5 Kommentare: Ergreifendes Melodram mit einer hervorragenden Keira Knightley... Ich wusste, als ich die Disk "der Herzogin" in meinen DVD Player schob, dass ich mich mit deisem Film garantiert auf keine lockere Komödie mit Happy End eingelassen hatte, sondern auf ein packendes Melodram mit durchaus realistischem Hintergrund. Und so kam es dann auch...
Wir befinden uns im 18. Jahrhundert. Als Georgina Spencer in jungen Jahren von ihrer Mutter mit dem attraktiven aber kaltherzigen Herzog von Devonshire verheiratet wird wird das Leben der jungen Diva Schlag auf Schlag anders. Die Ehe mit ihrem unsensiblen und untreuen Gatten gestaltet sich als Hölle auf Erden. Sie wird von ihm betrogen, missbraucht und gedemütigt, bis zu dem Tag an dem sie sich gegen ihren Mann auflehnt und den charmanten Politiker Charles Grey begegnet.
Ich höre oft von einer Vielzahl von Leuten die meinen der Film wäre unnötig, ohne Inhalt oder unrealistisch. Ich persönlich sehe den Film als das genaue Gegenteil an. Denn der Film weiß es zu verstehen geschickt eine Botschaft zu übermitteln deren Inhalt daraus besteht das sich auch Frauen im 18. Jahrhundert gegen Männer und sogar den Staat auflehnen können. Und somit gestaltet sich der Film ganz und gar nicht zu einem inhaltsleeren und belanglosen Kostümfilmchen.
Fazit: Meine Erwartungen hat "Die Herzogin" voll und ganz erfüllt, jedoch hat der Film einige Längen die sich der 5 Sterne Bewertung in den Weg stellten.
Dennoch empfehlenswert.
Eine moderne Patchwork Familie mit Dreiecksbeziehung im Barock Giorgiana heiratet sehr jung einen viel älteren Mann und bekommt leider nur Töchter, obwohl sich ihr Mann sehndlichst einen Erben wünscht. Als sie sich mit einer anderen Adeligen anfreundet, die von ihrem Mann verstoßen wurde ahnt sie noch nicht, dass ihr eigener Ehemann eine lebenslange Affaire mit dieser Freundin anfangen wird. Giorgiana ist empört und verlangt für sich das gleiche Recht, wenn ihr Mann eine Geliebte hat, will sie mit ihrer Jugendliebe zusammensein. Natürlich ist der Ehemann dagegen, aber die Liebe findet doch ihren Weg im Rahmen der gesellschaftlichen Zwänge. Man arrangiert sich und wahrt den Schein.
Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und dem Roman Georgiana, Das lustvolle Leben der Herzogin von Devonshire. Der Film ist ein optischer Augenschmaus: wunderbare Austattung, tolle Kostüme und sehr gute Schauspieler. Kira Nightley ist halt auch ne richtig Hübsche, wenn auch schon ein bischen zu mager, was besonders in der Hochzeitsnacht auffällt.
Letzendlich jedoch eine relativ flache, unterhaltsame Geschichte, die teils schon ihre Längen hat dafür aber sehr emotional erzählt ist. Eine moderne Patchwork Familie mit Dreiecksbeziehung im Barock gewürzt mit Gewalt in der Ehe und Alkoholproblemen. Alles dabei was ein modernes Ehedrama ausmacht, nur mit hübscheren Kostümen.
A stunning Keira Knightley! This film beautifully captures the impressive life of Georgiana, duchess of Devonshire. Breathtaking costumes, brilliant dialogues, moving score and last but not least a wonderful Keira!
Gelungen Von einem Film, der mit einem Oscar für die besten Kostüme gekrönt wurde, erwartet man vor allem gelungene optische Reize. Kostümfilme erfreuen sich einer ständig wachsenden Beliebtheit und die schillernde Figur der Herzogin von Devonshire, die im 18. Jahrhundert das gesellschaftliche und politische Leben ziemlich aufmischte, ist eine grandiose Wahl für einen glamourösen Bilderrausch. Doch den Zuschauer erwartet hier keinesfalls ein amüsantes Fest, vielmehr steht die Privatperson der Herzogin, deren Ehe- und Familienleben alles andere als eine endlose Party war, im Vordergrund. Keira Knightley ist hier eine perfekte Wahl für die intelligente, leidenschaftliche Georgiana, die bereits im zarten Mädchenalter mit dem viel älteren Herzog William Cavendish verheiratet wurde, wunderbar zurückhaltend gespielt von Ralph Fiennes. Die große Sehnsucht nach Freiheit und Glück schwebt wie ein melancholischer Schleier über diesem Portrait einer Ehe. Einfühlsam werden die begrenzten Möglichkeiten der Emanzipation dieser willensstarken Herzogen aufgezeigt, der es gelang, Herzen zu erobern.
Passenderweise wird Georgiana in der ersten Szene im Freien gezeigt. Ausgelassen feu-ert sie mit ihren Freundinnen die jungen Männer an, die ein Wettrennen für sie veranstal-ten. Durch ein Fenster ihres Elternhauses beobachtet der Herzog William Cavendish die Szene, wobei die Kamera geschickt andeutet, dass er nur seine zukünftige Braut scharf im Blick hat. Dieser Moment bekommt gegen Ende des Films noch einmal eine größere Be-deutung. Im Raum werden die Bedingungen des Ehevertrages festgelegt. Die einzige fes-te Bedingung des Herzogs ist, dass seine Ehefrau einen männlichen Erben zur Welt bringt. Ein Kinderspiel, wie die ehrgeizige Lady Spencer (Charlotte Rampling "Angel - Ein Leben wie im Traum") versichert, bevor sie ihrer Tochter die aufregende Nachricht der anstehenden Hochzeit mitteilt. Für Georgiana ist die Heirat die Erfüllung eines Traumes. Für sie scheint die Geschichte mit dem Prinzen, der seine geliebte Prinzessin heiratet, kein Märchen, sondern Realität zu sein. Die Hochzeitsnacht erweist sich jedoch als ebenso wenig märchenhaft, wie der Alltag der Eheleute. William scheint sich liebevoller und aufmerksamer um seine Hunde zu kümmern, als um seine junge Frau. Die aufgeweckte Georgiana kommt mit der wortkargen, gelangweilten Art ihres Ehemannes nur sehr schlecht zurecht. Allerdings bemerkt selbst der Herzog, dass sie einen ausgezeichneten Blick für extravagante Kleidung besitzt. Auch die feine Gesellschaft ist begeistert von der lebhaften, jungen Herzogin mit der fabelhaften Garderobe. Die Pflichtabendessen mit den Parteimitgliedern der Whigs, die der Herzog in seinem Haus veranstaltet, werden für die Herzogin zu einer anregenden Veranstaltung. Ein Bekannter aus ihren Jugendtagen, Mr. Charles Grey (Dominic Cooper "Jane Austen's Sense & Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit)"), gehört zu den vielversprechenden Jungpolitikern der Partei, die Georgiana unterstützt. Doch ihrer Aufgabe, einen Sohn zu gebären, ist die verehrte Herzogin nicht gewachsen. Nach zwei Töchtern und zwei Fehlgeburten, kurt die Familie in Bath. Dort lernt die Herzogin eine Frau kennen, die sie bald als Freundin in ihr Haus aufnimmt und ihre engste Vertraute wird. Leider hat auch der Herzog eine Vorliebe für die schöne Elizabeth Hervey (Hayley Atwell mit einer Perücke, die ihr überhaupt nicht steht! "Jane Austen's Mansfield Park (2007)") und zwingt seine Ehefrau zu einer entwürdigenden Ménage à trois. Trost und Ablenkung erfährt die Herzogin durch gesellschaftliche Ereignisse. Auch ihre Beziehung zu dem Politiker Grey wird enger. Als sie sich sicher ist, dass Charles ihre Gefühle erwidert, teilt sie ihrem Ehemann mit, dass auch sie einen Liebhaber wählen möchte, um glücklich zu werden. Damit hat sie jedoch eindeutig gesellschaftliche Grenzen überschritten und bekommt dies auch empfindlich zu spüren. Als sie schließlich doch noch den ersehnten männlichen Erben zur Welt bringt, glaubt sie, mehr persönliche Freiheiten genießen zu können, doch ihre Stellung in der Gesellschaft und ihr familiärer Status legen ihr Verpflichtungen und Beschränkungen auf, die sie nicht ignorieren kann, um das Glück all derer, die ihr so am Herzen liegen, nicht zu gefährden.
