 1992 auf DVD - und wird für mich zur Komödie des Jahres 2003!!!
Freunde einladen, Scheibe in den Player, auf dem Sofa bequem machen - und der kalte Winterabend ist gerettet!
Ein auf den ersten Blick unspektakulärer Film, der sich jedoch grandios steigert. Hier stimmt einfach alles: tolle Schauspieler, stimmige Handlung, meisterhaftes Drehbuch!!!
Wie gesagt, feinste Unterhaltung - nicht nur für Winterabende!

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Ballroom Dancing & Charm School
mit Robert Carlyle, Marisa Tomei, Mary Steenburgen, Regie: Randall Miller
DVD bei Amazon: EUR 6,99 EUR 3,99
(9 gebraucht ab EUR 2,14)
Erscheinungsdatum: März 2006
Durchschnittliche Bewertung: 3.5 von 5 Punkten
Frank Keane Robert Carlyle leidet noch immer unter dem Tod seiner Frau. Als er am Straßenrand ein Autowrack entdeckt stoppt er seinen Truck und entdeckt einen seltsamen, fremden Mann John Goodman. Er befreit den Fremden aus seinem völlig zerstörten Fahrzeug. Schwer verletzt erzählt er Frank von seiner Jugendliebe und seinem ersten Kuss, den er von ihr auf einem Abschlussball bekommen hat. Er hat nur noch einen Wunsch vor seinem Tod Seine große Liebe wieder zu sehen und zu heiraten. Frank versucht in einer wahnwitzigen reise voller verrückter Ereignisse, diese Frau zu finden. Er ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie sich sein leben dadurch verändert...
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5 Kommentare:
War ok
Wir haben zu Zweit den Film geschau. Meine Freundin fand ihn gut deshalb habe ich ihr ihn gleich geschenkt. Für einmal anschauen fand ich ihn ok. Aber es wäre kein Film den ich mir immer wieder anschauen würde

Guter Film, ein Meisterstück mit Robert Crlyle
Ein schöner Film, den wir vor allem wegen Robert Carlyle gekauft haben.
Robert Carlyle spielt seine Rolle mit Bravur und zeigt, dass er gelernt
hat zu bäckern.

netter Film über Tanzen und die große Liebe
Netter Film um die große Liebe, den Sinn des Lebens, den Tod, Wünsche, Träume - und TANZEN.
Alles andere ist bereits beschrieben - daher werde ich nicht nochmal den Inhalt wiedergeben - dann braucht man ihn auch nicht mehr zu sehen ;)
Der Film ist mit überraschend vielen bekannten Schauspielern besetzt wie u. a. Donnie Wahlberg und John Goodman.
Für einen Mädelsabend bestens geeignet.

Ballroom Dancing & Charm School
Der Film ist ganz okey - sieht nach einem Zweitklassefilm aus und das ist er auch :-)
Er hat jedoch eine Süße Geschichte denn er führ menschen zusammen die sich nie begegnet wären. Damit hebt das ein bisschen den Wert des Films

Auf keinen Fall ein Tanzfilm
Ich hatte nach der Produktbeschreibung einen Film erwartet, in dem der Tanz bzw. das, was man so in einer Tanzschule erleben kann im Vordergrund steht aber in diesem Film geht es um den Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen, das Leben an sich und das Loslassen.

Frank, der Protagonist, wird auf der Landstraße Zeuge eines Unfalls. Um den Schwerverletzten bei Bewusstsein zu halten, fängt er an mit ihm eine Unterhaltung zu führen. Der Mann erzählt ihm von seiner Jugendliebe, die er in der -Marilyn Hotchkiss Ballroom Dancing & Charm school- kennen gelernt hat und seinem Wunsch, diese noch einmal wiederzusehen. Er gibt ihm eine Eintrittskarte und bittet Frank für ihn zu dieser Schule zu gehen, um die Verabredung mit seiner Jugendliebe, die vor vielen Jahren getroffen wurde, einzuhalten und ihr von ihm zu erzählen. Damit verändert er Franks Leben.

Auf mehreren Zeitebenen und mit sehr langsamen Erzähltempo erzählt uns der Film die Geschichte von Frank, vom Leben (und Sterben)des Schwerverletzten und den Menschen aus -Marilyn Hotchkiss Ballroom Dancing & Charm school-.

Es ist ein sehr ungewöhnlicher Film, bei dem ich allerdings viele der Charaktere als sehr künstlich empfunden habe. Ein Film der in das Programm von ARTE passt. Das soll keine Wertung sein, sondern eher eine Richtungsweisung. Da ich den Film unter anderen Voraussetzungen gekauft habe (s.o.) fühlte ich mich etwas enttäuscht, werde ihn mir aber sicher noch mal anschauen um ihm gerecht zu werden.

Empfehlung: eher ausleihen als kaufen

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Ein Licht in meinem Herzen
mit Gena Rowlands, Marisa Tomei, Gérard Depardieu, Regie: Nick Cassavetes
DVD bei Amazon: EUR 5,12 EUR 4,99
(5 gebraucht ab EUR 1,73)
Erscheinungsdatum: April 2006
Durchschnittliche Bewertung: 3.0 von 5 Punkten
EIN LICHT IN MEINEM HERZEN
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1 Kommentare:
Gute, aber umständlich erkennbare Botschaft in mäßig ergreifendem Film
Mildred Hawks (Gena Rowlands) ist eine Witwe im Rentenalter, die in geordneten und finanziell beruhigenden Verhältnissen in einem schönen großen Haus in guter Gegend wohnt. Ihre erwachsene Tochter, die sich in einer ziellosen Rebellionsphase befindet, wohnt noch bei ihr, während der ältere Sohn, beruflich ungemein erfolgreich, bereits in einer anderen Stadt lebt. Da es nichts mehr richtig zu tun gibt und das Verhältnis zur sich radikal abnabelnden Tochter verfahren ist, existiert eine gewisse Leere im Leben Mildreds. Dies ändert sich, als sie anfängt, auf Jake (Jake Lloyd), den Sohn der flippigen, etwas gewöhnlichen und vom Mann geschlagenen Monica Warren (Marisa Tomei) aufzupassen. Sie wird zu einer Bezugsperson, einer perfekten Oma für Jake, einer Freundin für Monica und kompensiert damit ihr einförmiges etwas tristes Leben und ihre schwierige, verfranzte Beziehung zu den eigenen Kindern, die sich bezüglich ihres so erfolgreichen und scheinbar integeren Sohnes darin zeigt, dass er sie augenscheinlich bei sich aufnehmen will, damit sie einen schönen Lebensaband hat, in Wahrheit dabei aber nur eigene Interessen verfolgt. Beim trinkreichen Ausgehen mit Monica lernt sie den deutlich jüngeren Tommy (Gerard Depardieu) kennen, der sich für sie interessiert, was sie aber irritiert und freundlich für sich ablehnt, in ihr aber auch etwas wachrüttelt.

Der Film porträtiert den Zustand einer Frau, die Zeit ihres Lebens immer für Mann und Kinder da war, nun aber erkennen muss, dass ihre Aufopferung nur begrenzte Ergebnisse brachte, sie sich darüber selbst vergessen hatte und irgendwann auch kein Einfluss mehr auf die erwachsenen Kinder besteht, was sie zunächst ohnmächtig, später einsichtig wahrnimmt. Wahrscheinlich hat sie durch ihre Hingabe an die Familie aber auch immer wieder die Verantwortung für ihr eigenes Leben, ihr eigenes Glück abgegeben. Ihre Triebfeder war immer das Glück der anderen, allerdings auch so, wie sie sich das Glück für die anderen vorstellte. Durch die Beziehung zum kleinen Jake und dessen Mutter erkennt sie Trugschlüsse ihrer bisherigen Denk- und Verhaltensweisen bezüglich Bezugspersonen und kann sich so mehr von dem Wohl und Wehe ihrer Kinder lösen. Schließlich merkt sie, dass zur Selbstverwirklichungen auch gehört, sich von dem puren Dasein für andere zu lösen und alte Zöpfe abzuschneiden, sich mal ganz auf sich alleine zu stellen, was durch ihre Hilfsbereitschaft und Unterstützung für andere, aber auch dem Herumwerkeln an ihnen immer übertüncht wurde. Dies wird ihr hinsichtlich der Beziehung zu Jake zunächst schmerzhaft bewusst, später aber mit Einsichtigkeit und bestimmter Ruhe.

