Ein klassischer Western mit absoluter Star-Besetzung: Viggo Mortensen, Ed Harris und Jeremy Irons!
Inhaltsangabe: In Sheriff Virgil Coles und Everett Hitchs Geschäft schießt man schnell, sauber, fehlerfrei und lädt sofort nach. Ohne Gefühle. Denn Gefühle können einen ins Grab bringen.
In "A History of Violence" waren sie Rivalen: Ed Harris (der auch als Regisseur, Produzent und Co-Autor beteiligt ist) und Viggo Mortensen verbindet eine enge Freundschaft in den Rollen der Sheriffs Cole und Hitch. Der ganz auf die Charaktere ausgerichtete, bleihaltige Western ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Robert B. Parker. Für emotionalen Aufruhr sorgt Renée Zellweger als die Frau, die mit nur einem Dollar in der Tasche in der Stadt auftaucht ? und trotzdem ganz sicher nicht verhungern wird. Doch Gefühle können tödlich sein ? vor allem wenn es darum geht, den Mörder Randall Bragg (Jeremy Irons) seiner gerechten Strafe zuzuführen. Bevor es dazu kommt, wird in der Stadt Appaloosa Blut fließen.
5 Kommentare: Eine Geschichte aus dem Westen Amerikas Appaloosa und "Open Range" kann man in einem Atemzug nennen. Wer den einen Film mag, wird sicherlich auch den anderen Film mögen. Beide Filme zeigen das Zeitalter zwischen 1850 und 1900 im "wilden" Westen nicht in der typisch verklärten Hollywood-Kitsch-Manier, sondern benutzen es als Grundlage, um eine Geschichte zu erzählen.
In Appaloosa geht es im Wesentlichen um die Geschichte einer Männerfreundschaft zweier sehr unterschiedlicher Menschen.
Virgil Cole (gespielt von Ed Harris) ist der Tonangebende des Zweiergespanns. Er ist der Ältere, der mit mehr Erfahrung; aber auch der intellektuell Unterlegene. Sein Weltbild ist klar und fest, aber auch sehr einseitig. Er ist sich dessen bewusst und weiß die Intelligenz seines Freundes Everett Hitch (gespielt von Viggo Mortensen) in seinem Sinne zu nutzen.
Everett ist ehemaliger Harvardabsolvent und eindeutig der intellektuell fähigere der beiden Protagonisten. Everett ist loyal zu Cole und hält - egal was kommt - zu ihm und ihm den Rücken frei.
Appaloosa lässt uns teilhaben. Teilhaben an einem Lebensabschnitt der beiden. Der Film beobachtet mehr, denn er erklärt. Die Handlungen der Protagonisten werden nicht vorbereitet und visuell erläutert. Manchmal muss man auf die Auflösung, warum eine Handlung so und nicht anders durchgeführt wurde, durchaus warten. Und dann geschieht es eher beiläufig.
Zur DVD: Bild und Ton sind gut, die Zusatzausstattung habe ich mir noch nicht angeschaut.
Fazit: Wer einen klassischen Western erwartet, wird sicher enttäuscht. Wer die Erzählung einer Geschichte erwartet, die im wilden Westen spielt, kommt auf seine Kosten.
Guter Western Und das ist ja für die jüngsten Versuche, dieses Klassik-Genre wieder aufleben zu lassen, nicht immer gelungen. Aber mit seiner zweiten Regiearbeit schafft es Ed Harris, der zugleich auch mit am Drehbuch gearbeitet hat, einen inhaltlich und optisch guten Western zu inszenieren.
Die Story dahinter ist ansprechend und bietet genug Handlungsspielraum für den knapp 110 minütigen Film: Sheriff Virgil Cole (Harris) kommt mit seinem "Hilfs-Sheriff" Everett Hitch (Mortensen) in die Kleinstadt Appaloosa um dort, nach einem Mord am früheren Sheriff, wieder für Recht und Ordnung zu sorgen. Hauptverdächtiger und Bösewicht ist dabei Randall Bragg (Irons), der sich aber nicht so einfach den Gesetzen unterwerfen will.
Die Rollen sind dabei sehr gut besetzt mit Ed Harris ("The Rock"), Viggo Mortensen ("Herr der Ringe"), Renée Zellweger ("Unterwegs nach Cold Mountain") und Jeremy Irons ("Königreich der Himmel") in den Hauptrollen. Vor allem die Chemie zwischen Harris und Mortensen stimmt hier hervorragend und es gelingt ihnen, die Männerfreundschaft des Wilden Westens charaktervoll darzustellen.
