5 Kommentare: Jugendliche Verwirrungen Sehr guter Film,der die Problematik der jugendlichen Selbstfindung mit allen Gefahren und Problemen drastisch darstellt.
Dieser Film regt zum nach denken an Interessante Freunde die nicht so wirklich Freunde sind, eine Schwester die einen über alles Liebt und die Freunde gleichen mit dazu. Ansehen lohnt sich da der Film viele gute Aspekte hat auch interessant und spannend ist. Jedenfalls regt der Film zum nach denken an und dann hat dieser Film schon viel erreicht.
Sinnlos Leider versuchen die Franzosen immer wieder, mit vielen erotischen Aufnahmen von einer schlechten (oder nicht vorhandenen) Story abzulenken. An erotischen Szenen mangelt es in diesem Film gewiss nicht, aber der Rest ist Schrott! Ein Bruder und eine Schwester die mit allem ins Bett gehen, das bei drei nicht auf den Bäumen ist (schnarch!). Ein Mord ohne Motiv der durch Zufall aufgeklärt wird. Das einzige gute an dem Film sind die hübschen Darsteller, ansonsten - weg damit!
4 Jungs, 1 Mädchen und ein Mord Lucy und Pierre, ein Geschwisterpaar und ihre 3 Freunde sind all so kurz vor 20, leben in Frankreich auf dem Lande, hängen zusammen ab, haben bejubelte Auftritte mit ihrer Band und experimentieren ungezwungen mit ihrer Sexualität. Lucy als einziges Mädchen der Fünfergruppe hat so scheinbar die meisten Optionen. Aber auch die homosexuellen Erregungen miteinander werden nicht unter dem Deckel gehalten. Pierre erweißt sich diesbezüglich auch außerhalb der Gruppe als recht aktiv. Er nimmt an Gruppensextreffen teil und verkauft seinen Körper an einen älteren Mann. Als er verschwindet und bald darauf erschlagen aufgefunden wird, macht sich seine Schwester auf die Suche nach dem Täter. Um endlich Licht in das Dunkle zu bringen, lässt sie sich sogar sexuell mit einem der polizeilichen Ermittler ein. Doch was sie herausfindet, hätte sie am liebsten nicht wissen wollen.
Vor allem die Machart des Filmes ist ungewöhnlich. Der Handlungsverlauf ist alles andere als geradlinig. Die schnellen Schnitte, auch durch die Zeitverläufe lassen Verwirrung aufkommen (ist das gerade eine Rückblende, oder die Rückblende der Rückblende??) Die erotischen Szenen sind gewohnt französisch ungezwungen, vor allem Pierre ist dabei eine Augenweide.
Das Ende ist schockierend, die Frage nach dem "Warum" bleibt aber gänzlich unbeantwortet.
Schwierig, dem Film Sterne zu geben. Sicherlich wird es manche geben, die ihn ziemlich gewöhnlich und eher langweilig finden werden. Ich habe mich jedoch für 4 Sterne entschieden, da er mich doch irgendwie fesselt hat und einfach ziemlich erfrischend in der Machart rüberkommt.
...leider nicht auf deutsch. die dvd-hülle ist rundherum in deutsch beschriftet. leider verzichtet man allerdings auf eine deutsch tonspur... wer des französischen nicht mächtig ist, darf sich diesen film mit untertiteln zu gemüte führen.
das finde ich irreführend. ich hätte gute lust, die dvd zurückzuschicken.
1 Kommentare: Amüsante Geschichte, die mit viel Tempo erzählt wird! Bei dieser eher unbekannten BBC-Produktion handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine gelungene Parodie des Genres. Auf jeden Fall ist es eine sehr amüsante und leichtfüßige Variante der Mantel-und-Degen-Filme. Die flott erzählte Geschichte des Vicomte Jacques St. Ives, der tapfere Soldat und Frauenheld, der wegen seines Wagemuts unversehens als Kriegsgefangener in Schottland sein Dasein fristet, bis er mithilfe einer schönen, jungen Lady nicht nur den Gefängnismauern entflieht, sondern auch das Geheimnis seiner Familie lüftet und dadurch unversehens in das größte Abenteuer seines Lebens verwickelt wird, besticht durch herrlich amüsante Mono- und Dialoge, gutgelaunte Darsteller, herrliche Kulissen und einen temperamentvollen Soundtrack. So unterhaltsam hat man das Spiel um Liebe und Ehre schon lange nicht gesehen!
