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Geliebte Lügen
mit Emily Watson, Tom Wilkinson, Rupert Everett, Regie: Julian Fellowes
DVD bei Amazon: EUR 13,99
(19 gebraucht ab EUR 0,50)
Erscheinungsdatum: Sept. 2006
Durchschnittliche Bewertung: 3.0 von 5 Punkten
3 Kommentare:
Unbefriedigend
Kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Für 1,99 ? auf dem Wühltisch. Der Film ist gar nicht sooo schlecht, aber der Covertext ist eine Täuschung. Der Film plätschert dahin und ist eher Ehedrama. Deswegen war plötzlich auch meine Frau interessiert...immer ein schlechtes Zeichen für Spannung. Eigentlich ne mittelmässige TV-Produktion.

Gepflegte englische Langeweile in attraktiver Verpackung
Die DVD "Geliebte Lügen" (Separate Lies, 2004) fand ich für zwei Euro auf einem Grabbeltisch und dachte mir, bei diesem Preis könnte ich nichts falsch machen, da der Film mit Tom Wilkinson und Rupert Everett bekannte Schauspieler einsetzt und er von "Fox Searchlight" produziert wurde, was zumindest für Qualität zu sprechen schien. "Very british - very good" stand auf der Vorderseite der DVD-Hülle.

Die Rückseite des Covers der DVD behauptet: "Ein sexy Thriller mit schockierender Wendung!" und nichts davon ist wahr. Weder kommt in dem Film irgendetwas vor, das man als "sexy" bezeichnen könnte (es sei denn man fände die blasse und glubschäugige Emily Watson "sexy", wozu ich nicht britisch genug bin), noch ist es ein spannender Kriminalfilm und eine "schockierende Wendung" gab es, halten Sie sich fest, auch nicht. Statt dessen würde ich den Film lieber als eine Art leises Ehedrama bezeichnen, Szenen einer britischen Ehe zwischen Cricket und Seitensprung.

Trotzdem hat der Film auch seine guten Seiten. Die Kameraführung ist sehr gut, die Locations sind hochwertig, die Farbgebung und Ausleuchtung sind ausgezeichnet, die Musik im Abspann ist gut und viele Schauspieler sind Spitzenklasse. Die Szene, in der Tom Wilkinson seiner Frau, die ihren krebskranken Liebhaber pflegt, seine Liebe gesteht, ist wunderbar einfühlsam und überzeugend gespielt. Ich habe den Eindruck, dass alle an diesem Film Beteiligten versucht haben, das Beste aus der müden Story zu machen, um wenigstens ein schauspielerisch und technisch sehr gutes Produkt abzuliefern. Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass der Film seine Kosten eingespielt hat. Das DVD-Menü ist gestalterisch an Langeweile nicht zu überbieten und zum vorhandenen Audiokommentar kann ich nichts sagen, da ich den Film dann noch einmal hätte ansehen müssen.

Ein kleiner feiner Film
Vorab sei klargestellt, dass es sich keinesfalls um einen Krimi handelt, sondern um eine exzellente Darstellung der Beziehungen zwischen Ehemann und Ehefrau, deren Liebhaber und Haushälterin anlässlich einer Fahrerflucht mit tödlichem Ausgang. Es ist eine kleine Geschichte von Schuld, Verzeihen und Wiedergutmachung, die ganz ohne Pathos auskommt. Das können vermutlich nur die Engländer. Die Rollen sind mit einem hervorragenden Tom Wilkinson und Emely Watson als Ehepaar, Rupert Everett und Angela Bassett optimal besetzt. Er ist gut gefilmt und hat eine schöne Atmosphäre, d.h. er kommt ohne wacklige Handkamera und alle anderen Effekte aus, mit denen sich "moderne" Filmemacher, die es nicht richtig bringen, interessant machen müssen. "Geliebte Lügen" gehört für mich zu den wenigen sehenswerten Filme der letzten Jahre.


© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
The Bunker [UK Import]
mit Anthony Hopkins, Julian Fellowes, Pam St. Clement, Richard Jordan, Cliff Gorman, Regie: George Schaefer
DVD bei Amazon: EUR 18,29 EUR 22,99
(1 gebraucht ab EUR 14,96)
Erscheinungsdatum: Juli 2009
Durchschnittliche Bewertung: 3.5 von 5 Punkten
5 Kommentare:
Besser als erwartet...
Wer des Themas nicht überdrüssig ist, kann sich mit "Der Bunker" nun auch auf DVD das "Untergangs"-Spektakel aus dem Jahr 1981 zu Gemüte führen.

23 Jahre vor Hirschbiegels preisgekröntem - und für meine Begriffe viel authentischeren - "Der Untergang" wurde für das US-amerikanische Fernsehen also auch schon Klartext geredet. Der kleine, aber feine Unterschied: Bruno Ganz nimmt man den Hitler in "Der Untergang" einfach eher ab, als dem guten Anthony Hopkins, der hier mit seinem aufgesetzten (Over)-Acting mehrfach übers Ziel hinausgeschossen ist.

In Anbetracht der Bedeutung des Themas mag es zwar recht dämlich klingen, aber nicht selten fühlte ich mich an "Hogan's Heroes" - hierzulande besser bekannt als "Ein Käfig voller Helden" - erinnert. Des Führers Befehle werden ohne mit der Wimper zu zucken in Frage gestellt - mehr noch: Des Führers Vertraute machen sich nicht einmal die Mühe ihre konspirativen Gedanken zu verhehlen. Nein, da brüllt man lauthals auf den Gängen des Führerhauptquartiers, in dem Fall dem Bunker, herum, sodass es selbst der olle Adolf, es sei denn er litt damals nicht nur an vollkommener Verblödung, sondern auch an angehender Taubheit, hätte mitbekommen müssen.

Immerhin strich "Der Bunker" zwei Emmys ein; kann also sein, dass manch eine(r) das alles ganz, ganz anders sieht...

Egal: Eine Veröffentlichung, die ich mir einmal pro Jahr sicherlich reinziehen werde. Danke hierfür!

nicht empfehlenswerte darstellung
Besser recherchiert ist der Untergang von Bernd Eichinger! Ausserdem spart der Film die Ermordung der Göbbels Kinder durch die Mutter komplett aus! Ebenso wird Hitler als lächelnder Diktator verklärt. Der Film hat überhaupt kein Flair.

Liebe Grüße!

Da ist kein netter Onkel in Sicht
Man kann heutzutage leicht darüber schimpfen was da vor über einem viertel Jahrhundert für das Fernsehen gedreht wurde, auch oder gerade wegen des bedauernswerten Einflusses den Albert Speer auf diese Produktion ausgeübt hat. Viele unsinnige Rezensionen zu Eichingers "Untergang" von Leuten, welche sich der Tätersicht nicht oder nur ungenügend stellen wollen, könnten einem erspart geblieben sein, hätte dieses Movie mehr Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum erhalten.
Man nehme den weltbesten britischen Schauspieler, Hopkins, als Hitler und staffiere dessen Drumherum mit allerlei Hollywood-typischer Entourage aus. Wie der Zufall (und Speer?) es so wollte ist das Ergebnis nichts anderes denn ein schönerer "Untergang" mit stärkerer Fokusierung auf allem das Eichinger, Hirschbiegel und der Sekretärin, einer filmischen Entdeckung des selbstverliebten Andreas Heller, nicht so wichtig war.
Aber das wichtigste, natürlich: Hitler! Und Hopkins hat diesem keinen onkelhaften Charme zugedacht, nichtmal etwas Wärme und Ausstrahlung. Da hat bestimmt kein alter Naziopa geweint, bei Vorführungen dieses Films, nicht so wie ich es beim "Untergang" noch mitansehen durfte - und gar nicht wusste, wie mir dabei geschah. Hopkins Hitler ist keine Sensation, sondern eine routinierte Darstellung gewöhnlichen Haus-Verbrechertums aus Hass - und das allerwichtigste: die ganze Zeit fragt man sich, wie es überhaupt auf der Welt so weit kommen konnte, dass der da im Bunker (noch) so lange verweilt hat, oder überhaupt Gelegenheit hatte gleich gegenüber dieses deutschen Kanzleramtes einzuziehen. Vielleicht liegt dieser doch sehr subjektive Eindruck von mir aber auch daran, dass es sich um einen altmodischen englischsprachigen Film handelt bei dem man sich nicht wirklich fürchten braucht um dessen Wahrnehmung in Deutschland.
Doch doch, auch ich halte den deutschen "Untergang" für insgesamt weit besser, obwohl mir der Hitler hier mehr zusagt: der beste Hitler-Film ist aber immer noch der von Christoph Schlingensief.

