Max Payne - Extended Director's Cut [Blu-ray]
mit
Chris O'Donnell,
Mila Kunis,
Mark Wahlberg,
Kate Burton,
Donal Logue, Regie:
John H. MooreDVD bei Amazon: EUR 24,99(16 gebraucht ab EUR 10,99)
Erscheinungsdatum: März 2009
Amazon.de-Verkaufsrang 1196
Durchschnittliche Bewertung:

5 Kommentare:
Wo ist mein Adrenalin? Der routinierte Kinogänger stellt sich vor dem Besuch einer Videospielverwurstung immer die beinahe tautologische Frage: Tappsen jetzt Angelina Jolie oder Milla Jovovich in einer 1:1-Übersetzung ihres Vorbilds durch die mir bereits bekannte Geschichte oder wird das Spiel, wie in Silent Hill, nur als Vorlage verwendet, um etwas neues zu erzählen? Regiesseur John Moore hätte ähnlich wie bei Der Flug des Phoenix Max Payne neu erfinden können, blieb dann aber lieber doch bei bewährtem und griff sich eine gute Handvoll aus der Story des ersten, hierzulande indizierten Max Payne-Spiels ab und garnierte das ganze mit ein paar netten Special Effects, die Film Noir-Feeling verbreiten sollen. Obwohl die Story des Spiels sehr cineastisch erzählt wurde und sich deshalb für eine entsprechende Leinwandportierung anbot, war es nicht ganz so einfach aus scheinbar gut miteinander kombinierbaren Elementen ein stimmiges Endprodukt auszuliefern. Und dasselbe gilt auch für den Film. Die Story von Cop gegen den großen Unbekannten wirkte schon damals abgegriffen und konnte nur durch ihre innovative Erzählweise punkten (Film Noir in Comic-Stil, in Videospielen ein Novum!), der Rest wurde unterlegt mit revolutionären Actionsequenzen, in denen sich der Spieler in Zeitlupe um die Ecken wirft und im Vorbeiflug Blei auf New Yorks Unterwelt verschießt. Was die Verfilmung angelangt, so versucht diese Film Noir-Feeling mit einigen schön angelegten Effekten zu erzeugen, vergisst aber, dass CGI noch keinen Film Noir macht. Und so wirkt es eher unbeholfen und peinlich, wenn die Tricktechniker das Budget nach Gutdünken herausballern. Herausballern ist ein gutes Stichwort, denn geschossen wird entgegen aller Erwartungen recht wenig. Die Durst nach Zeitlupenaction in ästhetischer Perfektion bleibt leider Gottes über weite Strecken unbefriedigt. Zwar gibt es den ein oder anderen Shootout, der sich aber nicht mit den Erwartungen des Zuschauers messen kann. Wenn dann nach knapp 100 Minuten der Abspann mit Explosionen, herumfliegenden Projektilen und tosender Rockmusik eröffnet wird, fragt man sich, ob der Vorführer da nicht eine falsche Rolle eingesetzt hat. Von der erhöhten Adrenalinausschüttung während des Spiels ist jedenfalls nichts zu spüren. Auch der Spannungsbogen lässt den Zuschauer kalt. Desweiteren hat man auf den stimmigen Offtalk von Payne verzichtet. Allerdings hat sich Moore nicht nur dazu entschlossen Payne schweigen zu lassen, sondern auch gleich alle anderen. Die wenigsten Rollen haben was zu sagen. Darunter leidet vor allem die interessante Beziehung zwischen Mona Sax (Fans müssen lachen, wenn sie mit der pummelig wirkenden Mila Kunis Bekanntschaft machen) und Payne. Diese verkommt zu einer reinen schießen wir uns zusammen den Weg frei-Allianz. Das schauspielerische Ensemble ist vertretbar, auch wenn Mark Wahlberg alles andere als die Idealbesetzung ist. Max Payne ist eine sehr kantige, dunkle Figur mit 3 Tage Bart und eher abstoßendem Äußeren. Wahlberg interpretiert ihn ansaatzweise neu, als völlige Umkehr des einst strahlenden Familienvaters und Saubermanns. Was abgebildet werden soll ist Paranoia und eine tiefgreifende Psychose, die aber nicht so recht passen mag, denn Payne bleibt durchgängig ein moralisch handelnder Mann, was nicht so sehr in das Bild eines fallen Cops passen mag. Alles in allem eine hinnehmbare Umsetzung, bei der die Würze zwar nicht stimmt, aber sich das Vorbild auch nicht entehrt fühlen muss (siehe Tomb Raider und die späteren Resident Evil-Verfilmungen). Der zweite Teil dann aber bitte mit wem anderes als Max Payne, mehr Monologen und jemand,d er von Film Noir etwas versteht. David Fincher, sie sind gefragt.