Diesen Film unter den Begriff Drama einzuordnen, wäre bestimmt falsch. Natürlich gab es einige sehr tragische Momente im Leben der jungen Herzogin, die im Film nicht ausgespart wurden. Die große innere Stärke, welche Georgiana entwickelt, gibt Keira Knightley sehr gut wieder. Ihre verzweifelte Wut, als sie das Verhältnis ihres Mannes mit ihrer besten Freundin aufdeckt, ist sehr gut spürbar. Viel später, als sie Charles Grey begegnet, der ebenso verzweifelt ihre gemeinsame Liebe beschreit und in der Eingangshalle ihres Hauses eine Szene hinlegt, sieht man diese Entwicklung sehr deutlich. Die Herzogin tritt ihrem Liebhaber würdevoll, aber sehr bestimmt entgegen. Es gibt von ihrer Seite keine leidenschaftlichen Ausbrüche mehr, denn sie hat ihre Wahl getroffen und dabei auch das Glück ihres geliebten Charles bedacht, auch wenn er es in diesem Moment nicht begreift.
Auch Ralph Fiennes gibt seiner Figur Tiefe. Es ist schon ein Kunststück für diese eigentlich eher unsympathische Figur vom Zuschauer Mitgefühl und Empathie einzufordern. Fiennes gelingt es. Wir sehen, der Herzog ist ein Kind seiner Zeit. Er ist den Prinzipien seines Standes fest verbunden. Die übernommenen Verpflichtungen öden ihn oft an, Gefühle und große Leidenschaften oder Interessen sind schon lange verstorben. Aber er respektiert in gewisser Weise die Lebenslust seiner Frau und achtet ihre Gefühle, auch wenn dies ein Widerspruch zu seinem persönlichen Verhalten zu sein scheint, denn er zwingt sie ja in eine unmögliche Lebenssituation. Also eine sehr widersprüchliche Figur, der Ralph Fiennes Charakter verleiht.
Insgesamt ein interessantes gesellschaftliches Portrait mit überzeugenden Hauptdarstellerin. Sicherlich hätte man noch mehr aus ihrem öffentlichen Leben zeigen können, zum Beispiel ihren Anteil an der Politik. Hier hat man sich bewusst auf die Privatperson konzentriert und dieser Film kann sicherlich dazu anregen, sich mehr mit der Biographie der außergewöhnlichen Herzogin zu befassen.
Übrigens hätte auch die Musik einen Oscar verdient, die Rachel Portman ("Chocolat") komponiert wurde und wundervoll zu der Stimmung des Filmes passt.
Die Großmutter aller it - Girls Geschichte wie sie schöner und inspirierender nicht sein könnte: Für Georgiana Spencer wurde im Alter von 17 Jahren eine Ehe mit dem Herzog von Devonshire engagiert. Schnell steigt sie in den aristokratischen Kreisen zu einer äußerst populären Persönlichkeit auf. Sie engagierte sich in der Politik, schrieb Gedichte und war wohl die erste Modeikone überhaupt.
Doch in der Ehe fand "G", wie sie von allen nur genannt wurde, keine Erfüllung. Ihr Ehemann, der Herzog, war ein gefühlskalter Lüstling, der nicht vor den Röcken der besten Freundin Georgianas halt machte, jedoch von ihr verlangte keine Affären zu haben und ihm einen männlichen Erben zu schenken. Dies geschah nun auch nach zwei Töchtern. Georgiana sah ihre Pflicht erfüllt und suchte die wahre Liebe nun in Charles Grey. Doch der Herzog will seine Herzogin nicht glücklich mit einem anderen Mann sehen.
"Die Herzogin" wurde im letzten Jahr mit einem Oscar für die besten Kostüme prämiert. Im Making of des Filmes erfährt man noch einiges mehr über die wahre Geschichte der Georgiana Cavendish, Herzogin von Devonshire, die von Zeichnern, den frühzeitlichen Paparazzis, nur so umschwärmt wurde und deren Bild in den Klatschspalten der Tageszeitungen des 18. Jahrhunderts landete.
"G" liebte es im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen auch wenn sie dort wahrlich einsam war. In der Hauptrolle glänzte Keira Knightley mit dem Porträt einer Ikone des 18. Jahrhunderts, die ihre Umwelt wahrhaftig prägte. Es ist auch ein trauriges Portät eines steifen Lebens in den Konfessionen der damaligen Zeit, in der Frauen als schmückendes Beiwerk galten. Doch war Herzogin Georgiana besonders gut darin und so ist auch ein Porträt einer prunkvollen, intelligenten und schönen Frau, die die Maßen zu begeistern wusste, so wie ihre Nachfahrin Lady Diana, Königin der Herzen. ML
Weitere Extras: Making of des Filmes mit viel Hintergundmaterial zu Georgiana Trailer geschnittene Szenen
4 Kommentare: ..einfach Genial! ..da gibt es nur eins kaufen - der Film ist GENIAL! Super Keira super Sienna
DVD Edge of Love Der Film war genauso wie ich es erwartet hatte, denn die Kurzbeschreibung ist stimmig. Die Handlung ist jetzt nicht besonders anspruchsvoll, aber die Kostüme sind sehenswert.
Subjektive Meinung: Netter Film für einen verregneten Nachmittag, drum 4 Sterne.
Lebenswege Die erfolgreiche Sängerin Vera Phillips trifft in den Wirren des Zweiten Weltkrieges ihre Jugendliebe, den erfolglosen Dichter Dylan Thomas, wieder. Dylan ist mit Caitlin verheiratet. Aber die beiden führen eine eher offene Ehe. Der Offizier William Killick macht Vera Avancen und heiratet sie beovr er in den Krieg zieht. Übrig bleiben eine schwangere Vera, Dylan und Caitlin, die letztendlich vom Gehalt William's leben.
Als William traumatisiert aus dem Krieg zurückkehrt entladen sich die angestauten Emotionen aller Beteiligten.
Die Geschichte wird in pittoresken Bildern erzählt. Unendlich langsam schreiten die Ereignisse voran. Dies schafft Atmosphäre; gewährt den Figuren Zeit an Profil zu gewinnen. Die Unfähigkeit den richtigen Partner zu finden, treibt die Protagonisten unruhig umher. Pikante Momente und filigrane Dialogen feilen an den Profilen der Charakteren und stellen ihre Ambivalenz bloß. Eine professionelle, voyeuristische Kameraführung ist immer auf den Punkt genau dort, wo sie sein muss. Regie und Schauspieler leisten gute Arbeit.
laaangatmig Zwei Frauen werden Freunde in den Wirren des zweiten Weltkrieges. Das wäre eine Umschreibung des Dramas "Edge Of Love" mit der dürren Keira Knightley ("Fluch der Karibik 1-3") und der US-Britin Sienna Miller ("G.I. Joe") in den Hauptrollen. Die Sängerin Vera Phillips (Knightley) trifft in einer Londoner Bar ihre Jugendliebe Dylan Thomas (Matthew Rhys) wieder, es knistert. Als sie ihn wiedersieht, präsentiert ihr der mittellose Dichter und Kriegsgegner seine Frau Caitlin (Miller) samt Sohn. Das gern trinkende Paar sucht eine Bleibe. Vera lässt die zwei mit in ihrem Dachzimmer wohnen. Obwohl sie in Dylan verliebt ist, gibt Vera schließlich dem Werben des patenten Soldaten William Killick (Cillian Murphy) nach und heiratet ihn. Bombenangriffe, Einsamkeit und wenig Geld lassen die drei Engländer kämpfen, während William schlimmes im Krieg erlebt und sich seiner Frau entfremdet, die in der Zeit seines Dienstes sein Kind austrägt. Die Situation spitzt sich irgendwann nach seiner Heimkehr zu, doch richtig mitfiebern will man trotz guter Darsteller und treffendem Setting der damaligen Zeit nicht! Es ist einfach zu langweilig und man schaut unweigerlich auf die Uhr, da sich der Film richtig zieht. Die Probleme sind nicht greifbar und die Handlungen der Protagonisten wirken aus heutiger Sicht seltsam und oft unlogisch. Erklärungen und Gründe für einige Abläufe/Handlungen werden dem Zuschauer auch nicht geliefert. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl in einem permanenten, versteckten Raucherwerbesport zu sein, die Darsteller rauchen dauernd und überall. Soll wohl die damalige Zeit wieder spiegeln. Gesoffen wird auch fleißig und natürlich ist es oft am Regnen,da es in England spielt! Das Alles kann schon depressiv machen, zumal Krieg ist, deshalb wird meiner Meinung nach auch oft durch die Gegend gestarrt oder ein Gedicht vorgelesen. Dies ist ein Film der Frauen zum Heulen bringt und Männer zum Saufen verleitet! Ich habe mich mit Pausen durchgequält und kann das Teil trotz superbem Bild und Ton und mäßiger Ausstattung nicht empfehlen.
