Kiss of the Dragon
mit
Jet Li,
Bridget Fonda,
Tchéky Karyo, Regie:
Chris NahonDVD bei Amazon: EUR 8,50 EUR 8,99(25 gebraucht ab EUR 0,98)
Erscheinungsdatum: Juni 2002
Amazon.de-Verkaufsrang 7321
Durchschnittliche Bewertung:

5 Kommentare:
Klasse Action, aber... Es ist schon ein Kreuz mit den im Westen produzierten Jet Li Filmen. Freudetrunken darüber, den berühmten Kung-Fu-Klopper vor ihre Linse bekommen zu haben, denken die hiesigen Regisseure im Traum nicht daran, die stylische Action in eine auch nur halbwegs logische Handlung zu packen. Dazu ist die Arbeit an den Kampfszenen einfach viel zu spannend und überhaupt: wir reden hier von JET LI! Wenn man den unter Vertrag hat, muss man die Gelegenheit doch nutzen und mindestens fünfundvierzig Fights pro Minute einbauen!
Der Haken ist nur, dass selbst das Talent von Kampfzwerg Jet Li nicht über scheunentorgroße Logiklöcher hinwegtäuschen kann, die mal aus Fahrlässigkeit, mal aus Gier nach noch mehr Kampfsequenzen, ihren Weg in den Film gefunden haben. Resultat ist dann oft ein durchschnittlicher, wenn auch unterhaltsamer Streifen mit fadem Nachgeschmack, weil mal wieder so viel Potenzial verschenkt wurde.
Bei Kiss of the Dragon handelt es sich nicht um die Ausnahme von dieser Regel, sondern um ein weiteres Paradebeispiel. Li spielt darin einen chinesischen Polizeibeamten, der nach Frankreich geschickt wird, um den Ermittlern vor Ort bei der Festnahme eines chinesischen Drogenhändlers zur Seite zu stehen. Das Unterfangen geht allerdings, wie nicht anders zu erwarten, mächtig in die Hose und Johnny, wie der Hauptcharakter vom Bösewicht aus Bequemlichkeit getauft wurde, findet sich unvermittelt in der Rolle des Gejagten wieder. Nur eine Prostituierte kann ihm noch helfen, allerdings nicht so, wie man nach Lesen dieses Satzes zuerst vermuten mag.
Irgendwie schade. Dabei nimmt der Film einen durchaus vielversprechenden Anfang. Und wenn der Rest das Niveau hätte halten können, wäre ich sogar bereit gewesen, ihn möglicherweise in meine Hitliste der besten Actionfilme aller Zeiten aufzunehmen. Stattdessen schlägt er nach etwa 15 Minuten eine Richtung ein, die mir persönlich missfällt, weil sie nicht nur over-the-top, sondern vor allem unlogisch ist.
Es kann mir jedenfalls niemand weißmachen, dass die französische Polizei bei der Verfolgung Tatverdächtiger ihre Beamten immer mit zwei Uzis und hunderten Schuss Munition bewaffnet losschickt. Im Film scheint hingegen niemand daran Anstoß zu nehmen, dass der Oberschurke und seine Mordbuben mit besagten Ausstattung die Inneneinrichtung diverser Lokalitäten zu Klump und Asche schießen.
Für sich allein genommen sind die Actionsequenzen zweifellos nett anzuschauen. Jet Li verwendet eine Vielzahl cooler Moves, um sich seiner Feinde zu entledigen und nutzt die verfügbaren Hilfsmittel der Kampfschauplätze gut aus. Es mag sein, dass Jet Li keine wahnwitzigen Stunts à la Jackie Chan zu bieten hat, dafür überzeugt er jedoch auf ganzer Linie mit seiner Wendigkeit und seinem Style. Auf jeden Fall sieht man dem Film die Arbeit an, die in den Bereich der Action und Choreographie geflossen ist.
Allerdings kann ich nicht mit meiner Kritik zu den anderen Aspekten hinterm Berg halten. Dass der Film an vielen Stellen ungefähr so glaubwürdig ist wie eine Staffel Germanys Next Topmodel, habe ich ja bereits erwähnt. Ein weiterer Kritikpunkt ist jedoch die Menge an Klischees, die im Film verwurstet wurden. Da ist der weise Alte, der den Hauptcharakter mit Ratschlägen zur Seite steht und dessen Tod dem Protagonisten die nötige Wut verleiht, um die Gegenpartei ordentlich aufzumischen. Zusätzlich hätten wir noch die nervtötende Frau in Nöten, deren Tochter sich in der Gewalt des Bösewichts befindet, dessen Motive übrigens so flach sind wie ein Bierfilz.