Das Szenebild ist ebenfalls sehr gut gestaltet und vermittelt den Eindruck einer echten Wild West Stadt. Untermalt werden die Bilder durch eine leicht atmosphärische Musik aus der Feder von Jeff Beal.
Als Zusatzmaterial bietet die Single-Disc-Version eine Audiokommentar mit Ed Harris und Drehbuchautor/Produzent Robert Knott; nicht verwendete Szenen mit einem kurzen Kommentar von Harris und Knott; sowie vier Hintergrunddokumentationen zur Entstehung des Films, der historischen Umsetzung im Szenebild, der Stadt Appaloosa selbst sowie ein Beitrag zum Kammeramann Dean Semlers (Oscar für "Der mit dem Wolf tanzt").
Leider kann der Film die am Anfang erzeugte Spannung nicht durchgängig aufrecht erhalten, was vor allem an den Szenen liegt, in denen die Beziehung der Charaktere Harris? und Zellwegers veranschaulicht wird. Dennoch bietet dieser Handlungsstrang eine Grundlage für einige humorvolle Bemerkungen, wodurch man teilweise für etwas langsamere Passagen wieder entschädigt wird.
Alles in allem ein guter Western und daher durchaus jedem Fan dieses Genres zu empfehlen. Für "Appaloosa" gibt es daher 4 Sterne.
Appa-Loser Finger weg, hier wird's langweilig! Merkwürdige Männerfreundschaft mit kauzigen Charakteren als moderner Western getarnt. Vielleicht liegt gerade hier der Reiz; leider erschließt sich mir dieser nicht. Jedenfalls fällt dieser unter die Kategorie Film für mich, die ich kein zweites Mal ansehen muss.
Wer etwas vergleichbares zum Nachdenken sucht, ist mit der "Ermordung des Jesse James..." besser beraten!
Unfassbar platte Story Ich kann mich an keinen Western der Neuzeit erinnern, der so enttäuschend, so langweilig und so mäßig gespielt war wie Appaloosa. Absolut keine Empfehlung.
Ordentlicher Western mit guter Besetzung Ein ganz guter Western, der relativ einfach und realistisch gestrickt ist, was neben den Leistungen von Ed Harris und Viggo Mortensen sowie der Beziehung der beiden Charaktere auch dessen größte Stärke ist. In diesem Punkt ähnelt der Film Kevin Costners "Open Range". Es gibt hier keine einfache Schwarzweiß-Malerei, keinen guten Cowboy mit weißem Hut, der den bösen schwarzen Buben in einem höchst dramatischen Duell erschießt. Auch findet sich hier keine wunderschöne Frau, die sich perfekt verhält, sich bedingungslos in den strahlenden Helden verliebt und am Schluss mit ihm zusammen in den Sonnenuntergang reitet.
Stattdessen wird die geradlinige Geschichte, ohne konstruierte oder unnötige Wendungen, von doch recht komplexen und interessanten Figuren bevölkert, die alle ihre Licht- und Schattenseiten, Stärken und Schwächen haben. Renee Zellwegers Figur ist zwar nett anzusehen, für die damalige Zeit sehr zivilisiert und gepflegt, aber sie hat dafür andere Probleme, die einer Beziehung Schwierigkeiten bereiten...
Die wenigen Actionszenen und Schießereien laufen ziemlich schnell und intensiv ab, auch das ist ein realistischer Faktor. Harris' Inszenierung passt sich der Story eigentlich sehr gut an. Kameramann Dean Semler ("Mad Max 2", "Der mit dem Wolf tanzt") hat hin und wieder ein paar sehr schöne Bilder der Prärie eingefangen, ansonsten findet sich wenig Spektakuläres, was schön anzusehen wäre. Das wäre allerdings auch unpassend für die Welt des Films. Der Schnitt ist angenehm unauffällig und auch die Musik von Jeff Beal ("Carnivale") ist sehr gelungen.
Teilweise ist das Geschehen allerdings etwas langatmig, die Antagonisten hätten mehr Pepp vertragen können und was das finale Duell betrifft - da verliert der Film gegen "Open Range". Somit leidet nicht nur die Spannung sondern auch die durchaus interessante Charakterstudie.