Typische Hollywood-Produktion über die letzten Tage im Bunker
Ganz interessante Verfilmung über den "Führerbunker", welcher richtigerweise "Reichskanzleibunker" heißen müßte.
Das Wort "Führerbunker" ist ja ein Nachkriegsausdruck.
Es ist eine typische Hollywood-Produktion, in welcher Eva Braun
wie eine amerikanische Filmdiva aussieht.

Leider sind im Film einige Fehler vorhanden, so heißt z.B. die
Frau des Leibwächters und Telefonisten Rochus Misch "Maria", während ihr richtiger Name Gerda lautet...


hopkins vs. ganz
ich denke die meisten deutschsprachigen menschen haben original filmaufnahmen des adolf hitler gesehen....
die schauspielerischen leistungen des anthony hopkins kann man ohne zu übertreiben als gewaltig bezeichnen.nur ein hitler ist hopkins keiner.niemals.gegen einen bruno ganz, welchem die rolle des hitler wie auf den leib geschneidert passt, wirkt die darstellung des hopkins gezwungen und stümperhaft.trotzdem....anschauen lohnt sich allemal und sei es nur um eine karikatur des führers zu sehen.

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Separate Lies [FR Import]
mit Emily Watson, Regie: Julian Fellowes
DVD bei Amazon: EUR 9,75 EUR 410,99
(1 gebraucht ab EUR 69,90)
Erscheinungsdatum: Oktober 2006
James Bond - Der Morgen stirbt nie
mit Pierce Brosnan, Jonathan Pryce, Teri Hatcher, Michelle Yeoh, Götz Otto, Regie: Roger Spottiswoode
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 19,99
Erscheinungsdatum: Februar 2009
Durchschnittliche Bewertung: 5.0 von 5 Punkten
1 Kommentare:
für Bond-Fans ein Muss!
Hallo Leute,

also ich kann mich meinem Vorredner nicht wirklich anschließen. Für mich
ist Pierce Brosnan als James Bond wirklich toll und sogar besser als der
"neue" Daniel Craig. Pierce Brosnan hatte in allen Teilen viel mehr Charme
und Witz. Natürlich ist die James-Bond-Reihe nicht immer ganz so realistisch wie
andere Agententhriller aber ein Fan der Reihe steht doch genau auf sowas,
denk ich mal (:

Gerade in letzter Zeit habe ich mir viele Pierce Brosnan "Bond"-Filme im
Free-TV angesehen und muss sagen dass sie eindeutig mehr Story als vergleichsweise
"Ein Quantum Trost" haben. Für mich sind die neuen Bond-Teile mit Daniel Craig
sicherlich auch sehenswert aber eigentlich nur mehr einsame Prügelei und Action,
kein Charme und dieser gewisse britische Humor wie ihn Pierce Brosnan für mich
verkörpert.