Und zu guter Letzt sind manche Stellen im Film so unlogisch, dass meine Handflächen beim Anschauen mehrmals ganz von selbst ihren Weg an meine Stirn fanden. Wieso z.B. versteckt die chinesische Polizei in einem Bahnhofschließfach ein Dutzend nicht gerade subtiler Maschinengewehre? Soll Li wenn nötig denn halb Frankreich zusammenschießen? Und wieso will der Antagonist ausgerechnet einem chinesischen Polizisten den Mord in die Schuhe schieben, den er überhaupt nicht kennt und dessen Verhalten er nicht einschätzen kann? Hätte man das nicht einfacher bzw. klüger einfädeln können? Und überhaupt: Wieso verfügt der Oberschurke über zwei hünenhafte DEUTSCHE Leibwächter in Bomberjacken, die mit ihren Kung-Fu Skills alles kurz und klein schlagen, ohne rechtlich dafür belangt zu werden? Ich könnte noch weitere Beispiele nennen, aber die Botschaft müsste inzwischen klar geworden sein. Etwas mehr Mühe im Story Department hätte dem Film wirklich gut getan.
Fazit:
So gerne ich Kiss of the Dragon auch eine Wertung im Spitzenbereich geben möchte, ich kann es nicht. Die Mängel treten einfach zu offensichtlich zutage. Mehrmals musste ich mein Hirn gewaltsam davon abhalten, über die zahlreichen Zufälle und Logiklücken nachzudenken, die zu den zugegebenermaßen toll gemachten Actionszenen hinleiteten. Dass das auch anders geht, haben Filme wie beispielsweise Matrix schon bewiesen. Selbst wenn man das Geschehen aus der Pulp Fiction Perspektive betrachtet, legitimiert das nicht das Fehlen von Logik, schließlich ist Pulp Fiction zwar auch comichaft, aber niemals unlogisch. Darum, auch wenn der Film sonst wirklich zu unterhalten weiß, leider nur 3 von 5 Sternen.
Bob Woe (www.woegehtslang.blogspot.com)
Lis schlechtester "Film" - Fights sind ok... Film:
Aus Neugier hatte ich mir "Kiss of the Dragon" damals in der Videothek ausgeliehen und ihn schon etwas müde in den DVD-Player geworfen. Das Ergebnis: nach ca. 30 Minuten bin ich eingeschlafen und empfand das Gesehene als stumpfsinnig, langweilig und teilweise unnötig brutal. Somit landete die DVD ungesehen wieder in der Videothek und konnte mein Interesse auch bisher nicht mehr wecken. "Fall abgeschlossen!", dachte ich, denn vor ein paar Tagen brachte mir ein Freund die DVD vorbei, weil er nicht glauben konnte, dass ich den Film nicht mochte (alle meine Kumpels sind begeistert von dem Film). Gestern Abend hatte ich dann mal wieder Lust auf zwei Stunden pure Action-Unterhaltung und griff erneut zur DVD von Jet Lis "Kiss of the Dragon". Positiv gestimmt und gemütlich auf der Couch liegend betrachtete ich die ersten Minuten recht gelassen, da ich ja wusste, was mich anfangs erwarten würde.
Kurz zur Story: Liu Jian (Jet Li) kommt als Spezial-Agent nach Frankreich (Paris), um die dortige Polizei bei einem besonderen Fall zu unterstützen. Der hoch angesehene, aber korrupt und sadistisch angehauchte Polizei-Chef Richard (Tschéky Karyo - bekannt aus Crying Freeman, Der Patriot, Grasgeflüster, Dobermann) tötet jedoch die zu beobachtende Person und eine der sich beim Opfer befindlichen Huren. Er stellt Liu Jian als Täter und Hauptverdächtigen dar, um seinen Machenschaften weiter ungetrübt nachgehen zu können. Liu Jian flieht und steht nun einer ganzen Brigarde von korrupten Polizisten und gefährlichen Killern allein gegenüber. Nebenbei lernt Liu durch Zufall die Hure Jessica (Bridget Fonda) kennen, die als einzige Zeugin der Morde und Ex-Freundin von Richard ebenfalls in Gefahr ist. Gemeinsam versuchen sie Richard und seine Gehilfen auszuschalten und somit auch Jessicas Tochter aus den Händen der Kriminellen zu befreien. Diese wird nämlich von Richards Leuten versteckt und als Druckmittel gegen Jessica eingesetzt, damit sie ihre Aussage zurückhält und weiter anschaffen geht...