Die DVD bietet schönes Bonusmaterial, unter anderem einen Audiokommentar. Ich würde mir eine Fortsetzung bzw. Adaptionen der beiden anderen Bücher von Robert Parker wünschen.
5 Kommentare: umwerfend Schon allein die Performance der beiden Hauptdarsteller ist umwerfernd. Sie erfahren wer der Mann Jackson Pollock wirklich war. Ruhm bringt leider auch die Schattenseiten zu Tage und aus süchten werden Probleme die dein Leben zerstören können. Leider ist dieser geniale Maler dem Alkohol mehr verfallen als seiner Kunst! Absolut sehenswerter Film
Helga aus Wien Hervorragend - auf allen Linien ! Ein wahrer Genuss und daher empfehle ich, diese DVD anzuschauen ! Ich besitze auch die "Jackson Pollock - art documentary - DVD", die eine wunderbare Ergänzung darstellt !
Jackson Pollock - eine wirklich "gelungene" Künstler-Biographie?!? Als Produzent, Regisseur und Darsteller interpretiert und stellt Ed Harris einen Jackson Pollock (1912-1956) dar, wie er diesen, zugegeben exzentrischen, Künstler aufgefaßt, d.h. empfunden, verstanden und verinnerlicht haben mag. Als Darsteller des Jackson Pollock in dieser seiner eigenen Interpretation ist er geradezu grandios, daran besteht kein Zweifel! Meine 5 Sterne gäbe ich ihm dafür gern. Und wenn ich jetzt auch noch zugebe, daß Ed Harris zu meinen Lieblings-Schauspielern gehört, wird meine kritische Beurteilung wohl noch unverständlicher.
Dennoch:
Wird Ed Harris als Produzent und Regisseur dieses Films Jackson Pollock wirklich gerecht, wenn er ihn überwiegend darstellt als Exzentriker, Alkoholiker und haltlos? Als einen "Getriebenen", der angewiesen ist auf das Loblied der (jedenfalls "insoweit") eher unbedeutenden Malerin Lee Krasner, die sich seiner annehmen mußte, um ihm "auf die Sprünge zu helfen"? Das exzentrische Verhalten des Jackson Pollock sollte zweifellos auch unter dem Aspekt seines Alkoholismus betrachtet werden. Nur - welche der "Ausbrüche" und deren fatale Folgen auf die innere Unruhe dieses Menschen und Künstlers Jackson Pollock auf seiner Suche nach neuen Wegen und Ausdrucksmöglichkeiten zurückzuführen sind, ob auf seine "stoffliche Sucht Alkohol", oder auf sein verständliches Bedürfnis nach Anerkennung persönlicher oder künstlerischer Art, weiß niemand.
Empfindungen sind nun mal unsichtbar und ungreifbar, daraus resultierendes "Fehlverhalten" wird jedenfalls mir in diesem Film zu oft seiner "stofflichen" Sucht Alkohol zugeschrieben. Schon diese einseitige Betrachtungsweise mißfällt mir, weiß man doch, daß es so viele "nicht-stoffliche" Süchte gibt, die weit mehr das Leben eines Menschen beeinflussen oder beeinträchtigen können.
Übermäßiger Ehrgeiz, Sucht nach Ruhm oder auch nur nach übermäßiger Anerkennung beispielsweise. Bei Jackson Pollock konnte ich beides nicht feststellen, jedenfalls nicht in diesem Film. Wohl aber bei Lee Krasner, seiner späteren Ehefrau - besonders deutlich erkennbar in einer der leider "nicht verwendeten Szenen": Pollock hatte es gewagt, eines ihrer Bilder zu "modifizieren" - Lee Krasners wütender Ausbruch spricht Bände. Warum ausgerechnet eine der m.E. "Schlüsselszenen" entfallen ist, hat Ed Harris in seinem Interview mit Charlie Ross leider nur ausweichend beantwortet.
Selbstverständlich hatte Lee Krasner ihren wesentlichen Anteil an Pollocks Ruhm. Aber Ed Harris bläht mir ihre Bedeutung für Pollock als schaffenden Künstler zu sehr auf. Das verfälscht das Bild, sagt mir zu wenig aus über seinen eigenen richtungsweisenden mühevollen Werdegang, über die zahllosen Wege und Irrwege als Künstler, die er gegangen ist, um überhaupt Ideen und Fähigkeiten zu entwickeln, einer der genialsten ACTION PAINTER zu werden, wenn nicht der Genialste überhaupt.