Allerdings ist das ja geschmackssache und das muss man einfach jeden selbst überlassen.
Jedenfalls kann ich alle Bond-Filme mit Pierce Brosnan sehr empfehlen, für Bond-Fanatiker
sind sie sowieso ein Muss, und sind auch eine gute Alternative zum neuen Bond weil sie
auch noch nicht soooo alt sind (:

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Geliebte Lügen
mit Emily Watson, Tom Wilkinson, Rupert Everett, Regie: Julian Fellowes
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 8,97
(4 gebraucht ab EUR 5,39)
Erscheinungsdatum: August 2009
The Scarlet Pimpernel [UK Import]
mit Ian McKellen, Anthony Andrews, Jane Seymour, James Villiers, Eleanor David, Regie: Clive Donner
DVD bei Amazon: EUR 19,52 Kein Preis angegeben
(2 gebraucht ab EUR 9,99)
Erscheinungsdatum: Sept. 2000
Durchschnittliche Bewertung: 5.0 von 5 Punkten
4 Kommentare:
Mehr als bloß eine Mantel-Degen-Romanze
Es ist die Zeit der Französischen Revolution. Die blutgierigen Massen jubeln als die Köpfe der französischen Aristokratie rollen. Doch es gibt einen geheimnisvollen Helden, der das Sicherheitskomitee von Bürger Robespierre nach Strich und Faden foppt. Er nennt sich "The Scarlet Pimpernel" und rettet viele der todgeweihten Adeligen in letzter Sekunde auf äußerst trickreiche und Art vor der Guillotine.
Hinter dem scharlachroten Siegel" (so der deutsche Titel des Films bei seiner Fernsehausstrahlung in den 80ern) steckt der englische Adlige Sir Percy Blakeney (Anthony Andrews), der sich jedoch nach außen als närrischer und aufgeblasener Pfau gibt. Tatsächlich aber ist er ein wahrer Gentleman voller Ideale, Mut, Humor Scharfsinn und unübertrefflicher Fertigkeit mit dem Degen.
Sir Percy verliebt sich in die französische Schauspielerin Marquerite St. Just (Jane Seymour) und heiratet sie schon nach Kurzem. Durch eine Intrige ihres früheren Geliebten, des eifersüchtigen Revolutions-Emporkömmlings und Pariser Polizeichefs Chauvelin (Ian McKellen), hat es den Anschein als ob Marguerite eine ganze Familie verraten und der Guillotine ausgeliefert hätte. Als Percy am Tage seiner Hochzeit davon erfährt ist er über seine Frau entsetzt und vertraut ihr nicht länger, zumal er plant den Dauphin aus dem Gefängnis zu befreien. Die eben noch große Liebe scheint nun frostig und erkaltet.
Daneben steigert sich Polizeichef Chauvelin mit zunehmendem Hass in die Suche nach der wahren Identität des Scarlet Pimpernel hinein und wieder ist es Marguerite, die er für seine fiesen Pläne missbraucht und die Unglückliche damit immer tiefer in den Strudel von Verrat und Verzweiflung stürzt.