Vicomte Jacques St. Ives (Jean-Marc Barr) hat mit seinen 34 Jahren das gewöhnliche Le-bensalter eines Offiziers schon längst überschritten. Daher zieht er mit einer gewissen Lässigkeit die täglich anstehenden Ehrenduelle mit Gleichrangigen durch. Als durch diese regelmäßigen Verpflichtungen ein morgendliches Schäferstündchen mit einer dunkelhaarigen Schönen zeitlich gefährdet wird, lässt er sich kurzerhand degradieren. Ob er das nicht schnell bereuen wird? Als nunmehr gemeiner Soldat gerät er auf jeden Fall recht schnell in die Hände der Feinde und muss in ein düsteres, schottisches Gefängnis. Der ehrenvolle, aber etwas steife Major Chevening (Richard E. Grant) hat die Oberaufsicht über die Gefangenen. Kein sehr guter Posten, um einer jungen Frau zu imponieren, aber trotzdem lädt er die schöne Flora, die bei ihrer Tante Mrs. Gilchrist (Miranda Richardson) lebt ein, seinen Wirkungskreis einmal näher zu betrachten. Das empfindsame Mädchen (Anna Friel "Ein Sommernachtstraum") verliebt sich jedoch auf den ersten Blick in den treuherzig blickenden Gefangenen, St. Ives, der mit seinen eleganten Reden die Besucher beeindruckt. Flora kommen der Name des jungen Mannes und auch das Familienwappen, welches er auf eine kleine Schachtel geschnitzt hat, bekannt vor. Tatsächlich wohnt der Großvater von Jacques keine 20 Meilen von dem Gefängnis entfernt und hatte bisher immer geglaubt, dass seine gesamte Verwandtschaft, bis auf seinen Enkelsohn, Alain, der Revolution zum Opfer gefallen wäre. Flora schmuggelt eine Karte des alten St. Ives ins Gefängnis, um Jaques die Flucht zu erleichtern. Als Major Chevening eines Abends frohen Mutes zu den Gilchrists reitet, um den Unterricht im Unterbreiten von Komplimenten, den er von dem Franzosen genossen hat, in der Praxis umzusetzen, ahnt er nichts von den tollkühnen Plänen der Insassen einer dunklen Zelle, zu der auch unser Held gehört. Dies ist aber erst der Auftakt zu einem großen Abenteuer um Freiheit, Leben und natürlich Liebe.
Besonders die Darstellung des schottischen Majors durch Richard E. Grant ist einfach köstlich. Seine Bemühungen um die Verfeinerung der gesellschaftlichen Talente, um das zarte, weibliche Geschlecht zu umgarnen, gelingen zunächst nur sehr wackelig, aber sein hölzerner Charme, verbunden mit ungeschickten Komplimenten amüsieren und gewinnen schließlich auch das Herz der weltgewandten Mrs.Gilchrist. Schneller entwickelt sich da der Heldenmut und als der entlaufene St. Ives mit einem Ballon die luftige Flucht antreten will, hängt er sich wagemutig an. Was für eine Szene!
Die Extras sind auf der DVD zwar ziemlich dürftig (Trailer zu diversen Filmen), aber der Hauptfilm ist einfach der Hammer!
1 Kommentare: Rohrkrepierer. Mal wieder ein Film, der in erster Linie an sich selbst scheitert. An der Erwartungshaltung, die er aufbaut - aber beileibe nicht erfüllen kann.
Nach einem kurzen, dramatischen Intro brettert uns die Titelsequenz entgegen. Mit flashigen Farben, schnellen Schnitten, und mit der falschestmöglichen Musik unterlegt. RAMMSTEIN. Mal davon abgesehen, daß das wohl schon grundsätzlich eine der peinlichsten Bands ist, die man sich vorstellen kann, ist ihre Musik eben laut, vergleichsweise heftig, auf große Emotionen getrimmt. RED SIREN erweist sich dann aber leider nur als kleiner, storymäßig und gerade emotional absolut schwachbrüstiger Film, der niemals ein Tempo erreicht, das ihn vom durchschnittlichen "Tatort" abheben würde.
