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Kalifornien [VHS]
Preis bei Amazon.de: Keine Angabe
Bei Amazon.de
3 gebraucht ab EUR 2,00

1 Kundenberwertung(en): Titel: Durchschnittliche Reise-DVD mit vielen Fallen
Der Cover und die Beschreibung dieser DVD versprechen viel: Konzentration auf Kalifornien, 120 Minuten Laufzeit, Bonusfilm, Sprach- und Reiseführer und zahlreiche Routenvorschläge - ein guter Grund zuzugreifen ... mitnichten! Was sich hier so exzellent liest, hält einer näheren Untersuchung (dem Abspielen der DVD) nicht stand. Der Hauptfilm ist bereits nach zirka 60 Minuten zu Ende, der angeführte Bonusfilm entpuppt sich als (ebenfalls) 60 Minuten langer Werbefilm für Lufthansa-Flugangstseminare.

Die Hoffnung, Kalifornien im Detail zu erleben, muß leider revidiert werden - enthält der Hauptfilm doch die bereits -zig Mal gesehene "Standard-Südwestrunde" einschließlich Nevada, Utah und Arizona. Noch dazu kann das Entstehungsjahr des Filmes auf Grund von erkennbaren Kinoplakaten ganz leicht auf 1985 datiert werden ("Teen Wolf"), was z.B. in den hoffnungslos veralteten Aufnahmen von Las Vegas krass zum Vorschein kommt.

Der Reiseführer ist für eine DVD überraschend umfangreich, besteht aber ausschließlich aus eng beschriebenen Texttafeln ohne Verwendung von Photos. Ein einziger gedruckter Reiseführer (und sei er noch so dünn) ersetzt ihn vollständig und mit Leichtigkeit. Der Sprachführer ist schlicht und einfach verzichtbar; wer bislang nicht des elementarsten Grundvokabulars der englischen Sprache mächtig war, für den wird auch diese DVD nicht die Rettung sein (wie stelle man sich die Verwendung dieses Sprachführers genau vor)?

Soviel zu den augenscheinlichsten Fallen. Was die DVD am Ende doch nicht zu einem vollständigen Reinfall macht, ist, daß der Hauptfilm zwar kurz, alt und am Titel vorbeigehend, aber trotzdem nie wirklich schlecht ist. Wer den Südwesten noch gar nicht kennt, erhält hier doch einen recht guten Überblick in akzeptabler Qualität. Die Hälfte der angegebenen Laufzeit einer Reise-DVD für einen Bonusfilm über Lufthansa-Flugangstseminare zu verwenden ist zwar dreist, was jedoch nicht bedeutet, daß der Bonusfilm schlecht ist. Im Gegenteil, wen hin und wieder die Flugangst trifft, der mag mit den Informationen und Ratschlägen zu entspanntem Fliegen durchaus seine Freude haben.

Psycho [UK Import]
mit Anthony Perkins, Frank Albertson, Vaughn Taylor, George Eldredge, Sam Flint, Regie: Alfred Hitchcock
DVD bei Amazon: EUR 19,62 EUR 23,99
(4 gebraucht ab EUR 2,94)
Erscheinungsdatum: Februar 2006
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
5 Kommentare:
Die Wiege des Horror
Hier haben wir es mit einem der weltbesten Horrorfilme zu tun. Norman Bates (Anthony Perkins) lebte wirklich, die Geschichte wurde vom Unterhaltungsschriftsteller Robert Bloch neu interpretiert und hier von Alfred Hitchcock verfilmt. Der reale Norman Bates hieß "Ed Gein" und lebte abgeschieden mit seiner Mutter auf einer kleinen Farm in einem inzestiösen Verhältnis. Als seine Mutter gestorben war, grub der nekrophile Gein sie wieder aus, zog er ihr die Haut ab und "bastelte" sich Gegenstände des allgemeinen Gebrauchs damit, etwa aus den Brüsten eine Lampe.

Die Polizei fand in Geins Farmhaus Teile verschiedener Leichen, die er wie seine Mutter ausgegraben hatte, darunter eine Sammlung präparierter weiblicher Geschlechtsorgane und Masken aus menschlicher Gesichtshaut, in einer Pfanne fand man ein Herz. Der Fall wurde aktenkundig beim FBI und Vorbild für viele Horrorfilme, etwa "Texas Chain Saw Massacre" oder "Das Schweigen der Lämmer" und viele, viele mehr. Nach Geins Untersuchung durch Psychiater kam heraus, dass er seine dominante Mutter durch das Schneidern eines Anzugs aus Frauenhaut wieder auferstehen lassen wollte.

Der Film gehört zum Besten und Erfolgreichsten, was Alfred Hitchcock der Welt schenkte. Eigentlich fängt alles sehr harmlos an, nämlich mit einer kleinen Angestellten (Janet Leigh), die mit der Kasse durchbrennt und danach den größten Horror ihres Lebens erlebt. Man hätte eben halt mal den Wagen richtig volltanken sollen, um an "Bates Motel" vorbei zu sausen.

Der Inhaber entpuppt sich nämlich als Psychopath, der seine Gäste beim Duschen durch ein Loch beobachtet und zudem noch seine tote und mumifizierte Mutter im Keller sitzen hat, von der er imaginäre Befehle zum Töten erhält. So wird unter der Dusche per Fleischermesser getötet, was unter der schrillen Musik von tausend Geigen erfolgt, was zum Klassiker avancierte, also das Gemetzel und die Musik.

Wie sich rausstellt: Norman Bates hatte den Willen seiner strengen und dominanten doch toten Mutter immer respektiert, selbst über den Tod hinaus, hatte nach ihrem Hinscheiden selbst eine Perücke aufgesetzt, die ihn in seiner Einbildung zur Mutter werden ließ und so im Namen der Mutter getötet. Die Mutter wollte immer die einzige Frau im Leben Normans bleiben, alle andere Frauen galten der religiösen Fanatikerin als sündhaft und mussten eliminiert werden.

Allein die Schockelemente und die Kameraführung unter der Dusche rechtfertigen fünf Punkte, aber auch die Darsteller sind excellent getroffen: Perkins als der weltfremde, schüchterne, in seiner kranken Innenwelt lebende Eigenbrödler und natürlich Janet Leigh, die Frau von Toni Curtis und Mutter der späteren Horrorikone Jamie Lee Curtis ("Halloween", "The Fog").