Ed Harris läßt vor uns einen Pollock entstehen, der sein Genie aus dem Ärmel geschüttelt hat - oder besser: lediglich aus der Farbdose auf den Boden getropft oder mit dem Pinsel hingeschmiert, im überwiegend alkoholisierten Zustand noch dazu. Die so entstandenen PAINTINGS trafen dann zufällig irgendwann den Zeitgeschmack, und dank Lee Krasner wurde schließlich die clevere Peggy Guggenheim aufmerksam und promotete Pollock, so daß er schließlich zu Ruhm und Ehren gelangte. Faktisch ist das nicht einmal ganz falsch, aber es ist ein "Zeitraffer", bei dem das sensible Verständnis für den KÜNSTLERISCHEN Aspekt doch sehr erschwert wird, das ohnehin bei diesem Künstler Jackson Pollock nicht leicht fällt.
Als Produzent und Regisseur dieses Films, insbesondere aber als Darsteller des Jackson Pollock, hat Ed Harris den schwierigen Versuch unternommen, etwas Unerklärliches verständlich und überzeugend darzustellen. Dafür zolle ich ihm Bewunderung und Respekt! Ich bin mit dieser Interpretation zwar nur sehr eingeschränkt einverstanden, aber dennoch tief beeindruckt. Vielleicht läßt sich ja tatsächlich ein so komplexes Thema in weniger als zwei Film-Stunden nur unvollständig raffen - und ICH bin der Ignorant ... aber anders kann ich diesen Film nun mal bei aller Wertschätzung nicht beurteilen, so leid es mir tut für diese insgesamt bemerkenswerte, ja bewundernswerte Arbeit des Ed Harris ...
Ed Harris wurde 2001 für seine Darstellung des Jackson Pollock mit einer "Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller" ausgezeichnet, Marcia Gay Harden als Darstellerin seiner Ehefrau Lee Krasner gewann den Oscar für die "Beste weibliche Nebenrolle".
Die DVD selbst ist lobenswert: Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch
Bonus: Regiekommentar, Entfallene Szenen, The Making of, Filmographien ...
Das Bonusmaterial, insbesondere "Charlie Ross im Interview mit Ed Harris" kann ich allen (gut englischsprachigen!) Interessenten nur dringend empfehlen - das Verständnis für Jackson Pollock und das Action Painting erfährt eine ungeahnte Bereicherung ...
Gleichwohl, wie gesagt - MIR wird diese Verfilmung leider dem Künstler und Menschen Pollock nicht gerecht - ich halte sie für zu einseitig dargestellt. Deshalb empfehle ich Interessenten an Pollock selbst und/oder an Action Painting, zuerst die sachbezogene Beschreibung Pollock von Leonhard Emmerling zu lesen - dieses Hintergrundwissen macht den Film weitaus attraktiver und läßt ihn weniger "unzulässig" gerafft wirken!
Genialer Wahnsinn Ed Harris spielt Jackson Pollock. Und er führt die Regie bei der Verfilmung des Lebens, des amerikanischsten aller surrealen Maler.
New York, in den 40er und 50er Jahren. Jackson Pollock ist Maler durch und durch. Er arbeitet wie besessen, schafft aber nicht den Sprung an die Spitze. Seine Bilder verkaufen sich nicht und Ausstellungen sind rar gesät. Neben der Kunst spricht Pollock dem Alkohol zu. Er lernt die Malerin Lee Krasner (Maria Gay Harden, sie bekam für diese Rolle den Oscar) kennen, die sich für ihn, vor allem aber für seine Kunst interessiert. Die beiden werden ein Paar und niemand glaubt so fest an Pollocks Erfolg wie sie. Sie ziehen aufs Land, leben in ärmlichen Verhältnissen. Aber dann kommt plötzlich der Durchbruch. Pollock wird ein Star, hält selbst Vergleichen mit Miro oder Picasso stand und verkauft endlich Bilder. Peggy Guggenheim (köstlich: Amy Madigan) setzt sich für Pollock ein und macht ihn weltberühmt. Doch der Ruhm zerstört Pollock. Nach langer Abstinenz beginnt er wieder zu trinken und überwirft sich mit Lee. Er fängt ein Verhältnis an und driftet betrunken durch sein Leben. Pollock steuert direkt in die Katastrophe.