Wir erleben Asia Argento hier mal wieder als Polizei-Inspekteurin. Die sich mit dem Fall der kleinen Alice beschäftigt, die von zuhause abgehauen ist, da ihre Mutter angeblich ihre Babysitterin aufs übelste gefoltert und umgebracht hat. Als Beweis hat Alice eine DVD mit Digital-Video-Aufnahmen mitgebracht, und die sehen wir dann erst mal. Ist aber nicht etwa Grund zur Freude für Gorehounds: da die Kamera einen Abstand von ungefähr 1 mm zum Monitor hat, auf dem man sich die Aufnahmen ansieht, sehen wir nur - verpixeltes Nichts. Schnell stellt sich jedenfalls heraus, daß Asia die Kleine nicht vor dem Schicksal bewahren kann, wieder zur Mutter zurückzukehren. Und deshalb haut Alice auch aus der Polizeistation ab; wird von zwei Killern gejagt; und landet durch Zufall im Auto von Leon dem Profi, ähhh Hugo dem Amateur. Das Auto hat ein Berliner Kennzeichen, treibt sich in Paris rum, und macht sich dann auf den Weg nach Portugal, wo man unter anderem auf griechische Killer trifft, aber alle Beteiligten sprechen nur (unterschiedlich englisch klingendes) Englisch. DAS nennt man dann wohl filmisches Multikulti ;-)
Natürlich wird Alice immer weiter von ihrer Mutter und ihren Killern verfolgt, natürilch gewinnt Hugo sie lieb, natürlich kommen sich Hugo und Asia zumindest insoweit näher, daß sie gemeinsam Alice beschützen, natürlich kommt es zu Shoot-Outs und Schlägereien, natürlich ist das hier alles so vorhersehbar und spannungsfrei inszeniert, daß man sich permanent nur wünscht, Asia würde noch mal einen Film gemeinsam mit ihrem Vater drehen. Ich glaube, ihr letzter wirklich gelungener Film war STENDHAL SYNDROME. Da spielte sie ebenfalls eine Polizei-Inspekteurin. Aber da hatte sich auch tatsächlich eine Rolle. Hier spielt sie eine eigentlich absolut unbedeutende Figur; im Vordergrund stehen Charaktere, die direkt aus der jüngsten Van Damme-Klamotte stammen könnten. Daß alle Figuren lebende Klischees sind, von der "absolut bösen" Person ohne einen Funken Liebenswürdigkeit, über den "heldenhaft Guten" mit dunklen Flecken in der Vergangenheit, hin zur "100% Unschuldigen" - das ist Ehrensache. Daß die Dialoge dem entsprechen, dürfte nicht verwundern. Platteste Klischees, die man teils wörtlich vorhersagen kann, werden zum besten gegeben. Und daß es im Reden und Handeln der Figuren Widersprüche gibt, sollte auch nicht überraschen. Ein Beispiel: Hugo erklärt Alice, daß Versprechen ihm heilig sind, daß er noch nie ein Versprechen gebrochen hat. Und erläutert Asia und dem verdutzten Publikum ein Weilchen später, daß Versprechen ihm unbekannt sind, daß er niemals welche macht. Ah ja.
Was dann allerdings doch überrascht, ist, daß man in diesem Haufen Durchschnittskost eine ganz bestimmte, sehr positive Leistung entdeckt. Angesichts der gähnenden Langeweile und Überflüssigkeit, die dieser Streifen ausstrahlt, ist das dann schon fast ein strahlender Diamant. Und zwar: Der Kameramann ist richtig gut. Es gibt hier ein paar wirklich beeindruckende Aufnahmen; Bilder, die schon fast Poesie ausstrahlen. Und, insbesondere beim ersten richtigen Shoot-Out, regelrecht interessante Perspektiven, die nahezu so etwas wie eine Atmosphäre aufbauen. Und auch ein hübscher, leider kurzer "Wir verfolgen ein Geschoß im Flug bis zum Einschlag"-Shot ist dabei.
Dieser Aspekt, zusammen mit dem (von der Eröffnung abgesehen) brauchbaren Soundtrack, bewahrt den Film vor dem völligen Verriß. Nichtsdestoweniger: wer sich das hier ansehen will, sollte genügsam sein, Langeweile ertragen, und keinerlei Erwartungen hegen. Nein, es gibt nicht mal einen sexy Shot von Asia. Es gibt keine Überraschungen, keine Spannung, keine großartigen Gründe, hiermit seine Zeit zu verschwenden. Es sei denn, das Fernsehprogramm ist noch schlimmer.