Der Film behandelt somit ein durchaus alltägliches und wichtiges Thema von älteren Menschen, deren Zentrum eigentlich immer das Leben der anderen war, weil sie sich für diese aufopferten, dies aber auch, weil sie es brauchten, weil sie vielleicht Angst vor der eigenen Freiheit, der auch gefährlichen und einsamen Selbständigkeit hatten. Obwohl Mildred Hawks freilich die Hauptrolle der Story ist, wird das durch die Handlung nicht immer klar, nicht nah genug präzisiert. Hier hätte man sich mehr mitnehmenden Zugang zu diesem Thema gewünscht, stattdessen befasst man sich eher mit der oberflächlichen Story der Frau, die von den eigenen Kindern enttäuscht ist und sich um einen Nachbarsjungen kümmert, der in schwierigen Verhältnissen aufwächst. Und diese Story ist mittelmäßig entworfen. Es passt z. B. nicht, dass die finanziell klamme Monica sich ein Haus in der guten Wohngegend leisten kann, ihr schlagender Ehemann recht schnell zum liebevollen Vater wird, die Beziehungen von Mildred zu ihren Kindern werden nicht klar genug herausgearbeitet und die Rolle von Tommy ist ein stummes und fragliches Beiwerk. Man beschäftigt sich als Zuschauer so mit einer bescheiden bindenden und nicht akribisch ausgearbeiteten Story und beachtet daher die eigentliche interessante Geschichte und gute Botschaft, die darunter liegt erst gegen Ende des Filmes, wenn die überstürzende Lebensänderung von Mildred einsetzt.

Insgesamt fehlt es dem Film, trotzt guter Idee und Thema, an einer gewissen Klasse und auch, wenn er schon 14 Jahre alt ist, kommt er etwas altbacken daher. Die schauspielerischen Leistungen leiden darunter, dass sie wie die Handlung nicht genug in die Tiefe der Story gezogen werden. Wenn man den Film nur "im Vorbeigehen" sieht, wird man sicher nur mäßig unterhalten, betrachtet man ihn mit einem Blick zu der Thematik, dass Hilfsbereitschaft und Fürsorge auch eine Form von Abhängigkeit sein kann und einen vor dem schwierigen Gang in die Selbstverwirklichung schützt, dann bekommt er ein anderes Format, welches aber besser herausgearbeitet hätte werden müssen.




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Real Love
mit Christian Slater, Marisa Tomei, Rosie Perez, Regie: Tony Bill
DVD bei Amazon: Kein Preis angegeben
(1 gebraucht ab EUR 15,00)
Erscheinungsdatum: Oktober 2003
Durchschnittliche Bewertung: 5.0 von 5 Punkten
Fox Real Love, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 20.10.03
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5 Kommentare:
Wundervoll
Kurz und knapp.Ich hatte den Film schon auf VHS gehabt und war froh den jetzt endlich auf DVD zu bekommen.Da kamen wieder alte Erinnerungen hoch.Ein super schöner Film.Zu zweit macht der noch mehr vergnügen,drückt mächtig auf die Tränendrüsen.


Real Love - The Movie...
Real Love hat Christian Slater, Marisa Tomei, viel Bescheidenheit, ganz viel Schnee, den Geist von Weihnachten und die Magie von wahrer Liebe!

Als Fan von Tarantino und Verhoeven konnte ich es mir nie erklären, das ich diesen Film bereits als Single ein halbes Dutzend mal gesehen habe und ihn einfach großartig fand.
Real Love ist unheimlich cool, nicht kitschig, auf possitive Weise unspektakulär, die Schauspieler sind spitzenmäßig und die Atmosphäre ist für einen amerikanischen Film einzigartig.

Nun mit meiner Freundin - meiner großen Liebe - habe ich das durch und durch romantische Werk erneut gesehen und wir sind uns einig:

5 Punkte sind schlicht und ergreifend zu wenig!

Real Love - The Movie...
Real Love hat Christian Slater, Marisa Tomei, viel Bescheidenheit, ganz viel Schnee, den Geist von Weihnachten und die Magie von wahrer Liebe!

Als Fan von Tarantino und Verhoeven konnte ich es mir nie erklären, das ich diesen Film bereits als Single ein halbes Dutzend mal gesehen habe und ihn einfach großartig fand.
Real Love ist unheimlich cool, nicht kitschig, auf possitive Weise unspektakulär, die Schauspieler sind spitzenmäßig und die Atmosphäre ist für einen amerikanischen Film einzigartig.

Nun mit meiner Freundin - meiner großen Liebe - habe ich das durch und durch romantische Werk erneut gesehen und wir sind uns einig:

5 Punkte sind schlicht und ergreifend zu wenig!

Schon 30 mal gesehen!
Ja, ich habe diesen Film wirklich schon an die 30 mal gesehen und er wird immer besser.
Leider ist er bei uns in Deutschland relativ unbekannt - meiner Meinung nach zu Unrecht, denn "untamed heart" (so der viel schönerer Originaltitel) kann auf jeden Fall bei den typischen Mädelsfilmen wie "Dirty Dancing", "Pretty Woman" und "Notting Hill" mithalten.
Wenn Ihr also mal wieder Lust auf Herz, Schmerz und viel Gefühl habt: "Real Love" ist ein herrlicher Film für verregnete Sonntagnachmittage - egal ob allein oder mit einer Gruppe von Freundinnen, viel Chips, Sekt und Eiscreme.
Schnief!

Einfach, ehrlich und echt
Tolle, natürliche Darsteller, eine Story, die sich Zeit lässt für die Personen und die Entwicklung ihrer Gefühle, immer wieder kleine Höhepunkte, ganz unaufdringlich und "wie im richtigen Leben" - insgesamt eine extrem positive Überraschung! Ein bewusst "kleines" Meisterwerk mit einem tollen Soundtrack - und einer hervorragenden deutschen Synchronisation! Das Ende ist so unspektakulär und untypisch, das es einen ganz schön erwischt - aber mehr darf natürlich nicht verraten werden... Und doch ein Film, den ich sicher noch mehrmals sehen werde.
Absolute Empfehlung (findet meine Frau übrigens auch...)!

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Dancing to Heaven
mit Robert Carlyle, John Goodman, Marisa Tomei, Mary Steenburgen, Sean Astin, Regie: Randall Miller
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 9,99
(2 gebraucht ab EUR 8,05)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Durchschnittliche Bewertung: 3.0 von 5 Punkten
2 Kommentare:
Schicksalstango
Regisseur Randall Miller ist ein cleveres Kerlchen. So nutzt er die Aufnahmen des von ihm 1990 gedrehten Kurzfilms "Marilyn Hotchkiss Ballroom Dancing and Charm School" gleich noch einmal für seinen 2005 gedrehten Film gleichen Titels. Dieser wurde wieder wunderbar sinnlos vom Englischen ins Englische mit "Dancing to Heaven" "übersetzt" und bastelt um die Story des Kurzfilms noch eine Rahmenhandlung drumherum. Klingt verwirrend? Ist es aber gar nicht. Miller nutzt seine 1990er Version als Rückblenden und versucht so, seiner aktuellen Geschichte mehr Tiefe und Emotionalität zu verleihen. Leider ist ihm das nur sehr bedingt gelungen, so dass der angedeutete Tanz in den Himmel doch weitestgehend auf dem Parkett der Realität bleibt. Schade, denn Miller kann eine ganze Schar hervorragender Schauspieler zum Tanz bitten: Robert Carlyle ("Ganz oder gar nicht"), John Goodman ("Roseanne"), Mary Steenburgen ("In the electric mist"), Marisa Tomei ("The Wrestler"), Donnie Wahlberg ("Saw II"), Sean Astin ("Herr der Ringe") usw. usf. Als halbwegs geübter Filmeseher wird man noch viele weitere bekannte Gesichter entdecken, an Starpotenzial mangelt es dem Film also nicht.

Bäcker Frank Keane (Carlyle) trifft eines Tages auf dem Highway auf Steve Mills (Goodman), der schwerstverletzt in seinem Wagen liegt. Steve erzählt ihm, dass er auf dem Weg zu einer Verabredung ist, die er bereits vor 40 Jahren mit seiner damaligen großen Liebe Lisa getroffen hat. Sie wollten sich in der Tanzschule wiedertreffen, in der sie sich damals ineinander verliebt hatten. Steve ringt Frank das Versprechen ab, an seiner statt zu dieser Tanzschule zu gehen und Lisa zu treffen, um ihr zu sagen, warum Steve nicht selbst dort erscheinen kann. Frank ahnt nicht, was dieses scheinbar leicht einzulösende Versprechen für einschneidende Folgen für sein eigenes Leben haben wird...