Sehr gutes Bild - schlechter Film Der film würde von mir keine 3 Sterne bekommen, da die Handlung zu schwach ist und zu keiner Weise eine gewisse Stimmung rübergebracht wird. Aber die Qualität ist hervorragend. Der Film zeigt was mit Bluray möglich ist. Ein fast perfektes Bild mit vielen Details. Daran kann man sich gut ergötzen wenn einen der Film schon längst nicht mehr fesselt...
Potential verschenkt (schon wieder) Als großer Fan der PC-Spiel-Vorlage habe ich mich auf den Film gefreut, den Trailer fand ich vielversprechend, nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichnet passenden Hintergrundmusik (Marilyn Manson, wenn ich mich nicht irre). Wie so oft versprach der Trailer mehr, als der Film halten konnte.
Mittlerweile hat man sich schon daran gewöhnt, dass sich die Filmemacher in Namen der künstlerischen Freiheit selbige herausnehmen und Teile der Story verdrehen, Charaktere einfügen, die in der Vorlage nicht vorkommen, Twists einfügen, etc. Gut, wenn der Plan aufgeht; bei Max Payne ist das eher nicht der Fall.
Die Charaktere agieren unlogisch, die Dialoge sind platt und wenn Max Payne drauf steht, sollte Action drin sein, doch leider Fehlanzeige. Wobei, Action gibt es schon, allerdings nicht mit dem damals in der Videospielszene einzigartigen Slow-Motion-Effekt, mal abgesehen von einer einzigen maximal dreißig Sekunden dauernden Szene, die allerdings dafür umso spektakulärer ausfällt, das muss man schon anmerken; eine weitere Szene am Schluss wirkt zu unspektakulär und unscheinbar. Optisch hat mir der Film eigentlich recht gut gefallen, der Stil kommt an die Vorlage heran, die Atmosphäre passt im Großen und Ganzen, die Dämonen und Wahnvorstellungen, die von der Droge Valkyr hervorgerufen werden, fand ich sehr ansprechend und kreativ umgesetzt.
Mark Wahlberg stellt in meinen Augen eine glatte Fehlbesetzung dar, besonders, wenn man die Vorlage vor Augen hat - Wahlberg wirkt einfach zu jugendlich, zu klein und unscheinbar, da bringen auch seine zahlreichen Muskeln wenig. Mila Kunis Mona Sax kann dem Original ebenfalls nicht das Wasser reichen, auch für sie gilt, dass sie einfach zu kindlich wirkt, zudem wurde die Rolle schlampig implementiert, ein optischer Aufputz, mehr nicht. Auch der Rest des Ensembles kann wenig bis gar nicht überzeugen, Beau Bridges (der im Film witzigerweise einen Charakter namens BB spielt) wirkt fehl am Platz, O Donnell und Ludacris sind bestenfalls in Ordnung. Einzig Amaury Nolasco kann überzeugen, er spielt Jack Lupino, wie man ihn sich nur wünschen kann, überdreht, unheimlich, besessen, auch an seiner Optik gibt es nicht zu kritisieren, es passt einfach alles.