Dieser wunderbare Mantel-Degen-Film ist nicht die erste und auch nicht die letzte Verfilmung des gleichnamigen historischen Romans von Emmuska Orczy. Meines Wissens gibt es seit den 30er Jahren acht Verfilmungen, die ich natürlich nicht alle kenne. (Eine davon ist sogar mir David Niven). Aber von den mir bekannten Varianten, ist dies mit Abstand die beste und geistreichste wenn auch nicht die buchgetreueste.
Hauptsächlich sind es die drei großartigen Darsteller Anthony Andrews auf dem Höhepunkt seiner Kunst, Jane Seymour und Ian McKellen, die diese Verfilmung zu etwas Unvergesslichem machen. Nie war Sir Perceval Blakeney so genial dargestellt, so aufgeblasen und versnobt und doch gleichzeitig so gentelmanly und charmant wie er von Anthony Andrews gegeben wird.
Und erst der fiese und verbitterte Bürger Chauvelin, in dessen Rolle der blutjung erscheinende und brillante Ian McKellen (Gandalf) schlüpfte. Man möchte den armen Polizeichef fast bedauern so sehr verstrickt er sich eine Mischung aus verschmähter Liebe und Hass auf diesen unfassbaren Feind der Revolution. Und Jane Seymour ist natürlich nicht nur ein schauspielerischer sondern vor allem ein optischer Genuss in ihrer ganzen barocken Schönheit und Pracht.
Witzige und absolut geistreiche Wortgefechte werden abgelöst von kunstvollen Degengefechten. Mit seinen tausend unsäglichen Verkleidungen und ausgekochten Ideen überlistet The Scarlet Pimpernel" Polizei und Militär und sorgt mit seinen halsbrechersich-witzigen Aktionen für Spannung und Action.
Und auf keinen Fall darf ich die Liebesgeschichte vergessen: Die bitter-süße Liebe zwischen Percy und Marguerite bietet natürlich ausreichend Stoff für Herzschmerz und so viel Romantik, dass sie für mehrere Generationen von hoffnungslosen Romantikerinnen ausreichen dürfte (ggf. wäre ein Taschentuch bereitzuhalten!).

Um es kurz zu machen:
Obwohl das Scarlet Pimpernel" inzwischen ein eher unbeachtetes Schattendasein in Fankreisen fristet, gehört er für mich zu den besten Mantel-und Degenromanzen überhaupt. Ein Film, der mit Zorro oder den drei Musketieren locker mit halten kann.

Ein Manko!
Leider ist der Film (immer noch) nicht in deutscher Synchronisation zu haben und leider fehlen bei dieser rein englischsprachigen DVD die Untertitel, so dass man schon genau zuhören muss, wenn man die geistreichen Dialoge und die zartschmelzenden Liebesgeständnisse auf Anhieb verstehen möchte. Die DVD- Qualität ist nicht wirklich berauschend und gerade beim Ton manchmal ärgerlich schwach.
Mein allergrößter Weihnachtswunsch: Diesen Film bitte möglichst bald digitally remastered und mit einer deutschen Synchornisation auf den Markt bringen, dann kaufe ich mir den auch noch in Deutsch.

DVD:
Laufzeit 136 Min, Extras: Die Profile der Stars werden vorgestellt, Sprache Englisch, leider ohne Untertitel

Der spritzigste romantische Mantel&Degen-Film
Dieser Film erzählt die Geschichte der Verschwörung, die sich die "scharlachrote Nelke" nannte. Es waren Adelige aus England, die die gerade verhaftete Königsfamilie Ludwigs des 16. und weitere Adelige vor der Guillotine retten wollten, indem sie sie aus der Bastille befreien würden. Das Ziel der Verschwörer war es, sie nach England zu bringen, um einige Jahre später die Monarchie von dort aus wieder neu zu etablieren. Historisch existierte diese Gruppierung tatsächlich und es gelang ihr auch, viele französische Adelige zu befreien, allerdings nicht die Königsfamilie, wie man ja aus der Geschichte weiß.
In diesem Film wird die Geschichte des Anführeres der Verschwörer erzählt, der sich das "scharlachrote Siegel" nannte. Dieser ist ein brillianter, humorvoller, stilvoller Engländer, der auch im schwierigsten Wort- oder Degengefecht nie Haltung und Würde verliert. Erzählt wird auch die Geschichte der Schauspielerin, die sein Herz gewinnt und beginnt, sich für die Sache der Adeligen zu engagieren. Erzählt wird die Geschichte von Jovlin, von Robespierre, die Geschichte der Revolution und der Befreiungsaktionen, die spannend, einfallsreich und intelligent vor sich gehen.
Ein wunderbar wortgewandter, romantischer, bunter, herrlicher Film von Liebe und Treue, von Würde und Stolz, von Menschlichkeit, von Versagen, von Hoffnung und Enttäuschung. Ein Film, bei dem man aber sieht, dass doch jeder einen kleinen Beitrag leisten kann zur großen Sache, die ihm am Herzen liegt.
Auf dieser DVD ist der Film nur auf englisch enthalten, es fehlt leider noch die Synchronisation ins Deutsche, die es nur manchmal im deutschen Fernsehen gibt. Die Schauspieler sprechen ein klares, aber zügig gesprochenes "British English", das manchmal delikat und nicht immer leicht zu verstehen ist. Eigentlich ist der Film in dieser Version also in der Tat nur für flüssig-Englisch-Sprechende zu empfehlen, da die Dialoge sehr relevant sind. Dann aber sehr sehenswert.