Millers Film ist ein nur leidlich geglückter Genremix und schwank als solcher unentschlossen zwischen Komödie, Drama und Romanze hin und her. Des Weiteren hat er mit immer wieder auftauchenden Längen und zahlreichen vollkommen belanglos in Szene gesetzten Versatzstücken einer Geschichte zu kämpfen, die man leider viel besser hätte erzählen müssen. Die Grundidee ist nicht neu aber auch nicht schlecht, nur hätte sie wesentlich stringenter und emotionaler erzählt werden müssen. Die Charaktere sind teilweise herrlich schräg, was es dem Zuschauer allerdings schwer macht, ihre vorhandene emotionale Tiefe zu erkennen. Durch die Zweitverwertung von Millers Film von 1990 wird der Film mit Rückblenden nahezu überschüttet, die aber nur in Ausnahmefällen wirklich etwas zur Story beizutragen haben. Immer wieder werden Steve und Lisa als Kinder in der Tanzschule gezeigt, die Tanzszenen nehmen gar kein Ende, haben aber keinen großen erzählerischen Nutzen. Ebenso die zahllosen Tanzszenen von Frank & Co. im Hier und Jetzt wirken nahezu identisch und sind meist langweilig abgefilmte Mini-Choreographien einer latent durchgeknallten Tanzlehrerin. Dazu ein bisschen Trauerarbeit, undurchsichtige Beziehungsverhältnisse und eine Handvoll recht ergreifender Szenen und fertig ist...der Film leider nicht. Also, nicht rund eben. Letztendlich muss man sagen, dass Steves Geschichte - und auch die von Frank - eigentlich nichts Besonderes sind bzw. von Miller einfach schlecht erzählt werden.

Der Film verfügt sowohl über ergreifende als auch skurrile Momente, leider fügen sich diese nicht harmonisch in das 103 minütige Gesamtkonstrukt. Meist bleibt der Film seltsam oberflächlich und verworren und Miller muss sich die Frage gefallen lassen, was er uns hier eigentlich erzählen will. Er schafft es weder, Franks von einem schweren Schicksalsschlag beeinträchtigtes Leben noch Steves offensichtlich auch nach 40 Jahren noch vorhandene Liebe zu Lisa adäquat zu thematisieren. Durch die ständigen Zeitsprünge zwischen den 60er Jahren, Steves Unfall und Franks Besuchen in der Tanzschule wird keinem der drei Erzählstränge die Tiefgründigkeit und Emotionalität zuteil, die sie verdient hätten. Die durchaus vorhandenen schönen Momente, die einen schmunzeln lassen oder berühren, verlieren sich in einem Meer aus Belanglosigkeiten, die es dem Zuschauer nahezu unmöglich machen, mit Figuren und Story wirklich warm zu werden. Somit hat Miller hier nahezu alle Chancen verspielt, ein stimmiges Gesamtwerk abzuliefern. Das ist wirklich schade, denn das Potenzial, über welches der Film zweifelsohne verfügt, bleibt somit nahezu unangetastet.

Somit ist "Dancing to Heaven" ein Film, der dem Zuschauer Einiges an Geduld abverlangt, die aber nach dem Einspielen des Abspanns nicht belohnt wurde, wie man leicht enttäuscht feststellen muss. Wer genug Geduld für diesen Genremix und Millers eigenwillige Erzählweise und die verschrobenen Charaktere aufbringt, wird zumindest mit einem ungewöhnlichen Film belohnt, dessen Cast über jeden Zweifel erhaben ist. Das kann man vom Regisseur leider nicht behaupten. Da aber auch Millers andere Filme (z. B. "Noble Son" und Bottle Shock") sich durch letztendlich komische Geschichten, die sowohl eigenwillig als auch langweilig erzählt werden, auszeichnen, weiß man zumindest ungefähr, worauf man sich einlässt. Wem das gefällt, der kann Dancing to Heaven" sicherlich Einiges abgewinnen. Alle anderen sollten jetzt lieber schnell wegtanzen. Somit leider nur zwei von fünf kessen Sohlen, die hier auf ein abgetanztes Parkett gelegt werden.

Optisch und akustisch ansprechender Film!
Oh Gott, welcher Koffer hat denn die Kurzbeschreibung verfasst? Offenbar jemand der den Film nicht gesehen hat!
Der Text der Kurzbeschreibung mit Anmerkungen: Frank Keane leidet noch immer unter dem Tod seiner Frau. Als er am Straßenrand (das Auto steht mitten auf der Fahrbahn!) ein Autowrack entdeckt stoppt er seinen Truck und entdeckt einen seltsamen(wieso seltsam?), fremden Mann
Er befreit den Fremden aus seinem völlig zerstörten Fahrzeug(nein tut er eben nicht, er verständigt den Notruf!). Schwer verletzt erzählt er Frank von seiner Jugendliebe und seinem ersten Kuss(Es gab keinen Kuss, sondern nur ein Küsschen auf die Wange), den er von ihr auf einem Abschlussball(es war eine Tanzschule!) bekommen hat. Er hat nur noch einen Wunsch vor seinem Tod: Seine große Liebe wieder zu sehen und zu heiraten(von heiraten ist nie die Rede!). Frank versucht in einer wahnwitzigen Reise, voller verrückter Ereignisse diese Frau zu finden(Es gibt keine Reise und auch keine verrückten Ereignisse, außer vielleicht im Kopf des Schreibers!). Er ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie sich sein Leben dadurch verändert(Naja, wer kann schon in die Zukunft sehen?).
Was passiert also wirklich?:
Frank Keene hat vor kurzem seine Frau verloren und sich zur Bewältigung des Verlusts in eine Selbsthilfegruppe begeben. Auf der Fahrt zu einem Meeting wird er Zeuge eines Autounfalls und verständigt per Handy den Notruf, Die bitten ihn, den schwer verletzten Steve Mills bei Bewusstsein zu halten, bis der Krankenwagen eintrifft. So erzählt Steve von seiner Jugendliebe Lisa, der er versprochen hatte sich, egal was passiert, am 5. Tag des 5. Monats im 5. Jahr des neuen Jahrtausends wieder zu treffen und zwar in "Marilyn Hotchkiss Ballroom & Charm School" und genau dorthin war Steve gerade unterwegs. Da er es nun wohl doch nicht mehr rechtzeitig schaffen würde, bittet er Frank dorthin zu fahren und ihn bei Lisa zu entschuldigen. Frank macht sich auf den Weg und dort angekommen findet er zwar nicht Lisa, aber zwei neue Lieben: Die Liebe zum Tanzen und die zu seiner Tanzpartnerin Meredith.
Ein wirklich wunderbarer Film der sowohl optisch als auch akustisch ansprechend ist und mit einer Reihe von namhaften Akteuren aufwarten kann.(Robert Carlyle, Marisa Tomei, Donny Wahlberg, Adam Arkin, Sean Astin, Mary Steenburgen, Sonia Braga, John Goodman und Danny DeVito um nur die wichtigsten zu nennen).
Der Film spielt auf drei Zeitebenen: Die Ebene des Unfalls wird von einem Blaustich und übersteigertem Kontrast dominiert, die Gegenwart in satten normalen Farben und für die Vergangenheit Steves hat man bewusst die Auflösung reduziert, das Rauschen verstärkt und die Brauntöne angehoben.
Das dargestellte Bildformat ist 2,35:1 und nicht wie angegeben 1,77:1
PS.:Der Film wurde schon unter dem Originaltitel "Marilyn Hotchkiss Ballroom & Charm School" von MIB auf DVD herausgebracht.



© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
The Wrestler
mit Mickey Rourke, Evan Rachel Wood, Marisa Tomei, Regie: Darren Aronofsky
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 9,99
(19 gebraucht ab EUR 3,65)
Erscheinungsdatum: Sept. 2009
Amazon.de-Verkaufsrang 709
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
5 Kommentare:
The Ram abides !?!
"The Wrestler" ist ein Film über Randy "The Ram" Robinson (der eigentlich mit Nachnahmen Ramsinski heißt), einen Wrestler, der in den 80ern sehr bekannt war, aber dessen Karriere nun schon seit über 20 Jahren vorbei ist. In der Woche muss Ram (Mickey Rourke) sich mit einem kleinen Nebenjob und einem großspurigen Boss herumplagen, und an den Wochenenden wrestlet er noch in kleineren Hallen und kann sich so über Wasser halten. Doch nach einem besonders intensiven Kampf hat er einen Herzinfarkt, und auf Anraten des Arztes zieht er sich aus dem Sport zurück . Nebenher erfahren wir, dass er eine Tochter hat, zu der er versucht wieder, eine engere Bindung aufzubauen. Und da ist noch eine "Tänzerin", in die er sich verliebt hat, die aber eine Beziehung mit ihm ausschließt, weil sie mit Kunden nichts anfangen möchte bzw. darf.