Ein Superfilm, ein Habenmuss, ein Schocker der Spitzenklasse, jetzt nochmals in nie gesehener Pracht in der amerikanischen Kinofassung und von den Originalbändern remastert (war seinerzeit schon peripher und unbedeutend, aber trotzdem schmerzlich gekürzt) auf Blue-Ray mit einigen neuen und wirklich informativen Extras, die das Herz höher schlagen lassen. Also kaufen! PP

Meisterwerk der Filmgeschichte erstmals auf Blu-ray !
Es gibt Filme, die sind heillig, es gibt Filme die zählen zu den Besten Filmen aller Zeiten und es gibt Filme, die sind derart unvergeßlich, das sie einem nie wieder aus dem Kopf gehen. "PSYCHO" vereint ALLE diese Atttribute in sich und noch vieles mehr.

WAS MACHT "PSYCHO" ZUM KLASSIKER ?

Kurz und bündig: Alles ! Es ist egal, ob wir hier von der exzellenten und wegweisenden Kameraarbeit sprechen, von den Darstellern und der Regie, ob wir von dem Plot sprechen, der uns nach ca. 45 Minuten als einer der wenigen Filme weltweit die Hauptdarstellerin (Janet Leigh) durch den berühmten Mord unter der Dusche entreisst (!)-ein selbst aus heutiger Sicht gradezu unverzeihlicher Bruch mit allen Filmgesetzen, der hier aber seine absolute glaubwürdige Perfektion findet- oder ob wir auf die Storyline schauen, welche auf wahren Ereignissen beruht. Hitchcock`s Geschichte lehnt sich an den authentischen Fall des Massenmörders Ed Gein (Das hier gerne verwendete Wort "Serienkiller" ist schlichtweg falsch) aus Wisconsin, der auch Pate stand für die Kultfilme "The Texas Chainsaw Massacre" und "Das Schweigen der Lämmer". Bevor (!) "Psycho" 1960 in die Kinos kam, existierte der Genrebegriff "Psychothriller" noch garnicht. Schon an diesem Begriff wird deutlich, wie wegweisend Hitchock`s Film für das amerikanische aber auch internationale Kino war. Nicht ohne Grund steht "Psycho" bis heute in der Liste der "50 Besten Filme aller Zeiten" (American Film Institute). Jetzt erscheint das Meisterwerk pünktlich zum 50-jährigem Jubiläum des Films erstmals (!) auf Blu-ray.

HITCHCOCK-CRASHKURS: WAS IST DENN -BITTESCHÖN- EIN McGUFFIN ?

Für Hitchcock bedeutete "Psycho" nach dem exzellenten, aber seinerzeit schwierigen "Vertigo-Aus dem Reich der Toten" sowie seinem noch heute ungemein frischen "North by Northwest-Der Unsichtbare Dritte" den dritten Kinohit in Folge. Da in fast jedem Hitchcock-Film sogenannte "McGuffins" auftauchen (Und nein, es gibt sie nicht bei McDonald`s !), hier unser schneller Hitchcock-Crashkurs zum Thema "McGuffin" für Neueinsteiger: Eine Sache, ein Objekt oder eine Person welche eine Handlung in Gang (!) setzt. Das nannte Hitchcock einen "McGuffin". Der Begriff stammt aus dem schottischen Sprachgebrauch und lehnt sich an einen schottischen Witz an, bei dem zwei Schotten sich treffen und über eine Sache sprechen, die im Grund NICHT (!) existiert, aber um die sich alles (!) dreht. Das muss NICHT heissen, das es am Ende (!) des Films noch um den "McGuffin" geht. Er soll, wie bereits erwähnt, lediglich die Handlung in Schwung bringen. Neueinsteiger und Hitchcock-Frischlinge sollten unbedingt auf den "Psycho"-McGuffin achten: Das Geld ! Tipp: Achten Sie mal beim zweiten (!) Ansehen von "Psycho" darauf, was mit dem von Janet Leigh entwendeten Geld tatsächlich passiert und insbesondere, welche Bedeutung dem Geld am Ende (!) des Films noch zugute kommt. Sie werden staunen. Ist das gestohlene Geld zu Beginn von "Psycho" noch DAS Thema (!), so spielt es am Ende des Films überhaupt keine Rolle mehr. Beim ersten Betrachten von "Psycho" (Gibt es wirklich noch Menschen, welche den Film NICHT kennen ?) wird es fast unmöglich sein, den "McGuffin" zu bemerken, weil man einfach zu fasziniert ist von dem, was man sieht. Es sind Bilder, die man wohl nie wieder loswerden wird. Haben Sie den McGuffin gefunden, gesehen und sich von Ihm zu Anfang mitreissen lassen ? Super, dann sind sie genau wie viele andere Zuschauer von Hitchcock mit allen Regeln der Kunst an der Nase herumgeführt worden. :)

STORYLINE "PSYCHO"

Die nicht gerade arbeitswütige Büroangestellte Marion Crane arbeitet in einem Immobilienbüro in Phonix (Arizona). In den Mittagspausen nutzt sie die kurze Zeit für ein Schäferstündchen mit Ihrem gutaussehenden, aber mittellosen Freund (John Gavin), in der beide von einer besseren Zukunft träumen. Als an einem Freitag ein wichtiger Immobilien-Kaufabschluß ansteht, bei dem der Kunde die Summe in bar (!) hinterlegt, bittet sie Ihr Chef, das Geld zur Bank zu bringen. Überraschend meldet sich Marion auch gleichzeitig krank, weil sie sich angeblich nicht wohl fühlt und bittet Ihren Chef nach dem Bankbesuch gleich nach Hause gehen zu können.
Marion täuscht Ihre Erkrankung vor und verschwindet mit dem Geld und Ihrem Auto aus Phoenix. Unterwegs plagen sie nicht nur Schuldgefühle, auch die Personen die Ihr begegnen, spiegeln ihr schlechtes Gewissen überdeutlich wider. Als die Nacht hereinbricht und zusätzlicher Regen die Sicht behindert, beschließt sie die Nacht in dem abseits gelegenen "Bates Motel" zu verbringen. Der junge Norman Bates, der das Motel angeblich mit seiner Mutter führt, stellt sich zunächst als ein höflicher, aber auch verschlossener junger Mann vor. Was Marion jedoch nicht ahnt ist, welch grauenhaftes Erlebnis Ihr in Zimmer 1 des Motels bevorsteht....

DER BERÜHMTESTE (DUSCH-)MORD DER WELT !

