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Interstate 60
mit James Marsden, Gary Oldman, Kurt Russell, Regie: Bob Gale
DVD bei Amazon: EUR 2,97 EUR 2,97
(10 gebraucht ab EUR 2,24)
Erscheinungsdatum: März 2005
Amazon.de-Verkaufsrang 65
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
Mal angenommen, du hättest einen Wunsch frei - wie würde er lauten? Neil Oliver muss da nicht lange überlegen. Er wünscht sich an seinem 23. Geburtstag endlich zu erkennen, was sein Leben ihm bringen wird. Kaum hat Neil den Wunsch ausgesprochen, begegnet ihm der mysteriöse 0. W. Grant, der jedem Menschen einen einzigen Wunsch erfüllt. Von nun an geht es drunter und drüber. Gemeinsam mit Grant beginnt Neil eine fantastische Reise auf dem Highway Interstate 60, der auf keiner Landkarte existiert. Neil lernt dabei einige geheimnisvolle und skurrile Menschen kennen und stürzt von einem Abenteuer ins nächste. So wird diese Reise zu einem unglaublichen Road-Trip, der Neils Leben für immer verändert ...
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5 Kommentare:
Geheimtipp - unbedingt empfehlenswert
Ich habe die vielen positiven Rezensionen gelesen und dachte mir, ich probiere es mal, für den Preis kann man nichts falsch machen.
Und ich war sehr positiv überrascht: Der Film ist super!
Fantastische Darsteller: James Marsden, Gary Oldman, Christopher Lloyd, Michael J. Fox, Kurt Russel usw.
Tolle Story: Modernes Märchen über O.W. (One Wish) Grant (Gary Oldman), der jedem genau einen Wunsch erfüllt. Als Neil Oliver (James Marsden) sich wünscht, Antworten auf das Leben zu finden, beginnt eine fantastische Odysee über die (auf keiner Landkarte existierenden) Interstate 60. Unterwegs trifft er auf viele skurrile Orte und Menschen...
Jeder, der Filme wie "Zurück in die Zukunft" mag, sollte hier unbedingt zugreifen!
(Der Autor und Regisseur von "Interstate 60" war auch Autor von den drei "Zurück in die Zukunft" Filmen)

Ein Kauf der sich lohnte
Die Familie hat ihn schon zum 2.Mal angesehen.
Fantasie hat freien Lauf.
Lehrreich ohne erhobenen Zeigefinger!
Ein Gemälde das an HOPPER erinnert und einfach schön ist.
Und ein Happy End mit dem man zufrieden ist.
Tolle Schauspieler in passenden Rollen.

Für einen Wohlfühl-Unterhaltungs-Abend :)
Der Film ist leicht philosophisch angehaucht und macht wirklich Spaß, ihn anzusehen.
Leichte, witzige Kost wird serviert, von wirklich prima Darstellern wird der Filmidee viel Leben eingehaucht.

Interstate 60 - abseits der üblichen Roadmovies überaschend gut !
Es gibt bereits genügend ausführliche Rezessionen zu diesem Film... daher hier von meiner Seite nur die obligatorische "Sterne-Wertung". -> 4 Sterne von mir für diesen witzigen Roadtrip auf der Interstate 60 mit 0.W. Grant.

Höchst unterhaltsam, tolle Charaktere und ein bißchen Lebensphilosophie
"Interstate 60" ist ein Film, der sich nur schwer in ein einzelnes Genre packen lässt. Fantasy, modernes Märchen, Roadmovie, Komödie - all das passt, aber auch irgendwie nicht. Hier könnte man einen Zusammenhang zu der vielleicht wichtigsten philosophischen Aussagen des Films sehen: versuchen, das Leben weniger durch starres Denken und Kategorisieren einzuengen und offen und unvoreingenommen zu bleiben.

"Interstate 60" ist einer der wenigen Filme, die ich kenne, bei denen so ziemlich alles zusammenpasst. Die Geschichte ist unterhaltsam und witzig und damit weit entfernt von der "Mainstream-Comedy". Die Story ist wenig vorhersehbar und es können in allen Teilen neue Akzente gesetzt werden. Dadurch kommt es zu keinen Längen und man kann wirklich in die Geschichte eintauchen.

Auch der Inhalt der Geschichte sollte für jeden, der nicht gerade zu abgestumpft ist, interessant sein. Es geht darum, seinen eigenen Weg zu finden und auch den Mut zu haben, diesen dann zu beschreiten (wird im Film durch den Konflikt dargestellt, ob der Protagonist seinen Traum verwirklichen und Maler werden, oder, wie vom Vater gewünscht, ein Jurastudium beginnen soll).

Der Film ist toll besetzt und die schauspielerischen Leistungen aller Hauptdarsteller sind vom feinsten. Besonders hoervorstechend ist die Performance von Gary Oldman. Die Rolle des wunscherfüllenden, mit viel (schwarzem) Humor ausgestatteten O.W. Grant spielt er grandios.

Etwas kritisieren könnte man vielleicht das Ende. Dies ist etwas zu sehr "Happy End". Der Protagonist hat seinen Lebensweg gefunden, ist auch gleich erfolgreich und bekommt das hinreißende Mädchen (übrigens sehr zauberhaft von Amy Smart gespielt). Auch wenn man sich für ihn freut, wirkt das doch etwas naiv und unrealistisch.

Auch die philosophischen Aussagen sind mir teilweise etwas zu schwarz-weiß. Sehr gut gefällt mir die Aussage zum "Schubladendenken" (siehe oben) und deren Symbolisierung im "falschen" Kartenspiel (Film ansehen, um zu verstehen, was damit gemeint ist ! ;-) Problematisch finde ich die Aussage "immer direkt das zu sagen, was man denkt". Im Film funktioniert das super, in der Realität wird das allerdings schnell zu Konflikten führen.

Insgesamt gesehen ist "Interstate 60" wirklich ein fantastischer Film, der gleich beim ersten Anschauen zu einem meiner Lieblingsfilme geworden ist.

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Chattahoochee
mit Dennis Hopper, Gary Oldman, Frances McDormand, Regie: Mick Jackson
DVD bei Amazon: EUR 12,99 EUR 10,98
(2 gebraucht ab EUR 5,42)
Erscheinungsdatum: November 2008
Durchschnittliche Bewertung: 5.0 von 5 Punkten
3 Kommentare:
da fragt man sich wer wirklich die verrückten sind
Mit Chattahoochee ist Mick Jackson ein erschütternd guter Film gelungen, bei dem am Ende nur Fassungslosigkeit beim Zuschauer zurück bleibt.
Zu Anfang des Films erfahren wir, dass der Protagonist Emmet Foley Soldat im Korea-Krieg war. Offensichtlich hat er Probleme sich in der Gesellschaft wieder zurecht zu finden. Er scheint innerlich tot und einziges Ziel für ihn ist es sich umbringen zu lassen, damit seine Frau das Geld von der Lebensversicherung bekommt. Er leidet an einem Kriegstrauma, aber will es werder sich selbst noch anderen eingestehen. Er veruscht durch anscheinend palnloses umher schießen in der Nachbarschaft die Polizei dauzu zu bringen ihn zu töten. Doch eigentlich ist dieses Verhalten ein Hilfeschrei und ein Zeichen dafür, dass er seelisch am Ende ist, aber das erkennt keiner.
Um die Probleme von Kriegsveteranen geht es zwar bei diesem Film nicht vordergründig, doch trotzdem wird kurz aber anschaulich gezeigt, was der Krieg an seelischem Schaden anrichten kann. Auch im Verlauf des Films wird durch Erzählungen Emmets angedeutet, dass der Krieg aus ihm einen gebrochenen Mann gemacht hat, z.B wenn er Walker (zu dem komme ich gleich noch mal) vom Sex mit seiner Frau erzählt.
Und so wie Emmet geht es vielen Krigsveteranen, auch aus anderen Kriegen wie dem Vietnam-Krieg, um eines der bekanntesten Beispiele zu nennen.
Nachdem seine Versuche sich erschießen zu lassen und sich selbst zu erschießen missglückt sind wird Emmet in eine Anstalt für Geisteskranke gebracht, aber auch da wird ihm nicht geholfen. Anstatt den Patienten zu helfen werden sie behandelt wie Vieh und sind der Willkür der Wärter ausgeliefert. Eindrucksvoll, aber zugleich erschreckend realistisch werden dem Zuschauer die Zustände in solchen Anstalten zu der Zeit um 1955 vor Augen geführt. Es ist kaum zu glauben wie Menschen mit Menschen umgehen und man fragt sich ob nicht die Wärter und "Doktoren" eingesperrt werden sollten, so wie sie mit menschlichem Leben umgehen. Zu keiner Zeit wirkt das Gezeigte überzogen oder unrealistisch, was vor allem an der lobenswerten schauspielerischen Leistung aller liegt.
Aber der Film beschränkt sich nicht nur darauf auf diese Zustände aufmerksam zu machen, sondern legt sein Augenmerk besonders auf die Entwicklung Emmets. Als er in Chattahoochee ankommt ist Emmet gebrochen und rennt vor sich selbst davon. Doch im laufe des Films ändert sich seine Einstellung. Zuerst dringt Walker, ein anderer Insasse, zu ihm durch und es entwickelt sich eine Freunschaft. Ihm gegenüber öffnet sich Emmet und redet sich seinen Frust von der Seele, auch wenn Walker nicht immer der beste Zuhörer ist.Dann, angetrieben durch die ständigen Drangsalierungen der Wärter findet Emmmet eine neue Aufgabe im Leben und somit auch neuen lebensmut, in dem er es sich zum Ziel macht auf diese menschenunwürdigen Verhältnisse aufmerksam zu machen.Immer wieder gibt es auch Anspielungen auf Gott und während seine Eltern für ihn beten, aber bis auf seine Schwester, nicht selbst zur Tat schreiten, entscheidet sich Emmet nicht länger darauf zu warten das Gott ihm hilft, sondern beginnt selbst zu handeln.
Alles in allem ist der Film fesselnd und lässt einen leicht verstörten Zuschauer zurück, der sich fragt wer wirklich die Verrückten sind.


