Lagaan - Es war einmal in Indien (2 DVDs) (OmU)
mit
Aamir Khan 
,
Gracy Singh,
Rachel Shelley, Regie:
Ashutosh GowarikerDVD bei Amazon: Kein Preis angegeben(6 gebraucht ab EUR 10,45)
Erscheinungsdatum: Januar 2003
Durchschnittliche Bewertung:

Jeder, der sich für den indischen Film als solchen interessiert, oder überhaupt für das Kino außerhalb Hollywoods, muss
Lagaan einfach gesehen haben. Obwohl sich
Lagaan in Bezug auf Stars, den Gebrauch von Gesang und Tanz sowie seiner Länge durchaus im Rahmen des Standard-Hindi-Kinos der indischen Filmmetropole Bombay bewegt, ist er beim einheimischen Publikum ein großes Risiko eingegangen. Er spielt in einem indischen Dorf zur Zeit der britischen Herrschaft, weitab von den üblicheren Metropolen der Gegenwart und exotischen fernen Drehorten, und bricht mit allen zeitgenössischen Konventionen des Hindi-Films.
Er hatte auch alle Voraussetzungen, beim internationalen Publikum durchzufallen, angesichts der Tatsache, dass er ein Cricketspiel zum Inhalt hat, das länger dauert als der übliche Hollywood-Film, und weit gehend den melodramatischen Kitsch-Stil meidet, der im Westen unter der Bezeichnung "Bollywood" so sehr gefeiert wird. Und dennoch, Lagaan war nicht nur an der Heimatfront ein Riesenhit; er war zudem erst der dritte indische Film, der je in der Kategorie "fremdsprachiger Film" für einen Oscar nominiert wurde, dank seiner hervorragenden schauspielerischen, musikalischen und erzählerischen Leistungen. --Rachel Dwyer
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
5 Kommentare:
Ein super Film Ein super Film.
Im Grunde ist alles schon gesagt. Jedes Superlativ ist für diesen Film geeignet. Drehbuch: hervorragend. Schauspieler: ein Genuß. Musik: traumhaft schön. Location: ein Traum. Handlung: geil.
Aber ...... dieser Film ist auf 2 DVDs "verteilt". Soll heissen, für diejenigen die über Amazon DVDs ausleihen (so wie wir) müssen einige Tage Wartezeit zwischen den beiden Teilen einkalkulieren.
Letztendlich ändert das aber nichts an den Film.
Filmkunst aus Indien Hervorragend fotografierter Film! Im Mittelpunkt steht ein kleines indisches Bauerndorf welches den Engländern im 19. Jahrhundert willkürlich ausgeliefert ist und plötzlich und unerwartet mehr Steuern (Lagaan) entrichten muss. Doch wie soll diese erhöhte Lagaan entrichtet werden wenn der Regen ausbleibt und die Ernte damit wenig ertragreich sein wird? Die Menschen sind verzweifelt und bemühen sich darum die Engländer doch noch umzustimmen. Das Dorf bekommt von den Wett- und sportbegeisterten Engländern daraufhin eine Wette angeboten, die zweifelsohne eine Chance bietet, beim Verlieren der Wette jedoch ein noch größeres Risiko für die Dorfbewohner bedeuten kann. Wie soll sich das Dorf entscheiden? Weiterer Mittelpunkt ist die schön erzählte Liebesgeschichte zwischen Bhuvan (Aamir Khan) und der hübschen Gauri (Gracy Singh), die sich Bhuvan so sehr als ihren Ehemann wünscht. Dafür kämpft sie mit bezaubernden Mitteln. Zu erwähnen ist noch die großartige Filmmusik sowie die Oscarnominierung 2003 als bester fremdsprachiger Film. Die DVD ist nicht auf deutsch synchronisiert, zu empfehlen ist es aber sowieso den Film im Original und mit deutschen Untertiteln anzusehen.
So macht indische Geschichte Spass Ich hatte auch bereits viel von diesem Film gehört.
Aber es wurde immer vor dem langen Kricket-Spiel gewarnt.
Vor einiger lief dieser Film dann in einer guten deutschen
Fassung im TV. Ich war sofort begeistert.
Das Kricket-Spiel ist so spannend gemacht, daß man selbst als
Laie nach kurzer Zeit mitfiebert, ob es den Indern gelingt, die
Briten zu schlagen.
Darauf besorgte ich mir diese DVD mit deutschen Untertiteln -
und bin sehr froh darüber. Auch dieser Film gewinnt mit den
Original-Stimmen sowohl von den Indern als auch den Briten.
Und in diesem Fall sind die deutschen Untertitel gut, was man
leider bei vielen anderen Produktionen nicht sagen kann.
Die Musik von A.R.Rahman ist fazinierend und ein wahrer
Ohrenschmaus.
Die Schauspieler und Charaktere sind wunderbar, die Handlung
spannend aufgezogen.
Diese DVD wird von der ganzen Familie immer wieder gerne gesehen,
sie ist wirklich zu empfehlen.
Ein 1A Film! Ich hatte schon viel von "Lagaan" gehört und gelesen,
aber ich war mir nicht sicher ob mich der Film
auch intressiert, weil ich von Cricket nichts verstehe
und mir auch das Indien Ende des 18. Jahrhunderts
völlig unbekannt war.
Dann kam er im Tv & ich hab beschlossen ihn zu schauen!
Ich kann nur sagen das er mich total mitgerissen hat
und das von der ersten Minute an!!!