Zweifelsohne gehört der Mord unter der Dusche zu den Todesszenen, die sich für immer im Kopf des Betrachters manifestieren und man kann mit Fug und Recht behaupten, das seit jeher kein anderer Filmmord derart berühmt ist wie dieser. Da "Psycho" ein Schwarz-Weiß-Film ist, diente als Blut stinknormaler Kakao, da braun in S/W-Filmen wie dunkles Rot aussieht. "Psycho" diente Hitchcock nicht nur dazu perfide mit dem Publikum zu spielen, sondern auch um nach den goldenen und für Hitchcock kommerziell höchst erfolgreichen 50er Jahren sich mal wieder an kleinere Budgets zu umzugewöhnen. Während andere Regisseure immer mehr nach oben streben, dabei aber meist Ihr Ziel aus den Augen verlieren, zog es der Meister des Suspense vor, seinen ersten Film für die beginnenden 60er Jahre mit einer kleinen TV-Crew zu realisieren, die schnelles und effektives Arbeiten gewohnt waren. Gleichzeitig liefert "Psycho" erste Anzeichen von Hitchcock`s kommendem Film "Die Vögel", denn auch hier spielen die Tiere eine wichtige Rolle.

DER EINFLUß VON "PSYCHO" UND DIE BLU-RAY

Hitchcock war es wichtig, mit den Emotionen des Publikum wie auf einem Klavier zu spielen, was ganz im Sinne des schwarzen, manchmal herrlich kranken britischen Humors des Regisseurs verstanden werden kann. Drückt das Publikum in den ersten 45 Minuten noch (!) der Hauptdarstellerin -Wohlgemerkt: einer Diebin !- die Daumen, sie möge mit dem Geld entkommen (!), so wechseln die Sympathien (!) der Zuschauer danach auf einen perversen Mörder.

"Psycho" erscheint nun erstmals auf Blu-ray, pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Films. Das ist in mehrfacher Hinsicht interessant: Zum einen liegt der Film hier erstmals komplett (!) ungeschnitten vor, was bei bisherigen TV-Ausstrahlungen und auch der DVD-Erstauflage keineswegs selbstverständlich war (Auch wenn es sich bisher immer nur um Sekundenbruchteile handelte). Zum anderen wurde der Film für das Jubiläum außerdem aufwendig restauriert. Wer also noch immer auf die Blu-ray schimpft (Warum eigentlich ?) oder es generell ablehnt ältere Filme auf Blu-ray sich anzuschauen/sich anzuschaffen, der sollte sich seine Entscheidung noch einmal gründlich überlegen. Ein Meisterwerk wie "Psycho" wird garantiert nicht einfach so auf die BD geklatscht wie ein 08/15-Film und das Bild zeigt den Film in einem derart reinen Mastering, das es selbst eingefleischte Fans des Films verwundern dürfte. Sogar der deutsche Sound wurde aufwendig auf Dolby Digital 5.1 hochgezogen. Man mag darüber streiten, ob sowas bei einem Film und unbestreitbaren Klassiker aus dem Mono-Zeitalter wirklich notwenig ist, aber es ist auf jeden Fall ein hörbarer Unterschied zur alten DVD (z.B. Duschszene). Abgerundet wird das Paket noch durch längst überfällige und hochspannende Dokus sowie Making-Ofs zu dem berühmten Meisterwerk, die es auch bisher auf keiner DVD gab. Es geht hier also weniger um den Unterschied "DVD vs. Blu-ray", als eher um das Gesamtpaket, das man für sein Geld bekommt. Und das ist auf der "Psycho"-BD reichlich vorhanden. Diese Blu-ray stellt das neue Non-Plus-Ultra des Films da und ist für jeden ernsthaften Filmsammler zu empfelen.

PRO UND CONTRA: KLASSIKER AUF BLU-RAY ?

Sollte man ein junges Medium wie die Blu-ray wirklich auch kaufen, wenn es sich um handfeste Klassiker bzw. generell ältere Filme handelt ? Generell: Die Frage sollte man eher am Status des Filmes festmachen, als ewig auf`s Alter zu schielen: Filmklassiker wie "Dr. Schiwago", "Vom Winde verweht" oder auch Hitchcock`s "Der Unsichtbare Dritte" wurden beispielsweise von Warner Bros. mit größter Sorgfalt restauriert und erstrahlen auf Blu-ray tatsächlich noch schöner als auf DVD. Diese Sorgfalt wird jedoch wahrlich nicht jedem ÄLTEREN Film zuteil (Klassiker aber in der Regel schon, weil es hier auch um den Ruf des Filmes geht), weshalb man abwägen muss. Es ist nie falsch, sich (vorher) zu informieren. Generell halte ich mich an die folgende Faustregel, wenn es um die Grundsatzfrage "DVD oder Blu-ray ?" geht: Entstand der Film NACH (!) dem Jahre 2000, so sollte man beherzt zur Blu-ray greifen um auf der sicheren Seite zu sein und um die möglichst beste Qualität in den Händen zu halten. Ist der Film DAVOR (40er, 50er, 60er, 70er, 80er und 90er Jahre) entstanden, genügt meistens (Ausnahme: Klassiker) auch der Griff zur DVD. Wohlgemerkt: Meistens. Viele Filme der späten 90er Jahre haben auch auf Blu-ray durchaus Ihren Reiz und werden dem High-Definition-Medium mehr als gerecht. AB dem Jahr 2002 entschied sich Hollywood fast geschlossen auf digitalen Film umzusteigen, was sich auch bei Filmen AB diesem Jahr bemerkbar macht. Nutzen Sie diese Faustregel am besten auch für Ihre Blu-ray-Einkäufe um sich abzusichern. Die Blu-ray von "Psycho" ist auf jeden Fall jeden müden Cent wert, weil sie den Klassiker nicht verfälscht oder gar (wie leider immer mehr üblich) als Neu-Synchronistation daherkommt (Schlimmstes Beispiel bisher auf Blu-ray: "Saturday Night Fever-Nur Samstag Nacht", siehe dazu meine Amazon-Rezension). Natürlich darf man von einem Film aus dem Jahre 1959 (Drehzeit) bzw. 1960 (Kino-Release) keine technischen Wunder erwarten, aber es geht in DIESEM Fall, wie bereits oben erwähnt, um den Film, das Gesamtpaket und natürlich auch um eien Spur Neugier, wie ein solcher Filmklassiker auf Blu-ray wirkt. Das Bild ist wirklich wunderschön. Um nicht zu sagen: Atemberaubend !

Alfred Hitchcock`s "Psycho" gehört zu den 50 wichtigsten und auch zweifelsfrei besten Filmen aller Zeiten der Filmgeschichte und darf einfach nicht in einer Filmsammlung mit wirklich guten Filmen fehlen. Kein anderer Film mit Janet Leigh (Übrigens die Mutter von Schauspielerin Jamie Lee "Halloween" Curtis) hat jemals einen Status erreicht wie dieser. Der Schrecken und Horror von "Psycho" entfaltet sich langsam aber dafür als reinstes Kopfkino, das noch lange nach dem Film anhält. Bei mehrmaligen Schauen -gestreckt über einige Jahre- wird einem erst bewusst, wieviel Symbolkraft in "Psycho" liegt, wieviele verschlüsselte Botschaften (Ich sage nur: Spiegel) dahinterstecken und wie grausam der Fall des Norman Bates wirklich ist, der von Anthony Perkins mit erschreckender Intensität verkörpert wird.