5 Kommentare: Netter Film, aber leider kein O-Ton Zum Film: Nettes Popcorn-Kino mit einer toughen, aber bezaubernden Keira Knightley. Fans von ihr sollten den Film definiv schauen, auch wenn er nicht herausragend ist, hat er doch einen hohen Unterhaltungswert.
Zur DVD: Dass sich die Extras auf Bildergalerie, Filmographien, Biographien und Trailer beschränken ist zwar schade, bei dem Preis aber noch akzeptabel.
Was ich allerdings mehr als enttäuschend finde ist, dass es keinen englischen Originalton auf der Disk gibt!! Die DVD ist also nur etwas für Zuschauer, die ihre Filme sowieso nur auf deutsch schauen!
Keira Knightley als mutige Schützin Bei meiner Suche nach "Robin Hood - König der Diebe" (Robin Hood - König der Diebe) stieß ich auch auf diesen Film. Da ich Keira Knightley mag und mal etwas anderes als das Mädchen aus besserem Hause von ihr sehen wollte, bestellte ich mir den Film. Ich muss sagen: Ich finde ihn gut. Sicher, die Handlung ist hauptsächlich relativ klar, aber in welchem Film ist sie das heutzutage nicht? Den Kampf gegen die Bewertung "billiger Robin Hood-Abklatsch in weiblich" hat der Film bei mir auf jeden Fall gewonnen.
Schade ist allerdings, dass die DVD keine Original-Tonfassung hat. Das hätte sie für mich zu einem perfekten Paket gemacht.
Kein Film für Männer? Meine Kinder fanden alle den Film gut, mein Mann eher etwas "seicht". Er macht zumindest gute Laune und ist "leichte Kost". Besonders beliebt war der Film bei den Mädels ab 12 Jahren. Da passt er auch gut hin.
Ich würde ihn jetzt nicht zu meinem Lieblingsfilm erklären, aber ihn auch noch ein 2. Mal anschauen. Mehr jedoch nicht.
Absolut schlimm Platte Dialoge, schlechtes Drebuch, Kostüme aus der Fantasywelt. Pupertierende Hauptdarstellerin.
Dieser Film wandert in die Mülltonne.
Starke Keira Knightley Keira Knightley ist wirklich eine Augenweide. Aber auch sonst hat mir der Film wirklich gut gefallen. Die Idee, dass Robin Hoods Tochter sich unerschrocken und Tapfer allen Abenteuern stellt, ist wirklich toll. Das ist Kino zum Mitfiebern, mit großen Gefühlen und einer starken Frau!
Tolle Bilder, gute Kostüme und guter Plot. Und das bei einem super Preis!
5 Kommentare: Eine langweilige Verfilmung eines langweiligen Buches Briony Tallis ist 13 Jahre alt. Ein kluges, aufgewecktes Mädchen mit viel Fantasie, zu viel Fantasie könnte man sagen. Briony verliebt sich in Robbie, den Sohn einer Angestellten. Robbie ist viel älter als Tallis und zudem liebt er Bionys Schwester Cecilia.
Als Tallis die beiden in flagranti in der Bibliothek erwischt bricht für sie eine Welt zusammen und sie schwört Rache. Als sich die Gelegenheit zur Rache ergibt, ergreift Tallis diese und beschuldigt Robbie der Vergewaltigung und zerstört damit drei Leben: Robbies, Cecilias und ihr eigenes.
Der Film basiert auf Ian McEwan gleichnamigem Bestseller. Was soll ich sagen. Ich fand schon das Hörbuch eher langweilig und habe nie verstanden was alle Welt an diesem Buch bzw. an dieser Geschichte fand. Eine Geschichte über Liebe, Verrat, Schuld, Schuldgefühle, Lügen, ein klassisches Drama, das noch dazu seicht vor sich hin plätschert. Sie lieben sich, sie lieben sich nicht, sie kommen zusammen und doch nicht, das ganze "aufgehübscht" mit erstem Weltkrieg und noch mehr Schuld und Sühne. Nichts für einen netten Abend und nur in Etappen zu ertragen (weil man sonst einfach einschläft). Vielleicht ist das Buch besser, vielleicht kürzte schon das Hörbuch die besten Stellen, der Film jedoch ist einfach nur gähnend langweilig und dazu hat er noch Überlänge ein echter GAU. Die Rückblenden sind teils eher irritierend und aus dem Zusammenhang gerissen (OK das ist bei Rückblenden meist der Fall), die Charaktere platt und langweilig, Robbie ein klassischer Nerd keine Ahnung was Cecilia und Briony an dem finden. Und natürlich geht er tapfer als Soldat in den Krieg, für Ehre und Vaterland (währe er im Gefängnis geblieben hätte er den Krieg aussitzen können und hätte überlebt, wie kann man nur soooooo doof sein). Cecilia wird Krankenschwester und Briony zerfleischt sich wegen einer Lüge als Kind in Selbstvorwürfen und bestraft sich damit, dass sie auch Krankenschwester wird. Oh Drama!
Eine langweilige Verfilmung eines langweiligen Buches. Für mich ein Film den die Welt nicht braucht. Dafür aber mit netten Kulissen (zumindest am Anfang) und hübschen Kostümen (zumindest am Anfang).
Wer lügt, zerstört mutwillig das Leben eines anderen! Genau das will uns Abbitte sagen! Ein kleines Mädchen lügt mutwillig und zerstört dadurch das Leben eines anderen. Im speziellen Fall das Leben ihrer Schwester und ihrer großen Liebe, die sprichwörtlich wegen dieser Lüge durch die Hölle geht.
Doch das, was die Lügnerin damit angerichtet hatte, lastet auf ihr ein ganzes Leben lang. Sie kann ihrem schlechten Gewissen, von dem sie von nun an geplagt wird, nicht entkommen. Als alte Frau veröffentlicht diese Lügnerin, die Schriftstellerin geworden ist, ihren 21. Roman, doch es ist im Grunde genommen ihr erster. Aber inneren Frieden hat sie dadurch nicht erlangt, auch wenn sie die bittere Wahrheit durch ein Happy-End verschönt hat, um ihre Leser nicht zu "schocken". Die Lüge, die sie als Kind ausgesprochen hatte, lastete ein Leben lang auf ihr, denn Lügner finden keinen Frieden (Gott sei Dank!). Genau das wollte uns Abbitte sagen!
Eine traurige Geschichte, die aufzeigt, dass Lügner für ihre Lügen auf immer und ewig büßen müssen (was ich persönlich auch richtig finde!).
Abbitte ist ein Meisterwerk und zeigt die tiefsten Abgründe in der Seele eines Menschen, in diesem speziellen Fall: eines Lügners und den Opfern, die darunter zu leiden hatten (ein Liebespärchen, das durch diese Schandtat keine Chance auf Glück bekommen hatte)!
Wie kann eine Verzeihung des Unverzeihlichen aussehen? Die Verfilmung weist über sich hinaus Dass ich den Film gesehen habe, ist noch keine 10 Minuten her. Dennoch wage ich eine erste und sicher nicht undurchdachte Filmempfehlung. "Abbitte" hat mich überrascht, obwohl ich eingestandenermaßen nicht so genau wusste, was mich erwartete: Keira Knightley im historischen Kostümfilm und eine ergreifende Liebesgeschichte? Geboten wird aber weit mehr.