Wir sehen in diesem Film unter anderem hinter die Kulissen des Wrestling-Sports und wie sich untereinander alle kennen und auch schätzen. So wird vorher schon besprochen, wie man die anderen am besten in Szene setzen kann, und man gratuliert sich zu gelungenen Moves und nimmt Rücksicht aufeinander. Es gleicht alles einer großen Familie. Am Ende wird Ram das auch noch mal sagen und somit unseren Eindruck bestätigen.
Der Film ist aber kein Actionfilm; wer sich auf viele Kampfszenen freut, wird enttäuscht sein. Es geht nämlich nicht um den Sportler und sein Comeback, sondern es geht um die Person und seine Entwicklung. Wir sehen hier einen gebrochenen Mann, der in der Vergangenheit lebt und nicht damit fertig wird, dass die Zeit des Ruhmes für ihn vorbei ist. Das wird z.B. sehr gut daran deutlich, dass er lediglich eine Nintendo64-Spielekonsole hat, inklusive eines uralten Spiels, in dem "The Ram" gegen "Ayatollah" kämpft .
Er wohnt in einem Trailerpark, aber kann nicht einmal regelmäßig die Miete zahlen. Er muss sich von seinem Boss im Supermarkt rumschubsen lassen und ist eigentlich nur noch ein Häufchen Elend. Zwar bitten ihn gelegentlich noch Fans um Autogramme, und Nachbarskinder wie Kollegen scheinen ihm noch Respekt entgegenzubringen. Aber sind diese letzten Zeugnisse seines Ruhmes nicht eher Mitleid als Respekt geschuldet? Subtil deutet der Film Ersteres an. Der Nachbarsjunge, mit dem Ram besagtes Nintendo-Speil spielt, erzählt, es gäbe heute viel bessere Spiele, so wie "Call of Duty 4". Als Ram ihn um ein zweites Match fragt, lehnt der Junge ab und verlässt fast fluchtartig den Wohnwagen.
Sofort am Anfang des Filmes wird verdeutlicht, welchen Verlauf Rams Karriere genommen hat: Es gibt eine lange Kamerafahrt über verschiedene Poster von Kämpfen. Erst fährt die Kamera gradlinig nach rechts, aber bald fährt sie schräg nach rechts unten. Es ging abwärts.
Die grundlegende Story von "The Wrestler" ist durchaus nicht unbekannt. Viele Filme haben sich schon mit dem Comeback eines abgewrackten, in die Jahre gekommenen Sportlers beschäftigt (oder Musikers, wie in "Crazy Heart"). Die Geschichte ist sehr einfach gestrickt. Aber anders als viele seiner Vorgänger, konzentriert sich "The Wrestler" eindeutig auf den Charakter der Hauptfigur, mit seinen Gedanken, Zweifeln, Ängsten und Fehlern. Der Aufstieg bzw. der Versuch eines erneuten Aufstiegs ist nur nebensächlich. In den anderen Filmen, beispielsweise in den meisten "Rocky"-Fortsetzungen, sieht man immer, wie die Sportler langsam wieder in Form kommen und wie wild auf den einen finalen Kampf hintrainieren. Hier sehen wir jedoch, wie Ram eben immer wider an sich selber scheitert, und wissen, dass er sich da etwas vorgenommen hat, das er nicht schaffen kann. Wir sehen, wie er versucht, sein Image aufrechtzuerhalten und sich seinen Verfall nicht anmerken zu lassen. So begleiten wir ihn ins Solarium und zum Friseur und beobachten wie er Steroide kauft und beim Dehnen leicht vor Schmerzen zuckt. Die Kameraführung lässt uns dabei glauben ganz nah bei ihm zu sein, auch wenn dies eine schmerzliche statt beruhigende Nähe ist. Die Kamera sucht nicht eine Nähe in der Ram auf uns zugeht und mit uns eine Allianz eingeht, sondern oft eine Nähe, in der wir dem Getriebenen hinterher laufen, zwar dicht auf den Fersen, aber: Anhalten und uns ganz zu sich lassen, dass will Ram nicht. Er ist jemand, der sich nicht einmal dem Zuschauer ganz anzuvertrauen vermag, was seinen Schmerz umso intensiver spüren lässt. Das mit dem Hinterherlaufen kann man wörtlich nehmen; die Kamera läuft Ram hinterher, und wir sehen oftmals Mickey Rourkes Rücken. Das kann einem gefallen oder nicht, mich hat das gestört. Ram wird als ein einsamer Mensch gezeigt der zwar nähe sucht, aber gleichzeitig mit ihr nicht umgehen kann. Er gleicht eigentlich einem verletzten Tier, das alleine umher irrt und einen Platz sucht, um seine Wunden zu lecken.
Rourke ist meiner Meinung nach schauspielerisch sehr überzeugend, vielleicht, weil ihm diese Rolle sehr ähnlich ist. Auf jeden Fall habe ich ihm die Rolle zu jeder Zeit abgenommen. Erstaunlich, wie weniger Worte es bedarf um die Stimmung und Verfassung Ram in den verschiedenen Szenen zu erfassen. Körperhaltung, Mimik (jedenfalls insofern Rourke das noch möglich ist) und Gestik lassen den Zuschauer an seinen Emotionen teil haben.
Die Zusammensetzung der Szenen unterstützt diesen Effekt zudem. So sehen wir zwei Mal wie Ram an der Fleischtheke im Supermarkt arbeitet. Beim ersten Mal hat er im Laufe der Zeit immer mehr Freude an der Arbeit und scherzt lebhaft mit den Kunden. Das ist so ein Moment, in dem der Zuschauer denkt, es könne sich noch alles zum Guten wenden. Doch beim zweiten Mal ist er lustlos und frustriert, weil er sich mit seiner Tochter nun endgültig zerstritten hat. Prompt läuft es auch mit den Kunden nicht mehr so . Ram landet wieder auf dem harten Boden der Realität.
Die Meisterschaft des Regisseurs Aronofsky zeigt sich gerade in den Fleischeri-Szenen nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Form. Bevor Ram zum ersten Mal die Fleischeri betritt, steht er vor der Tür, vor dem ein durchsichtiger Plastikvorhang hängt. Man (und er) hört im Hintergrund eine große Menschenmasse jubeln und schreien. Dann schiebt er den Vorhang zur Seite und tritt in den Raum, wo er sich ganz einfach die Hände wäscht. Es wird also ganz deutlich die Analogie zu den letzen Momenten vor einem großen Fight hergestellt und wirkt ein bisschen, als würde er sich gerade daran erinnern, doch dann wird eben auch deutlich, dass diese Zeiten vorbei sind.
Auch der Geschichte mit Pam, der Tänzerin, in die er sich verguckt hat, wird sehr viel Zeit eingeräumt. Bis zum Schluss ist nicht klar, ob es ein Happy End geben wird oder nicht. Während wir Pam immer besser kennen lernen, werden einige Parallelen zwischen beiden deutlich. Schon die Namensgebung Pam - Ram lässt so was vermuten, allerdings erfahren wir erst relativ spät ihren wahren Namen, weil sie sich in der Bar Cassidy nennt.