Mantel, Degen, Herzblut und Humor
They seek him here. They seek him there.
Those Frenchies seek him everywhere.
Is he in Heaven? Or is he in Hell?
That damned, illusive pimpernel.

Es ist die Zeit der Französischen Revolution. Die blutgierigen Massen jubeln als die Köpfe der französischen Aristokratie rollen. Doch es gibt einen geheimnisvollen Helden, der das Sicherheitskomitee von Bürger Robespierre nach Strich und Faden foppt. Er nennt sich "The Scarlet Pimpernel" und rettet viele der todgeweihten Adeligen in letzter Sekunde auf äußerst trickreiche und Art vor der Guillotine.
Hinter dem "scharlachroten Siegel" so der deutsche Titel des Films bei seiner Fernsehausstrahlung in den 80ern) steckt der englische Adlige Sir Percy Blakeney (Anthony Andrews), der sich jedoch nach außen als närrischer und aufgeblasener Pfau gibt. Tatsächlich aber ist er ein wahrer Gentleman voller Ideale, Mut, Humor, Scharfsinn und unübertrefflicher Fertigkeit mit dem Degen.
Sir Percy verliebt sich in die französische Schauspielerin Marquerite St. Just (Jane Seymour) und heiratet sie schon nach Kurzem. Durch eine Intrige ihres früheren Geliebten, des eifersüchtigen Revolutions-Emporkömmlings und Pariser Polizeichefs Chauvelin (Ian McKellen), hat es den Anschein als ob Marguerite eine ganze Familie verraten und der Guillotine ausgeliefert hätte. Als Percy am Tage seiner Hochzeit davon erfährt ist er über seine Frau entsetzt und vertraut ihr nicht länger, zumal er plant den Dauphin aus dem Gefängnis zu befreien. Die eben noch große Liebe scheint nun frostig und erkaltet.
Daneben steigert sich Polizeichef Chauvelin mit zunehmendem Hass in die Suche nach der wahren Identität des Scarlet Pimpernel hinein und wieder ist es Marguerite, die er für seine fiesen Pläne missbraucht und die Unglückliche damit immer tiefer in den Strudel von Verrat und Verzweiflung stürzt.