In Europa ein Hit, floppte der Film jedoch in den USA, wo er überarbeitet, mit neuer Musik und einem anderen Ende versehen wurde. Dennoch ist aus Luc Bessons Im Rausch der Tiefe wegen der fantastisch fotografierten Bilder (an Land und unter Wasser) und dem träumerischen Ambiente ein Kultklassiker geworden. Jean Marc Barr spielt Jacques, einen niedlichen, sensiblen und sehr ruhigen Taucher, den ein einzigartiges tiefes Verständnis mit dem Meer verbindet. Er besitzt die erstaunliche Fähigkeit, bei sehr tiefen Tauchgängen seinen Herzschlag und seinen Kreislauf herab zu setzen -- ein Phänomen, das bisher nur bei Walen und Delfinen beobachtet wurde, wie ein Wissenschaftler bemerkt.
Die New Yorker Versicherungssachverständige Joanna (Rosanna Arquette, aufregend und liebenswert sexy wie nie) schmilzt dahin, nachdem sie sich in Jacques unschuldige, blaue Augen verliebt hat und folgt ihm nach Italien. Dort setzt Jacques einen Tauchwettkampf fort, den er seit der Kindheit mit seinem Rivalen Enzo führt (Jean Reno, der eine ebenso komische wie anrührende Performance zeigt).
5 Kommentare: Einfach nur wunderschön.... Von diesem Film hatte ich vor einiger Zeit gehört, dass er wegen der Tauchszenen sehenswert sein sollte. Doch was mich mit diesem Film letztendlich erwartete, das konnte ich nicht ahnen. Ein absolut bewegender und wunderschöner Film, der mich sehr berührt hat und mir sehr zu Herzen ging.
Die Hauptdarsteller sind mit Jean Reno, Jean-Marc Barr und Rosanna Arquette sehr gut besetzt und sie spielen ihre Rolle sehr überzeugend. Ganz besonders hat es mir Jacques angetan, von dem man gleich von der allerersten Sekunde an das Gefühl hat, dass er irgendetwas "unreales", fast unmenschlich-feenhaftes an sich hat. Man bekommt sofort dieses Bedürfnis, ihn vor der Welt dort draußen beschützen zu wollen.
Auch Enzo, der nach außen zwar den kontrollierten tollen Typ spielt, entpuppt sich im Laufe des Films zu einem sensiblen, ebenso dem Meer verbundenen Menschen wie Jacques. Erst am Schluss erkennt der Zuschauer die ganze Tragweite seines doch eher zarten Wesens, als er letztendlich den Tod im Meer wählt - Rückkehr zur Heimat.
Die etwas naive, aber ebenso sensible Johana ist das Bindeglied zwischen dieser verzauberten Welt des Meeres und der Tiefe und dem realen Leben. Aus ihrer Welt in New York kommend, stellt sie den krassen Gegensatz zu Jacques dar. Man spürt schon fast von Anfang an, dass diese Liebe keine Chance haben wird, denn die tiefe Verbundenheit Jacques' zum Meer und den Delfinen ist gleich sehr deutlich zu spüren. Im Grunde hält man die ganz Zeit den Atem an und fragt sich, wann das Schicksal zuschlagen wird.
Auch wenn der Film vom Plot her ein wenig vorhersehbar ist, ist man dennoch total im Bann dieses Films, ja fast gerät man selbst in diesen "Rausch der Tiefe". Ich habe mich gefragt, ob es dieses Gefühl bei Tauchern tatsächlich gibt....
Es ist ein wunderschön-trauriger Film mit einem dramatischen Ende... Schön fand ich, dass Johana am Ende verstanden hat, dass sie Jacques "nach Hause" gehen lassen muss. Dass sie als Geschenk ein Kind von ihm erwartete, fand ich einerseits schön, dass sie eine Erinnerung an ihn hat, aber traurig ist, dass dieses Kind seinen wundervollen Vater nie kennenlernen wird.
Ein absolut sehenswerter Film, der auch durch seine tollen Bilder ein Genuss ist.