Diesem Film fehlt es an nichts:
Romantik, Zusammenhalt in der Gruppe, Liebe,
Humor, Leidenschaft, Spannung, alles ist vorhanden.
Tolle Landschaftsaufnahmen, schöne Kostüme & gute Musik.
Amir Khan spielt seine Rolle sehr gut & auch der Rest
der Schauspieler/innen unterstützen den Film ebenfalls!
Jedenfalls habe ich selten bei einem Film so
mitgelitten, mitgefeiert & mitgefühlt!
Ich hab ihn mir dann sofort bestellt, denn der darf in
meiner Sammlung von Bollywoodfilmen nicht fehlen!
Den werd ich mir bestimmt noch ein paar mal ansehen,
auch wenn ich Cricket immernoch nicht 100% verstehe.
Ach übrigens:
Die DVD ist OmU aber die Untertitel auf Deutsch sind
sehr gut übersetzt und kein Kauderwelsch, wie in
manch anderen Filmen, in denen die Untertitel gar
keinen Sinn ergeben!
Außerdem gibt es Englische, Türkische & Spanische Untertitel.
Die Bildqualität ist ebenfalls spitze!!!
Ich kann Lagaan wirklich wärmstens empfehen!
Viel Spaß beim anschauen!
Machtspiele im besetzten Indien - brillant umgesetzt! In diesem Film geht es um Macht und Mut. Die Geschichte:
Ein Dorf soll auf Befehl eines tyrannischen englischen Offiziers mit doppelter Steuer ("Lagaan") belastet werden. Der Raja protestiert, kann aber die ihm von den Engländern gestellte Bedingung nicht erfüllen, da sie seinen Glauben verletzt.
Als die Bürger sich beschweren, entsteht aus einem heftigen Wortwechsel heraus eine Wette: Wenn die Dorfbewohner es schaffen, die englischen Offiziere beim Cricket zu schlagen, wird ihnen und der ganzen Provinz für drei Jahre die Steuer erlassen. Verlieren sie, müssen sie die dreifache Steuer zahlen.
Der Wetter ist Bhuvan, ein junger Mann aus dem Dorf, der keinesfalls die Bevölkerung hinter sich hat. Im Gegenteil ist man davon überzeugt, daß er am Untergang des Dorfes Schuld sein wird. Nur langsam gelingt es Bhuvan, seine Leute davon zu überzeugen, daß sie beim Cricket eine Chance haben, ohne die Wette aber keine - denn wer kann doppelte Steuern zahlen, ohne zu verhungern? Seine Anhängerschaft wächst, aber Cricket ist kein Kinderspiel, selbst die Regeln sind den Indern nicht bekannt.
Bhuvan schafft es, für seine offensichtlich gerechte Sache die Unterstützung eben nicht nur des Dorfes zu erringen und kann schließlich eine Mannschaft aufstellen. Dabei muß er mit allen, auch den tiefsten religiösen und gesellschaftlichen Vorurteilen aufräumen, und das ist nicht leicht in einem Land der Kasten.
Das Spiel selbst bildet den krönenden Abschluß des Films und ist so SPANNEND, daß man es gar nicht beschreiben kann.
Der Film handelt von Macht - die Engländer üben Macht über den (stinkreichen) Raja aus, der sich leider nicht in der Lage sieht, den Leuten zu helfen und sich damit außerhalb der Gemeinschaft der Inder stellt. Man fragt sich unwillkürlich, warum die Inder diesen Raja dulden und auch noch mit Abgaben beehren, obwohl er ihnen absolut nichts bringt, sondernd sich lediglich bereichert. Immerhin hätte er ja anbieten können, die Lagaan aus eigenen Mitteln wenigstens vorzustrecken. Der Raja übt Macht über die Bauern aus, und diese haben ein ausgeklügeltes Machtsystem durch ihr Kastenwesen.
Bhuvan überschreitet die Grenzen der sozialen Ordnung und zeigt, daß Strukturen, die das Überleben behindern, nicht dazu taugen, Machtansprüche zu sichern.
Im Film geht es auch um Mut: Die Personen, die als erste die Grenzen des sozialen Zusammenlebens überschreiten, leben ihn vor. Das ist nicht nur Bhuvan, sondern letztlich auch sein Gegenspieler, der Engländer, denn auch er überschreitet mit der Wette seine Befehle. Wie er richtig sieht, hat er aber nur dann von seinen Vorgesetzten etwas zu fürchten, wenn er verliert - sonst hat er durchaus etwas zu gewinnen.
Wie aber auch Personen, die gerade keine Führungspersönlichkeiten sind, den Mut zur Tat aufbringen, das erzählt der Film so eindringlich, so nachvollziehbar, so mitreißend, daß man ihn nach dem ersten Sehen gleich nochmal einlegen will.
Die Schauspieler sind allesamt vorbildlich besetzt, gerade auch in den Nebenrollen, und liefern glaubwürdige Charakterstudien ab.
Die Qualität der Untertitel kann ich mangels Hindikenntnissen nicht beurteilen, allerdings sind sie gerade noch tragbar, was den Englischen Teil des Films angeht. "The People" wird zB nicht mit "Volk", sondern "Leute" übersetzt, die Empress of India wird zur Beherrscherin Indiens usw.
Die in Bollywood unverzichtbaren Tänze und Lieder sind fast alle sinnvoll in dörfliche Festivitäten verpackt und bieten musikalisch nicht die übliche Einheitskost (Stampf Stampf,ich bin verliebt, Stampf Stampf), sondern bringen den Film auch musikalisch weiter.
Wirklich sehenswert!
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