keiner wirklich keiner is besser
...jetzt mal im ernst...ausser lost in space und das fünfte element, die herr oldman eher für seine brieftasche als für seine ansprüche gedreht hat ist er in ?jedem viel die absolute übermacht...auch in diesem streifen der mit guten darstellern einer wahren storyx und einer guten atmo aufwartet, spielt er selbst größen wie dennis hopper locker an die wand...einfach unglaublcih...zeiht ihn euch rein..mööp

EXCELLENT GARY OLDMAN !!!!!
I love this film, Gary Oldman is the better actor of worlwide.. because he is unique "chameleon". I'm very in love Gary Oldman, this film is a true story, Gary is remarkable, he has a lot expressions, emotions.
I recommende you this film. What's more the musique of film is very amazing !

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Ludwig van B. - Meine unsterbliche Geliebte
mit Gary Oldman, Jeroen Krabbé, Isabella Rossellini, Regie: Bernard Rose
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 8,99
(8 gebraucht ab EUR 4,39)
Erscheinungsdatum: Januar 2000
Amazon.de-Verkaufsrang 7848
Durchschnittliche Bewertung: 4.0 von 5 Punkten
5 Kommentare:
Unsterbliche Musik in wundervollen Bildern wiedergegeben - bewegend und ergreifend!
Der Film beginnt mit Beethovens Tod und entfaltet über Rückblenden Stationen seines Schaffens und früherer Liebschaften. Sein ehemaliger Sekretär Anton Schindler versucht eine "unsterbliche Geliebte" ausfindig zu machen, der Beethoven sein gesamtes Vermögen und sein Werk vermacht hat.

Für mich ganz großes Kino, Gefühl und Dramatik im richtigen Maß, dabei niemals banal oder langweilig, und mit großartigen Darstellern.

Fazit: Der Film hat nun endlich eine würdige umsetzung bekommen was dem Kultcharakter des Films mehr als förderlich ist. Sound und Bild der Blu-ray sind in tadelloser Qualität - Absulute Kaufempfehlung.

Ein faszinierender Soundtrack von den Londoner Symphonikern!
Meine unsterbliche Geliebte spürt den Geheimnissen eines Klassikers nach: Wer ist Beethovens "unsterbliche Liebe", der er sein gesamtes Vermögen vermacht?
Assistent Schindler begibt sich nach dem Tod des Meisters auf die Spur...
Mit Gary Oldman als Beethoven und Isabella Rossellini, Valeria Golino und Johann ter Steege als dessen Topthree.
Ein faszinierender Soundtrack von den Londoner Symphonikern!

Alles durcheinander
So viele Details stimmen nicht. Es lohnt nicht, sie aufzuzählen. Aber: es ist ein Film.

Wie eigentlich alle Beethoven-Filme wird die Taubheit nicht konsequent filmisch umgesetzt, sondern führt zu häufigen Brüchen im Ablauf.

Immer wieder werden Begebenheiten eingestreut, die der Überlieferung entsprechen und Authentizität suggerieren. Aber zu viele Unrichtigkeiten zerstören diesen Eindruck.

Wird eine interessante Geschichte erzählt ? Man lernt zwar einige Frauen kennen, die in Beethovens Leben eine Rolle spielten, aber auch diese Geschichte wird nicht durchgehalten. Es sieht dann plötzlich mehr aus wie Teile aus dem Leben von Beethoven, zB die Geschichte mit seinem Neffen Karl. Der Plot, der dann schliesslich kommt,ist nur absurd.
Es geht nicht darum, dass die Fakten nicht stimmen können, sondern, dass Beethoven in seiner uns überlieferten Art so völlig verkannt wird. Beethoven war ,bei aller Anfechtbarkeit seines Handelns, ein zutiefst moralischer Mensch, vielleicht könnte man sogar schreiben " moralin-sauer". Ein Verbindung mit der Schwägerin wäre ihm niemals in den Sinn gekommen, Niemals.

Die Musik von Beethoven wird als Filmmusik ganz grässlich eingesetzt. Nicht nur die zeitliche Bezüge stimmen oftmals nicht, sondern die Musik wird so schrecklich gestückelt ,einfach als Untermalung für eine Scene. Da hört man den zB den wunderbaren zweiten Satz des fünften Klavierkonzerts, bevor allerdings das Klavier einsetzt, ist die Musik schon wieder abgebrochen. Gerade diejenigen, die Freunde der Musik Beethovens sind, werden von diesem Streifen gar nicht erfreut sind.
Die Scene einer gequälten Kindheit mit der Musik aus dem Schluss-Satz der Neunten zu unterlegen, ist schlicht Beethoven-Kitsch ( natürlich Vollmond)

Der Film ist einfach ärgerlich.


Kein Film ermöglicht automatisch Wissen
Von verschiedenen Filmmusik-Seminaren weiß ich, dass mit großer Vorliebe ein Vergleich der Filme "Amadeus" und "Ludwig van B." gezogen wird. Doch führt dieser meiner Meinung nach geradewegs in die Irre, da Amadeus "nur" ein exzellenter Krimi ist, der sich - mit Ausnahme der Fakten vielleicht, dass Mozart Billard spielte, Wein trank und ein Requiem unvollendet ließ - einem historischen Hintergrund - natürlich absichtlich - ohne jegliche Verantwortlichkeit bedient, und Ludwig van B. sich immerhin an Fakten aufbaut, der solcherlei Spekulationen, wie sie zuhauf in diesem Film vorkommen, zulässt. Es kann natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass eine ganze Menge Unkorrektheiten (allein die Blamage beim 5. Klavierkonzert, das er nie selbst spielte und seine abstrus "unkünstlerischen" Ansichten über die Aufgabe der Musik) dafür herhalten müssen, Beethoven einem breiten Publikum zugänglich machen zu wollen, was, auch aus Musikersicht, keineswegs von vornherein zu verurteilen ist. Ob das gelungen ist bleibt eine andre Frage. Aber solche Filme sollten nicht primär dazu benutzt werden, komturlosen Massen den Komponisten näher zu bringen. Da bleibt "leider" nur der Gang zum CD-Regal oder in ein Konzert - der Rest kommt meist von allein.
Sieht man also von zweitrangigen Unkorrektheiten ab, die dem Genre Film dienen, so muss man aus meiner Sicht diesem Film vieles zugute halten: Die kokurrenzlose (wenn auch ein wenig der Tradition des wilden, Latino-Romantikers verhafteten) Darstellung Oldmans (im Gegensatz zum wildgewordenen Pferd namens Mozart aus "Amadeus") ebenso, wie die teilweise ausgebremste Handlung, die, Hollywood-untypisch, Zeit zur Reflektion gibt.
Und: Was ist schon daran so schlimm, dass die 5. im Hintergrund läuft während Beethoven in der 3. rumradiert? So etwas dem Film negativ anzuhängen, ist kleinlich und unwichtig. Die, die es wissen, wissen es und denen, die es nicht wissen, ist es ohnehin egal.

Schlechte Umsetzung- Gute Musik
Der Film erzählt im Rückblick Auschnitte Beethovens Lebens.
Sein Freund uns Assistent Schindler versucht nach Beethovens Tod die unbekannte Frau bzw. große Liebe Beethovens zu finden, der er seinen Nachlass überlassen hat.
Leider teilweise etwas konfus dargestellt und in kleinen Lebensausschnitten. Manche sind hintergründiger, mache nicht. Man befindet sich ständig im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und springt innerhalb Beethovens Leben hin und her.
Trotzdem hat man die Dramatik in der Musik gut auf die aktuellen Lebensabschnitte Beethovens übertragen und so versucht die Musik mit dem Film bzw. mit den Gefühlsphasen Beethovens zu verbinden. Leider fehlen teilweise sehr viele berühmte Werke Beethovens, die ich gerne gehört hätte.
Inhaltlich ist dieser Film gut. Allerdings hätte ich eine flüssigere Abhandlung seines Lebens und eine ausfühlichere Verknüpfung seiner Werke erwartet. Die Art uns Weise wie sein Leben erzählt wird, hätte man sich sparen können und sich darauf konzentrieren sollen, wie die Stücke zu welchem Zeitpunkt entstanden sind und welche Hintergründe eine Rolle spielten. Die Szenen aus der Gegenwart in der Schindler nach Beethovens großen Liebe sucht kosten nur Zeit und verwirren. Hier kann man allerdings die Zeit nutzen und sich noch ein Kaffee holen oder eine rauchen.
Wer Beethoven nicht kennt und sich einen groben Umriss seines Lebens und des dramatischen Werdegangs verschaffen möchte sollte sich den Film anschauen. Als Film sicherlich ein optisches Schmankerle im Vergleich zur üblichen Textlektüre über die berühmten Komponisten.