Traumfilm Einer meiner Lieblingsfilme. Erst recht in der Langversion wie hier!!! Gegen Ende des Films wird sicherlich kaum noch jemand nicht über längere Zeit die Luft anhalten, um mitzutauchen!!!
Sehr gut überarbeiteter Streifen auf Blu Ray! Sehr tiefgründiger Film (im wahrsten Sinne des Wortes) beieindruckende Bilder und wenn man sich die (nicht überarbeiteten) Specials (Making of) anschaut, sieht man die Qualität der BD.
kann man - muß man aber nicht Hatte viel tolles von dem Film gehört. War jetzt aber nicht sooo begeistert. Die Unterwasseraufnahmen speziell mit den Delphinen sind toll, aber sonst hat mich der Film im ganzen nicht so vom Hocker gehauen...
Bitte für immer auf den Meeresgrund versenken!!! Ich habe den Film gekauft, weil Luc Besson und Jean Reno als Team bisher immer gute bis sehr gute Filme abgeliefert haben. Also dachte ich, da kann man doch nichts falsch machen. IRRTUM. Dies ist einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Weder die Unterwasseraufnahmen noch die schauspielerische Leistungen können überzeugen. Besonderst Jacques, der die meiste Zeit nur dümmlich vor sich hingrinst und kaum einen Satz zu stande bringt, ließ mich zu dem Fazit kommen: Es ist nicht gut, wenn das Gehirn beim Apnotauchen zu wenig Sauerstoff bekommt.
Ein Film den man einfach auf den Grund des Meeres versenken möchte.
5 Kommentare: großspurig Ich mag es, wenn Kunst herausfordert und zum Denken anregt. Außerdem hat Lars von Trier Filme gedreht, die mir sehr gut gefallen. Doch "Europa" ist nicht geistig anspruchsvoll, sondern nur noch großspurig. "Europa" zeigt, dass das "Kunst"-Etikett eine Ausrede für einen sehr schlechten Film sein kann.
Schaffner bei Zentropa.... Deutschland im Jahre Null, 1945: Der aus Deutschland stammende und vor dem zweiten Weltkrieg emigrierte junge Amerikaner Leopold Kessler (Jean-Marc Barr) will im zerstörten Deutschland beim Wiederaufbau helfen. Durch seinen Onkel (Ernst Hugo Järegard) hat er sogar gleich nach der Einreise eine Arbeit als Schlafwagenschaffner gefunden. Der Onkel, ein sonderbarer Kauz, weiht ihn in die hohe verantwortungsvolle Aufgabe als Mitarbeiter der Bahngeschellschaft Zentropa ein. Sauberkeit, Zuverlässigkeit, erstklassischer Dienst am Kunden. Die Lockerheit des Amis reibt sich an der deutschen Gründlichkeit und am Hang zur Perfektion. Es gibt tausend Dienstvorschriften, die eingehalten werden müssen...Dutzende Formulare, die während der Fahrten ausgefüllt werden sollen. Der Onkel kündigt seinem Neffen an, dass in 6 Monaten die Prüfung zum Schaffner ansteht. Leopold ist nun Auszubildender. Schnell hat der junge Amerikaner Anschluss: Er lernt während einer Fahrt Katharina Hartmann (Barbara Sukowa) kennen, die Tochter des Zentropa Bahnlinienchefs Max Hartmann (Jörgen Reenberg). Dieser hat derzeit Ärger mit seiner Nazi-Vergangenheit, doch Oberst Harris (Eddie Constantine) versucht sein möglichstes den Vergangenheitsfragebogen für den wichtigen Wirtschaftstycoon wohlwollend zu kaschieren.
Leopold wird zum häufigen Gast der Familie Hartmann, er lernt Sohn Lawrence (Udo Kier) und auch den Pater (Erik Mork), ein Freund der Familie kennen. Irgendwie beschlagnahmen alle den erfrischend naiven Leopold. Großen Ärger bereiten der Bahnlinie auch die Sabotageakte der "Werwölfe", eine Gruppe von Naziterroristen, die Anschläge auf Deutsche verüben, die mit den Allierten kooperieren...