Vorsicht, der nächste Absatz enthält Spoiler:

Enttäuscht von der Ablehnung Pams und auch der seiner Tochter, trifft Ram die Entscheidung, doch einen letzten Kampf zu machen, gegen Ayatollah, gegen den er vor über 20 Jahren verloren hatte und womit sein Karriere ein Ende hatte. Ungeachtet seiner Herzprobleme und in dem Wissen, dass er sterben könnte, lässt er sich darauf ein. Auch Pam, die später zu ihm zurück kommt und nun doch mit ihm zusammen sein will, kann jetzt nichts mehr ändern. Ram hat sich für den Sport entschieden, denn da ist er zuhause, das ist seine Familie, und für etwas anderes lohnt es sich nicht zu leben. Während des Kampfes sehen wir dann, wie Ram Schmerzen in der Brust bekommt, aber trotzdem weiter macht. Als er dann zu seinem finalen Move, dem "Ram Jam", auf die Seile klettert und springt, wird das Bild unvermittelt schwarz, und wir hören nur noch, wie Ayatollah ausgezählt wird. Aber im gleichen Moment wird auch Ram ausgezählt, denn dass er gerade sine letzen Augenblicke auf Erden verbringt, ist eigentlich jedem klar, auch wenn wir es nicht mehr sehen. Diese letzte Sequenz ist eine der stärksten des Films und hinterlässt, (als das Letzte was wir sehen bzw. hören) einen bleibenden Eindruck!

"The Wrestler " ist ein Drama, das uns teilhaben lässt am Leben eines Mannes, der im Beruf und im Privatleben gescheitert ist und ein trostloses Dasein fristet, welches nur durch einige wenige Glücksmomente erhellt wird. Vor allem die Charakterzeichnung Rams ist daher sehr überzeugend und sehenswert. Allerdings sollte man nicht mit der Erwartung an diesen Film heran gehen, dass es viel Action oder immer wieder spannende Wendungen geben wird. Es ist ein ruhiger Film, der sicher nicht den Geschmack jedes Mainstream-Filmeguckers (das meine ich übrigens nicht abwertend) trifft.






Geniale Charakterstudie mit tollem Mickey Rourke.
Diesen Film kann ich nur empfehlen.

Es ist eine tolles Drama bei dem Mickey Rourke als Wrestler die Hauptrolle spielt.
Tolle Story, glaubwürdig und spannend erzählt. Einer der selten gewordenen Filme, bei den man kaum den Blick vom Bildschirm lassen kann.

5 Sterne für die Story & die Charaktäre.

Ebenso Wrestling als Sport wurde intensiv, emotional und brutal dargestellt, obwohl wie man weiß, alles nur Show ist.

Tolle Charakterstudie!



Absolut empfehlenswert.

Schwache Synchro, keine engl. Untertitel
Bild- und Tonqualität der Blu ray sind über jeden Zweifel erhaben. Wäre da nur nicht die extrem schwache Synchro der Stimme von Mickey Rourke. Der jetzt (wieder mal neu) gewählte Sprecher wird der markanten, kratzigen, versoffenen Original-Stimme von Mickey Rourke leider nicht ansatzweise gerecht. Sieht man sich dann den Film in der englischen Fassung an, muss man mit deutschen Untertiteln vorlieb nehmen, da NUR diese enthalten sind.

Die weitere Ausstattung der Blu Ray ist ebenfalls mager. Ausser einem Interview mit M. Rourke und einem Making of sind keine weiteren Extras auf der BluRay enthalten.

Für Cineasten ist daher zu empfehlen, gleich über Amazon.uk die günstigere englische Fassung zu ordern.

Stimmiges Drama über einen untergehenden Star
Randy "The Ram" Ramzinski (Mickey Rourke) war in den 80ern ein großer Star in der Wrestling-Szene. Davon übrig geblieben ist, außer Erinnerungen und Kultstatus bei verwegenen Fans, nicht mehr so viel. Deswegen und weil er wohl einfach keine Alternativen sieht und weil das Wrestling letztlich sein zu Hause ist, bestreitet er immer noch Kämpfe in kleinen Hallen für wenig Geld. Finanziell geht es ihm so schlecht, dass er kaum die Miete für seinen Wohnwagen bezahlen kann und Gelegenheitsjobs annehmen muss. Körperlich ist er ein Wrack, ausgemerzt und vollgepumpt mit allerlei leistungsfördernden Medikamenten, die ihn langfristig kaputt gemacht haben. Sein Privatleben ist deprimierend. Er hat keine Partnerin, zu seiner Tochter keinen Kontakt und so was wie Freunde hat er, wenn überhaupt, in der ihm gebliebenen "Amateur-Wrestling-Szene".

Der Film begleitet den ehemaligen, durchaus aber noch verehrten, Wrestling-Star in der Zeit, wo seine Karriere allmählich endgültig zu Ende geht und er praktisch vor einem Scherbenhaufen steht, von wo er weg will. Auch wenn man kein Wrestling-Fan ist und von diesem Business nur eine leichte Ahnung hat, ist dieser Film empfehlenswert, weil er das Bild eines Menschen zeichnet, der sein Leben lang nur eine Karte spielte und jetzt zusehen muss, wie er damit klar kommt, dass sie nicht mehr zu spielen ist. Mickey Rourke glänzt in dieser Rolle mit schonungsloser Offenheit und einer Nähe zu der Person, die er verkörpert, dass man keinen Unterschied mehr wahrnehmen kann. Ausgezeichnet auch Marisa Tomei als die Table-Dancerin Cassidy, die ähnlich gestrandet ist, aber mehr Perspektive besitzt. Sie agiert in dieser Rolle annähernd so überzeugend wie Rourke, zeigt sich genauso freimütig und verletzlich der Kamera, ohne dabei Effekte zu benötigen, die sich in der Rolle als Table-Dancerin praktisch anbieten würden. Die grauen, kalten Bilder sowie der bemerkenswerte Soundtrack machen den Film dann in Kombination mit der Story zu einer runden Sache.


Akkurat stilisiertes Soziodrama aus dem amerikanischen Unterhaltungsindustrieproletariat
Aronofsky, Rourke und Co. haben einen unterhaltsames Soziodrama erschaffen, welches mit den für Independentfilmen üblichen Bewältigungs- und Erzählstrategien daherkommt. Semidokumentarischer Stil, Handkamera, Strategien der Authentizität und eine gewisse Direktheit der Bilder und die wunderbare Parallele und Übertragbarkeit von fiktionaler Story und realen Lebenserfahrungen von Rourke und Randy "The Ram" Robinson sorgen insgesamt für einen sehr kohärenten Eindruck.

Tragisch, authentisch, erschütternd, rührend, martialisch, unmittelbar - mir fallen alle möglichen emotionalen Zuschreibungen und Assoziationen ein mit denen der Film belegt werden kann. Fremd ist mir die Welt des Wrestling allemal, aber man kann sich schon denken, dass es unter der sonst glatt polierten Oberfläche der großen Bühne auch das um die eigene Existenz kämpfende Mittel- und Unterfeld gibt, welches vollgefüllt mit komischen und abstrusen Typen ist, die alle um ihre Würde und Anerkennung kämpfen. Quasi das Lumpenproletariat der Unterhaltungsindustrie in Reinkultur.
Sehr gut ist m.E. die sehr pointierte und auch in den Ecken wühlende Darstellung des sozialen Feldes dieser Sportart auf der alltäglichen Ebene. Keinerlei Euphemismus oder Gloria. Erschütternd glanzlos eigentlich. Alternde Helden, die Drogen, Schmerz- und Aufbaumittel nehmen und sich fragwürdigen körperlichen Risiken aussetzen und weder ein stabiles Leben noch ein bürgerliches Umfeld haben. Scheiternde Kämpfer, die in unserem High-Tech Kapitalismus absolut anachronistisch rüberkommen (schöne Szene mit der alten Nintendokonsole und dem Nachbarsjungen von Randy).

Trotz allem Lob und des rundum gelungenen Films nervt mich doch diese Tendenz mit solchen in der Regel eindimensionalen antiheldischen Tragikfiguren Kasse zu machen (damit meine ich nicht nur die monetäre Kasse!) Es ist irgendwie nicht schwer sich in das allgemeine Drama der C-Ligen dieser Welt einzufühlen. Gerade dann nicht, wenn das Scheitern selbst ästhetisiert wird und schlussendlich seine eigenwürdige Berechtigung bekommt, ohne dass die sozialen Bedingungen tiefergehend hinterfragt würden, die Typen wie Randy das tun lassen, was sie tun. Wie kann ein fiktionaler Film diese Forderung leisten? Keine Ahnung! Trotzdem häufen sich momentan die Filme mit eigenwillig würdigen Helden, die durch das Alter klug geworden ihre pauschales Verhalten zu ändern bereit werden und sich aber doch allzu bereitwillig mit ihrem Status befriedigt geben. Eine Erkenntnis danach ist halt immer tragisch, ganz besonders, wenn man froh sein darf, dass es immer dieses proletarische Volk gibt, wie jenes im Film zu Wort kommende, welches den Dreckjob schon erledigt und sich dabei trotzdem nicht entwürdigt vorkommt. Genau so gut hätte man also auch einen Film über einen Müllmann machen können. Hauptsache man thematisiert den infamen Menschen und sein Einrichten im Müll.