Feiern Sie das 50-jährige Jubiläum mit und entdecken Sie diesen Über-Klassiker neu, auch wenn sie den Film in- und auswendig mitsprechen können. So hat man "Psycho" noch NIE erlebt und die Extras zeigen seltenes Archivmaterial aus dem Hause Universal und vom Film selbst. Eine tolle Blu-ray, die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Ich war restlos begeistert und ich denke, sie werden es auch sein ! :-)



Psycho 1 ???
Es gibt kein Psycho 1 !!!
Hitchcook hat 1960 bestimmt nicht daran gedacht, dass nach seinem Tode eine Reihe von überflüssigen Fortsetzungen gedreht werden - Der Film heißt Psycho und ist die Mutter aller Psycho-Thriller und einer der besten Filme aller Zeiten.

Top !
Dieser Klassiker ist ein Film, den man gesehen haben muß !!! Hitchcock war seiner Zeit weit voraus, wie ich finde. Mit wenig Effekten ( Blut, etc. ), nur durch Schnitt (Duschszene), Musik, Kulisse und nicht zuletzt den super Schauspielern eine Stimmung zu erzeugen, die heutzutage ( trotz, oder vielleicht gerade weil, fehlender Computereffekte ) immernoch ihresgleichen sucht. 1 A, 5 Sterne. Schade, das nicht mehr geht !

Anmerkungen zu Hitchcocks Klassiker
Es ist ja auf diesen Seiten schon viel über "Psycho" geschrieben worden und deshalb möchte ich noch ein paar Anmerkungen machen, die für den einen oder die andere interessant sein könnten.

Grundsätzlich: Der Film ist ein Meisterwerk, da gibt es kein Vertun. Was hier noch nirgends angesprochen wurde, ist der Begriff des "McGuffin", ein Begriff, den Hitchcock selbst prägte. Ein McGuffin ist der Auslöser einer Handlung. Der McGuffin ist für eine Person oder für mehrere Personen im Film wichtig, für den, der den Film erzählt, ist er weniger wichtig. Das Geld, das Marion Crane stiehlt, ist hier der McGuffin. Es löst die nachfolgende Handlung erst aus, verliert aber zunehmend an Bedeutung und die eigentliche Handlung geht ganz anders weiter.

Eine andere interessante Beobachtung ist folgende: Es finden sich hier schon Andeutungen auf Hitchcocks nächsten Film "Die Vögel". Anthony Perkins stopft Vögel aus und der Filmname Janet Leighs ist Marion Crane (Kranich).

In der Szene, die Marion Crane zu Hause zeigt und sie sich umzieht, sieht man im Hintergrund eine Dusche, der Ort, an dem sie später umgebracht wird. Wer Hitchcock kennt, weiß, dass das kein Zufall ist.

Die Standbildtaste bringt etwas hervor, was man im Kino nur schwer beobachten konnte: In der letzten Aufnahme von Perkins Gesicht kann man ganz kurz das Gesicht der mumifizierten Mutter sehen.

Die Szene, als Janet Leigh an einer Ampel stehenbleibt und vor ihrem Auto ihr Chef vorbeiläuft, findet sich eins zu eins wieder in "Pulp Fiction" in einer Szene mit Bruce Willis und Ving Rhames.

Als Vera Miles das Zimmer von Anthony Perkins durchsucht, findet sie ein Buch, das weder auf dem Einband noch auf dem Buchrücken einen Titel hat. Im vikorianischen Zeitalter, aus dem das Haus möglicherweise noch stammt, waren dies Bücher mit pornographischen Inhalt.

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Psycho [UK Import]
mit Anthony Perkins, Frank Albertson, Vaughn Taylor, George Eldredge, Sam Flint, Regie: Alfred Hitchcock
DVD bei Amazon: EUR 24,39 Kein Preis angegeben
(4 gebraucht ab EUR 13,48)
Erscheinungsdatum: April 2003
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
5 Kommentare:
Die Wiege des Horror
Hier haben wir es mit einem der weltbesten Horrorfilme zu tun. Norman Bates (Anthony Perkins) lebte wirklich, die Geschichte wurde vom Unterhaltungsschriftsteller Robert Bloch neu interpretiert und hier von Alfred Hitchcock verfilmt. Der reale Norman Bates hieß "Ed Gein" und lebte abgeschieden mit seiner Mutter auf einer kleinen Farm in einem inzestiösen Verhältnis. Als seine Mutter gestorben war, grub der nekrophile Gein sie wieder aus, zog er ihr die Haut ab und "bastelte" sich Gegenstände des allgemeinen Gebrauchs damit, etwa aus den Brüsten eine Lampe.

Die Polizei fand in Geins Farmhaus Teile verschiedener Leichen, die er wie seine Mutter ausgegraben hatte, darunter eine Sammlung präparierter weiblicher Geschlechtsorgane und Masken aus menschlicher Gesichtshaut, in einer Pfanne fand man ein Herz. Der Fall wurde aktenkundig beim FBI und Vorbild für viele Horrorfilme, etwa "Texas Chain Saw Massacre" oder "Das Schweigen der Lämmer" und viele, viele mehr. Nach Geins Untersuchung durch Psychiater kam heraus, dass er seine dominante Mutter durch das Schneidern eines Anzugs aus Frauenhaut wieder auferstehen lassen wollte.

Der Film gehört zum Besten und Erfolgreichsten, was Alfred Hitchcock der Welt schenkte. Eigentlich fängt alles sehr harmlos an, nämlich mit einer kleinen Angestellten (Janet Leigh), die mit der Kasse durchbrennt und danach den größten Horror ihres Lebens erlebt. Man hätte eben halt mal den Wagen richtig volltanken sollen, um an "Bates Motel" vorbei zu sausen.

Der Inhaber entpuppt sich nämlich als Psychopath, der seine Gäste beim Duschen durch ein Loch beobachtet und zudem noch seine tote und mumifizierte Mutter im Keller sitzen hat, von der er imaginäre Befehle zum Töten erhält. So wird unter der Dusche per Fleischermesser getötet, was unter der schrillen Musik von tausend Geigen erfolgt, was zum Klassiker avancierte, also das Gemetzel und die Musik.