"Abbitte" kann als tragische Liebesgeschichte gesehen werden, die vor dem Hintergrund des sterbenden alten England kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges angesiedelt ist. Es gibt ruhige, wunderbar präzise Bilder innerhalb einer Handlungsfolge, die sich erst nach und nach zusammenfügt - und trotzdem viele Lücken lässt. Was passiert da eigentlich? Ohne der Geschichte vorweggreifen zu wollen: der Film ergreift nicht durch die xte Wiederholung einer Liebesgeschichte, sondern durch ein mindestens ebenso existenzielles Thema: Schuld und Vergebung. Was ist Schuld, kann ich Vergebung für eine Lüge erhoffen, die das Leben der Betroffenen in wirklich völlig ungeahnter Weise verändert, wie gehe ich damit um, wie kann ich aber auch damit leben, wenn es keinen Menschen gibt, von dem ich Vergebung erhoffen kann? Was macht diese Schuld mit mir, wird sie mir zum Schicksal oder kann ich mich doch noch einmal zu ihr in einer Art und Weise verhalten und Stellung nehmen, die der Größe der Schuld und mir gerecht wird? Gibt es eine Buße, eine "Abbitte"? Gehört Schuld vielleicht auch zum Menschen und macht so noch einmal dessen Würde aus? Diese Fragen werden an der Entwicklung eines vollen Menschenlebens durchgespielt.
Der Spannungsaufbau der Geschichte (doch, eine solche ist es, keine Aneinanderreihung von Sequenzen) ist zumindest in der ersten Hälfte des Films mustergültig und voll überzeugend, gerade durch Keira Knightley und James McAvoy (erste hat mich beeindruckt, letzterer verkörpert glaubhaft seine Rolle als gesellschaftlicher Underdog) und eine beängstigend aufspielende Jungschauspielerin (Saoirse Ronan). Die Mitte hat Längen, macht aber sichtbar, dass Abbitte/Buße im ganzen Leben sichtbar wird und nicht in der Einzeltat; die Auflösung der Geschichte am Ende zeigt (zumindest) mir noch einmal ganz deutlich, wie eine Auflösung nicht aussehen kann: in dieser Welt stehe ich allein mit meiner Schuld, und die Flucht in Phantasie und Wunschträume ist eine höchst unbefriedigende "Lösung", weil sie nichts löst. Sie verdrängt. Vanessa Redgrave hat hier leider eine undankbare Rolle.
Sei's drum. Das Ende ist wohl Hollywood, der Film aber fußt zumindest in der Anlage und Ausrichtung auf der abendländischen Überlieferung: gibt es Vergebung, auch für eine unverzeihliche Schuld? Ich hätte nicht gedacht, dass ein Thema so ernsthaft in einer hollywoodschen Romanverfilmung aufgegriffen werden kann, weil zuoft alles auf Unterhaltung heruntergebrochen wird. Die epische Filmmusik und die historisierenden Bilderfolgen zumal in der Mitte des Film sind dafür ein Tribut, den ich gern in Kauf genommen habe.
Unglaublich nah am Roman - Vielleicht zu nah? Den Roman 'Abbitte' habe ich mir aufgrund des Films gekauft, den ich vorher gesehen hatte - und schier endlos begeistert war (bis auf ein paar kleine Dinge - dazu später mehr).
Es ist ein außergewöhnlich guter Film, der zu Recht für 7 Oscars nominiert war (leider nur 1 für die Beste Filmmusik absahnte) und für meine Begriffe jeden einzelnen der kleinen goldenen Männer hätte gewinnen müssen. Denn besonders Drehbuch, Kamera, die Musik von Dario Marianelli und letztendlich Joe Wrights unfassbar innovativ-edle Inszenierung sind es, welche ,Abbitte' zum unvergesslichen Erlebnis machen.
Das Drehbuch von Christopher Hampton ist geradezu eine Huldigung an das Buch. Die Handlung wurde mit solcher Detailverliebtheit umgesetzt (besonders im ersten Drittel), das es eine wahre Freude für Fans des Romans ist. Im letzten Akt gibt es dann ein paar kleine Änderungen, die aber letztlich sogar eleganter ausfallen als in der Vorlage.
Doch eben diese Detailverliebtheit wird dem Werk in manchen Szenen zum Verhängnis. Zum Beispiel in der Sequenz, in der sich Briony um den verwundeten französischen Soldaten kümmert, wirkt irgendwie fehl am Platz. Im Roman ist es wie eine Art zusätzliche Episode. Sie trägt die Handlung nicht unbedingt in dem Sinne weiter - nur auf Emotionaler Ebene. Briony verliebt sich in nur wenigen Augenblicken in ihn. Der Autor schreibt natürlich ausführlich wieso/weshalb und man versteht warum. Denn die inneren Gedanken und Gefühle Brionys werden offen gelegt. Der Film kann diese Szene gar nicht transportieren, da man nur Mimik der Schauspieler sieht und nicht in ihre Seele blicken kann. Somit verpufft die Szene letztendlich. Hier hätte man meines Erachtens zu einer mehr cineastischen Lösung kommen müssen. Zum Beispiel in dem man dieses Segment der Geschichte durch die Episode ausgetauscht hätte, in welcher Briony einem englischen Offizier Schrapnellsplitter aus dem Bein entfernen muss, während sie von ihm nur beleidigt wird - und sie beklagt sich nicht. Das hätte ihre Wandlung und ihren Willen des Büßens verstärkt und beim Zuschauer ein direkteres Mitgefühl hervorgerufen.
Man hätte den französischen Soldaten aber auch einfach durch einen der beiden Soldaten an Robbies Seite ersetzen und das Ganze auf dramaturgischer Ebene steigern können.
Einen weiteren Fall gibt es im 2. Akt in Dünkirchen, aber ich will nicht zu weit ausufern und möchte an dieser Stelle gleich betonen, dass es sich hierbei um kleinste Mängel handelt, welche dem Gesamteindruck nur sehr wenig schaden!
Denn der Film als Gesamtwerk bleibt trotzdem unglaublich packend. Die Musik zieht einen mit, die Darsteller spielen allesamt auf höchstem Niveau und Kamera/Schnitt gehören zum Besten, was die Leinwand je gesehen hat.
Hierzu möchte ich noch anmerken, dass man sich hierbei für das Bildformat 1,85:1 entschieden hat, anstatt dem üblicheren Kinobreitwandformat 2,35:1. Man hätte die Wahl nicht besser treffen können, denn somit wirkt der Film etwas ,höher' und auch kompakter - irgendwie straffer, zielgerichteter und härter - was besonders den letzten zwei Dritteln zu Gute kommt, die durch grausame Realität beeindrucken.
Fazit: Für Buchliebhaber und Cineasten gleichermaßen unumgängliche Filmkost, welcher nur geringe Mängelpunkte zum absoluten Meisterwerk fehlen.
(Bild und Tonqualität sind wie bei den Univeral Studios üblich in hochwertigen Bereichen anzusiedeln, welche wahrscheinlich nur noch von der bald erscheinenden Blu-ray Disc übertroffen werden können.)
unglaubwürdig Vorweg: ich kenne das Buch nicht und habe mir den Film aufgrund der guten Bewertungen gekauft. Leider wurde ich sehr enttäuscht und musste mich zwingen, den Film überhaupt bis zum Ende zu sehen. Das Problem besteht darin, dass für mich keinesfalls nachvollziehbar erzählt wurde, was Cecilia an diesem Robbie findet. Vermutlich wurde hier einiges aus der Romanvorlage unterschlagen. Die Besetzung des Robbie (James McAvoy) fand ich grausam. McAvoy ist mindestens einen halben Kopf kleiner als Keira Knightley und wirkte auf mich wie ein pupertierendes Jüngelchen mit null Ausstrahlung, geschweige denn Anziehungskraft. In seinen Szenen beim Militär, umgeben von stattlichen Soldaten, fehlte nur noch die Trommel vor seinem Bauch...
Nun sollte man annehmen, dass Liebe nicht nach Größe und Schönheit geht. Aber warum enthält man dann dem Zuschauer vor, was an dem nicht standesgemäßen Robbie so unwiderstehlich ist? Kein Witz, kein Charme, nur ewiger Hader mit dem Schicksal und Betroffenheitsmine. Würde diesen Film demzufolge allenfalls empfehlen, wenn man das Buch kennt oder großer Keira Knightley Fan ist, denn die macht ihre Sache gut.
4 Kommentare: 3 Filme mit der großartigen Keira Knightley Die DVD-Box enthält die Filme "Kick it like Beckham", "Domino" und "The Jacket", in denen Keira Knightley, von der ich schon länger ein Fan bin, eine wichtige Rolle spielt, und zwar zu einem günstigen Gesamtpreis. Allerdings muss ich sagen, dass ich "Kick it like Beckham" großartig finde, "The Jacket" sehr gut (und spannend), "Domino" jedoch eher misslungen. Dennoch: Die Box ist für echte Fans sehr zu empfehlen.