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Im Vorhof zur Hölle
mit Sean Penn, Ed Harris, Gary Oldman, Regie: Phil Joanou
DVD bei Amazon: EUR 12,99
(6 gebraucht ab EUR 6,50)
Erscheinungsdatum: Juni 2003
Durchschnittliche Bewertung: 4.5 von 5 Punkten
Der frühere Kleinkriminelle Terry Noonan kehrt nach Jahren in sein heimatliches Viertel zurück. Doch jetzt arbeitet er als verdeckter Ermittler gegen das organisierte Verbrechen. Er ist auf eine irische Gangsterfamilie angesetzt, die von Frankie Flannery und dessen hitzköpfigen Bruder Jackie geführt wird. Aber nachdem Noonan Zugang zu der Familie gefunden hat, fühlt er sich wieder zu seiner Jugendliebe Kathleen hingezogen, der Schwester der Flannerys. Die inneren und äußeren Konflikte spitzen sich dramatisch zu. Bis es zum gewalttätigen Showdown kommt - mitten in der Parade zum St.Patrick's Day!
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5 Kommentare:
OMG
Oh mein Gott, war das langweilig.
Kommt auf die Liste "Filme die ich nie wieder sehen will".



Ein meisterhafter Film
Dieser Film ist von einer Intensität, die unter die Haut geht.
Die Geschichte des Polizisten Terry Noonan (Sean Penn), der undercover in das New Yorker Viertel Hell's Kitchen zurückkehrt, in dem er aufgewachsen ist, ist unterlegt mit wunderbaren Bildern und ausgezeichneter Musik. An diesem Film ist nichts kitschig, und doch hat er nicht die kalte Pseudo-Coolness vergleichbarer Titel. Besonders Gary Oldmans einmalige Verkörperung von Terrys altem Freund Jackie, dauernd alkoholisiert und ebenso sinnlos brutal wie herzlich und treu, hat bei der Kritik Anklang gefunden. Ed Harris, der seinen Bruder Frankie verkörpert, lotet wunderbar die feine Linie zwischen kalter Herzlosigkeit, Feigheit, Hilflosigkeit und Ambition aus. Ich war jedoch besonders beeindruckt von Sean Penns Darstellung des Polizisten Terry: zwischen seiner Überzeugung, dass Frankie und seine Leute zur Strecke gebracht werden müssen, und seiner Loyalität gegenüber den alten Freunden seiner Jugend tut sich ein immer breiterer Graben der Verzweiflung, des Selbsthasses und der Gewissensbisse auf, den Penn in jeder einzelnen Szene meisterhaft und niemals gleichförmig zum Ausdruck bringt.
Aber auch Robin Wright Penn als Jackies und Frankies Schwester Kathleen, die versucht, zwischen sich und der Welt ihrer Brüder eine Wand zu errichten, John C. Reilly als teuherziger Gauner, der bei den falschen Menschen Schulden hat, und Joe Viterelli als typischer Mafiaboss geben dem Film Farbe und Intensität. Hier ist kein Dialog Mainstream, kein Bild überflüssig.
Es lohnt sich, den Film auf Englisch zu sehen, wenn irgendwie möglich - die deutsche Synchronisation nimmt dem Film etwas von seiner Atmosphäre, und es mangelt ihr an der Sensibilität, die in diesem Film mit der Brutalität einhergeht.
Insgesamt einer der besten Filme, die ich je gesehen habe.

Wahnsinnig intensiv und ....
....einfach nur geil. Dieser Film hat eine soclh gute Atmosphäre und so stark aufspielnde darsteller eine so verdammt gut umgesetze und interessante geschichte und allen vorne weg einen gnadenlos guten GARY OLDMAN. In diesem Film spielt er mal wieder alle an die Wand. Sean Penn spielt etwas zurückhlatender, lässt sich ein wenig mit Johnny Depps interpretation in Donny Brasco vergleichen. Sehr genial starker Film der in kürzester Zeit zu meinen ablsouten Favoriten wurde. 1000 STerne

Klasse und eigentlich ohne worte!!!
habe den film damals durch zufall im kino gesehen, dieses glück hatte hier wohl niemand!

man sollte diese filme einfach noch mal im kino anbieten, das wäre mal was!



Intensiver Film, intensive Musik - unpassender Filmtitel
Ich habe den Film erst vor kurzem das erste Mal gesehen und fand die Handlung packend und intensiv. Dazu tragen natürlich die Akteure bei, vorneweg Sean Penn und Ed Harris, aber vor allem Gary Oldmann, der eine völlig zerissene, hemmungslose Charakterfigur wiedergibt. Penn und Harris dagegen sind eher ruhiger und kontrollierter, eben ihren Rollen entsprechend.

Im Film spielt Ed Harris einen irisch-stämmigen Bandenboss in New York und Gary Oldmann ist sein gewaltbereiter, loyaler jüngerer Bruder. Durch seine frühere Bandenzugehörigkeit findet Sean Penn nunmehr als Undercover Cop schnell wieder Fuß in der Organisation. Seine Aufgabe soll es sein, Frankie, den Bandenboss (Ed Harris), das Handwerk zu legen.

Terry (Sean Penn) lehnt zwar das verbrecherische Treiben seiner alten Freunde ab, fühlt sich ihnen aber noch immer emotional verbunden und gerät dadurch, wie auch mit seiner einstigen Jugendliebe, immer mehr in die Zwickmühle. Als ein gemeinsamer Freund von Terry und Jackie (Gary Oldmann) tot aus dem Fluss geborgen wird, verdichtet sich die Story, gerade durch den unberechenbaren Gemütswandel von Gary Oldmann.

Ennio Morricones Filmmusik weiß meiner Meinung nach die Spannung, das Gefesseltsein noch zu steigern. Klar, es gibt jede Menge gute Filmmusiken, aber selten habe ich sie so im Einklang mit einem Film erlebt. Die Musik gibt für mich gelungen die spürbare Dramatik und eindrucksvollen Bilder scheinbar mühelos wieder. Das hat mich schon fasziniert.

Völlig unpassend, und wahrscheinlich auch für einen derartigen Film missverständlich, dürfte doch der deutsche Titel sein. Der englische Titel - State of Grace - geht in eine völlig andere Richtung. Offen gestanden bin ich wohl aufgrund des Titels so lange an diesem Film vorbei gegangen. Ok., meine Schuld. Aber der Titel bleibt immer noch eine Themenverfehlung.

Oh ja, der Showdown des Films ist wirklich brutal. Aber wie alles in diesem Film, so will es mir scheinen, auf seine Art überzeugend und eben intensiv.


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The Unborn
mit Odette Yustman, Gary Oldman, Meagan Good, Cam Gigandet, James Remar, Regie: David S. Goyer
DVD bei Amazon: EUR 18,99 EUR 6,97
(15 gebraucht ab EUR 3,79)
Erscheinungsdatum: August 2009
Amazon.de-Verkaufsrang 976
Durchschnittliche Bewertung: 3.0 von 5 Punkten
Das Böse will leben

Manchmal ist die Seele eines Verstorbenen so bösartig, dass ihr der Eintritt in das Himmelreich verwehrt wird. Diese Seele wird von der Gier nach einem neuen Körper durch die Zwischenwelt getrieben. Und manchmal findet sie ihn ?
Casey Bell (Odette Yustman) hasst ihre Mutter dafür, dass diese sie in ihrer Kindheit verlassen hat. Erst als ein paar unerklärliche Dinge ihr Leben erschüttern, beginnt Casey zu verstehen, warum ihre Mutter damals verschwand ... Verfolgt von grauenhaften Alpträumen und einem dämonischen Geist, der sie überall verfolgt und jeden bedroht, den Casey liebt, wendet sie sich an den einzigen Menschen, der diesem ein Ende setzen kann ? den spirituellen Berater und Exorzisten Sendak (Gary Oldman). Wenn ein rachsüchtiger Dämon dein Leben bedroht, gibt es kein Entkommen.

Mit dem Gänsehaut-Thriller ?The Unborn? wirft David Goyer (Blade, The Dark Knight) einen Blick in die Welt der Untoten, der das Blut gefrieren lässt ?


Bonusmaterial:

  • Unveröffentlichte Szenen

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Im Bann des Dämonen.
Die junge Frau Casey Beldon hat seit einiger Zeit schrecklichen Visionen. Darin kommt immer wieder ein kleiner Junge vor. Auch in realen Welt trifft Casey zunehmend auf Merkwürdigkeiten. Sie erfährt, das sie ein Zwilling ist und ihr Bruder im Mutterleib starb. Casey findet in den Unterlagen ihrer verstorbenen Mutter einen Hinweis auf eine Frau, die Auschwitz überlebte. Ein erster Besuch bei dieser alten Dame im Altersheim führt zu keinen neuen Informationen. Die alte Dame möchte nichts mit der Sache zu tun haben.

Bald darauf kommen die Bekannten und Freunde von Casey in gefährliche Situationen. Zudem werden sie von einem kleinen Jungen direkt bedroht. Die alte Dame ruft Casey an, entschuldigt sich und will nun Rede und Antwort stehen. Nachdem Casey bei ihr war, rät sie zu einem Besuch bei einem Rabbi. Diesen Rat befolgt Casey und bittet diesen um einen Exorzismus. Der Rabbi ist von diesem Anliegen nicht erfreut, aber das mitgebrachte Buch interessiert ihn. Später organisiert der Rabbi die notwendigen Leute für das Ritual und führt es durch. Der finale Schlagabtausch mit den Dämonen nimmt seinen Lauf.