Lars von Triers 1991 gedrehtes Meisterwerk "Europa" ist eine dänisch-schwedisch-deutsche-französisch und schweizerische Coproduktion. Anders als in seinen Dogmafilmen dominiert in "Europa" ein extrem raffinierte und brilliante Filmtechnik. Der Schwarzweiss Film wechselt immer mal wieder in einen Farbfilm und zurück. Dabei sind diese Wechsel nie bemüht, sondern sie passen exakt zu den Stimmungen des Films. Lars von Trier arbeitete mit Überblendungen und zahlreichen anderen optischen Raffinessen. So spielt der Film eigentlich nur in der Nacht, er verbreitet sofort eine äusserst geheimnisvolle, bedrohliche Stimmung, die die gesamte Laufzeit von 112 Minuten gekonnt aufrechterhalten wird. Selbst witzige Einlagen, z.B. findet Leopolds Prüfung durch 100 %ig genaue Prüfer gerade dann statt, wenn nur noch wenig Zeit bleibt ein Bombenattentat zu verhindern. Ein Off-Stimme macht die Stimmung noch hynotischer und suggestiver. Die Bilder, die die Kameramänner Henning Bendtsen, Edward Klosinski und Jean-Paul Meurisse entstehen liessen, erinnern an die 40er Jahre und auch an den Film Noir.
Für mich ist "Europa" nicht nur Lars von Triers bester Film, sondern auch einer der besten 20 Filme der 90er Jahre.
"Du hast die deutsche Frau kennen gelernt." Nein, noch kein DOGMA, keine Handkamera, vielmehr kunstvolle Kamerafahrten, atmosphärisches S/W mit Farbsequenzen und ein Hauptdarsteller, der zwar nicht viel schauspielern muss (man könnte das auch Zurückhaltung nennen), aber trotzdem einen überzeugenden Eindruck macht als getriebener Gutmensch, der wenig bis nichts durchblickt im postfaschistischen Nachkriegsdeutschland. Der Film beginnt mit einer Hypnose-Sequenz, die den Zuschauer einlullen soll. Dazu eine auch in der deutschen Version einnehmende Stimme (im Original: Max von Sydow), die immer wieder die Handlung beschleunigt, kommentiert, die nächste Szene einleitet. EUROPA ist auch eine Komödie (die Prüfung im Schlafwagen), eine Art Liebesfilm (mit einer spröden Barbara Sukowa), Thriller-Elemente lassen sich ebenso nachweisen, und letztendlich ist es auch Arthouse-Kino mit phantastisch komponierten Bildern, einer suggestiven Musik und einem schrägen Pathos, für das mir überhaupt keine Referenz einfällt. Die Kamerarbeit ist atemberaubend. Der Schluss - die letzte fünf Minuten - gehören zum Besten, was ich jemals gesehen habe. Und dann birgt das alles noch ein ganz eigentümliches Geheimnis.
Geheimtipp erster Güte Ich studiere in Köln Filmwissenschaften und für ein Seminar mußten wir uns diesen Film anschauen. Lust darauf hatten wir nicht, denn die Filme von Lars von Trier sind nicht unbedingt leichte Kost. Aber es kam alles anders: Dieser Film ist Kunst und nie war Kunst so unterhaltsam. Von Trier schafft es aus den Mitteln der Filmerei alles herauszuholen. Die Geschichte und die Umsetzung des Films sind aller erste Güte. Die Charaktere und vor allem die mitreisende Musik des Films machen ihn unschlagbar. Selten ging Kino so unter die Haut, wie bei diesem Drama. Vielleicht immer noch nicht leichte Kost und auch nichts für Leute, die noch keinen Film von Lars von Trier gesehen haben, aber auf jeden Fall nicht nur für den gehobenen Cineasten ein absolutes Muß. Mal wieder typisch, daß es keine deutsche Veröffentlichung gibt.
Mein Liebling von Trier Ich weiss noch, als ich diesen Film das erste Mal gesehen habe: Praktisch niemand kannte damals Trier und so kam er auch nur in einem Sonderprogramm ins Kino. Seit dieser Vorführung wusste ich, dass Trier zu einem der wichtigsten Regisseuren für mich werden würde. Schon zu Beginn taucht man hypnotisch ins Unheil ein, in einen bösen Traum, aus welchem zu erwachen nicht mehr möglich erscheint. Das fatale Schicksal nimmt seinen Lauf und mündet (wortwörtlich!) in einem Ende, welches einfach unbeschreiblich ist. Lassen Sie sich überraschen! Stilistisch und aestethisch ist dieser Film eine Wucht. PS: Es lohnt sich auf jeden Fall die DVD zu kaufen und nicht zu mieten, da dieser Film mehrmals angeschaut werden will, kann und muss!