Doppeltes Lob für Ed Harris. Als Regisseur hat er den schweren Stoff über Jackson Pollocks Leben jedermann zugänglich gemacht ohne profundes Fachwissen voraus zu setzen. In seiner Rolle zeigt er uns Pollock als Menschen, der introvertiert, scheu und zurückgezogen lebt; der im Suff hilflos in der Gosse schläft. Dann wird dieses Wrack urplötzlich zum selbstverliebten Egomanen, der seine Umwelt mit der eigenen Selbstbeweihräucherung verletzt und beschämt.
-Pollock- ist ein Lehrstück fürs Leben. Ed Harris hat bei dieser Produktion alles richtig gemacht.
Tiefgreifend und Genial Eine wunderbare Darstellung der Lebensgeschichte und des Lebenswerkes eines genialen Künstlers. Der Aufstieg und tragische Fall von Jackson Pollock. Ein malerisches Genie, der seine volle künstlerische Fähigkeit durch die Motivation und aufopfernde Liebe seiner Frau auf Leinwand brachte.
Für all jene, die sich für Kunst interessieren, ist der Film ein absolutes Muss. Wie Pollock, animiert durch seine Frau, seine Fähigkeiten umsetzt, ist bemerkenswert. Die Darstellung dieser schweren Charaktere ist absolut perfekt.
Für alle anderen ist es eine überragende Darstellung eines Mannes, der allen Ruhm erreicht, eine wunderbare Frau an seiner Seite hat und dennoch daran zu Grunde geht.
Seit ich das erste Mal vor einem Pollock stand, bin ich von diesen Bildern fasziniert. Zu erfahren, was für ein Mensch diese Bilder geschaffen hat, war mit diesem Film fantastisch.
3 Kommentare: Zu konstruiert - Harris rettet den Film Der deutsche Titel "Eine heiße Affäre" schreckt eher ab, vermittelt er doch den Eindruck, der Film sei in irgendeiner Weise erotisch. Dem ist (glücklicherweise) nicht so. Der amerikanische Titel "China Moon" macht jedoch auch keinen Sinn. Ich habe jedenfalls nicht entschlüsseln können, was es damit auf sich hat.
Ed Harris spielt den ledigen Polizisten Kyle, der ein Profi in seinem Beruf ist. Eines Tages lernt er die verheiratete Rachel (Madeleine Stowe) kennen und verliebt sich in sie. Rachel will sich von ihrem gewalttätigen Mann Munro (Charles Dance) trennen, der sie aber nicht ziehen lässt. Sie erschießt ihn in Notwehr. Kyle ist nun in der Zwickmühle. Einerseits muss er als aufrechter Polizist den Mord melden, andererseits würde dann Rachel ins Gefängnis gehen, da sie mit einer illegalen Waffe geschossen hat. - Kyle hilft ihr, die Sache zu vertuschen ...
Bis hierhin ist die Geschichte logisch aufgebaut, dann wird es aber hanebüchen, als man in Munros Leiche Kugeln aus Kyles Dienstwaffe (!) findet. Drehbuchautor Roy Carlsen versuchte, einen möglichst raffinierten Mysteryplot zu ersinnen. Nur leider geht das auf Kosten der Wahrscheinlichkeit, was ärgerlich ist. Ein Beispiel (Achtung Spoiler):
Kyles Waffe wurde vertauscht. Nur würde das einem Profi wie ihm niemals passieren.
Ed Harris rettet den Film. Er spielt den Polizisten äußerst glaubwürdig, was schon ein Grund ist, sich den Film anzugucken. Eine gute Leistung bringt auch noch Charles Dance. Die Talente von Stowe und del Toro kommen leider nicht zum Tragen.
6/10
Mitreissend heiss.. Mitreissend, spannend und heiss, die Mischung Ed Harris und Madeleine Stowe. Die schwarzhaarige, weiche Schönheit von der Stowe hatte genauso die fantastische, erotische Ausstrahlung, wie die blonde, weiche Schönheit von Sharon Stone in Basic Instinkt. Ed Harris passt ausgezeichnet in die Story und zur Stowe, als der mit allen Wassern gewaschene, harte Cop, der dann durch seine Leidenschaft zur Stowe sehr weich und von ihr abhängig wurde. Allerdings spielte Ed Harris dies nur angedeutet, Regisseur John Bailey hätte mehr aus ihm rausholen können, ihn diese Rolle noch eindringlicher spielen lassen können.