Die Geschichte wird äußerst spannend erzählt. Die zahlreichen kleinen Geheimnisse werden nur langsam Stück für Stück preisgegeben. Überraschende Wendungen und gruselige Einlagen lassen den Zuschauer nicht aus ihrem Bann. Die Protagonistin wird zunehmend in eine ihr fremde Welt hineingezogen. Regie und Schauspieler leisten gute Arbeit. Die Kameraführung ist ausgezeichnet.

Richtig guter Grusel!
Was hier die 1 Sterne Wertungen aussagen sollen, erschließt sich mir nicht wirklich. Klingt nach Leuten, denen wohl nicht genügend Blut geflossen ist, und die sich mehr Splatterszenen erhofft haben.
Mir hat The Unborn recht gut gefallen, endlich mal wieder ein solider Horrorfilm, bei dem man sich gruseln kann, und der auch einige gut platzierte Schockmomente beinhaltet. Es muss ja nicht immer gleich literweise Blut fliessen, und alles möglichst brutal dargestellt werden. Wer hier auf solche Inhalte hofft, der wird natürlich eher enttäuscht sein. Der Spannungsaufbau bleibt stetig erhalten, und die Atmosphäre finde ich äusserst gelungen. Einziger Schwachpunkt ist meiner Meinung nach die Hauptdarstellerin, die wirkt leider etwas blass, sonst hätte ich 5 Sterne vergeben. Bild und Ton der Blu-ray liegen klar im oberen Bereich, da gibt es kaum was zu meckern, so macht HD einfach Spass. Da die Geschmäcker besonders bei diesem Genre doch recht unterschiedlich sind, sollte sich jeder selbst ein Urteil bilden, ich fühlte mich jedenfalls von The Unborn gut unterhalten.

Mal wieder ein relativ mieses Remake eines asiatischen Films...
Und schon wieder ein Asia-Remake!
Nach den ersten guten Remakes von The Ring und The Grudge lassen die Amerikaner immer mehr nach... Der Fluch der 2 Schwestern war schon grottig und nun das...

Eigentlich hatte ich mich schon gefreut, den Film 'UNBORN BUT FORGOTTEN' in einer anderen, neuen Version zu erleben.
Leider wurde meine Vorfreude bald komplett dem Erdboden gleich gemacht.

Der Anfang verspricht noch Gutes, doch je weiter die Geschichte erzählt wird, desto schlechter, vorhersehbarer und langweiliger wird es.
Spätestens bei der Geisteraustreibung wird so sehr übertrieben und mit Special-Effects um sich geworfen, um das nicht vorhandene Potential der Story zu vertuschen, dass man einfach nur noch genervt ist und hofft, der Film ist bald vorbei.

Für die guten Ansätze gibt es 2 Sterne, der Rest ist aber einfach nur Müll.

'The Unborn' hat im Übrigen auch nur ansatzweise Ähnlichkeiten mit dem Original, was an sich ja nichts Schlimmes ist, doch wenn sich der Regisseur etwas näher am Original-Drehbuch orientiert hätte, wäre dieser Film wohl nicht ganz so schlecht ausgefallen. Denn auch wenn das Original älter ist und nicht mit so vielen Special-Effects auftrumpfen kann, finde ich ihn wesentlich subtiler und unheimlicher und dementsprechend auch wesentlich besser.
Allen Freunden des subtilen Horrors, die von diesem Film auch ziemlich enttäuscht waren, empfehle ich das Original 'Unborn but forgotten'. Kein Meisterstück, jedoch wie gesagt um einiges besser als dieses stinklangweilige Remake.

Schockierend, doch nicht wirklich gruselig
"The Unborn" ist wirklich nicht schlecht - aber auch nicht wirklich gut. Ich habe mich ziemlich oft erschrocken, doch die Szenen, die gruselig sein sollten (Zum Beispiel der Hund mit dem umgedrehtem Kopf) fand ich ziemlich langwelig. Die düstere Stimmung kam allerdings ziemlich gut rüber, zwar nicht immer, aber es gibt auf jeden Fall schlechtere Horrorfilme. Die Story ist, anders als in vielen anderen Horrorfilmen, nicht verwirrend und mehr oder weniger spannend. Soll man "The Unborn" nun gucken oder nicht? Ich sage ein Versuch ist es wert. "The Unborn" wird wahrscheinlich nicht jedem gefallen, aber wer auf super-gruselige Athmosphäre verzichten kann und sich ein paar mal erschrecken möchte, sollte sich "The Unborn" einfach mal ansehen.

Unglaublicher Mist !!!
Ich habe mir den Film von Anfang bis Ende angeschaut und habe selten so etwas mieses, vorhersehbares und blödes gesehen.


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Backwoods - Die Jagd beginnt!
mit Gary Oldman, Virginie Ledoyen, Paddy Considine, Regie: Koldo Serra
DVD bei Amazon: EUR 23,49 EUR 17,99
(13 gebraucht ab EUR 1,41)
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Durchschnittliche Bewertung: 2.5 von 5 Punkten
EMS Backwoods, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 06.12.07
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5 Kommentare:
Gute Unterhaltung
Wer den super gruseligen Triller erwartet wird von diesem Film enttäuscht sein. Dennoch erzählt er eine schöne Geschichte und ist recht unterhaltsam. Kein Megafilm, aber auch nicht schlecht.

Unterhaltsam, aber mit Logik-Fehlern...
Andere Kritiker haben bereits auf die Vergewaltigungsszene hingewiesen; was mich dabei sehr störte, war, dass kurz zuvor die eine der beiden Frauen Radio hören wollte, die andere es ihr aber verbot, weil hier kein Empfang sei, was erstere auch feststellte. Als nun wenig später der Vergewaltiger mit dem Opfer ein Tänzchen veranstalten will, lässt er von seinem Bruder das Radio einschalten, und siehe da...es läuft tanzbare Musik in bester Qualität...da staunt aber der Laie...!

schlecht
"Ich gehe jetzt nach oben..." - und schon ist sie auf dem Weg nach oben.
"Wir machen jetzt eine Pause...und zwar da drüben" - und tatsächlich, sie machen eine Pause.
"Du wartest hier auf mich, bis ich dich rufe" - er wartet, bis er gerufen wird.

Das sind nur einige Beispiele für diesen langweiligen und absolut überflüssigen Film. So funktioniert ein Hörbuch, aber kein Film.

Furchtbare Regie, noch schlimmeres Drehbuch, und eine so starre Kamera,
dass ich nach einer Stunde verzweifelt die Stop-Taste suchen mußte.

Bis zu einer Fast-Vergewaltigung im Film habe ich ausgehalten, aber das 2 Minuten Standbild war nur noch lächerlich - inzeniert wie ein gemütlicher Sonntagsbrunch.
0 Sterne, wenn es möglich gewesen wäre!


Schon besser gesehen
Die Idee "Hinterwäldler-jagen-Städter" gab es in der Filmgeschichte immer wieder. Deshalb ist "Backwoods" auch weniger spannend. Dies liegt nicht an den Schauspielern: Oldman macht seine Sache wie immer gut und der Rest kann auch überzeugen. Es ist vielmehr der Mix aus Menschenjagd und Psychologisierung: Wo "Deliverance" noch eindeutig Stellung bezogen hat, kann dieser Film nicht überzeugen. Alles hat man irgendwo schon mal gesehen. Zum Beispiel zu Beginn des Films: Wie oft war es so, dass die arroganten Städter in ein Gasthaus kommen und plötzlich hören alle Dorfbewohner auf zu reden. Es geht gerade so weiter: Die sabbernden Dorftrottel begaffen die modelmäßigen Ehefrauen und man weiß schon nach 5 Minuten, dass es später mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Vergewaltigung kommen könnte. Naja: In derartiger Weise zieht sich der Film weiter und am Schluss fragt man sich, wo eigentlich die neuen Ideen, das kreative Potenzial war. Ich konnte es leider nicht finden. Die zwei Punkte gebe ich lediglich für Oldman und für die düstere Atmosphäre am Schluss (Regen-Szene). Das darf und kann jedoch für einen guten Film nicht reichen. Wer "Deliverance" oder "Straw Dogs" nicht kennt, kann einen Blick riskieren. Für die Übrigen rate ich eher ab.