5 Kommentare: Homoeoritsche aphrodisierende Meeresfrüchte? Der Film ist die französische Summe der Leichtigkeit ein Problem zu lösen ohne dass man in einer Gesellschaft nach WinWin oder LooseLoose Menschen sucht. Alles ist so einfach wie es doch nicht sein sollte und alles sollte so sein wie es doch nicht ist. Statt in den Ferien sich zu erholen werden die Familienverhältnisse neu geordnet. Ohne Tiefgründig zu sein versucht der Film in humorvoller Art die Beziehungen ein bisschen auseinanderzunehmen und siehe da. Die Moral von der Geschicht ist, dass die Moral doch nicht besticht. Ein schöner Film ohne Fragen zu stellen sondern einfach gleich die Antwort zu liefern und somit nichts offen lässt. Vielleicht ist das das einzige was nicht typisch französisch ist an diesem Film.
Weltkasse und Regionalliga in einem In einigen Bereichen ist der Film Weltklasse. So hat wohl noch selten in einem Kinofilm eine Dusche eine derart wichtige Rolle gespielt. Soviel sei verraten: jeder Akteur ist irgend einmal während des Filmes in der Dusche zu sehen. Neben diesem running Gag bietet der Film auch den typischen Humor einer französischen Komödie. Zum Beispiel, als der Geliebte von Beatrix sich völlig nackt verstecken muss und in der voluminösen Pflanze vor dem Haus verschwindet. Um dann - als die Gefahr vorüber ist - ebenso unbekleidet wieder aus dem Grünzeug zu entsteigen. Oder auch jene Szene, in welcher es auf einem Felsen beim Strand zu einer erotischen Handlung zwischen Beatrix und ihrem Geliebten kommt, und die Protagonisten in ihrem Wohlsein sämtliches Meeresgetier aufzählen, welches ihnen gerade in den Sinn kommt. Dabei hat der Klang dieser Worte (Knurrhahn etc.) alles andere als eine aphrodisierende Wirkung auf die eben stattfindende Handlung. Wie in vielen französischen Filmen wird auch zusammen ein Liedchen angestimmt, und dies nicht einmal schlecht. Aber schliesslich war dieses Chanson schon einmal ein Hit, anfangs der 60er Jahre gesungen von der Ikone Brigitte Bardot.
Alles in allem bietet der Film einige Glanzlichter, die wir an französischen Komödien so lieben und welche die politisch immer etwas unkorrekten französischen Filme von den aalglatten (schon wieder ein Fischname) amerikanischen Produktionen wohltuend unterscheidet.
Leider ist der Schluss nicht gelungen und gehört eben in die Kategorie Regionalliga. Zwar hatte man während des grössten Teils des Films keine Vorahnung, wie das Ende ausgehen könnte. Aber trotzdem war der Schluss weder gelungen noch besonders witzig. Schade für die überdurchschnittliche Qualität des Films während einer langen Zeit.
Nervig "französisch" Ich habe französische Komödien immer geliebt, besonders Eric Rohmer und ähnliches. Aber dieser Film nervt in seiner sexuellen Aufdringlichkeit. Und seine "Alles ist erlaubt, solange es Spass macht" Moral ist auch nicht meine Sache. Ein paar wenige gute Sätze, sonst hat der Film nichts zu bieten. Schade um die Hauptdarstellerin Valeria Bruni-Tedeschi.
Wirklich ein schöner Film, aber es wird zuviel geduscht... Ich habe mir heute aufgrund der positiven Rezensionen hier diesen Film angeschaut und muss bestätigen, das ich die 90 Min. gut unterhalten wurde. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet worden und man weiss beinahe bis zum Schluss nicht wer nun welche sexuellen Vorlieben hat oder wer mit wem verbandelt ist.
Insgesamt ein ganz guter Streifen, auch wegen der schönen Landschaftsaufnahmen, aber nicht herausragend. Lustige Anmerkung am Rande, ich habe wohl schon mehrere Tausend Filme gesehen, aber mir sind zuvor noch nie soviele Duschszenen in einem einzigen Film aufgefallen.