Auf jeden Fall sehenswert, spannend und mit Wendungen überraschend.
Technik: Bild und Ton sehr gut.
Qualität, die man erwartet Wenn zwei Schauspieler dieses Kalibers wie Ed Harris und Madeleine Stowe zusammentreffen, dann kann das nur ein guter Film sein! So auch hier. Der Film ist in den Grundzügen so ähnlich gestrickt wie "Body Heat" mit William Hurt und Kathleen Turner. Während aber in letzterem Film die Durchtriebenheit der femme fatale gegen Ende deutlich sichtbar wird, bleibt in "Eine heiße Affäre" bis zu den letzten Sequenzen offen, ob die Frau den Polizisten wirklich liebt, oder ob sie ihn nur gnadenlos ausnutzt. Ein Film, der "an alles denkt", wie Ed Harris als mit allen Wassern gewaschener Cop, und der im letzten Drittel mit einer Fülle an überraschenden Wendungen und großen Fragezeichen aufwartet, die sich am Ende, aber wirklich erst am Ende, alle auflösen. Bestes Spannungskino!
3 Kommentare: Interessanter Film aus katholischer Perspektive Es geht um (christlichen) Glauben und die Möglichkeit von Wundern. Es geht darum, ob es Heilige gibt und Heilige zu Gott kommen, um zwischen ihn und den Menschen zu vermitteln. Dies alles wird letztendlich in seiner katholischen Auslegung bejaht. Diese Inhalte teile ich zwar nicht unbedingt, trotzdem hebt sich der anspruchsvolle Film vom tagtäglichen nichtssagenden Bla-Bla ab. Die vielschichtige Charakterzeichnung der sehr, sehr guten Hauptdarsteller ist erstklassig. Der Film hat aber auch einige Schwächen: Sehr negativ ist mir aufgefallen, dass Afroamerikaner praktisch nur als Junkies oder Dealer und Zuhälter auftauchen. Das ist immer inakzeptabel, erst Recht in einer Stadt wie Chikago, in der 37 % der Bewohner afroamerikanischer Herkunft sind. Zwar macht der Film nicht den Eindruck, dass dies Absicht ist, es liegt aber vielleicht an der nur religiösen und wenig politischen Ausrichtung, das dies unbemerkt blieb. So wird das offen dargestellte Elend vor allem als Abkehr von Gott gedeutet, politische und soziale Ursachen kommen kaum oder gar nicht vor. Sehr viel scharfsichtiger wird mit der Kirche umgegangen, hier gelingt ein kritisches, vielschichtiges Bild. Die Wahl dieser Heiligen ist sympathisch! Fazit: Schon allein wegen Armin Mueller-Stahl, Anne Heche und Ed Harris sehenswert!
EIn richtig toller FILM Ich habe schon viele Filme gesehen, aber dieser hier hat mich besonders berührt und ED HARRIS ist schon einer der besten Schauspieler unserer Zeit. Auch ARMIN MÜLLER-STAHL spielt seine Rolle sehr gut und ebenso Anne Heche.
Der Film zeigt viele Gefühle und erzählt dazu noch eine hervorragende Geschichte über den Glauben und alles was mit diesem zusammenhängt.
FAZIT: Wer endlich mal wieder einen ordentlichen Film sehen möchte, bei den vielen dummen Produktionen heutzutage der muss hier einfach zugreifen.