Dieser wunderbare Mantel-Degen-Film ist nicht die erste und auch nicht die letzte Verfilmung des gleichnamigen historischen Romans von Emmuska Orczy. Meines Wissens gibt es seit den 30er Jahren acht Verfilmungen, die ich natürlich nicht alle kenne. (Eine davon ist sogar mir David Niven). Aber von den mir bekannten Varianten, ist dies mit Abstand die beste und geistreichste wenn auch nicht die buchgetreueste.
Hauptsächlich sind es die drei großartigen Darsteller Anthony Andrews auf dem Höhepunkt seiner Kunst, Jane Seymour und Ian McKellen, die diese Verfilmung zu etwas Unvergesslichem machen. Nie war Sir Perceval Blakeney so genial dargestellt, so aufgeblasen und versnobt und doch gleichzeitig so gentelmanly und charmant wie er von Anthony Andrews gegeben wird.
Und erst der fiese und verbitterte Bürger Chauvelin, in dessen Rolle der blutjung erscheinende und brillante Ian McKellen (Gandalf) schlüpfte. Man möchte den armen Polizeichef fast bedauern so sehr verstrickt er sich in eine Mischung aus verschmähter Liebe und Hass auf diesen unfassbaren Feind der Revolution. Und Jane Seymour ist natürlich nicht nur ein schauspielerischer sondern vor allem ein optischer Genuss in ihrer ganzen barocken Schönheit und Pracht.
Witzige und absolut geistreiche Wortgefechte werden abgelöst von kunstvollen Degengefechten. Mit seinen tausend unsäglichen Verkleidungen und ausgekochten Ideen überlistet "The Scarlet Pimpernel" Polizei und Militär und sorgt mit seinen halsbrechersich-witzigen Aktionen für Spannung und Action.
Und auf keinen Fall darf ich die Liebesgeschichte vergessen: Die bitter-süße Liebe zwischen Percy und Marguerite bietet natürlich ausreichend Stoff für Herzschmerz und so viel Romantik, dass sie für mehrere Generationen von hoffnungslosen Romantikerinnen ausreichen dürfte (ggf. wäre ein Taschentuch bereitzuhalten!).

Um es kurz zu machen:
Obwohl das "Scarlet Pimpernel" inzwischen ein eher unbeachtetes Schattendasein in Fankreisen fristet, gehört er für mich zu den besten Mantel-und Degenromanzen überhaupt. Ein Film, der mit Zorro oder den drei Musketieren locker mit halten kann.

Der Soundtrack zu diesem Film ist übrigens wunderschön und eingängig, und ich würde ja sofort die CD kaufen, wenn es denn eine CD dazu gäbe.

Ein Manko!
Leider ist der Film (immer noch) nicht in deutscher Synchronisation zu haben und leider fehlen bei dieser rein englischsprachigen DVD die Untertitel, so dass man schon genau zuhören muss, wenn man die geistreichen Dialoge und die zartschmelzenden Liebesgeständnisse auf Anhieb verstehen möchte. Die DVD- Qualität ist nicht wirklich berauschend und gerade beim Ton manchmal ärgerlich schwach.
Mein allergrößter Weihnachtswunsch: Diesen Film bitte möglichst bald digitally remastered und mit einer deutschen Synchornisation auf den Markt bringen, dann kaufe ich mir den auch noch in Deutsch.

DVD:
Laufzeit 136 Min, Extras: Die Profile der Stars werden vorgestellt, Sprache Englisch, leider ohne Untertitel.

Superromantischer Abenteuerfilm
Diesen Film sah ich zum ersten Mal in den USA und er hat mich sofort "gefangengenommen". Großartige Schauspieler vor einem historischem Hintergrund, teilweise sehr lustig gespielt, die Spannung hält bis zur letzten Minute an. Nicht zu vergessen die Musik, die hervorragend zum Film passt. Ein einmaliges Filmerlebnis für Freunde von Romantik, Leidenschaft und Abenteuer!

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Tomorrow Never Dies [UK Import]
mit Pierce Brosnan, Desmond Llewelyn, Al Matthews, Terence Rigby, Pip Torrens, Regie: Roger Spottiswoode
DVD bei Amazon: EUR 18,29 EUR 22,99
(2 gebraucht ab EUR 13,22)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Durchschnittliche Bewertung: 4.0 von 5 Punkten
5 Kommentare:
Schwächster und teilweise abstruser 2. Brosnan-Bond-Film
Leider ist Der Morgen stirbt nie der schwächste Beitrag mit Pierce als Bond.

Die Actionszenen sind grandios und sehr spektakulär, aber dennoch ist die ganze Story ein Witz. Niemand kann mit einem Artikel den dritten Weltkrieg anzetteln.

Naja, wir wissen ja, Bond ist nunmal nicht die Realität, aber wie schon bei anderen Bondfilmen negativ bemerkt, wir wissen das ist alles nicht realisierbar, aber trotzdem wollen wir es doch adäquat erklären bekommen, oder?