Keira hoch drei!!! WOW, Keira Knightley hoch drei! Drei ihrer besten Filme vereint in einer Box. Da bin ich dabei. Besonders THE JACKET sollte man unbedingt gesehen haben.
Endlich die wohlverdient Box für Keira! Ich bin nicht erst seit "Fluch der Karibik" ein großer Fan von Keira Knightley! In Filmen wie "Kick it like Beckham" und "Domino" beweißt Sie, dass Sie eine Schauspielerin erster Klasse ist! Und jetzt eine Box zu Ihren Ehren! Klasse! Danke dafür!
JE SCHLANKER DER STAR, DESTO FETTER DIE BOX! Keira Knightley Fans aufgepasst: Constantin Film veröffentlicht jetzt gleich drei starke Filme mit Keira Knightley in einer super Box. Ein Muss für jeden Fan! Mit "Kick it like Beckham", "Domino" und "The Jacket" bekommen wir großartiges und abwechslungsreiches Unterhaltungskino serviert, bei dem definitiv für jeden Geschmack genau das richtige dabei ist.
Z.B." Kick it like Beckham". Eine ausgefallene britische Komödie, in der es um ein indisches Mädchen geht, das wider Willen ihrer konservativen Eltern unbedingt Fussballerin werden will. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin und Team-Kollegin Jess (Keira Knightley) erleben die beiden Mädchen eine turbulente und aberwitzige Zeit zwischen Fussball, Liebe und exotischen Traditionen.
In "Domino" kommen Action-Fans voll auf ihre Kosten. Keira Knightley spielt darin die wahre Geschichte des Glamour-Girls Domino Harvey, die eines Tages des Luxus' überdrüssig wird und sich einer Bande von knallharten Kopfgeldjägern anschließt. Um einer der ihren zu werden, muss Domino das harte und brutale Handwerk der Sträflingsverfolger erlernen. In einem großartigen Mickey Rourke, der den Anführer der Bande spielt, findet sie ihren Mentor. Gemeinsam geht die Gruppe auf mörderische Verbrecherjagd, bei der es schussgewaltig und Action geladen zur Sache geht!
Der für meine Begriffe völlig zu Unrecht unterschätzte Psychothriller "The Jacket" strotzt nur so vor Spannung und psychotischem Tiefgang. An der Seite von Adrien Brody geht Keira Knightley darin auf die verzweifelte Suche nach der wahren Identität ihres Freundes. Dem droht nämlich in einer Nervenanstalt - gefesselt in einer Zwangsjacke - und den obskuren und sadistischen Foltermethoden des Klinikarztes ausgesetzt, sein baldiger Tod.
Last but not least kann ich nur sagen, wer die Filme bisher weder im Kino noch auf DVD gesehen hat - schaut sie euch an! Mit allen drei Filmen plus zusätzlichem Bonusmaterial - gut verpackt in der attraktiven Keira Knighley Collection - geht das jetzt ganz einfach!
5 Kommentare: Stolz und Vorurteil Einfach wunderbar! Sämtliche Darsteller sind Spitze und es kommt genau die Atmosphäre herüber, die Jane Austen in ihren Romanen so perfekt beschrieb.
Traumhaft schön! Traumhaft schön, ist das einzige was mir zu dieser Verfilmung von Jane Austens zeitlosem Meisterwerk "Stolz und Vorurteil" einfällt!! Ich finde weder (wie einige meiner Vorrezensenten), die Musik zu melodramatisch (sie ist absolut zeitgemäß und wunderschön!), noch Keira Knightley zu modern oder unpassend.
Sie mimt eine lebhafte Elisabeth, die sowohl zu der Romanvorlage gut passt (ich habe den Roman im orginal auf englisch gelesen!), als auch eine Identifikationsfigur für die jungen Mädchen/Frauen von heute darstellt... meine Töchter (10 und 11 Jahre) fand sie jedenfalls toll, und hat sich die Verfilmung mit Begeisterung angesehen. (Und danach noch andere Austen Verfilmungen!)
Auch der Mr. Darcy stellte für mich eine gelungene Mischung aus anfänglicher Überheblichkeit aber eben auch Unsicherheit dar (er fühlt sich unter Fremden nicht wohl und tut sich dem entsprechend schwer mit der damals so wichtigen Konversation). Die Darstellung von Matthew Macfayden ist durchaus nicht entgegen der Darstellung Darcys im Buch. Wie eine Vorrezensentin bereits bemerkte, sind die Männerfiguren nebulöser als die Frauen. Dementsprechend bleibt viel Raum für den Darsteller, seinen Mr. Darcy zu kreiren. Ich mag Macfaydens Darcy... am Anfang recht unsympathisch weil sehr überheblich, wird er wird im Verlaufe des Films immer besser verständlich. Ich finde seine Handlungsweisen (wie der erste verhängnisvolle Heiratsantrag!) sogar nachvollziehbarer als im Buch. (Was um Gottes willen keine Abwertung des Buches sein soll! Ich finde es wunderschön!)
Außerdem bietet der Film wunderschöne Landschaftsaufnahmen, und Musik.... hier passt einfach alles!
Fazit: Unbedingt ansehen!
Eine der Besten LIEBES-ROMANZEN überhaupt!!!!! Ich mache es kurz: wer ein wenig dramatische Liebesfilme mit Happy-End mag, wird diesen Film lieben! Stolz und Vorurteil ist überhaupt nicht kitschig und übertrieben, sondern einfach eine wunderschöne, ehrliche, glaubhafte und lebhafte Liebesgeschichte!!!
dem buch überhaupt nicht gerecht!:( erst hatte ich mich über eine neuverfilmung mega gefreut, weil ich absoluter jane austen fan bin,
aber hilfe hollywood, was habt ihr denn bitte da gemacht??!!! vielleicht hätte man den film unter anderem titel rausbringen können und mit veränderung der namen (dann hätte ich ihn nie mit "stolz und vorurteil" in verbindung gebracht), aber so würde sich jane austen im grab winden und umdrehen....
- die handlung ist total verfälscht
- die charaktere sind schlecht getroffen (zb. mr. darcy wirkt wie irgendein vertrottelter bauer selten wie ein gentleman:(!) - und die besetzung der dürren arroganten keira knightley für elisabeth bennet? was ist das denn???
ich könnt mich über zuviele details und sowieso alles an dieser verfilmung aufregen. deswegen nur:
wer nur den film gesehen hat, hat keine ahnung von stolz und vorurteil von jane austen....:( leider:( aaalso lest das buch oder seht euch die bbc verfilmung von 95 an:) :) :) die ist wirklich empfehlenswert:)
Da sieht man mal... ...wie viel Vorwissen bei der Wahrnehmung eines Films ausmachen kann. Als ich den Film zum ersten Mal sah, kannte ich weder das Buch noch die Verfilmung von 1995, und damals fand ich diesen Film richtig toll und hätte ihn sicher mit fünf Sternen bewertet. Dann aber habe ich das Buch gelesen, danach die BBC-Miniserie gesehen und dann noch einmal die Neuverfilmung - und jetzt kann ich so eine hohe Bewertung nicht mehr geben. Ich weiß, es ist nicht ganz fair, einen Film so einer starken Konkurrenz auszusetzen. Aber sobald man die Geschichte kennt, fallen die vielen Ungereimtheiten doch sehr ins Auge. Ein paar Dinge, die mich besonders gestört haben:
1. Die Darstellung von Lizzie. An sich finde ich Keira Knightley toll. Ich sehe ihre Filme immer sehr gern und halte sie für eine talentierte und hübsche Schauspielerin. Aber Elizabeth Bennet ging ihr leider daneben. Die Versuche, Lizzies Witz und Schlagfertigkeit einzufangen, sind zwar zu erkennen, werden aber derart überspitzt, dass sie regelmäßig in Frechheit und Unhöflichkeit umschlagen - also genau das, was Lizzies Wesen eigentlich völlig fremd ist. Das Besondere an ihrem Charakter ist ja gerade, dass es ihr stets gelingt, schlagfertig zu antworten und andere auf die Schippe zu nehmen, ohne dabei die Gebote der Höflichkeit zu verletzen. Ihre eigene Meinung ist ihr wichtig, gutes Benehmen aber auch, und sie kann so gut mit Menschen und Sprache umgehen, dass sie beides unter einen Hut bringen kann.