Wie sich rausstellt: Norman Bates hatte den Willen seiner strengen und dominanten doch toten Mutter immer respektiert, selbst über den Tod hinaus, hatte nach ihrem Hinscheiden selbst eine Perücke aufgesetzt, die ihn in seiner Einbildung zur Mutter werden ließ und so im Namen der Mutter getötet. Die Mutter wollte immer die einzige Frau im Leben Normans bleiben, alle andere Frauen galten der religiösen Fanatikerin als sündhaft und mussten eliminiert werden.

Allein die Schockelemente und die Kameraführung unter der Dusche rechtfertigen fünf Punkte, aber auch die Darsteller sind excellent getroffen: Perkins als der weltfremde, schüchterne, in seiner kranken Innenwelt lebende Eigenbrödler und natürlich Janet Leigh, die Frau von Toni Curtis und Mutter der späteren Horrorikone Jamie Lee Curtis ("Halloween", "The Fog").

Ein Superfilm, ein Habenmuss, ein Schocker der Spitzenklasse, jetzt nochmals in nie gesehener Pracht in der amerikanischen Kinofassung und von den Originalbändern remastert (war seinerzeit schon peripher und unbedeutend, aber trotzdem schmerzlich gekürzt) auf Blue-Ray mit einigen neuen und wirklich informativen Extras, die das Herz höher schlagen lassen. Also kaufen! PP

Meisterwerk der Filmgeschichte erstmals auf Blu-ray !
Es gibt Filme, die sind heillig, es gibt Filme die zählen zu den Besten Filmen aller Zeiten und es gibt Filme, die sind derart unvergeßlich, das sie einem nie wieder aus dem Kopf gehen. "PSYCHO" vereint ALLE diese Atttribute in sich und noch vieles mehr.

WAS MACHT "PSYCHO" ZUM KLASSIKER ?

Kurz und bündig: Alles ! Es ist egal, ob wir hier von der exzellenten und wegweisenden Kameraarbeit sprechen, von den Darstellern und der Regie, ob wir von dem Plot sprechen, der uns nach ca. 45 Minuten als einer der wenigen Filme weltweit die Hauptdarstellerin (Janet Leigh) durch den berühmten Mord unter der Dusche entreisst (!)-ein selbst aus heutiger Sicht gradezu unverzeihlicher Bruch mit allen Filmgesetzen, der hier aber seine absolute glaubwürdige Perfektion findet- oder ob wir auf die Storyline schauen, welche auf wahren Ereignissen beruht. Hitchcock`s Geschichte lehnt sich an den authentischen Fall des Massenmörders Ed Gein (Das hier gerne verwendete Wort "Serienkiller" ist schlichtweg falsch) aus Wisconsin, der auch Pate stand für die Kultfilme "The Texas Chainsaw Massacre" und "Das Schweigen der Lämmer". Bevor (!) "Psycho" 1960 in die Kinos kam, existierte der Genrebegriff "Psychothriller" noch garnicht. Schon an diesem Begriff wird deutlich, wie wegweisend Hitchock`s Film für das amerikanische aber auch internationale Kino war. Nicht ohne Grund steht "Psycho" bis heute in der Liste der "50 Besten Filme aller Zeiten" (American Film Institute). Jetzt erscheint das Meisterwerk pünktlich zum 50-jährigem Jubiläum des Films erstmals (!) auf Blu-ray.

HITCHCOCK-CRASHKURS: WAS IST DENN -BITTESCHÖN- EIN McGUFFIN ?

Für Hitchcock bedeutete "Psycho" nach dem exzellenten, aber seinerzeit schwierigen "Vertigo-Aus dem Reich der Toten" sowie seinem noch heute ungemein frischen "North by Northwest-Der Unsichtbare Dritte" den dritten Kinohit in Folge. Da in fast jedem Hitchcock-Film sogenannte "McGuffins" auftauchen (Und nein, es gibt sie nicht bei McDonald`s !), hier unser schneller Hitchcock-Crashkurs zum Thema "McGuffin" für Neueinsteiger: Eine Sache, ein Objekt oder eine Person welche eine Handlung in Gang (!) setzt. Das nannte Hitchcock einen "McGuffin". Der Begriff stammt aus dem schottischen Sprachgebrauch und lehnt sich an einen schottischen Witz an, bei dem zwei Schotten sich treffen und über eine Sache sprechen, die im Grund NICHT (!) existiert, aber um die sich alles (!) dreht. Das muss NICHT heissen, das es am Ende (!) des Films noch um den "McGuffin" geht. Er soll, wie bereits erwähnt, lediglich die Handlung in Schwung bringen. Neueinsteiger und Hitchcock-Frischlinge sollten unbedingt auf den "Psycho"-McGuffin achten: Das Geld ! Tipp: Achten Sie mal beim zweiten (!) Ansehen von "Psycho" darauf, was mit dem von Janet Leigh entwendeten Geld tatsächlich passiert und insbesondere, welche Bedeutung dem Geld am Ende (!) des Films noch zugute kommt. Sie werden staunen. Ist das gestohlene Geld zu Beginn von "Psycho" noch DAS Thema (!), so spielt es am Ende des Films überhaupt keine Rolle mehr. Beim ersten Betrachten von "Psycho" (Gibt es wirklich noch Menschen, welche den Film NICHT kennen ?) wird es fast unmöglich sein, den "McGuffin" zu bemerken, weil man einfach zu fasziniert ist von dem, was man sieht. Es sind Bilder, die man wohl nie wieder loswerden wird. Haben Sie den McGuffin gefunden, gesehen und sich von Ihm zu Anfang mitreissen lassen ? Super, dann sind sie genau wie viele andere Zuschauer von Hitchcock mit allen Regeln der Kunst an der Nase herumgeführt worden. :)

STORYLINE "PSYCHO"

Die nicht gerade arbeitswütige Büroangestellte Marion Crane arbeitet in einem Immobilienbüro in Phonix (Arizona). In den Mittagspausen nutzt sie die kurze Zeit für ein Schäferstündchen mit Ihrem gutaussehenden, aber mittellosen Freund (John Gavin), in der beide von einer besseren Zukunft träumen. Als an einem Freitag ein wichtiger Immobilien-Kaufabschluß ansteht, bei dem der Kunde die Summe in bar (!) hinterlegt, bittet sie Ihr Chef, das Geld zur Bank zu bringen. Überraschend meldet sich Marion auch gleichzeitig krank, weil sie sich angeblich nicht wohl fühlt und bittet Ihren Chef nach dem Bankbesuch gleich nach Hause gehen zu können.
Marion täuscht Ihre Erkrankung vor und verschwindet mit dem Geld und Ihrem Auto aus Phoenix. Unterwegs plagen sie nicht nur Schuldgefühle, auch die Personen die Ihr begegnen, spiegeln ihr schlechtes Gewissen überdeutlich wider. Als die Nacht hereinbricht und zusätzlicher Regen die Sicht behindert, beschließt sie die Nacht in dem abseits gelegenen "Bates Motel" zu verbringen. Der junge Norman Bates, der das Motel angeblich mit seiner Mutter führt, stellt sich zunächst als ein höflicher, aber auch verschlossener junger Mann vor. Was Marion jedoch nicht ahnt ist, welch grauenhaftes Erlebnis Ihr in Zimmer 1 des Motels bevorsteht....