Gute Idee - Mega schlechte Umsetzung
Mein erster Gedanke nachdem der Film zu Ende war: ...was soll das?!...
Nach einem Tag grübeln: ...so ein Mist...das schlechteste Ende der Filmgeschichte...
Nach noch mehr nachdenken: ...gute Idee, aber grauhenhaft schlechte Umsetzung...
Begründung: Der Film ist stellenweise atmosphärisch ganz gut gemacht. die Waldszenen sind durchweg gut abgedreht worden. Leider kommt zu keinem Zeitpunkt so richtig Spannung auf. Die Idee des Films war offensichtlich in Anlehnung an den legendären "Straw Dogs" aufzuzeigen wie Gewalt Gegengewalt produziert und dass die eigen Moralvorstellung nur subjektiv ist und man sich besser nicht in andere kulturelle, moralische, ethische Überzeugungen einmischt, bzw. wenigstens versuchen sollte diese nachzuvollziehen. Leider wurde dies alles absolut grottenschlecht umgesetzt. Es hätte zumindest einer ordentlichen Aufklärung am Ende bedurft. So wirkt der ganze Film aber völlig zusammenhangslos, wie eine stümperhafte Kopie von besagtem "Straw Dogs", einem Film, der schon über 35 Jahre alt ist und im Gegensatz zu diesem Film immer noch höchst spannend anzusehen ist. Manche Szenen in "Backwoods" wirken wie aus "Straw Dogs" herauskopiert. Man könnte meinen, dass den Produzenten von "Backwoods" aufgefallen ist, dass der eigene Stoff zu dünn ist und deshalb ein wenig Pepp verdient hat. Nur blöd, dass man sich bei der Umsetzung überhaupt keine Mühe gemacht hat. So erklären sich völlig aberwitzige Szenen wie etwa eine Vergewaltigungsszene, die so aufgesetzt und unglaubwürdig dargeboten wird, dass man sich ernsthaft fragt, ob das alles ernst gemeint sein soll. Hätte man diesen Film offiziell als Remake von "Straw Dogs" rausgebracht, so wäre dies ein Beleidigung für Sam Peckinpah, den Regisseur von "Straw Dogs".
Den zweiten Stern gibts einzig und allein für Gary Oldman, der hier eine gute Leistung abgelegt hat. Die anderen Schauspieler sind einfach nur schlecht.

© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Der scharlachrote Buchstabe
mit Demi Moore, Gary Oldman, Robert Duvall, Regie: Roland Joffé
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 9,99
(3 gebraucht ab EUR 4,79)
Erscheinungsdatum: November 2006
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Durchschnittliche Bewertung: 3.0 von 5 Punkten
Highlight Der scharlachrote Buchstabe, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 02.11.06
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5 Kommentare:
Gute Geschichte,guter Film,zu empfehlen...
Ich sah den Film schon ein paar mal und ich muss sagen,dass ich auch noch 10 weitere Male ansehen könnte.
Mit Gary Oldman,der wieder mal wunderbar in seiner Rolle aufgegangen ist und mit Robert Duvall,ein ebenso brillianter Schauspieler, der als psychisch gestörten,gehörnten Ehemann haben sie eine exelente Besetzung für diesen Film aufgetan.
Ich kann ihn nur wärmstens entpfehlen...

Quark, aber hübsch anzuschauen
"Der scharlachrote Buchstabe" hätte ein respektabler Film sein können, zwei Punkte machen allerdings den Filmspaß in beträchtlichen Teilen zunichte:

Demi Moore. Ist hier so alles in allem wahnsinnig emanzipiert, gebildet, tolerant gegenüber schwarzen Sklaven und Indianern, hat einen eisernen Willen, unabänderliche moralische Grundsätze, liebt aufrichtig und ewig, ist wunderhübsch...stopp, so langsam wird es einfach zu viel. Mir ist völlig gleichgültig, wie unhistorisch ihre Rolle ist, aber die Alice Schwarzer unter den Pilgermüttern ist mir zu sehr Übermensch, um da noch mitfühlen zu können. Und natürlich eilt sie [Spoiler] einem hochverdienten Happy End entgegen.

Gary Oldman. Die Seelenqual steht ihm ins Gesicht geschrieben. Ja, er ist zweifelsohne ein Schauspieler im Gegensatz zu Frau Moore, leider darf er sich hier nicht zu einer halbwegs konsistenten Rolle bekennen. Stattdessen ist er Prediger, Pionier, Mann aus den Wäldern, Nacktschwimmer, leidenschaftlicher Indianerfreund, erst Moralapostel, dann Weichei, dann Held, dann Ende gut alles gut. Diesmal hat Oldman als Reverend sein Unglück nicht verdient, er ist bloß noch einer von den Guten. Schlichtweg keine dankbare Aufgabe für einen Oldman.

Trotzdem nett anzuschauen, wenn man blütenweiße Helden und Heroinen und schöne Kostüme und Szenen im Badezuber mag. Ein Lichtblick ist übrigens der unglaublich gut böse spielende Duvall, der aus seinem Part alles rausholt und einen grandiosen Psychopathen abgibt.


Verbotene Liebe in Pilgerväterklamotten
Die Europäer kamen im 17. JH. nach Amerika, um im "gelobten Land" eine neue Heimat zu finden. Einige suchten eine Welt, in der sie ihren sittenstrengen puritanischen Glauben ausleben konnten, ohne den kirchenkritischen Tendenzen und staatlichen Zwängen Europas ausgesetzt zu sein. Nathaniel Hawthorne erzählt in seinem 1850 erschienenen Roman "Der scharlachrote Buchstabe" vom neu besiedelten Ort Salem in Neuengland, wo die Bewohner zwar einen Neubeginn versuchten, aber ihre puritanische Ordnung und die strengen Regeln als das Allerwichtigste betrachten und noch dazu so manch anderes im Gepäck aus Europa mitbrachten: Hexenjagd, Läuterung von Menschen, die anders waren und die verblendete Ideologie eines bigotten Christentums.
Ein Klassiker in seiner neusten Schmacht-Verfilmung von Roland Joffés aus dem Jahre 1995 mit Demi Moore und Gary Oldman.

Zur Handlung:
1666: Hester Prynne (Demi Moore) hat ebenfalls den weiten Seeweg aus England auf sich genommen, um im gelobten Land eine neue Heimat zu finden. Sie wird schnell fündig und erwirbt ein beträchtliches Anwesen in Salem, in einer neuenglischen Kolonie. Ihren Mann erwartend, der noch längere Zeit auf dem Seeweg ist, lebt sie sich langsam in das Gemeindeleben ein, wenn auch zunächst nur mühselig. Hester wirkt oft zerstreut und durcheinander und bewirkt seit ihrer Ankunft ein leichtes Unbehagen bei den Gemeindemitgliedern, gerade auch weil sie, auch als vorübergehend alleinstehende Frau, allein im eigenen Haus leben will. Noch dazu schafft sie sich einen Badezuber an! *hörthört* Mit ihrem selbstbewussten und freizügigen Wesen, ihrer Pflichtvergessenheit und Unzuverlässigkeit hat sie es schwer, vor allem von den männlichen Geistlichen der Kolonie als ehrbare Frau wahrgenommen zu werden.
Aber sie findet Verständnis: Pfarrer Arthur Dimmesdale (Gary Oldman) ist völlig eingenommen von ihrer Lebensweisheit und ihrem Interesse an der Literatur. Schnell jedoch wird aus dem eifrigen Austausch von Büchern und Nettigkeiten mehr: Dimmesdale kann bald seine Liebe zu Hester nicht mehr verleugnen. Hester ergeht es ebenso, doch der strenge puritanische Glaube der beiden hält sie davon ab, etwas Verbotenes zu tun - die Schuld vor Gott und vor allem die Läuterung vor der Gemeinde wären zu groß.
Als eines Tages der Gemeindepfarrer vom vermeintlichen Tod von Hesters Ehemann Dr. Prynne in einem Indianer-Massaker hört, ist es um ihn geschehen. Das Verlangen nach Hester lässt sich nicht mehr länger unterdrücken. In einer stürmischen Liebesnacht schwängert er Hester, die das gemeinsame Kind in Gefangenschaft zur Welt bringen muss, denn sie weigert sich, den Namen des Schändlichen preiszugeben.
Nach der Geburt des Babys, kehrt zu allem Übel der tot geglaubte Dr. Prynne aus seiner Gefangenschaft zurück. Der geprellte Ehemann mischt sich inkognito als Arzt unter die Gemeinde spinnt und Intrigen gegen das ungetreue Weib. Er möchte um jeden Preis den Ehebrecher ausfindig machen. Hester aber schweigt beharrlich: Folterungen, Läuterungen, Monate in Gefangenschaft und der psychische Terror ihres Mannes überzeugen sie nur noch mehr davon, wie verdorben und bestialisch diese Menschen sind, die in Gottes Namen reden und in Teufels Willen handeln. Ein scharlachroter Buchstabe auf ihrer Kleidung soll sie zu jeder Zeit für alle kenntlich machen: die Sünderin.

Darsteller:
Ich bin eigentlich so gar kein Fan von Demi Moore, dafür um so mehr von Gary Oldman. Ich muss aber Demi Moore zugestehen, dass ich sie eigentlich recht überzeugend agieren sah. Trotzdem musste sich die Moore natürlich beim Baden, in lasziver nackter Pracht zeigen, das macht sie immer in so einer Weichzeichner-Posing, die ich gar nicht leiden kann, und darüber hinaus erschien mir ihr erotisch aufgeladenes Posieren, dem Film und der Figur die sie verkörpert, absolut unpassend. Da wurde, auch bei manch anderen Szenen, zu tief in den Schmalztopf gegriffen. Die Liebesszenen fand ich wiederum eigentlich ganz gelungen ;-)
Die Intensität und die Spannung wird allein von diesem unglücklichen Paar getragen und zwischen den beiden stimmt auch zum Glück die Chemie. Trotzdem hätte ich mir für den weiblichen Part eine andere Darstellerin gewünscht, die uneitler und ernsthafter rüberkommt. Kate Winslet vielleicht?
Gary Oldman kann mit einem einzigen Blick Gänsehaut erzeugen. Mit ihm als Pastor und Liebhaber wider Willen hätte man keine bessere Wahl treffen können. In tiefer Gespaltenheit trägt er seinen ganz persönlichen Konflikt aus. Der Kampf seines eigenen Willens, sein Scheitern an seinem religiösen Anspruch, sein Hadern mit der Moral. Genial verkörpert! Die langen Haare und die Pilgervater-Klamotten samt hochschaftigen Stiefel stehen im ausnehmend gut und auch ihn darf man übrigens nackt beim Schwimmen bewundern. Aber bei ihm sieht es wenigstens unaffektiert aus.
Als Hesters Ehemann Prynne agiert Filmlegende Robert Duvall (der Pate, Apocalypse Now) wie gewohnt ausgesprochen gut und er lässt den Psychopathen herrlich fies heraustreten. Aber drehbuchbedingt dürfen sowohl er, als auch die anderen Nebendarsteller, nicht in die Vollen gehen und bleiben aber alle ein wenig blass und unausgegoren, da das Hauptgewicht ganz auf dem Liebespaar liegt.