Ich denke, dass ich mich (vielleicht) zu sehr an der Vorlage orientiere, das mag sein. Dennoch strahlte es trotz aller Action eine gewisse düstere Ruhe aus, der Film wirkt irgendwie zu hektisch, teilweise auch etwas planlos. Er funktioniert, wenn man ihn als eine Detective-Story mit Mystery-Elementen sieht, für Fans des Spiels nur bedingt empfehlenswert. Nun, ich hoffe auf eine stark verbesserte Fortsetzung.
Machs noch einmal Max! So sehr wie ich zuletzt von der Verfilmung von Hitman auf DVD enttäuscht war, so überzeugt hat mich die BluRay von Max Payne. Als begeisterter Spieler der PC-Games mit Max Payne in der Hauptrolle war der Film ein Pflichtkauf, einer der sich gelohnt hat. Der Film bringt perfekt die düstere, die beklemmende und die von Hass und dem Durst nach Rache getränkte Atmosphäre der Spiele auf die Leinwand. Selbst der Bullet-Mode, für den Max Payne auf dem PC bekannt wurde, wird im Film verwendet. Mark Wahlberg (Shooter) macht sich perfekt in der Rolle des Rächers, der sich auf die Jagd nach denjenigen macht, die seine kleine Tochter und seine Frau auf brutale Weise ermordet haben. Und je weiter er in den Sumpf des Verbrechens vordringt, umso unfassbarer wird, was dahinter steckt.
Max Payne bietet geballte und schnelle Action, die Luft ist bleihaltig, es geht ordentlich zur Sache. Die Charaktere wissen zu überzeugen, die Story ist gelungen, spannend und an den entscheidenden Stellen auch überraschend. Auch technisch gibt es nichts zu meckern, das Bild sieht auf meinem FullHD TV mit 100MHz super aus, der Ton kommt satt aus den Boxen, wobei die englische Spur mit HD Master noch einen Tick besser ist, als die deutsche Spur in DD5.1. Das Bonusmaterial ist umfangreich, neben den klassischen Audiokommentaren und einem MakingOf gibt es einen animierten Comic-Roman und ein weiteres Special zum Thema vom Spiel zum Film.
Für einen Abend mit gelungener Action-Unterhaltung ist Max Payne bestens geeignet - hoffen wir, dass der nächste Teil der PC-Reihe das hier gebotene noch einmal toppt!
Guter Action-Thriller - aber nicht eine 1:1 Umsetzung! Die Story des Films ist schnell erzählt: Detektiv Max Payne versucht krampfhaft den letzten noch flüchtigen Mörder seiner Familie zu finden. In seinen Ermittlungen gerät er immer tiefer in einen Komplott....
Ich muss direkt alle Käufer warnen, die erschreckt von den schlechten Rezessionen sind: Dieser Film ist nicht schlecht, im Gegenteil! Das einzige Problem besteht darin, dass er sich nicht am Spiel orientiert, was ich für sehr wichtig halte. Eine Videospiel-Story ist nie so sehr ausgefeilt wie eine Filmstory. Der Plot in einem Film ist viel komplexer, jeder der sich mit Filmen beschäftigt sollte das wissen!
Die Action des Films ist überzeugend, und was erwartet man von einem Action-Film denn sonst? Natürlich ist der Plot nicht hochkompliziert, jedoch ist die düstere Verarbeitung des Films gut gelungen. Außerdem blitzen geniale Einfälle im Film durch - Max' Monologe, die als Anspielung an den Betrachter genutzt werden!
Mark Wahlberg ist eine sehr gute Wahl für Max Payne, denn er ist das Paradebeispiel für einen Schauspieler, der solche Rollen spielt. Ich denke jedoch, dass den Nebenrollen etwas mehr Beachtung hätte geschenkt werden sollen.
Fazit: Sie suchen einen Action-Film, bei dem man abschalten kann, jedoch bestens unterhalten wird? Dann sind sie hier richtig!
Ein Tipp: Schauen sie sich den Film auf Englisch an!
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