DER BERÜHMTESTE (DUSCH-)MORD DER WELT !

Zweifelsohne gehört der Mord unter der Dusche zu den Todesszenen, die sich für immer im Kopf des Betrachters manifestieren und man kann mit Fug und Recht behaupten, das seit jeher kein anderer Filmmord derart berühmt ist wie dieser. Da "Psycho" ein Schwarz-Weiß-Film ist, diente als Blut stinknormaler Kakao, da braun in S/W-Filmen wie dunkles Rot aussieht. "Psycho" diente Hitchcock nicht nur dazu perfide mit dem Publikum zu spielen, sondern auch um nach den goldenen und für Hitchcock kommerziell höchst erfolgreichen 50er Jahren sich mal wieder an kleinere Budgets zu umzugewöhnen. Während andere Regisseure immer mehr nach oben streben, dabei aber meist Ihr Ziel aus den Augen verlieren, zog es der Meister des Suspense vor, seinen ersten Film für die beginnenden 60er Jahre mit einer kleinen TV-Crew zu realisieren, die schnelles und effektives Arbeiten gewohnt waren. Gleichzeitig liefert "Psycho" erste Anzeichen von Hitchcock`s kommendem Film "Die Vögel", denn auch hier spielen die Tiere eine wichtige Rolle.

DER EINFLUß VON "PSYCHO" UND DIE BLU-RAY

Hitchcock war es wichtig, mit den Emotionen des Publikum wie auf einem Klavier zu spielen, was ganz im Sinne des schwarzen, manchmal herrlich kranken britischen Humors des Regisseurs verstanden werden kann. Drückt das Publikum in den ersten 45 Minuten noch (!) der Hauptdarstellerin -Wohlgemerkt: einer Diebin !- die Daumen, sie möge mit dem Geld entkommen (!), so wechseln die Sympathien (!) der Zuschauer danach auf einen perversen Mörder.

"Psycho" erscheint nun erstmals auf Blu-ray, pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Films. Das ist in mehrfacher Hinsicht interessant: Zum einen liegt der Film hier erstmals komplett (!) ungeschnitten vor, was bei bisherigen TV-Ausstrahlungen und auch der DVD-Erstauflage keineswegs selbstverständlich war (Auch wenn es sich bisher immer nur um Sekundenbruchteile handelte). Zum anderen wurde der Film für das Jubiläum außerdem aufwendig restauriert. Wer also noch immer auf die Blu-ray schimpft (Warum eigentlich ?) oder es generell ablehnt ältere Filme auf Blu-ray sich anzuschauen/sich anzuschaffen, der sollte sich seine Entscheidung noch einmal gründlich überlegen. Ein Meisterwerk wie "Psycho" wird garantiert nicht einfach so auf die BD geklatscht wie ein 08/15-Film und das Bild zeigt den Film in einem derart reinen Mastering, das es selbst eingefleischte Fans des Films verwundern dürfte. Sogar der deutsche Sound wurde aufwendig auf Dolby Digital 5.1 hochgezogen. Man mag darüber streiten, ob sowas bei einem Film und unbestreitbaren Klassiker aus dem Mono-Zeitalter wirklich notwenig ist, aber es ist auf jeden Fall ein hörbarer Unterschied zur alten DVD (z.B. Duschszene). Abgerundet wird das Paket noch durch längst überfällige und hochspannende Dokus sowie Making-Ofs zu dem berühmten Meisterwerk, die es auch bisher auf keiner DVD gab. Es geht hier also weniger um den Unterschied "DVD vs. Blu-ray", als eher um das Gesamtpaket, das man für sein Geld bekommt. Und das ist auf der "Psycho"-BD reichlich vorhanden. Diese Blu-ray stellt das neue Non-Plus-Ultra des Films da und ist für jeden ernsthaften Filmsammler zu empfelen.

PRO UND CONTRA: KLASSIKER AUF BLU-RAY ?

Sollte man ein junges Medium wie die Blu-ray wirklich auch kaufen, wenn es sich um handfeste Klassiker bzw. generell ältere Filme handelt ? Generell: Die Frage sollte man eher am Status des Filmes festmachen, als ewig auf`s Alter zu schielen: Filmklassiker wie "Dr. Schiwago", "Vom Winde verweht" oder auch Hitchcock`s "Der Unsichtbare Dritte" wurden beispielsweise von Warner Bros. mit größter Sorgfalt restauriert und erstrahlen auf Blu-ray tatsächlich noch schöner als auf DVD. Diese Sorgfalt wird jedoch wahrlich nicht jedem ÄLTEREN Film zuteil (Klassiker aber in der Regel schon, weil es hier auch um den Ruf des Filmes geht), weshalb man abwägen muss. Es ist nie falsch, sich (vorher) zu informieren. Generell halte ich mich an die folgende Faustregel, wenn es um die Grundsatzfrage "DVD oder Blu-ray ?" geht: Entstand der Film NACH (!) dem Jahre 2000, so sollte man beherzt zur Blu-ray greifen um auf der sicheren Seite zu sein und um die möglichst beste Qualität in den Händen zu halten. Ist der Film DAVOR (40er, 50er, 60er, 70er, 80er und 90er Jahre) entstanden, genügt meistens (Ausnahme: Klassiker) auch der Griff zur DVD. Wohlgemerkt: Meistens. Viele Filme der späten 90er Jahre haben auch auf Blu-ray durchaus Ihren Reiz und werden dem High-Definition-Medium mehr als gerecht. AB dem Jahr 2002 entschied sich Hollywood fast geschlossen auf digitalen Film umzusteigen, was sich auch bei Filmen AB diesem Jahr bemerkbar macht. Nutzen Sie diese Faustregel am besten auch für Ihre Blu-ray-Einkäufe um sich abzusichern. Die Blu-ray von "Psycho" ist auf jeden Fall jeden müden Cent wert, weil sie den Klassiker nicht verfälscht oder gar (wie leider immer mehr üblich) als Neu-Synchronistation daherkommt (Schlimmstes Beispiel bisher auf Blu-ray: "Saturday Night Fever-Nur Samstag Nacht", siehe dazu meine Amazon-Rezension). Natürlich darf man von einem Film aus dem Jahre 1959 (Drehzeit) bzw. 1960 (Kino-Release) keine technischen Wunder erwarten, aber es geht in DIESEM Fall, wie bereits oben erwähnt, um den Film, das Gesamtpaket und natürlich auch um eien Spur Neugier, wie ein solcher Filmklassiker auf Blu-ray wirkt. Das Bild ist wirklich wunderschön. Um nicht zu sagen: Atemberaubend !