Mein Senf:
Unzählige Filme und das gleiche Thema: Verbotene Liebe. Abgesehen davon, dass "Der scharlachrote Buchstabe" auf einem literarischen Meisterwerk basiert, erinnert die Geschichte in seiner Grundkonzeption an eine der etlichen gängigen Liebesdramen, die Filmemacher und Schriftsteller aus allen Jahrzehnten hervorgebracht haben. Die Sitte als ewiger Wächter der Liebe, daraus wurden die Tragödien und Dramen dieser Welt gemacht: Tristan und Isolde, Romeo und Julia, Faust und Gretchen, Jack und Rose, ;-) usw. Was macht diesen Film also besonders?
Was den Film auf alle Fälle sehenswert macht, sind die wunderschönen Landschaftssaufnahmen an der Küste von Massachusetts. Sie erwecken Sehnsucht nach unberührter Natur und romantischer Schlichtheit. Auch ansonsten ist das Gründerzeit-Set nicht schlecht in Szene gesetzt. Dass Themen wie die Integration der Indianer und Sklaverei angesprochen werden kann man an dem Film absolut nicht lobend erwähnen, denn die Ansätze verpuffen im Nichts. Die Indianer werden nur noch mal hervorgeholt um die Story am Ende, an den Haaren ziehend, voranzutreiben. Ganz schlecht. :-(
Ich finde den Film sehr unterhaltsam und auch ziemlich spannend. Ich habe das Buch von Hawthorne nicht gelesen und so, ganz unvoreingenommen, hat mich die Dramaturgie dieser Geschichte eigentlich doch recht überzeugt. Die Spannungskurve verläuft gemächlich aber stetig ansteigend und der Plot lässt einen ja nicht unempört, hegt man als Zuschauer doch eine natürliche Abwehrhaltung gegen eine Gesellschaft, die Ideologien über den Menschen selbst stellt. Auch das tapfere Ankämpfen gegen das tragische Schicksal ließ mich nicht unberührt. Ein wenig mehr Herzblut und Engagement, vor allem aber mehr Innehalten und Detailreichtum in einzelnen Szenen hätten "den scharlachroten Buchstaben" für mich zu einem Herzensfilm gemacht.
Die Geschichte geht im Roman anscheinend nicht nur ganz anders zu Ende, sondern legt auch den eigentlichen Focus, gerade was Hester betrifft, auf die innere Auseinandersetzung mit dem Thema Schuld und puritanischer Moral. Hier im Film wehrt sich einfach eine emanzipierte Frau gegen die Chauvies und die heuchlerischen Bürger. Das Ganze hat einen zu modernen Blickwinkel. Gepaart mit der sich seufzend, räkelnden, nackten Moore ist das nicht glaubhaft als Literaturverfilmung eines Romans von 1850! Da hilft es auch nicht, dass der Film vorab als eine "freie Adaptation" bezeichnet wird.
Zuletzt bleibt die Frage nach der Lehre des Films beziehungsweise der Geschichte. Dass diese Geschichte "lehren" will, ist unschwer erkennbar. Die tief greifende Gesellschaftskritik spannt einen weiten Bogen und steht im Mittelpunkt der Aussage. Durch das etwas merkwürdige, und gegenüber der Vorlage veränderte Ende, fällt die Gesellschaftskritik aber irgendwann einfach in sich zusammen. Der Film schafft es leider nicht die Themen auch abschließend zu bearbeiten und so verblieb doch Summa Summarum ich ein wenig unbefriedigt. Es kommt weder zur endgültigen Katastrophe, noch zur einheitlichen Lösung des Konflikts - eigentlich ein Fauxpas. Aber seht selbst....

Zusammenfassend:
Ist der Scharlachrote Buchstabe nicht etwas schwülstig? Jaaa!!! Aber mit Gary Oldman besetzt, lasse ich mir eine wenig emotionale Plüschigkeit gerne gefallen, ;-) hat mir doch sein Pathos auch als Dracula und als Beethoven schon so gut gefallen. Tatsächlich ist "Der scharlachrote Buchstabe" dann am besten, wenn er sich zur Liebeschnulze bekennt und andere (künstlerische) Ambitionen hinten anstellt. Kitsch ist schließlich nicht gleich Kitsch, denn auch den kann man kultivieren und dies ist Kitsch in Hochkultur. ;-)
Als Literaturverfilmung bestimmt sehr schwach (max. 2 Sterne) aber unabhängig davon, für eine unkritischen Period- Dramen-Abend gut geeignet. Und wer womöglich Demi Moore in Pose mag wird bestimmt sogar begeistert sein. ;-)
3.5 auf 4 aufgerundete großzügige Sterne, da mir dieser Fetzen einfach gefällt!

An dieser Stelle kann ich nur jedem am Thema Interessierten das Meisterwerk Hexenjagd ans Herz legen. In dieser Literaturverfilmung von Arthur Millers Buch wurde alles richtig gemacht. Da klappt es dann sogar mit der Hauptdarstellerin.
Oder man probiert tatsächlich mal den heftig umstrittenen The New World aus, der dann die Siedlerproblematik wirklich an der indianischen Kultur spiegelt und auch eine sehr unglücklichen Liebe schildert. Der ist dann auch an den richtigen Stellen langsam und detailreich und Kitsch wird durch echte Poesie ersetzt. Ich liebe ihn.


Positiv überrascht
Ich hab den Film gestern im Fernseehn gesehen. Ich war echt positiv überrascht. Eine tolle Frau und auch der Priester der Ihr immer helfen wollte, doch sie ließ ihn nicht.
Doch auch manchmal echt ein grausamer Film.
Hat mir sehr gut gefallen. Und das Ende ist auch schön, auch wenn die zwei nur ein paar Jahre zusammen haben.

Das Schönste sind seine Haare... aber sonst??!
Vorweg: Ich bin ein riesen Fan von Gary Oldman - meiner Meinung nach ist er einer der besten Schauspieler die ich kenne... aber hier ist es selbst ihm nicht gelungen, einen Film mit einem grottenschlechten Drehbuch und eine grauenvollen Regiearbeit noch zu retten.
Kein Wunder, dass der Film die goldene Himbeere in der Kategorie "schlechtestes Remake" bekommen hat - für schlechtestes Drehbuch hätte es die aber auch noch verdient (war ja auch nominiert...)

Hat der Regisseur nicht begriffen, dass es hier um Schuld, Sühne und den Umgang damit geht? Um eine starke Frau und einen ehrfürchtigen Geistlichen, der an seiner eigenen Feigheit zerbricht? Dabei hat der Film eine wundervolle Besetzung mit Gary Oldman und Demi Moore in den Hauptrollen - doch was nutzt es, wenn jede Szene zwar für sich genommen großartig gespielt ist, die Szenen zusammengenommen jedoch zerfallen und eine Charakterdarstellung bzw. -entwicklung gar nicht mehr zulassen.

Da ist Reverend Dimmesdale einmal der hilfsbereite, charmante Helfer, dann der beeindruckend pathetische und innige Priester der an das Gute glaubt und eine reine Seele bewahren will - nur um dann 10 Minuten später von lauter Geilheit (anders kann man das doch nicht nennen) getrieben seine Liebe zu Hester zu gestehen (die ebenso geil schon die ganze Zeit darauf gewartet hat), dann kurz was von "sind wir vom Weg abgekommen" faselt nur um ihr "nein" gleich als absolute Wahrheit zu interpretieren und in der Scheune über sie herzufallen.
Warum er dann a) mit ihr nicht flieht (denn bitteschön welchen Grund haben die beiden denn schon, dort zu bleiben?? Wenn er doch schon sagt "wir können hierfür gehängt werden"...) b) bis zum Letzten wartet, c) nicht zu ihr steht (nur weil sie sagt: nein, lass es bleiben?????), sich dann in einem winzigen Moment mal kurz die Hände blutig reibt um zu zeigen dass ihm das alles doch nahe geht und schließlich wieder die Klappe hält, dann auf einmal doch gehängt werden will (Feigheit? Lieber soll sie zugucken wie er stirbt, als dass er es andersrum ertragen muss, oder wie?) und schließlich wie ein Glücksritter-Dandy mal eben mit ihr auf die Kutsche springt und doch davonfährt bleibt ein Rätsel - vor allem wenn man bedenkt, dass ebendieser Charakter im Buch das Schweigen nicht aushält und so daran zerbricht, dass er letztendlich an der eigenen Schuld stirbt.