Die Wunderbare leichtigkeit des Seins.... Wirklich ein gelungener, wunderschöner französisccher film mit authentischen Darstellern und einer amüsant-verzwickten Geschichte.
Die vierköpfige Familie, die ihren Sommerurlaub an der Küste verbringt, in einem Ort, den der Vater von früher kennt...
Dabei sind auch die Anhänge der beiden Kinder: Der Freund des (vermeintlich schwulen) Sohnes sowie der Freund der Tochter. Extrem lustig wird es, als der Liebhaber der - sehr liberalen und toleranten - Ehefrau auftaucht und der Vater seinen Ex-Liebhaber wiedertrift, der im Ort der Klemptner ist...
Ein Film, den man durchaus ohne Zweifel mit der gesamten Familie und all seinen Freunden zu einem gmütlichen Filmabend sehen kann.
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5 Kundenberwertung(en): Titel: Entführ mich in eine andere Welt.... Die Geschichte beginnt 1965 auf einer idyllischen Insel in Griechenland: Die Kinder Jacques und Enzo sind begeisterte Tiefseetaucher. Ihr ganzes Leben sind sie verbunden durch eine von Rivalitätsgedanken durchzogene Freundschaft, eine Hassliebe, die zwanzig Jahre später ein dramatisches Ende nimmt.... "The Big blue" hat mich von der ersten Minute magisch in seinen Bann gezogen. Der Regisseur spielt mit einer Urfaszination des Menschen: der tiefe, unergründliche Ozean. Die 154 Minuten lange Videofassung bietet ausser fantastischer Unterwasserlandschaften außerdem noch Einblicke in die zwischenmenschlichen Beziehungen der beiden um den Weltmeistertitel kämpfenden, grundverschiedenen Männern. Fazit: Ein fantastischer Film, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Liebhaber von Nonstop-Action, Kämpfen und Schlag auf Schlag folgenden Special-Effects könnte der zweieinhalbstündige Film langweilen, für alle, die meditative, emotionsreiche Filme lieben: Kaufen!Titel: Super Bilder und Stimmungen Ich, als Taucher, kenne natürlich die Geschichte der beiden Filmfiguren, sie sind Realität. Sie waren Kontrahenten, ok, ob sich alles so zugetragen hat, wie im Film, ??, aber Schwamm drüber... Der Film vermittelte mir auf alle Fälle das Gefühl, das man(n)/frau auch beim Tauchen erleben kann ... abheben in eine andere Welt, eine andere Dimension ... Es sind unheimlich schöne Bilder, die in meinem Kopf entstanden und ich werde mir den Film noch X-Mal ansehen.Titel: Ich hab alle Filme mit Jean Reno und von Luc Besson gesehen ...und ich kann versichern, daß "Im Rausch der Tiefe" wirklich ein Meisterwerk allererster Klasse ist.Besonders auf Französisch empfehlenswert.Leider ist die Synchronisation für die deutschen Bürger meistens nicht so toll.Auch wenn man nicht der französischen Sprache mächtig ist-die Bilder sagen schon alles aus.Titel: Wie Ausrutschen ohne hinzufallen. Als großer Film- Freak habe ich in meinem Leben schon sehr viele Filme gesehen. Dieser hier ist seit etwa 12 Jahren mein absoluter Favorit. Auch nach ca. 30 Mal Gucken fasziniert mich immer noch seine unglaubliche Atmosphäre. Es ist, als seien die Schauspieler wirklich die Figuren, die sie darstellen. Und es ist, als sei ein großer Teil von Dir selbst in diesem Film enthalten.Titel: Liebe zum Leben, Liebe zum Meer Dieser Film (habe ihn 11x gesehen und werde in noch 50x anschauen) beschreibt eine wahre Begebenheit, eine Konkurrenz-Freundschaft zwischen zwei Männern einer Traumfrau mittendrin, in einer Welt von Gefühlen und dem Meer, sowie der Liebe und der Fazination die soweit über Grenzen hinausführt, daß man es eigentlich garnicht beschreiben kann. Wer das Meer liebt und dem Tauchen verfallen ist, wird auch diesem Film verfallen. Mit großartigen Schauspielern besetzt, ohne Hollywood-Geplänkel.