Das ist hier nicht der Fall. Jonathan Price ist ein langweiliger Bösewicht und kann wirklich nicht mit der Klasse eines Gert Fröbe oder Telly Savalas mithalten, Teri Hatcher sieht sexy aus, wirkt aber als Frau des Bösen eher blass, Michelle Yeoh ist ein weiblicher Jackie-Chan-Verschnitt (bitte: Jackie-Chan-Film sind keine Bondfilme!!), Götz Otto als
böser Handlanger ist ok, aber hat mal wieder wie immer die doofsten Dialoge die man sich vorstellen kann.

Best of: Alle Szenen mit Q, Dr Kaufmann, die Verfolgungsjagd in einem Parkhaus in Hamburg und Bond's Flucht aus Carver's Hauptquartiert.

Ansonsten gilt der alte Spruch: Aussen hui, innen eher pfui!!

jw

Pierce Brosnan's bester Bond-Film!
Nach dem bahnbrechenden Erfolg von Goldeneye meldet sich Pierce Brosnan nun erneut als Geheimagent 007 zurück. Die spannende Handlung, der böse Schurke, die schönen Frauen und Qs technische Tüfteleien machen ,,Der Morgen stribt nie" zu einem wirklich guten Bond-Film, meiner Meinung nach zum besten mit Pierce Brosnan (auch ,Die Welt ist nicht genug' und ,Stirb an einem anderen Tag' eingerechnet).
Ein Kauf ist sehr zu empfehlen.

nicht schlecht
in dem Film passiert ein wenig viel, eine actionsszene jagt die nächste, was durchaus eine zeit lang ziemlich cool ist, aber auf
die dauer zu nerven beginnt.

Ein Bond-Film, der völlig auf Action baut!
Man kann die klassischen James Bond-Filme (mit Sean Connery, Roger Moore, ...) eigentlich kaum noch mit dem heutigen Bond, der diesmal wieder von Pierce Brosnan gespielt wird, vergleichen.
Die Story ist im Vergleich zu früheren Bond-Filmen relativ platt und das Hauptelement der Streifen stellt die Action dar.
Nichts desto trotz ist "Der Morgen stirbt nie" ein gelungener Actionfilm mit einem schauspielerisch guten Pierce Brosnan und einem erstklassik gespielten Bösewicht, in Gestalt von Jonathan Pryce!
Fazit: Dieser neue James Bond ist vor allem ein Leckerbissen für Freunde des Actionfilms!

Zum Action-Hero verkommen
Diesmal tritt Bond, James Bond (Pierce Brosnan), gegen den Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce) an: Carver versucht mit Hilfe eines fürs Radar unsichtbaren ?Stealth-Bootes", einen Krieg zwischen Großbritannien und China anzuzetteln, um Stoff für seine Nachrichtensender zu bekommen. Es ist bereits fünf vor zwölf, als Bond und die schöne chinesische Agentin Mei Ling (Michelle Yeoh) antreten, um Carver das Handwerk zu legen und die Welt zu retten.

James-Bond-Filme zeichnen sich ja bereits seit Anbeginn dadurch aus, dass sie eher das zu verheizende Material als die schauspielerischen Leistungen der Protagonisten fordern. Doch während sich die früheren Darsteller des besten Agenten Ihrer Majestät mit Charme und Stil (Sean Connery), Ironie und Humor (Roger Moore) oder einer gewissen Härte und Kaltschnäuzigkeit (Timothy Dalton) aus der Affäre zogen, hat Pierce Brosnan dem außer seinem Aussehen nix entgegenzusetzen. Hölzern turnt er durch die Sets und bleibt dabei statisch und blass. Und auch die Schurken haben an Format verloren: Ihnen geht es jetzt nicht mehr um die Weltherrschaft, sondern lediglich um uneingeschränkte Senderechte in China. James Bond ist zu einem langweiligen Mainstream-Action-Helden verkommen.

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

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