Keiras Lizzie allerdings benimmt sich schwer daneben in einer Weise, die man selbst heute noch als wenig wohlerzogen erkennt, ganz zu schweigen von der damaligen Zeit. Angefangen mit dem Ball in Meryton, als sie bei Darcys Vorübergehen kichert wie eine Zwölfjährige, bis hin zu ihrem Wutausbruch gegenüber ihrer Familie am Ende zieht sich das durch den ganzen Film. Auf die Art wird nicht wirklich klar, was Darcy so an ihr fasziniert, und der Gegensatz zu ihren jüngeren Schwestern wird auch verwischt. Ach ja:
2. Die Schwestern. Jane fand ich gut dargestellt, an Rosamund Pikes Darstellung ist wirklich nichts auszusetzen. Aber die jüngeren... Die leiden an dem Problem, das auch viele andere Charaktere in diesem Film haben: Sie sind so gnadenlos abgeflacht worden, dass man ihre Funktion in der Geschichte kaum noch erkennt. Lydia und Kitty wirken ein wenig albern, aber insgesamt (zumindest bis zu Lydias Durchbrennen) recht zahm; wer das Buch nicht kennt, wird kaum verstehen, was an ihrem Verhalten nun so furchtbar war, dass Darcy deswegen die Hochzeit zwischen Jane und Bingley verhindern wollte. Und Mary zuzusehen tut regelrecht weh. Im Buch ist sie ein intelligentes, hochgebildetes Mädchen, das nur leider zu altklug und verkopft ist, um eine angenehme Gesellschaft abzugeben, nicht das dumme Ding, als das sie hier dargestellt wird. Ebenfalls komplett falsch gespielt, zumindest für mich:
3. Mutter Bennet. Das Bild der etwas schrulligen, aber letztendlich aufopfernden und liebenden Mutter geht total an der eigentlichen Geschichte vorbei. Scheinbar hatte man ein großes Bestreben, sie in einem guten Licht dastehen zu lassen, zumindest wurden viele Szenen, in denen sie nicht so gut wegkommt, geändert oder weggelassen. Allerdings sind dadurch einige Zusammenhänge überhaupt nicht mehr erkennbar.
Eine Szene beispielsweise, bei der ich die Änderung für eine echte Sünde halte, ist Mrs. Bennets Gespräch über Jane und Bingley auf dem Ball in Netherfield. Sie unterhält sich quer über den Tisch mit einer anderen Dame über Lizzies Heirat mit Mr. Collins und Janes Heirat mit Bingley (die sie beide schon als sicher betrachtet) und darüber, wie gut ihre anderen Mädchen über Bingley reiche Männer kennenlernen könnten - ohne sich zu kümmern, dass alle sie hören können, auch Bingley und Darcy. In der Verfilmung von 1995 wurde das genial dargestellt. Nie konnte man sich für Jane und Lizzie so "mitschämen". In dieser Verfilmung gibt es zwar ein ähnliches Gespräch, allerdings privat in einer stillen Ecke. Darcy erwähnt später Lizzie gegenüber, ihre Mutter sei ein Grund dafür, dass er an Janes Eignung und aufrichtigen Gefühlen für Bingley gezweifelt habe - wieso, wird aber ohne die eben erwähnte Szene nicht so klar.
4. Ein echter Dauerbrenner in den Kommentaren: Die finanzielle Situation der Bennets! Die Familie gilt zwar als verarmt, aber dabei muss man eben auch die Maßstäbe ihrer gesellschaftlichen Schicht bedenken. Die Bennets sind immer noch Leute mit Geld, Kultur und Bildung. Es kann keinesfalls die Rede davon sein, dass sie in einem rumpeligen Bauernhaus leben, in dem das Vieh ein und aus geht, sich zum Essen ohne große Sorge im Tischmanieren um einen winzigen Küchentisch lümmeln oder dass Jane und Elizabeth sich gar ein Bett teilen müssten. Das hat Jane Austen auch niemals so dargestellt. Ein Bauernmädchen hätte weder Darcy noch Bingley geheiratet, bei aller Liebe nicht, so durchlässig waren die sozialen Schichten damals einfach nicht. Scheinbar sollte auf die Art der Unterschied zwischen den Bennets und Bingley/Darcy deutlicher werden, aber warum trauen scheinbar die Macher dem Publikum nicht zu, solche Zusammenhänge auch ohne gnadenlose Übertreibungen zu verstehen?
Auch andere Personen und Zusammenhänge wurden teilweise grob verfälscht, aber ich fürchte, jetzt alles im Einzelnen aufzuführen, würde zu weit führen... Ich verstehe zwar, dass ein Roman innerhalb von zwei Filmstunden nicht in allen Einzelheiten wiedergegeben werden kann. Das Parfüm beispielsweise zeigt jedoch, dass es viel besser geht.
Bei allem Gemecker gibts aber auch Positives zu vermelden. Der Soundtrack ist wunderschön, ebenso die Landschaftsaufnahmen. Auch die Hauptdarsteller sind hübsch anzuschauen. Die Extras auf der DVD sind umfangreich und interessant (abgesehen von dem unvermeidlichen Wir haben uns alle so lieb und sind eine große Familie geworden). Nur reicht das eben leider nicht, um einem Werk wie Stolz und Vorurteil gerecht zu werden. Wer weder das Buch noch die BBC-Verfilmung kennt, der sollte sich den Film ruhig anschauen. Wer aber eins von beidem kennt und mag, wird wahrscheinlich mit dieser Adaption nicht so recht glücklich.
Eins noch: An sich habe ich nichts dagegen, mit einer klassischen Geschichte auch mal ein bisschen kreativ umzugehen, aber dann muss mMn auch klar sein, dass die ursprüngliche Geschichte nur als Inspiration diente. "Stolz und Vorurteil und Zombies" z. B. habe ich sehr gern gelesen. Wer aber eine Romanverfilmung verspricht und nicht von vornherein klarstellt, dass er eine Parodie oder eine komplette Neuinterpretation anpeilt, der ist mEn dem Stoff gegenüber verpflichtet. Gerade bei einem so traditionsreichen Werk wie "Stolz und Vorurteil". Deshalb meine kritische Beurteilung.
5 Kommentare: Ich liebe diesen Film... Tatsächlich Liebe... ist DER Film von mir und meinem Mann. Als der Film in die Kinos kam, haben wir uns gerade verliebt. Auch deshalb ist die DVD Bestandteil unseres Haushalts.
Nur 4 Sterne, weil: Einige Stories sind zu sehr konstruiert
=> z.B. Liam Neeson plus Sohn => Claudia Schiffer als neue Freundin ist total fehl am Platz. Und wer kann nach dem Tod seiner Frau nach einem Monat wieder eine Beziehung eingehen.
=> z.B. mit dem Typen der in die USA reist und dann die geilsten Weiber abkriegt.
Aber was ich liebe, ist die Geschichte um Aurelia und Jamie => immer mal wieder eine Träne verdrückt.
Oder Hugh Grant als tanzender Premier Minister => herrlich
Und immer wieder Emma Thompson. Schön, dass es sie gibt. Ich leider immer wieder mit ihr - nicht nur bei diesem Film.
Ganz super: Bill Nighy. Selten so gelacht.
Sher viel Gdfühl mit tollen Schauspielern Der Film ist richtig gut. Es sind viele bekannte Schauspieler, die ihre Rollen gut verkörpern und das Zusammenspiel zwischen den Personen ist gut.
Der Film ist ein richtig schöner Liebesfilm. Ich kann ihn nur empfehlen, für die, die nach einer schönen Story über Liebe suchen, denn genau das beeinhaltet dieser Film.
Einfach nur schön!
ein immer wieder sehenswerter Film Der Film ist eine wunderschön anzuschauende Verbeugung vor dem Thema Liebe.
Tolle Darsteller ,sehr gute Regie.
Bester Weihnachtsfilm überhaupt Dieser Film ist für mich und meine Liebsten der Weihnachtsfilm schlechthin.
Wir sehen ihn jedes Jahr im Dezember 3-5 mal, teilweise in verschiedenen Sprachen. Der Reiz des Films liegt in den paralell erzählten Liebesverwirrungen und ihrer Verstricktheit. Darüber hinaus ist der Streifen mit großartiger Musik unterlegt und Hugh Grant ist einfach herrlich zu sehen. Für alle sentimentalen Weihnachtsfans, die an die große Liebe glauben ein muß im Dezember eines jeden Jahres.