Alfred Hitchcock`s "Psycho" gehört zu den 50 wichtigsten und auch zweifelsfrei besten Filmen aller Zeiten der Filmgeschichte und darf einfach nicht in einer Filmsammlung mit wirklich guten Filmen fehlen. Kein anderer Film mit Janet Leigh (Übrigens die Mutter von Schauspielerin Jamie Lee "Halloween" Curtis) hat jemals einen Status erreicht wie dieser. Der Schrecken und Horror von "Psycho" entfaltet sich langsam aber dafür als reinstes Kopfkino, das noch lange nach dem Film anhält. Bei mehrmaligen Schauen -gestreckt über einige Jahre- wird einem erst bewusst, wieviel Symbolkraft in "Psycho" liegt, wieviele verschlüsselte Botschaften (Ich sage nur: Spiegel) dahinterstecken und wie grausam der Fall des Norman Bates wirklich ist, der von Anthony Perkins mit erschreckender Intensität verkörpert wird.

Feiern Sie das 50-jährige Jubiläum mit und entdecken Sie diesen Über-Klassiker neu, auch wenn sie den Film in- und auswendig mitsprechen können. So hat man "Psycho" noch NIE erlebt und die Extras zeigen seltenes Archivmaterial aus dem Hause Universal und vom Film selbst. Eine tolle Blu-ray, die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Ich war restlos begeistert und ich denke, sie werden es auch sein ! :-)



Psycho 1 ???
Es gibt kein Psycho 1 !!!
Hitchcook hat 1960 bestimmt nicht daran gedacht, dass nach seinem Tode eine Reihe von überflüssigen Fortsetzungen gedreht werden - Der Film heißt Psycho und ist die Mutter aller Psycho-Thriller und einer der besten Filme aller Zeiten.

Top !
Dieser Klassiker ist ein Film, den man gesehen haben muß !!! Hitchcock war seiner Zeit weit voraus, wie ich finde. Mit wenig Effekten ( Blut, etc. ), nur durch Schnitt (Duschszene), Musik, Kulisse und nicht zuletzt den super Schauspielern eine Stimmung zu erzeugen, die heutzutage ( trotz, oder vielleicht gerade weil, fehlender Computereffekte ) immernoch ihresgleichen sucht. 1 A, 5 Sterne. Schade, das nicht mehr geht !

Anmerkungen zu Hitchcocks Klassiker
Es ist ja auf diesen Seiten schon viel über "Psycho" geschrieben worden und deshalb möchte ich noch ein paar Anmerkungen machen, die für den einen oder die andere interessant sein könnten.

Grundsätzlich: Der Film ist ein Meisterwerk, da gibt es kein Vertun. Was hier noch nirgends angesprochen wurde, ist der Begriff des "McGuffin", ein Begriff, den Hitchcock selbst prägte. Ein McGuffin ist der Auslöser einer Handlung. Der McGuffin ist für eine Person oder für mehrere Personen im Film wichtig, für den, der den Film erzählt, ist er weniger wichtig. Das Geld, das Marion Crane stiehlt, ist hier der McGuffin. Es löst die nachfolgende Handlung erst aus, verliert aber zunehmend an Bedeutung und die eigentliche Handlung geht ganz anders weiter.

Eine andere interessante Beobachtung ist folgende: Es finden sich hier schon Andeutungen auf Hitchcocks nächsten Film "Die Vögel". Anthony Perkins stopft Vögel aus und der Filmname Janet Leighs ist Marion Crane (Kranich).

In der Szene, die Marion Crane zu Hause zeigt und sie sich umzieht, sieht man im Hintergrund eine Dusche, der Ort, an dem sie später umgebracht wird. Wer Hitchcock kennt, weiß, dass das kein Zufall ist.

Die Standbildtaste bringt etwas hervor, was man im Kino nur schwer beobachten konnte: In der letzten Aufnahme von Perkins Gesicht kann man ganz kurz das Gesicht der mumifizierten Mutter sehen.

Die Szene, als Janet Leigh an einer Ampel stehenbleibt und vor ihrem Auto ihr Chef vorbeiläuft, findet sich eins zu eins wieder in "Pulp Fiction" in einer Szene mit Bruce Willis und Ving Rhames.

Als Vera Miles das Zimmer von Anthony Perkins durchsucht, findet sie ein Buch, das weder auf dem Einband noch auf dem Buchrücken einen Titel hat. Im vikorianischen Zeitalter, aus dem das Haus möglicherweise noch stammt, waren dies Bücher mit pornographischen Inhalt.

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Kalifornien
mit Cornel Wilde, Teresa Wright, Alfonso Bedoya, Lisa Ferraday, Eugene Iglesias, Regie: Lew Landers
DVD bei Amazon: Kein Preis angegeben
(1 gebraucht ab EUR 49,99)
Erscheinungsdatum: Juli 2000
Durchschnittliche Bewertung: 2.0 von 5 Punkten
1 Kommentare:
Durchschnittliche Reise-DVD mit vielen Fallen
Der Cover und die Beschreibung dieser DVD versprechen viel: Konzentration auf Kalifornien, 120 Minuten Laufzeit, Bonusfilm, Sprach- und Reiseführer und zahlreiche Routenvorschläge - ein guter Grund zuzugreifen ... mitnichten! Was sich hier so exzellent liest, hält einer näheren Untersuchung (dem Abspielen der DVD) nicht stand. Der Hauptfilm ist bereits nach zirka 60 Minuten zu Ende, der angeführte Bonusfilm entpuppt sich als (ebenfalls) 60 Minuten langer Werbefilm für Lufthansa-Flugangstseminare.

Die Hoffnung, Kalifornien im Detail zu erleben, muß leider revidiert werden - enthält der Hauptfilm doch die bereits -zig Mal gesehene "Standard-Südwestrunde" einschließlich Nevada, Utah und Arizona. Noch dazu kann das Entstehungsjahr des Filmes auf Grund von erkennbaren Kinoplakaten ganz leicht auf 1985 datiert werden ("Teen Wolf"), was z.B. in den hoffnungslos veralteten Aufnahmen von Las Vegas krass zum Vorschein kommt.