Aber hach, ist es nicht schön, dass Demi Moore im 17. Jahrhundert aussieht wie von der Beautyfarm entsprungen? Und das selbst noch nach monatelangem Eingesperrtsein in einem dunklen und feuchten Gefängnis und nach einer Geburt? Wie man bei derartig harter Feldarbeit so wunderschön manikürte Fingernägel bewahren kann wie in besagter Scheunen-Liebesszene möchte ich gern wissen.

Traurig, dass ein Film so schlecht gestrickt ist, dass gerade diese Details so spöttisch auffallen.
Für Leute die gerne mal Garys attraktiven nackten Hintern sehen wollen lohnen sich die ersten 20 Minuten, aber dann bleiben nur noch seine Haare als "awwww-Faktor"... und peinliche Momente, wenn er sich albern Tinte auf die Stirn schmiert... und vielleicht noch Demi Moores elfenhafter Blick. Emotionen darf man hier jedenfalls nicht erwarten, außer man ist bereit, sie sich einprügeln zu lassen.

2 Sterne - einer weil Gary gar so niedlich aussieht und einer dafür, dass man wenigstens auf billige und schlechte Computereffekte verzichtet hat.

Für Oldman- und Moore-Fans ok, aber für Leute die eindringliche Filme mit Gefühl mögen definitiv die falsche Wahl. Hexenjagd ist um 1000% besser!

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Bram Stoker's Dracula
mit Gary Oldman, Winona Ryder, Keanu Reeves, Regie: Francis Ford Coppola
DVD bei Amazon: EUR 8,49 EUR 7,99
(22 gebraucht ab EUR 2,49)
Erscheinungsdatum: März 2002
Amazon.de-Verkaufsrang 1570
Durchschnittliche Bewertung: 4.0 von 5 Punkten
5 Kommentare:
Opulente Erotik und hinreißende Liebesgeschichte
Bram Stokers über 100 Jahre alter Roman dient hier als Vorlage für ein filmisches Feuerwerk, das alle Sinne bedient. Stark an der Vorlage angelehnt, dennoch nicht verstaubt wirkend, mit einem hervorragenden Schauspielerensemble. Hervorheben möchte ich besonders die Leistung von Gary Oldman, der Grusel, Abscheu und trotzdem Mitgefühl erzeugen kann. Optisch nicht so ein weichgespülter Vampir wie der "schöne Teenie-Edward" (mein Gott, ich hab mich für meine Tochter durch diese Twilight Reihe geschunden), sondern nicht hübsch, aber auf irritierende Weise sehr erotisch, verzweifelt und faszinierend. Ich liebe einfach diese Bettszene mit Winona Ryder in der erst der grüne unter die Bettdecke streichende Nebel ihre Lust entfacht, dann Gary Oldman ihre Leidenschaft und die schließlich in einer der schönsten filmischen Liebesszenen endet. Diese Musik! Dieses "I have crossed oceans of time to find you"...Gänsehaut pur.
Wunderschön auch die Szenen im Restaurant und im Kino.....Gary Oldmans blaue Brille ist einfach der Hit!
Toll auch Keanu Reeves Verkörperung des etwas einfältigen Anwalts, köstlich, als sich die weiblichen Vampire seiner annehmen. Und auch hier eine Augenweide für die männlichen Zuschauer in Person der außergewöhnlichen schönen Monica Belucci.
Ich könnte da ewig weiterschreiben...Tom Waits als völlig durchgeknallter, insektenfressender Psychiatrie-Insasse, der überforderte Arzt, Lucys texanischer Verehrer, Anthony Hopkins als kauziger Wissenschaftler mit Interesse an übernatürlichen Phänomenen...alle spielen mit viel Spaß und Überzeugungskraft. Die Musik und die wunderschönen Szenenwechsel tun ihr Übriges.
Ein großartiger Film zum Abtauchen und Genießen.

Eine Verfälschung der Romanvorlage?
Auch wenn -Bram Stoker?s Dracula- von Francis Ford Coppola als die werkgetreuste Verfilmung der Geschichte gilt, wurde eine Vorgeschichte eingeführt, die die Geschehnisse ganz anders beleuchten.

Bei diesem Film wird erzählt, dass die Frau des Fürsten Vlad Draculea Selbstmord begangen hat und durch das Verfluchen des christlichen Glaubens wurde der Fürst zum Untoten. In Mina aus dem Jahr 1897 sieht er die Reinkarnation seiner verstorbenen Elisabeta.

Dadurch wird Dracula vom personifizierten Grauen (der früheren Filme und des Romans) zu einer tragischen Figur, mit der der Zuschauer mitfühlen kann.

Der Film hat durch diese Neudefinition mehr von einem Liebesdrama, als von einem Horrorfilm.

Das Bild ist deutlich besser!
Ich habe mir die Blu ray angesehen und es besteht ein deutlicher Unterschied zur DVD. Das Bild ist eindeutig schärfer und die Konturen sauberer. Vor allem bei den Szenen wo Graf Dracula seinen leuchtend roten Mantel trägt wird es deutlich. Daher verstehe ich nicht die ganzen negativen Bewertungen. Der Film ist fast 20 Jahre alt und das Bild war auf keiner DVD besser, sondern schlechter. Es hat eine eindeutige Verbesserung stattgefunden, das Bild ist logischerweise schärfer als die Vorgänger auf DVD. Die Farben des Films haben NICHTS mit VHS-Qualität zu tun, denn der Film IST so.

Fehlerhafte deutsche Tonspur
Leider wurde bei der Erstellung des neuen deutschen 5.1 Tons für die Collector's Edition (DVD) und die Blu-ray extrem geschlampt.

An ZAHLREICHEN Stellen wurden einfach Soundelemente "vergessen", sodass man zum Beispiel in einer Szene Lucy sich mit aufgerissenem Mund im Bett winden sieht, aber Ihr Stöhnen nicht zu hören ist.
Man kann dies relativ leicht vergleichen indem man auf die englische Tonspur umschaltet - dort klingt alles, wie es sein soll. Auch ein Vergleich mit der alten DVD zeigt, dass in der ursprünglichen deutschen Surround-Abmischung noch alles intakt war.
Wirklich eine Schande, dass bei der Produktion so unsauber gearbeitet wurde. Eine Reaktion von SONY gab es auf Mail-Anfrage leider nicht, eine Umtauschaktion ist wohl nicht angedacht.

3 Sterne zumindest, weil der Film an sich grandios ist und die - bonustechnisch gut ausgestattete - Blu-ray für alle O-Ton Gucker keine Probleme bietet.
Das Bild ist minimal besser als das der DVD, hier hätte sicherlich mehr herausgeholt werden können.

Schwülstiger Erotikfilm ohne Tiefgang
Was dieser schwülstige Erotikfilm mit Bram Stoker's klassischem Vampirroman zu tun hat, ist mir ein absolutes Rätsel. Die Charaktere lassen leider jeglichen Tiefgang vermissen, stattdessen setzt Copola auf jede Menge Sex und Brutalität. Auch die im Mittelpunkt stehende süßlich-sentimentale Liebesgeschichte zwischen Dracula und Mina Harker (kommt im Roman überhaupt nicht vor) ist so trivial und abgedroschen, daß ich wiederholt die Vorspultaste betätigen mußte. Außer schönen bunten Bildern und hübschen leicht bekleideten Frauen hat dieser Hollywood-Schund leider nicht viel zu bieten. Für mich ist es die mißlungendste Dracula-Verfilmung überhaupt. Eigentlich schade, denn bei dieser Darstellerriege hätte man garantiert mehr herausholen können.

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Sid & Nancy
mit Gary Oldman, Chloe Webb, Drew Schofield, Regie: Alex Cox
DVD bei Amazon: EUR 9,99 EUR 10,99
(4 gebraucht ab EUR 4,79)
Erscheinungsdatum: Februar 2005
Durchschnittliche Bewertung: 3.0 von 5 Punkten
DVD FSK 16 Komödie und Drama/ Paramount.
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5 Kommentare:
Hände weg von dieser Fassung
Zum Film selbst wurde ja schon alles gesagt: Nicht nur ein Meilenstein des Musikfilm-Genres und ein farbenfrohes Protrait der Londoner Subkultur der 70er Jahre, sondern auch eine verstörende Studie der Heroinsucht und einer für beide Seiten zerstörerische Liebesbeziehung.
Trotzdem schreibe ich nocheinmal eine Null-Sterne-Bewertung, denn wenn der Bewertungsdurchschnitt tief genug ist, wird sich der Vertreiber vielleicht dazu entschliessen, die Scheibe vom Markt zu nehmen und in einer aufgemöbelten Edition wieder rauszubringen.
Also nocheinmal zum Mitschreiben: Die Ausstattung dieser DVD unterscheidet sich kein Stück weit von der zugrundeliegenden Videokassette; d.h. keine Extras (außer ein paar obligatorischen Trailern) und nur eine deutsche Tonspur, die noch dazu so lieblos und albern ist, dass es einem das letzte bisschen Vergnügen am Film verleidet: Nicht nur, dass u.a. der Synchronsprecher von Spongebob-Schwammkopf hinterm Mikrophon sitzt (was für einen ernsten Film einem moralischen Bankrott gleichkommt), noch dazu hagelt es Übersetzungsfehler und gerade der Sprecher von Sid Vicious selbst nuschelt monoton vor sich hin, als hätte man ihn gerade aus dem Bett geholt.

Ob sich das Warten auf eine Neuedition lohnt oder nicht, es gibt immer noch Importläden; und wer sich das Erstvergnügen an diesem Film bewahren will, sollte um die deutsche Ladenfassung einen weiten Bogen machen: Diese Silberscheibe ist gerade mal gut genug um sein Glas draufzustellen.