David Beckhams linker Fuss... ...den der neu gewählte Premierminister in seiner markigen Ansprache an den amerikanischen Präsidenten und das englische Volk erwähnt, ist nur eine von vielen wirklich rührenden Szenen aus einem Weihnachtsfilm, der das Zeug zum Klassiker hat.
London zu Beginn des neuen Jahrtausends. Ganz unterschiedliche Menschen begegnen in den Wochen vor Weihnachten der Liebe. Sie ver- und entlieben sich, sie werden verlassen und finden sich neu, sie bemerken, dass das Schicksal längst an die Tür geklopft hat. Sie ergreifen ihre Chancen und lassen sie verstreichen.
Einige der Handlungsfäden verdichten sich am Heiligen Abend, das Ende anderer Beziehungen bleibt offen.
"Tatsächlich Liebe" ist ein Episodenfilm, der mitten ins Herz trifft.
Das Besondere: Bei jedem Anschauen ist es andere Sequenz, ein anderes Paar, das berührt.
Da ist eben der frisch gewählte Premierminister (Hugh Grant), dem die Regierungsschuhe zunächst ein bisschen zu groß erscheinen. Er verliebt sich in sein Zimmermädchen. Als der amerikanische Präsident ihr deutliche Avancen macht, hält er schlicht aus persönlichen Gründen die Ansprache, die die Stimmung im Land schlagartig verbessert.
Seine Schwester (Emma Thompson), die schon lange mit einem Chefredakteur (Alan Rickman) verheiratet ist und zusehen muss, wie ihr Mann sich seiner Mitarbeiterin (Heike Makatsch) nähert.
Eine Braut (Keira Knightley), die glaubt, dass der beste Freund ihres Mannes sie nicht mag und am Weihnachtsabend eine wunderschöne Liebeserklärung erhält.
Nur drei von vielen Handlungssträngen, die zusammengehalten werden durch einen abgehalfterten Schlagerstar, der mit einer Weihnachtsversion von "Love is all around" alle Rekorde bricht...
Diese romantische Komödie voll britischen Humors mit einem Staraufgebot und viel Musik ist komisch, rührend, bewegend und manchmal auch ein bisschen peinlich.
Ein Weihnachtsfilm ohne allzu viel Lametta mit einer ganz einfachen Botschaft: Love is all around you...
3 Kommentare: Schwer verdauliches Brit-Drama zum Mitfühlen Keira Knightley ist zwar der Cover-Blickfang und Lockvogel dieses britischen Streifens aus dem Jahr 2002. Im Film selbst kommt ihr allerdings nur eine Nebenrolle zu. Hauptfigur ist ein zehnjähriger Junge namens Paul: sein Vater starb an Herzinfarkt und die überforderte Mutter hängt seitdem an der Heroinnadel. Beste Voraussetzungen zum frühzeitigen Erwachsenwerden.
"Ein Kind von Traurigkeit" (Original: "Pure") ist eine Geschichte aus der Londoner Unterschicht, zwischen Dealern und Junkies, wo es zu Gewalt und Beschaffungsprostitution kommt, wo die Zukunftsperspektive trist und das Bisschen Fußball im West Ham Stadion das Highlight des Lebens ist.
Der kleine Paul (Harry Eden) ist trotzig, rebellisch und tapfer. Er findet sich nicht damit ab, dass seine Mutter (Molly Parker, bekannt aus der Serie "Deadwood") am Heroin zugrunde geht und nötigt sie zu Entziehungskuren. Dabei macht ihm ihr Lover, der Dealer Lenny (David Wenham, der Faramir aus "Der Herr der Ringe"), das Leben schwer. In der Kellnerin Louise (Keira Knightley), selbst drogensüchtig, findet er so was wie eine große Schwester, gute Freundin und erste Liebe - alles in einer Person. Neben Harry Eden spielt vor allem Molly Parker preisverdächtig.
"Ein Kind von Traurigkeit" ist nicht großes Kino, wohl aber anspruchsvolle, hart verdauliche Fernsehkost zum Mitfühlen und Mitleiden.
Elternsucht nmit den Augen des Kindes Ein packendes Drama über einen Jungen, dessen Mutter und Umfeld im Drogensumpf zu versinken droht.
Diesem Film gelingt es mit viel Gespür die verzweifelte Lage des 11jährigen Paul zu schildern, der unter Aufbietung all seiner Kräfte um das Zusammenbleiben seiner Familie kämpft. Einen Kampf gegen die Drogensucht seiner Mutter, ihren mörderischen Dealer und die sich einmischende Großmutter..
ein gelungener film!! also es ist wirklick ein realistisch, intressant gemachte film! es ist ein drama um einen sohn einer drogenabhängigen mutter... es ist wirklich traurig! die schauspiler sind auch echt super!
aber man muss eines wissen: auf dem cover ist keira knightley am grössten abgebiltet, dann molly parker und am kleinsten harry edden. und steht: der fluch der karibik star keira knightley in einer ihrer bewegensten rollen!
doch keira knigthley spielt eine nebenrolle und kommt eigentlich nicht allzu oft darin vor und so bewegent fand ich deren rolle nun auch nicht. die dachten bestimmt, da so eine berühmte schauspielerin mitgespielt hat muss man sie am grössten aufs titelbild setzten, das verkauft sich gut!
4 Kommentare: Eine zauberhafte Umsetzung Es ist keine kleine Herausforderung einen Klassiker der Weltliteratur neu zu verfilmen, besonders wenn es bereits eine so erfolgreiche Adaption gibt, die sich zu Recht schon als Meilenstein der Filmgeschichte feiern darf. So darf man als Zuschauer mit einer gewissen Skepsis an diese Fernsehproduktion aus dem Jahre 2002 herantreten. Der Name des Drehbuchschreibers sorgt jedoch sogleich für Beruhigung, immerhin handelt es sich hierbei um den genialen Andrew Davies, der bereits andere Perlen der Literatur brillant in Ton und Farbe umgesetzt hat, wie zum Beispiel "Middlemarch" oder "Jane Austen's Sense & Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit)". Und tatsächlich enttäuscht er auch bei dem vorliegenden Zweiteiler nicht. Ein ausdrucksstarkes Skript setzt die ambitionierten Vollblutschauspieler gekonnt in Szene. Die exzellente Kameraführung, die historische Szenen mit filmischen Bildern verknüpft, und die fantastischen Bilder kommen noch hinzu und verzaubern den Zuschauer, der sich von dem klassischen, russischen Melodram gepflegt unterhalten lässt.