Der ganze Film besteht aus mehr oder weniger typischen Verfolgungsjagden, unspektakulären Kämpfen, Stunts und einer ermüdent lahm erzählten Story. Der Film wirkt auf mich, als wenn er nicht genau weiss, wohin er will. Auf der einen Seite steht Jet Li, der durch seinen Martial Arts-Stil und seine Schnelligkeit immer wieder überraschen kann. In klassischer "Jackie Chan"-Manier hantiert er mit allen nur erdenklichen Gegenständen herum (z.B. Bügeleisen, Wischmob, etc.) und sorgt somit für rasante Actionsequenzen. Auf der anderen Seite steht jedoch der verzweifelte Versuch eine dünne Story durch Gefühlsduselei aufzuplustern, was ja eigentlich nicht unbedingt als schlimm anzusehen ist. Bei "Kiss of the Dragon" funktioniert das aber leider nicht wie gewünscht. Der Zuschauer bleibt aussen vor und es wird kaum eine Möglichkeit geboten in die kalte Atmosphäre des Films einzudringen. Besonders negativ stieß mir die Tatsache auf, dass auch hier, wie schon in 99% aller "Jackie Chan"-Filme, "C-" und "B-"Movie Darsteller, bzw. Stunt-Men und hirnlose Kampfbrocken ohne Charisma, die Bösewichte mimen dürfen. Die schnellen Schnitt-Techniken in den Kampfszenen übernehmen leider auch hier Überhand und verhindern, dass man den Kämpfen sauber folgen kann. Ich habe nichts gegen schnelle Schnitte oder abgedrehte Kamerafahrten in Maßen, aber wenn ich kaum etwas davon zu sehen bekomme, was der Held da eigentlich so zaubert, dann macht es zumindest "mir" keinen Spass mehr. Der einzig "grandiose" Kampf des ganzen Films findet in einer Trainingshalle mit ca. 40 Eskrima-Kämpfern (Stockkampf) statt, die Liu Jian nacheinander wirklich cool wegputzt. Erinnert ein wenig an eine Szene aus dem "Bruce Lee"-Film "Fist of Fury", in dem dieser mit seinen Nunchakus in einer japanischen Karate-Schule ordentlich aufräumt. Dennoch ist diese Szene "sehr" sehenswert, aber leider die einzig erwähnenswerte Szene. In Jet Lis früheren Hits, wie "Romeo must die", gab es viele dieser frischen Kampfszenen, die zusätzlich auch noch sehr gut von der Kamera eingefangen und mit Witz und einem genialen HipHop-Soundtrack unterstützt wurden. Das alles fehlt in "Kiss of the Dragon", denn auch die Filmmusik will hier nicht so recht passen. Die Auswahl der HipHop- & Crossover-Tracks ist diesmal leider nicht gelungen und macht den Film nur noch kühler und unnahbarer. Hier hätte ein durchgängig klassicher Orchester-Soundtrack oder richtig knallige Breakbeats sicher mehr Spannung erzeugt. Als übertrieben, unnötig und abschreckend empfand ich auch einige der brutalen Gewaltszenen (schroffe Gewalt gegen Frauen, der "Kiss of the Dragon", etc.), die dem Film nichts Positives hinzufügen können, sondern eher wie ein Füllmittel für inhaltliche Lücken wirken. Am Ende bleibt uns somit nur eine leicht gefüllte Hülle ohne besonderen Inhalt - ein enttäuschender "B"-Movie im "A"-Movie-Gewand.
Fazit:
"Kiss of the Dragon" ist ein stumpfsinniger und teilweise unnötig brutaler Versuch Jet Lis Kampfkünste in eine BigBudget-Hollywood-Produktion zu quetschen. Mir genügt "Kiss of the Dragon" nicht mal als "No-Brainer" - und das will schon etwas heissen! Viel zu wenig "gute" Actionszenen und eine quasi nicht vorhandene, bzw. aufgeblähte Story zerstören das Gesamtbild des Films. Ich würde dem interessierten Filmfreund nicht einmal zu einem Testgang in die Videothek raten - "Finger weg" ist hier die Devise! Ich persönlich hole dann lieber noch einmal "Romea must die", "The One" oder einen der wirklichen Klassiker von Jet Li aus dem Regal.