Der Reiseführer ist für eine DVD überraschend umfangreich, besteht aber ausschließlich aus eng beschriebenen Texttafeln ohne Verwendung von Photos. Ein einziger gedruckter Reiseführer (und sei er noch so dünn) ersetzt ihn vollständig und mit Leichtigkeit. Der Sprachführer ist schlicht und einfach verzichtbar; wer bislang nicht des elementarsten Grundvokabulars der englischen Sprache mächtig war, für den wird auch diese DVD nicht die Rettung sein (wie stelle man sich die Verwendung dieses Sprachführers genau vor)?

Soviel zu den augenscheinlichsten Fallen. Was die DVD am Ende doch nicht zu einem vollständigen Reinfall macht, ist, daß der Hauptfilm zwar kurz, alt und am Titel vorbeigehend, aber trotzdem nie wirklich schlecht ist. Wer den Südwesten noch gar nicht kennt, erhält hier doch einen recht guten Überblick in akzeptabler Qualität. Die Hälfte der angegebenen Laufzeit einer Reise-DVD für einen Bonusfilm über Lufthansa-Flugangstseminare zu verwenden ist zwar dreist, was jedoch nicht bedeutet, daß der Bonusfilm schlecht ist. Im Gegenteil, wen hin und wieder die Flugangst trifft, der mag mit den Informationen und Ratschlägen zu entspanntem Fliegen durchaus seine Freude haben.

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Kalifornien [VHS]
Listenpreis: EUR 100,00
Preis bei Amazon.de: Keine Angabe
Bei Amazon.de

1 Kundenberwertung(en): Titel: Durchschnittliche Reise-DVD mit vielen Fallen
Der Cover und die Beschreibung dieser DVD versprechen viel: Konzentration auf Kalifornien, 120 Minuten Laufzeit, Bonusfilm, Sprach- und Reiseführer und zahlreiche Routenvorschläge - ein guter Grund zuzugreifen ... mitnichten! Was sich hier so exzellent liest, hält einer näheren Untersuchung (dem Abspielen der DVD) nicht stand. Der Hauptfilm ist bereits nach zirka 60 Minuten zu Ende, der angeführte Bonusfilm entpuppt sich als (ebenfalls) 60 Minuten langer Werbefilm für Lufthansa-Flugangstseminare.

Die Hoffnung, Kalifornien im Detail zu erleben, muß leider revidiert werden - enthält der Hauptfilm doch die bereits -zig Mal gesehene "Standard-Südwestrunde" einschließlich Nevada, Utah und Arizona. Noch dazu kann das Entstehungsjahr des Filmes auf Grund von erkennbaren Kinoplakaten ganz leicht auf 1985 datiert werden ("Teen Wolf"), was z.B. in den hoffnungslos veralteten Aufnahmen von Las Vegas krass zum Vorschein kommt.

Der Reiseführer ist für eine DVD überraschend umfangreich, besteht aber ausschließlich aus eng beschriebenen Texttafeln ohne Verwendung von Photos. Ein einziger gedruckter Reiseführer (und sei er noch so dünn) ersetzt ihn vollständig und mit Leichtigkeit. Der Sprachführer ist schlicht und einfach verzichtbar; wer bislang nicht des elementarsten Grundvokabulars der englischen Sprache mächtig war, für den wird auch diese DVD nicht die Rettung sein (wie stelle man sich die Verwendung dieses Sprachführers genau vor)?

Soviel zu den augenscheinlichsten Fallen. Was die DVD am Ende doch nicht zu einem vollständigen Reinfall macht, ist, daß der Hauptfilm zwar kurz, alt und am Titel vorbeigehend, aber trotzdem nie wirklich schlecht ist. Wer den Südwesten noch gar nicht kennt, erhält hier doch einen recht guten Überblick in akzeptabler Qualität. Die Hälfte der angegebenen Laufzeit einer Reise-DVD für einen Bonusfilm über Lufthansa-Flugangstseminare zu verwenden ist zwar dreist, was jedoch nicht bedeutet, daß der Bonusfilm schlecht ist. Im Gegenteil, wen hin und wieder die Flugangst trifft, der mag mit den Informationen und Ratschlägen zu entspanntem Fliegen durchaus seine Freude haben.


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1 Kundenberwertung(en): Titel: Durchschnittliche Reise-DVD mit vielen Fallen
Der Cover und die Beschreibung dieser DVD versprechen viel: Konzentration auf Kalifornien, 120 Minuten Laufzeit, Bonusfilm, Sprach- und Reiseführer und zahlreiche Routenvorschläge - ein guter Grund zuzugreifen ... mitnichten! Was sich hier so exzellent liest, hält einer näheren Untersuchung (dem Abspielen der DVD) nicht stand. Der Hauptfilm ist bereits nach zirka 60 Minuten zu Ende, der angeführte Bonusfilm entpuppt sich als (ebenfalls) 60 Minuten langer Werbefilm für Lufthansa-Flugangstseminare.

Die Hoffnung, Kalifornien im Detail zu erleben, muß leider revidiert werden - enthält der Hauptfilm doch die bereits -zig Mal gesehene "Standard-Südwestrunde" einschließlich Nevada, Utah und Arizona. Noch dazu kann das Entstehungsjahr des Filmes auf Grund von erkennbaren Kinoplakaten ganz leicht auf 1985 datiert werden ("Teen Wolf"), was z.B. in den hoffnungslos veralteten Aufnahmen von Las Vegas krass zum Vorschein kommt.

Der Reiseführer ist für eine DVD überraschend umfangreich, besteht aber ausschließlich aus eng beschriebenen Texttafeln ohne Verwendung von Photos. Ein einziger gedruckter Reiseführer (und sei er noch so dünn) ersetzt ihn vollständig und mit Leichtigkeit. Der Sprachführer ist schlicht und einfach verzichtbar; wer bislang nicht des elementarsten Grundvokabulars der englischen Sprache mächtig war, für den wird auch diese DVD nicht die Rettung sein (wie stelle man sich die Verwendung dieses Sprachführers genau vor)?

Soviel zu den augenscheinlichsten Fallen. Was die DVD am Ende doch nicht zu einem vollständigen Reinfall macht, ist, daß der Hauptfilm zwar kurz, alt und am Titel vorbeigehend, aber trotzdem nie wirklich schlecht ist. Wer den Südwesten noch gar nicht kennt, erhält hier doch einen recht guten Überblick in akzeptabler Qualität. Die Hälfte der angegebenen Laufzeit einer Reise-DVD für einen Bonusfilm über Lufthansa-Flugangstseminare zu verwenden ist zwar dreist, was jedoch nicht bedeutet, daß der Bonusfilm schlecht ist. Im Gegenteil, wen hin und wieder die Flugangst trifft, der mag mit den Informationen und Ratschlägen zu entspanntem Fliegen durchaus seine Freude haben.

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