Der Auftakt der Erzählung ist an Dramatik nicht zu überbieten. Der kleine Juri Shiwago verliert durch tragische Umstände in kurzen Abständen seine Eltern, wobei ihm der Anblick der Leiche seines Vaters, der sich soeben aus dem Zug in den sicheren Tod stürzt nicht erspart bleibt. Zum Glück hat der Junge gute Freunde. Im herrschaftlichen Stadthaus seiner neuen Freundin Tonja und deren Eltern fühlt er sich wohl und wächst standesgemäß auf. Als junger Erwachsener widmet er sich schließlich medizinischen Studien theoretischer und praktischer Natur und findet auch noch Zeit für interessante Diskussionen mit seinem guten Freund Mischa und der heiteren Tonja. Als die drei über das Wesen der Liebe sprechen, erblickt Juri durch die Glasscheibe das Gesicht einer sehnsuchtsvollen Schönen. Es handelt sich um die Schülerin Lara, die weniger privilegiert aufwächst. Ihre Mutter führt eine Schneiderei, doch die Zukunft der vaterlosen Familie hängt finanziell an einem dünnen Faden. Der zwielichtige Anwalt und Geschäftsmann Komarowski ist deshalb als Geliebter und Gönner unersetzlich. Dieser Mensch ist höchstwahrscheinlich auch mitverantwortlich für den Selbstmord von Vater Shiwago. Schließlich gelingt es dem einflussreichen Mann auch die zarte Lara zu verführen. Zwischen Selbsthass und Verachtung hin und hergerissen, sucht die junge Frau verzweifelt nach einem Ausweg. Als ihre Mutter einen Selbstmordversuch unternimmt, sieht Juri als Arzt die Frau vor dem Cafe wieder, aber auch den gehassten Komarowski. Als er wenig später mit der zauberhaften Tonja auf einem Ball tanzt, fällt unversehens ein Schuss. Die verzweifelte Lara hat versucht, den elenden Gauner Komarowski zu erschießen. Der Vorfall wird vertuscht, und es vergeht eine ganze Zeit bis die Schicksalsverbundenen Juri und Lara sich wieder begegnen. Im ersten Weltkrieg arbeiten Juri und Lara, inzwischen beide verheiratet, durch einen Zufall zusammen. Auf der Suche nach ihrem verschwundenen Ehemann arbeitet Lara als Krankenschwester und auch Juri leistet als Militärarzt am gleichen Ort seinen Dienst ab. Tonja fürchtet, dass ihr ferner Ehemann sein Herz an die schöne, tapfere Gefährtin verliert, doch noch bleiben die beiden standhaft. Als Juri nach Moskau zurück kehrt, ist diese bereits vom Geist der Revolution erfasst. Sein Gefühl eines herannahenden Unheils bestätigt sich jedoch immer mehr und seine Familie sieht sich gezwungen, in ländliche Gefilde zu flüchten. In Warykino finden sie ein neues Zuhause, nachdem sie eine abenteuerliche Reise mit dem Zug quer durchs Land überstanden haben. Doch der ehemalige Herrensitz liegt in unmittelbarer Nähe des Zuhauses von Lara. Wie es sich nun herausstellt, ist Lara die Ehefrau von Strelnikow, der mit seinen schrecklichen Taten im Namen der Revolution das Land in Angst und Schrecken versetzt. Diese Tatsache und auch die Schwangerschaft der geliebten Tonja halten Juri Shiwago nicht davon ab, mit der schönen Lara eine leidenschaftliche Affäre zu beginnen. Diese Entscheidung hat jedoch tragische Konsequenzen für alle Beteiligten, die in einen erneuten Strudel ereignisreicher Jahre hineingezogen werden.
Der erste Teil des Filmes beinhaltet Juris Kindheit bis zum Abschied von Lara nach Beendigung des ersten Weltkrieges. Der zweite Teil beginnt mit der Rückkehr Shiwagos in das veränderte Moskau und endet mit den tragischen Ereignissen nach seinem frühen Tod im Jahre 1929. Auch in dieser Produktion hat man sich einige künstlerische Freiheit bei der Umsetzung der Buchvorlage genommen, die aber sehr zur Harmonie der Erzählung beitragen. Insgesamt wurden alle Figuren sehr behutsam behandelt und sie werden plastisch in Szene gesetzt. Hans Matheson ("Thomas Hardy`s Tess Of The D'Urbervilles") hat zwar nicht den weltfernen Blick eines Omar Sharif, aber er wirkt als leidenschaftlicher Arzt, der sich durch seine offene Art oft selbst in Gefahr bringt, sehr natürlich und anziehend. Kiera Knigthley Spiel ist ebenfalls sehr einnehmend. Diesmal ist sie nicht das zähnefletschende Hühnchen mit dem mädchenhaften Getue, sondern eine ernsthafte junge Frau, die für sich und ihre Liebe zu kämpfen versteht, auch wenn sie durch die Realität ihrer Zeit eingeholt wird. Alexandra Maria Lara ist eine sehr gute Darstellung der liebenden Ehefrau von Dr. Shiwago gelungen und korrigiert in wohltuender Weise das Bild, welches man durch die bisherige Verfilmung hatte. Zuletzt ist natürlich auch Sam Neill als Schurke Komarowski erwähnenswert, der den Verführer und den Verbrecher einfach umwerfend darstellt.
Eine sehr gelungene Verfilmung, der nur die poetischen Gedichte des Dr. Shiwagos fehlen. Wer aber gerne die geheimen und lyrischen Gedanken erfahren möchte, muss diese unbedingt im Anhang zu der Romanvorlage nachlesen!
grausam mag der der tv mehrteiler näher am roman sein so kann man diese neuverfilmung nur als cineasitsche grausamkeit bezeichnen. leider ist bis heute die russiche tv-verfilmung aus dem jahre 2006 mit oleg menshikov als schiwago und chulpan khamatova als lara noch nicht auf dvd in deutschland zu haben, sie schlägt diese tv-verfilmung aus dem jahr 2002 um längen. david leans verfilmung für das kino (1965) ist daher bis heute unerreicht, dank des hervorragenden drehbuchs von robert bolt. er verstand es den essenz des romanes heraus zuarbeiten.
Viel näher am Roman Viel näher am Roman als die amerikanische Verfilmung ist diese europäische filmische Interpretation des großen Werkes von Pasternak. Während die amerikanische Fassung die Liebesgeschichte in den Vordergrund rückt, wird hier wie auch im Roman die zeitgeschichtliche Dimension des Stoffes viel deutlicher herausgearbeitet. Sehr erfreulich!
Verstecktes TV-Kleinod! Diese TV-Verfilmung des berühmten Romans von Pasternak kann natürlich nicht mit dem grossartigen Film von David Lean mithalten. Von den Schauspielern her muss sich das TV-Remake aber nicht verstecken. Vor allem die hübshce Keira Kneigthly als Lara und Sam Neill als Komarovsky können überzeugen. Hans Matheson als Yuri Zhivago hinkt da etwas hinterher. Gegen den charismatischen Omar Sharif kommt man halt leider nicht so leicht an. Auch Alexandra Maria Lara als seine Frau Tonya überzeugt. Ganz Kitschfrei ist allerdings diese Verfilmung nicht und die Drehbuchautoren haben sich auch ein paar Freiheiten erlaubt.
Auch als TV Film (in 2 Teilen meistens) kann dieses Epos überzeugen. Russland vor und nach der Oktoberrevolution wird schön eingefangen. Eine dramatische Geschichte über die Liebe zweier Indivuen. Spannend, dramatisch und traurig. Die DVD bietet ordentliche Bild und Ton Qualität. Allerdings besser als die TV Fassung ist sie nicht. Specials sind ausser einer Fotogalerie und Trailer keine oben. Wer das Buch kennt, den David Lean film oder einfach auf eine traurig romantische Story mit historischen Hintergrund steht sollte hier einen Blick riskieren.
5 Kommentare: Rock n Roll einer wahren Geschichte Scheiße, der Film geht nur ab. Verdammt viele gute Schauspieler dabei. Genau diese Art B-Movie Sachen rocken richtig. Alle anderen sollten ins Kino gehen!!!
keira knightley in top-form! ein richtig guter film mit einer story, bei der man sich schon konzentrieren muss, um mitkommen zu können.
die schauspieler wirken in ihren rollen sehr authentisch.
Tiefsinnige Action ! Wer nur einen Haudrauf-Thriller erwartet, wird enttäuscht sein. Hier hat sich jemand beim Drehbuch richtig inspirieren lassen. Mein Tipp: Mindestens 3 mal schauen, um wirklich alles mitzubekommen.Domino - Live Fast, Die Young
Intrigen Das Ex-Model Domino Harvey schließt sich dem Kopfgeldjäger Ed an. Bereits bei ihrem ersten Einsatz zeigt sie ihr Talent für diesen Job. Ein TV-Produzent wird auf Ed und seine Truppe aufmerksam und dreht mit ihnen eine Lifeserie. Neben dem sichtbaren Erfolg treten aber zunehmend Verwicklungen auf, die die Aufmerksamkeit von der Mafia und der Bundespolizei erregen. Insbesondere der Überfall auf einen Geldtransport scheint zahlreiche Gefahren in sich zu bergen.
Die Geschichte wird recht zerstückelt und nicht chronologisch dargeboten. Mit zunehmenden Verständnis für die Story entsteht die nötige Spannung. Überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen sorgen für Aufmerksamkeit. Die Szenarien sind gut gewählt und detailreich ausgeschmückt. Eine neugierge Kameraführung beeindruckt mit imposanten Aufnahmen. Der Film ist nicht zu actionlastig; es bleibt genug Handlung übrig. Regie und Schauspieler liefern einen ordentlichen Film ab.
toller Aktionreicher Film ohne Langweiliges Liebes Tata ich fand diesen Film schon immer Klasse und muste ihn endlich als DVD haben. Da es ja immer eine Geschmacks frage ist kannn ich nur sagen wer auf jede Menge Aktion, Waffen, Sexappeal ohne zickiges weiber getuhe, kranke typen steht, dem ist dieser Film auf jedenfall zu empfehlen.