Möglicherweise erinnert sich Amerika gerade an die guten alten Zeiten, als sie noch Weltmacht waren und die Unterschicht eine Hoffnung auf Aufstieg hatte. Dieser Film zeigt im übertragenen Sinne, dass dieser Blick und diese trügerische Hoffnung zum Infarkt führt. Egal wie, Hauptsache es geht weiter zählt eigentlich nicht mehr. Randy ist somit auch die Inkarnation des Phantomgefühls der 80er Jahre und der Abgesang auf die Hoffnung, die der Dienstleistungssektor "Kulturindustrie" den meisten macht, nämlich Erfolg für die Teilnehmer zu generieren, ohne das sie sich dafür aufzehren müssen.

Sehr gutes und zur Reflexion geeignetes Kino !




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Der Sex-Guru
mit Heather Graham, Marisa Tomei, Jimi Mistry, Regie: Daisy von Scherler Mayer
DVD bei Amazon: EUR 6,99 EUR 6,97
(18 gebraucht ab EUR 0,94)
Erscheinungsdatum: Juni 2003
Durchschnittliche Bewertung: 3.5 von 5 Punkten
3 Kommentare:
Lachen inklusive:-))
Okay, der Titel des Filmes ist auf den ersten Blick nicht wirklich gelungen und man kann trefflich über einen Bessern streiten, aber was soll's, hauptsache, der Film ist gut und dann kann man so sagen:-))
Die Geschichte handelt von einem indischen Tanzlehrer, der in das gelobte Land des Self made Man USA geht, um dort seinen Traum zu verwirklichen, nämlich berühmt zu werden. Und wie es natürlich kommen'muß, gelangt er durch einen dummen Zufall auf eine Schiene, die nicht ganz so seriös ist, trifft dort aber die wunderbare weibliche Hilfe, klasse gespielt von Heather Graham, die ihn in die Tücken des vermeintlichen Geschäftes mit der Liebe einweiht. Zwar geplagt von seinem schlechten Gewissen, diese Erfahrungen zu nutzen, schafft er es in der vornehmen Gesellschaft zu einem Guru zu mutieren, der es in sich hat:-)) Alle liegen ihm zu Füßen und der gewünschte Ruhm ist nah, die Frauen vergöttern ihn und seine Weisheiten der Liebe,aber mehr wird nicht verraten:-))schaut einfach selbst.
In dem Film gibt es eine Menge zu lachen, vor allem die Texte sind sehr schön adaptiert, ebenso wie die Musik und der typische indische Film gut in der Darstellung der Farben und des fast schon kitschigen Flairs rüberkommt. Alles in allem eine nette Komödie, von dessen Titel, wie gesagt man sich keineswegs abschrecken lassen sollte.

nicht wirklich gut
die neugier hatte mich gepackt, bevor ich mir diesen film angesehen habe, weil so ziemlich jede plakatwand das cover zeigte. meine erwartungen waren vieleicht auch ein wenig zu hoch oder ich habe mir mehr slapstick darunter vorgestellt, aber ich habe dem film so rein gar nichts abgewinnen können. sicherlich hatte er handlung und bestimmt waren einige lustige szenen enthalten, aber aus meiner sicht wird dieser film aus dem untergrund nicht mehr auferstehen. lieber wieder den guten alten peter sellers in "der partyschreck". dem sind zwar die reichen nicht verfallen, aber er hat ihnen ganz gehörig den spiegel vorgesetzt und war ausserdem noch komisch. liebe super-guru-anhänger seit mir nicht böse, aber der film macht nur mit nem flash spass. sorry.

Wunderschön!!!! Lustig, romantisch - EINFACH KLASSE!!
Ich liebe diesen Film!!!
Jimi Mistry ist einfach wunderbar als unfreiwilliger Guru ... auch Heather Graham spielt ihre Rolle einfach wunderbar, ebenso Marisa Tomei.
Ich habe den Film bisher nur im englischen Original gesehen, bin aber (trotzdem) total begeistert!!! Es stimmt einfach alles: eine witzige und einfach gute Geschichte, phantastische Darsteller, Romantik und jede Menge Komik ... Mein Lieblingsfilm des Jahres!!
Unbedingt ansehen!!!

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Visions - Die dunkle Gabe
mit Marisa Tomei, Craig Bierko, Regina Hall, Regie: Ariel Vromen
DVD bei Amazon: EUR 10,99 EUR 16,99
(17 gebraucht ab EUR 0,01)
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Durchschnittliche Bewertung: 1.5 von 5 Punkten
Eurovideo Visions, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 11.10.07
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3 Kommentare:
Düstere Aussichten
Hä ??? Und schon wieder ein Film, dessen Ende ich nicht geschnallt habe! Wie denn nun? Sixth Sense Abklatsch, oder was ?
Der Film jedenfalls kommt nur langsam in Fahrt und macht auch irgendwie keinen richtigen Sinn- da hilft auch die sonst so fabelhafte "Marisa Tomei" nicht! :-(
Teilweise sieht man, das hier nicht unbedingt das teuerste Material verwendet wurde wie z.B bei der Kopf Szene...Wirkt leider total billig!
Was soll man sagen? Spannung wo keine ist und ein Thriller ohne Trill!
Ein Filmchen, den man sich trotz "Marisa Tomei" getrost sparen kann!


Sehr guter Anfang....aber
Bis ca. zur Hälfte dieses Films hätte ich 4-5 Sterne vergeben !!!!

Eine interessante Story, Spannung wurde aufgebaut, man fragte sich, woher kommen die Visionen, kann die Frau ggf. wirklich in die Zukunft Ereignisse vorausschauen ?!

Doch dann verliert der Film wortwörtlich den Faden und die Geschichte wird nur noch wirr, von Spannung kann keine Rede mehr sein und letztendlich kann man nur noch sagen...unlogisch !

Das man einen Film der wirklich vielversprechend anfängt, noch so versauen kann, ist einfach unglaublich !
Der Film ist nicht einmal was für FANS...ehrlich !



Ziemlich Langweiliger und verwirrend erzählter Grusel-Thriller!
"Visions - Die dunkle Gabe" ist mal wieder einer jener Filme hinter dessen Titel sich wohl das größte Geheimnis verbirgt. Eine von Halluzinationen geplagte Bankangestellte sieht in Ihren Visionen Bilder von toten Menschen, welche Sie zunehmends in den Wahnsinn zu treiben scheinen.

Die Story ist im Endeffekt sicherlich nicht neu und auch leider nicht großartig neu erzählt. Insbesondere die mehr als unchronologische Erzählweise verwirrt dabei den Betrachter zusehends. Mal Vergangenheit, dass Gegenwart und dann wieder Vision. Was nun wirklich Sache ist, konnte ich leider zu Beginn des Abspannes auch nicht so recht feststellen. Vielleicht ist der Film auch zu Hoch-Intellektuell als dass man ihn auf?s erste Mal verstehen müsste - was ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen kann.

Die Inszenierung des ganzen zeigt im Prinzip gute Ansätze um auch nur ein klein wenig zu gruseln. Jedoch fehlt es dem Film leider in fast allen Belangen an Klasse. Es wird weder ein Spannungsbogen aufgebaut, noch kann die Story großartig überzeugen.

Die Darsteller zeigen zwar eine ganz akzeptable Leistung, können aber auch nichts daran ändern, dass "Visions - Die dunkle Gabe" ganz einfach Langweilig ist. Wozu die Gabe und warum die Vorgeschichte? Am Ende steht ja ohnehin ein Finale welches undurchsichtiger und gleichzeitig langweiliger wohl kaum hätte sein können.

Im Endeffekt ein Streifen zu dem es eigentlich nicht viel zu sagen, da auch nicht sonderlich viel passiert. Zwar mit guten Ansätzen konnte der Film, alleine schon aufgrund seiner verwirrend unchronologischen Erzählweise, nicht so wirklich überzeugen!