Bild:
Beim Bild wird man zwar nicht ganz so enttäuscht, so richtig erfreulich ist das Ergebnis allerdings auch nicht: mäßiger Kontrast, nur befriedigende bis gute Schärfe, Bewegungsunschärfen, milchig wirkende Szenen und teilweise blasse Farben. Positiv fällt jedoch die sehr gelungene Kompression auf, die ohne Rauschen und Farbabstufungen auskommt. Etwas mehr Kontrast und ein wenig mehr Schärfe hätten hier schnell zu einem sehr guten Transfer verholfen. So bleibt das Bild nur auf durchschnittlichem Niveau.
Ton:
Die deutsche Tonspur klingt im Vergleich einfach nur schrecklich. Die Dialoge im Center wurden mit einem Ambient-Effekt oder einem kleinen Hall versehen. Dadurch klingen sie recht blechern und metallisch. Die gesamte Umgebung wirkt dazu noch sehr gedrungen und heftigst komprimiert - die räumliche Tiefe kann sich leider überhaupt nicht entfalten. Schüsse und Explosionen klingen wie von einem Kissen abgedämpft und die Musik dröhnt oft viel zu laut aus den Rears. Schade, so wird dem Film einiges an der eigentlich vorhandenen Dynamik genommen. Genau das Gegenteil ist jedoch die englische Tonspur - gegen die Synchro wirkt sie wie eine echte Erlösung. Was sofort auffällt ... der O-Ton ist einfach viel lauter, transparenter, räumlicher, klingt glasklar und ist mit seinen sehr gut verständlichen Dialogen auf jeden Fall der deutschen Synchro vorzuziehen. Hier können sich auch endlich die massig vorhandenen Kugelhagel, Detonationen und Kampfgeräusche entfalten und so der visuellen Power von Jet Li den letzten Kick geben.
Ausstattung:
Unverständlicher Weise bietet die ungekürzte Version des Films keinerlei Extras. Ausser ein paar Trailern zu anderen Titeln, sowie animierten und musikunterlegten Menüs, gibt es nicht viel zu entdecken. Die gekürzte FSK16-Fassung kommt da schon mit etwas mehr Material an Bord. Hier findet man Musikvideos, ein Making of, Behind the Scenes, Storyboard-Vergleich, den original Kinotrailer und vieles mehr. Eine doch sehr fragwürdige Veröffentlichungspolitik, die BMG/UFA hier betreibt, denn alle anderen DVD-Versionen des Films (US, Schweiz, etc.) kommen mit reichlich Ausstattung und einem hübscheren Cover daher.
harter actionfilm hier wird action vom feinsten geboten und in der hauptrolle actionsuperstar jet li!
die story ist einfach aber dafür sehr unterhaltsam und bietet eine menge szenen wo es knallhart zur sache geht.
Action- Ja / Sinn und Verstand- Nein Natürlich bin ich mir bewusst, dass ein Action/Martial-Arts Film keinen Anspruch auf eine tiefgreifende Story haben muss um gut zu sein. Aber was hier an Plotlöchern, Unlogik und Unrealismus geboten wird ist doch bereits an der Grenze des Erträglichen. Dies ist umso bedauerlicher, da der Film einige gute Ansätze hat: Die Kampfszenen sind spektakulär und kreativ, die Action ist packend, Jet Lis Charakter kommt sympathisch rüber und die Beziehung zwischen ihm und Bridged Fondas Rolle wird schön in Szene gesetzt. Die handwerklichen Voraussetzungen für gelungenes Actionkino sind vorhanden.Leider kann das Drehbuch diesem Anspruch absolut nicht genügen- zuviel wird dem reinen Effektkino untergeordnet. Die selben Probleme an denen auch "Cradle 2 the Grave" krankt. Während seine Chinesischen Streifen beinahe durchs Band sehenswert sind, kann Hollywood Jet Li in keinem wirklich würdigen Film unterbringen- sehr schade.
Fazit: Jet Li und Actionfans kommen auf ihre Kosten- Hirn ausschalten aber nicht vergessen.
Jet li ist king !!!! Jet Li kanns immer wieder und in diesen Film zeigt er es auch. die Kampfszenen sind kurz aber echt super gemacht. Die Story ein bisschen langweilig und die spannung kommt nicht zu kurz. ein echt super film mit superstar Jet Li und Bridget fonda (sexy).
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