Nur Deutsch und geschnitten
...und deshalb habe ich mir lieber die DVD aus England besorgt.

Den Film habe ich schon x-mal gesehen, weil er trotz vieler Fehler doch irgendwie unterhaltsam ist.

Aber auch nicht mehr oder weniger! Denn leider wird in diesem Film so einiges falsch dargestellt! Warum, bleibt wohl das Geheimnis des Regisseurs (vielleicht sollte ich mir endlich mal das Interview und den Audiokommentar anhören? Auf beides wurde auf dieser DVD leider auch verzichtet!).
So taucht z. B. der berühmte Satz am Ende ihrer letzten Show in San Francisco 1978 "Ever had the feeling you've been cheated?" mitten in einem anderen Konzert auf. Auch lief Sid später niemals mit einem T-Shirt mit Hammer und Sichel durch die Gegend (es war ein Hakenkreuz). In der Show, in der Sid 'My Way' singt, bekommt man schon irgendwie den Eindruck, dass er wirklich abdrückt und das Publikum über den Haufen schießt. Wie auch immer: So hat die Sendung damals nicht stattgefunden. Das sind so ganz grobe Schnitzer, die wirklich nicht sein mussten!

Es sind halt diese Fehler und andere Ungereimtheiten, und da ist es auch kein Wunder, dass John Lydon (Johnny Rotten) den Film unterirdisch findet. Allerdings hat er damals auch die Mitarbeit verweigert. Eigentlich schade, denn er hätte vieles richtig stellen können.

Die Leistung von Gary Oldman als Sid finde ich übrigens ziemlich überzeugend und sehr gut gespielt.

Fazit: Ein irgendwie unterhaltsamer Film (allerdings nicht für jeden!) auf einer unfertigen DVD! Vielleicht kommt ja irgendwann mal der komplette Film auch in Deutschland heraus? Obwohl: Eigentlich ist es schon ein Wunder, dass diese DVD bei uns überhaupt erschienen ist, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das Interesse an dieser tragischen Geschichte sonderlich groß ist...

Nicht nur was für Punks!
In diesem Film wird die selbstzerstörerische Liebesgeschichte zwischen dem berühmt berüchtigtem Bassisten Sid Vicious und dem drogenabhängigem Groupie Nancy Spungen beschrieben.
Weiterhin wird dargestellt, wie der Sex Pistols Bassist Sid, der gar nicht Bass spielen konnte, als provokatives Zugpferd für die Medien eingesetzt wird. Das Musikbusiness war, wie nicht anders zu erwarten, schon in der frühzeit des Punkrock ein schmutziges Geschäft und die Sex Pistols mittendrin.

Gary Oldman brilliert als Darsteller des Sid Vicious, ansonsten schauspielerisch eher durchschnitt.
Die Umsetzung auf DVD ist gelungen.

Gary ist Sid - genial
Ein genialer Gary Oldman als Sid Vicious macht den Film zum absoluten Highlight. Einen Punkt Abzug für das Hollywood Ende. Ansonsten Klasse-Film.

Sehr schlechter Film.......
Eigentlich dachte ich ja, dass der Film aus wahren Mitschnitten (so ähnlich wie Rock n Roll Swindle) besteht, freute mich aber trotzdem zu Beginn, da der Schauspieler Sid sehr ähnlich sieht. Den Inhalt des Films finde ich jedoch ziemlich billig und oberflächlich. Ich habe den Film irgendwann einfach ausgeschaltet, weil mir die Story schlicht und ergreifend zu blöde war.

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Track 29 - Ein gefährliches Spiel
mit Theresa Russell, Gary Oldman, Christopher Lloyd, Regie: Nicolas Roeg
DVD bei Amazon: EUR 15,99 EUR 17,99
(2 gebraucht ab EUR 8,00)
Erscheinungsdatum: Juli 2009
Durchschnittliche Bewertung: 5.0 von 5 Punkten
Beschreibung Linda (Theresa Russell) ist unglücklich gefangen in ihrer Ehe mit einem Arzt. Ihr Mann Henry (Christopher Lloyd) beschäftigt sich lieber mit seiner Modelleisenbahn und seinen Krankenschwestern. Die Flucht aus der Realität und die Sehnsucht nach einem eigenen Kind bekämpft Linda mit ...
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Alles einsteigen und bereit machen für eine wilde Fahrt - auf Track 29
TRACK 29 aus dem Jahr 1988 gehört zu den bizarrsten Filmen des britischen Kultregisseurs Nicolas Roeg, und das will etwas heißen. In dieser britisch/amerikanischen Co-Produktion nimmt Roeg das hässliche Amerika der Vororte unter die Lupe, genauer gesagt die unglückliche Ehe der Hausfrau Linda Henry (Roegs Ehefrau Theresa Russell), die sich mit Zahnspange und Puppensammlung in kindliche Verhaltensmuster flüchtet, während ihr Ehemann Dr. Henry Henry (der wunderbar schräge Christopher Lloyd) sich nur für seine Spielzeugeisenbahn interessiert, wenn er sich nicht gerade von der skurrilen OP-Schwester (die nicht minder schräge Sandra Bernhard) mit Gummihandschuhen den Po versohlen lässt. Als der junge Brite Martin (Gary Oldman) plötzlich auftaucht und erklärt, er sei der Sohn von Linda, den sie im Teenager-Alter nach einer Vergewaltigung zur Adoption freigegeben hat, gerät Lindas ohnehin schon bizarres Leben völlig außer Kontrolle...

Eine treffende Inhaltsangabe ist schwierig, denn Nicolas Roeg beschreitet in seinem grellen Mix aus Satire, Psychodrama und Horrorfilm so verschlungene Wege, dass man kaum hinterher kommt. Ist Martin wirklich Lindas Sohn oder ein Geisteskranker? Existiert Martin überhaupt? Wie es scheint, nimmt Linda die Bekanntschaft mit Martin als Anlass, ihre tragische Vergangenheit aufzuarbeiten und sich aus der Ehe-Hölle zu befreien. Dies geschieht dann so explosiv, dass einem die Haare zu Berge stehen. Roeg ist bekannt für seine assoziativen Schnitte und schnellen Wechsel, Lindas Erinnerungen an die Vergewaltigung auf einem Rummelplatz (wieder Gary Oldman, diesmal als Täter, ein weiterer Hinweis darauf, dass "Martin" nur ein Phantom aus der Vergangenheit ist) und die Geburt Martins sind Schreckensbilder, die urplötzlich auftauchen und die Handlung verzerren.
Roegs Vorstellung eines hässlichen Plastik-Amerikas findet sich sowohl in den alltäglich-banalen Sets wie den geschmacklosen Kostümen. Überall werden die Charaktere vom Fernseher und Cartoons berieselt (gegen Ende doppelt sich sogar die Filmhandlung mit dem Klassiker "Ein Köder für die Bestie", der im Fernsehen läuft), Kultur ist nur in Form von Trash vorhanden. Ein lächerliches Treffen der konservativen Eisenbahnliebhaber wird von Roeg wie ein US-Präsidentschaftskongress inszeniert. Kein Wunder, dass TRACK 29 in den USA geradezu feindselig aufgenommen wurde.

Hauptdarstellerin Theresa Russell wurde so ziemlich alles vorgeworfen, tatsächlich aber spielt sie ihre schlichte, überspannte Hausfrau mit neurotischen Zügen (und Hang zum Alkohol, sie kippt sich schon früh morgens den Wodka in den Orangensaft) ganz hervorragend. Dass sie dadurch keine Identifikationsfigur wird, liegt in der Natur der Sache (in der deutschen Synchronfassung ist sie noch nerviger). Der junge Gary Oldman sprüht nur so vor Energie und reißt alle Szenen an sich ("Jeder sollte eine Mutter haben").
TRACK 29 ist im Grunde ein Zwei-Personen-Stück. In den Szenen zwischen Oldman und Russell unterfüttert Nicolas Roeg die ohnehin schon intensive Beziehung der beiden noch mit inzestuösen Momenten (Martin will noch immer an Mamis Brust). Sein Film ist absolut nichts für den Massengeschmack, sogar Roeg-Fans sind sich uneins, ob der Film ein Flop oder ein Meisterwerk ist. Ich liebe TRACK 29 wegen all seiner Verrücktheit und der faszinierenden Psychologie. Ganz besonders liebe ich das schwarzhumorige Ende (zum Song "Young at Heart", der letztlich erklärt, dass wir alle Kinder sind und es nie zu spät für einen Neuanfang ist). Brav erzählt wäre er ein tränenreiches Melodram über die Emanzipation einer gedemütigten Hausfrau. So ist er - etwas völlig anderes. Ein irrer Trip. Sehr empfohlen!

Die DVD von Koch Media präsentiert den Film im Vollbild-Format. Ob das korrekt ist, lässt sich schwer sagen, tatsächlich bieten aber auch die ausländischen DVDs des Films sämtlich nur dieses Format an. Die Bildqualität ist nur durchschnittlich (VHS-Niveau), es gibt viele Spratzer, die Farben sind in Ordnung. Der Ton liegt in Deutsch/Englisch vor, Untertitel sind nicht vorhanden, die Extras nicht der Rede wert. Insgesamt also eine eher lieblose Veröffentlichung, leider. Kein Wendecover!

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