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Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You're Dead
mit Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney, Regie: Sidney Lumet
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 10,99
(12 gebraucht ab EUR 2,98)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Durchschnittliche Bewertung: 4.0 von 5 Punkten
Koch Media Home Entertainment Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You're Dead, Thriller-Meisterwerk mit Oscar®-Preisträger Philip Seymour Hoffman und Oscar®-Nominee Ethan Hawke DVD - Film, VÃ--Datum: 10.10.2008. USK: ab 16, Sprache: Deutsch, Englisch Beschreibung: Andy (Philip Seymour Hoffman) bezieht als Immobilienmakler ein sechsstelliges Jahreseinkommen. Um allerdings seinen extravaganten Lebensstil und seinen exzessiven Drogenkonsum zu finanzieren, hat er Geld seiner Firma veruntreut. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Betrug auffliegt. Doch Andy hat eine Idee, wie er seine Probleme lösen kann - zumindest die finanziellen. Er muss nur seinen kleinen Bruder (Ethan Hawke) überreden mitzumachen. Hank soll den Juwelierladen ihrer Eltern ausrauben. Doch der Ã?berfall scheitert blutig, mit verheerenden Konsequenzen. Und bald ist den beiden nicht nur die Polizei auf den Fersen. (1 DVD) Gier, Schuld, Verrat, Rache. Sidney Lumet hat mit diesem Film ein atemberaubendes Meisterwerk inszeniert, das von groÃ?artigen Schauspielern getragen wird! Features: In den Hauptrollen: Oscar®-Preisträger Philip Seymour Hoffman ("Capote") und Oscar®-Nominee Ethan Hawke ("Training Day");Der Kinoerfolg mit über 120.000 Besuchern und einem sensationellen Pressefeedback;Inszeniert von Regie-Legende und Oscar®-Preisträger
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5 Kommentare:
Spannend
Da Filme schwer zu bewerten sind, ohne viel über den Inhalt zu verraten, werde ich mich kurz fassen, denn diesen Film muss man einfach selbst gesehen haben! Die Spannung baut sich immer mehr auf, und man ist immer weiter hin und her gerissen ob man hier einen Thriller oder ein Drama vor sich hat. Schlussendlich trifft beides irgendwie zu. Die DVD bietet, neben einem sehr gut gemachten Making-of und nicht verwendeten Szenen, einige interessante Extras, die das ansehen lohnen. Der Film ist absolut empfehlenswert!

Gute Spannung durch eine eng gezurrte Handlung
Andy und Hank Hanson (Philip Seymour Hoffmann und Ethan Hawke), zwei Brüder, haben das gleiche Problem: Sie brauchen Geld. Andy, der beruflich eigentlich erfolgreich ist, wegen seiner Drogensucht und Betrügereien in seiner Firma, die aufzufliegen drohen und weswegen er sich absetzen möchte. Hank, der Versager, weil er den Unterhalt für sein Kind kaum zusammenbekommt und sich daher mies fühlt. Aufgrund Andys Idee überfallen sie den Juwelierladen ihrer Eltern. Die vermeintlich einfache Geschichte, weil sie da alles genau kennen, bei der auch keiner zu Schaden kommen sollte, läuft aus dem Ruder und verstrickt nach und nach mehrere Personen in den Fall.

Die Geschichte ist durchgehend spannend inszeniert und streut dabei den Ablauf aus den unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Personen in Rückblenden ein. Dies ist aber so gut gemacht, dass es nicht langweilt, sondern den Film durchgängig auffrischt, weil diese Sequenzen das ggf. fehlende Puzzleteil bringen und vor allem nicht in die Länge gezogen wurden. Obwohl es sich hier um ein Drama bzw. Thriller oder noch genauer um ein Melodram handelt, muss man ab und zu schmunzeln, denn immer wieder treiben Zufälle oder weiter um sich greifende Aktionen, zu denen sich die handelnden Personen aufgrund des ständig steigenden Druck genötigt sehen, den Film an und sorgen für Wendungen, so dass man nicht genau weiß, soll man jetzt zusammenzucken, weil es dramatisch ist oder ist es schon wieder aberwitzig. Diese Zufälle oder Verstrickungen sind aber keinesfalls abwegig, sondern durchaus nachvollziehbar und plausibel, was das Niveau des Films stabilisiert.

Richtig gut, praktisch bis in jede Rolle, sind die schauspielerischen Darstellungen, so dass man kaum eine hervorheben kann. Lehrreich ist auch der nur in Ansätzen angedeutete Teil der familiären Geschichte, woraus man erkennen kann, mit was für Konflikten, Problemen und persönlichen Eigenarten zwei Brüder durchs Leben gehen können bzw. müssen, die aus einer an sich so genannten wohl situierten Durchschnitts-Familie stammen. Ein Schwachpunkt des Films ist m. E. ein Teil des Endes. Diesen hätte man mehr ausmalen können, aber das sollte jeder selbst sehen und für sich entscheiden.


Jeder ist zu allem fähig?
Dieser Film beantwortet obige Frage relativ eindeutig mit "ja". Schon nach wenigen Minuten zeigt er einen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft. Der Täter flucht wild herum, scheint nicht besonders professionell zu sein, lässt sich anschließend von der älteren Dame, die im Geschäft Dienst tat, über den Haufen schießen, nicht ohne sie zuvor noch ins Koma geschossen zu haben. Es ist klar: Dieser Film wird nicht das klassische Big Caper Movie sein, in dem der Raubzug auch immer etwas Erhabenes, Kunstvolles, Witziges oder in seiner Brutalität Monströses hat. Hier ist nichts larger than life. In den darauffolgenden gut 100 Minuten zeigt der Film in nicht linearer Erzählweise das Davor und Danach des Raubes, wiederholt teilweise Szenen, setzt aber bei jedem Kapitel eine andere Person ins Zentrum. Es zeigt sich: Wer keine Probleme hat, der macht sich welche, und wozu braucht man eigentlich die Gewalt der Tat, wenn man schon in einer Gewalt der Familie gefangen ist? Dies führt dazu, dass ganz gewöhnliche Menschen zu etwas Ungewöhnlichem fähig werden, ja sie verstricken sich immer tiefer in ihre Probleme, und das verpatzte Verbrechen setzt einen Teufelskreis ungeahnten Ausmaßes in Gang. Andy (Philip Seymour Hoffman) und Hank (Ethan Hawke) sind Brüder, die trotz jeweils eines offenbar anständig dotierten Bürojobs ihre Probleme haben. Hank ist ständig mit den Unterhaltszahlungen im Rückstand, und seine Ex lässt ihn sehr deutlich spüren, dass sie ihn für einen Loser hält. Er braucht dringend Geld, auch um sich die Liebe der Tochter in einer Welt zu erkaufen, in der nur das Materielle zählt. Andy ist schwer drogensüchtig und sowieso frustriert; er fühlte sich zeitlebens vom Vater ungeliebt, in der Ehe mit Gina (Marisa Tomei) läuft es nicht mehr, obwohl das weder bei Ginas Aussehen noch ihrem Verhalten groß einleuchtet. Es ist wohl einfach die Suche nach dem Kick nach dreizehn Jahren kinderloser Ehe, im Bett mit Gina wie beim Dealer. Den Kick hatten Andy während eines Rio-Urlaubs, und Andys schlichte Weltsicht ist aus falschem Kintopp zusammengeklaut: Er zitiert Stanley Donens Streifen "Schuld daran ist Rio" und glaubt ernsthaft, sein Glück wiederherstellen zu können, wenn er aussteigt und dauerhaft in Rio mit Gina lebt. Dass Brasilien und die USA kein Auslieferungsabkommen geschlossen haben, wissen die beiden bezeichnenderweise ebenfalls aus einem Film. Die nötigen Tantiemen soll der Raubzug bringen, doch wenn es im Kino heißt, das sei ein todsicheres, einfaches Ding, bei dem niemand zu Schaden komme, dann ist das Gegenteil wahr. Bloß hat das vielleicht noch niemand so radikal und unglamourös gezeigt wie Sidney Lumet, der Mann, der seit über 50 Jahren Kinofilme dreht. Von Altersmilde keine Spur! Der Regisseur seziert messerscharf menschliche Schwächen und familiären Druck, dass es einem die Kehle zuschnürt. Das überfallene Geschäft ist nämlich dasjenige der Eltern von Hank und Andy, die eingangs erwähnte ältere Dame ist ihre Mutter, die an dem Tag eigentlich nicht hätte im Laden sein sollen und wenige Tage später sterben wird. Am Ende werden einige Personen gestorben sein, oder sonstwie zerstört von Willensschwäche oder umgekehrt Verbitterung und Hass.

Stilistisch ist "Tödliche Entscheidung" äußerst interessant und dabei nie selbstzweckhaft. Die einzelnen Rückblenden und Perspektivwechsel werden durch ein schnelles Hin- und Herspringen zwischen der ausgehenden und der beginnenden Ebene eingeleitet, dadurch anzeigend, dass die Vergangenheit die Protagonisten nicht loslässt. Lumet hatte dieses Stilmittel nach eigenem Bekunden für "Der Pfandleiher" (1965) erfunden: In einer Szene geht eine New Yorker U-Bahn dergestalt über in einen KZ-Deportationszug (das Trauma des Protagonisten). Weitere Auffälligkeiten: Lumet bedient sich zwar häufig des gleißenden Lichts und der Weitwinkelfotografie, aber hell und weit ist hier nichts, eher kann die Sonne blenden und können die Räume erdrücken, wenn sie durch Weitwinkel größer erscheinen und den Menschen darin verloren wirken lassen. Den gleichen Effekt hat die bei Lumet öfter einmal verwendete Tiefenschärfe, bei der z.B. auch eine Hauptfigur im Hintergrund scharf gehalten wird, anstatt sie durch einen Zoom oder Schnitt näher heranzuholen. Lumets Figuren sind zumeist erbärmliche Wichte, aber mit der Kraft zur (Selbst-)Zerstörung tragischen Ausmaßes, die jedoch wie der Raub völlig ihrer Kontrolle entgleitet. Daher erscheint es angemessen, Personen ab und an ganz klein und Gegenstände (Umstände?) ganz groß werden zu lassen. Völlig verloren wirkt Andy beispielsweise, wenn er durch die riesige, kühle, gestylte Wohnung seines Dealers wandelt. Minutenlang folgt die Kamera dem Umherirrenden, verloren Wirkenden. Dass wir dabei als fast einziges Geräusch Scott Bradys lustige Musik eines alten MGM-Cartoons hören, ist so fehl am Platze, dass wir besonders deutlich wahrnehmen, wie fehl am Platze sich Andy an diesem Ort und in seinem Leben fühlt.

Weitere Stilmittel transportieren diese Trostlosigkeit. Es ist auffällig, wie oft in "Tödliche Entscheidung" geflucht und "Schei*e" gesagt wird, wobei die Figuren genau der Coolness beraubt sind, mit der charismatische Tarantino-Figuren oder coole Bullen wie Schimanski fluchen. Lumets Protagonisten sind einfach nur noch billig und ordinär, dabei zudem höchst unkontrolliert. Sie wirken dadurch verdammt normal. Ihre äußere Situation ist so außerhalb unserer Vorstellungswelt nicht, anders als beispielsweise bei Berufskillern, bei denen es mir immer ein bißchen aufgesetzt vorkommt, wenn etwa Tarantino durch bewusst blödsinnige Dialoge sagen will, dass Killer auch nur Menschen sind. Lumet (der Tarantinovergleich liegt durch die nichtlineare Erzählweise nahe, obwohl sich beide Regisseure stark unterscheiden) macht etwas völlig anderes: Bei ihm werden nicht Killer zu normalen Menschen, sondern normale Menschen zu Killern und Räubern. In dieser Tragik, die sich aus dem Gewöhnlichen entwickelt, steckt eine beunruhigende Kraft: Jeder kann zu allem fähig sein, auch Du, auch ich. Sogar alte Menschen (die wir ja häufig mit "nett" assoziieren, wenn es nicht gerade Altnazis sind); sie sind Berufshehler oder aber entwickeln ebenfalls Abgründe, so wie Charles, der Vater von Andy und Hank (Albert Finney). Zu dieser Vaterfigur folgt im nächsten Absatz ein Spoiler. Der Schluss des Filmes ist brillant, wie überhaupt das ganze Werk (ob man es mag, dass Carter Burwells Musik nur von einem einzigen, leicht variierten Thema lebt, ist Ansichtssache). Und wer es noch etwas genauer wissen möchte, der gehe nun zum nächsten Absatz über.

Das Ende scheint mir bemerkenswert, weil Lumet hier noch einmal seine gnadenlose Essenz auf die Spitze treibt und gleichzeitig seinen Stil symbolisch überhöht, ihm aber dennoch treu bleibend. Hank kann von einem Tatort entkommen, der Film lässt sein Schicksal offen, weil er sich eher für die Abgründe der Familie als für den Krimi interessiert. Andy ist angeschossen und wird von seinem Vater Charles ermordet, der mittlerweile weiß, dass Andy indirekt für den Tod seiner Mutter verantwortlich ist. Lumet zeigt in dieser Szene nicht nur, dass Altersmilde Andy nicht mehr retten kann, sondern dass sie auch Charles nicht mehr retten kann, denn mit seinem Akt zerstört sich Charles zugleich selbst. Zunächst überlistet er den Schwesternnotruf, indem er sich bei der Tat den Herzfrequenzmesser einfach selbst an die Brust klemmt; so werden gleichzeitig beide Figuren parallelisiert und vereint. Charles setzt seine Herzschläge an die Stelle derer von Andy. Er IST in diesem Moment Andy, genauso verbittert wie Andy über die beiderseits kaputte Vater-Sohn-Beziehung. Wenn Andy dann tot ist, geht Charles fort, und das den ganzen Film prägende gleißende Licht wird in der langen Fluchtperspektive des Krankenhausflures noch weißer, bis alles gleißend hell ist. Soll dies nicht angeblich der Gang sein, den man beim Übertritt vom Leben in den Tod passiert? Ist Charles nicht mit der Tat ebenfalls im übertragenen Sinne gestorben? Ich denke: ja, aber sein geistiger Tod wird ihm nicht Erlösung oder gar himmlische Verheißung sein. Denn als das Bild gänzlich weiß ist, folgt ein Schnitt, und dann ist es abrupt völlig schwarz. Abspann. In jeder Hinsicht das Ende.

Söhne, Brüder, Loser, Mörder
Solche echten menschlichen Dramen kann wohl nur ein Altmeister wie Sidney Lumet noch gestalten und mit der Art und Weise, wie er sie erzählt, überzeugen. Es entsteht ein komplexes Geflecht von fatalen Beziehungen innerhalb einer Familie. Auch die Variante des Überfalls auf einen Juwelier ist neu. Mit den beiden Söhnen (Philip Seymour-Hoffman und Ethan Hawke) geht es gnadenlos abwärts, Tiefschlag folgt auf Tiefschlag und die Schlinge zieht sich immer enger zu. Selten sieht man so eine schauspielerische Höchstleistung, besonders was ihr Verhältnis zu ihrem Vater angeht. Szenen erinnern an Arthur Millers Handlungsreisenden. Aber auch untereinander brodeln jede Menge Probleme, die sie aber auch aneinander binden. Das ganze Ausmaß des menschlichen Dramas spiegelt sich im Gesicht des großartigen Albert Finney wieder, der als Racheengel das Unglaubliche ausführt. Ein Thriller, der den Tiefgang einer griechischen Tragödie hat.

Guter Krimi-Thriller
"Tödliche Entscheidung" setzt sich gekonnt aus verschiedenen Blickwinkeln der einzelnen Personen zusammen, die dem Zuschauer Schritt für Schritt präsentiert werden und somit das Puzzle langsam zusammensetzt. Dreh- und Angelpunkt ist ein Verbrechen mit moralischem Dilemma: die Brüder Andy und Hank Hanson (beide brillant gespielt von Seymour Hoffman und Hawke) die beide aus unterschiedlichen Gründen in massiven Geldnöten stecken planen einen Überfall auf das Juweliergeschäft der eigenen Eltern. Der Coup schlägt fehl und zieht verheerende Konsequenzen nach sich.

Ein Verwirrspiel im Puzzle-Format zu produzieren ist keine einfache Sache und leicht kann der vermeintliche Genie-Streich nach hinten losgehen, doch Regisseur Sidney Lumet hat hier alles im Griff und zaubert eine schöne, spannende und zugleich auch tragische Geschichte auf die Leinwand bzw. den heimischen Fernseher. "Tödliche Entscheidung" besticht in meinen Augen vor allem durch die hervorragende schauspielerische Leistung, sowie den Tiefgang, den die einzelnen Charaktere aufweisen. Einzig der Schluss ist etwas enttäuschend und lässt Fragen offen und die Glaubwürdigkeit etwas wanken. Aber der Gesamteindruck bleibt nur wenig getrübt und daher kann "Tödliche Entscheidung" ohne bedenken empfohlen werden.

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