PS: DIESEN KAUF KANN MAN AUF GARKEINEN FALL BEREUEN! (Meine Meinung)
Das vielschichtige Drama nach dem Roman Richard Vetere DAS DRITTE WUNDER USA 1999, Agnieszka Holland 113 Min., Farbe, FSK: 12 Darsteller: Ed Harris, Anne Heche, Armin Mueller-Stahl, Charles Haid, Michael Rispoli, Barbara Sukowa Genre: Drama, Videopremiere
Tschechoslowakei 1944. Bombeneinschläge in einer Kleinstadt. Ein kleines Mädchen reißt sich von der Hand des Vaters los, rennt gegen den Strom fliehender Menschen an. Eine kleine Marienstatue in der Hand kniet es schließlich zum Beten nieder. Der ohrenbetäubende Lärm der Tiefflieger und die Bombenexplosionen verstummen. Chicago 1979. Der Priester Frank Shore bekommt vom Bischof den Auftrag, den Gerüchten über eine Wunderheilerin nachzugehen. Je nach den Ergebnissen von Franks Nachforschungen soll beim Vatikan eine Heiligsprechung beantragt werden. Mit großer Skepsis geht Frank an die Sache heran, ändert aber seine Haltung, je mehr er über die von vielen Gläubigen verehrte Helen erfährt. Nun steht ihm als besonders harte Nuss noch der als ???Advocatus Diaboli" bevor - ein Abgesandter des Papstes, den er davon überzeugen muss, dass Helen einer Heiligsprechung würdig ist.
5 Kommentare: Enttäuschend, keine Ode an die Freude Der Film enttäuscht auf allen Linien.
Nicht nur, dass Anna Holtz ein Gemisch aus vielen real existierenden Personen ist; nicht genug damit, dass Diana Kruger ihr kein Blut, keine Leidenschaft vereihen kann, auch Beethoven selbst war wohl kaum auch nur annähernd diese restlos veramerikanisierte Person oder Pappfigur.
Für alle, die Beethoven verehren: diese DVD ist zu vermeiden.
Denn hier ist nichts von Herzen, was wieder zu Herzen gehen könnte.
Ein Erlebnis Dieser Film bezaubert durch eine wohlbalancierte Mischung aus Grobschlächtigkeit und Eleganz. Das "Biest" Beethoven ersteht als Mensch mit allen Schwächen und lässt das Genie doch keinen Augenblick verkennen. Grandios geschrieben, gespielt, in Szene gesetzt und gedreht.
magisch, poetisch, anrührend Dies ist im Grunde kein Film über Beethoven, sondern ein Film über die Musik im Inneren und über den Klang, der aus der Mitte des Universums tönt. Es ist auch ein Film über Leidenschaft und Treue zum eigenen Weg. Der Höhepunkt des Films und seiner darstellerischen Leistungen, ist die Uraufführung der Ode an die Freude. Der fast taube Beethoven wird beim Dirigieren seines Werkes geführt von seiner Kopistin. Das perfekte Zusammenspiel der Körpersprache der beiden ist wie ein magischer Tanz voller Poesie und Liebe. Eine der besten Filmszenen, die ich gesehen habe.
Grandios, wenn auch nicht authentisch Dieser Film ist zutiefst beeindruckend, wenngleich Einiges aus Beethovens Leben hier nicht authentisch sein kann, nicht nur die fiktive, von Diane Krueger hervorragend gespielte, Kopistin und angehende Komponistin Anna. Daß es A.Holland nicht um historische Authentizität geht, erweist der flüssige Dialogcharakter zwischen Beethoven und Anna, der so natürlich aufgrund B.s Taubheit unmöglich gewesen wäre. Das verwirrt anfangs ein wenig; bald erweist es sich aber, daß es beim Konzept des Films viel mehr um innere Vorgänge eines radikal orientierten Künstlers wie Beethoven geht, welche durch Anna symbolisch nach außen gespiegelt werden (Anna erscheint somit wie die oft versteckte empfindsame weibliche Seite Beethovens). Besonders tief berühren Szenen, in denen die Musik direkt aus der Handlung erwächst und wunderbar beschrieben wird, wie etwa der "Dankgesang eines Genesenden" und die ausführliche Verfilmung der UA von Beethovens IX. Symphonie (die er in Wirklichkeit natürlich nicht mehr dirigieren konnte). Entscheidend bleibt, daß Holland auf äußerst eindrückliche Weise darstellt, welch geniale "Sprache" die Musik ist und wie sie Menschen transformieren kann! Einen nackten Hintern kann man dafür durchaus in Kauf nehmen...
Prädikat besonders bescheuert Natürlich war mir bekannt, dass der Film reine Fiktion und die Geschichte erfunden ist. Dennoch bin ich entäuscht und traurig über die Darstellung von Ludwig van Beethoven.
NIEMALS hätte sich Beethoven von einer dahergelaufenen drittklassigen "Studentin" oder "Komponistin" oder "Kopistin" oder wie auch immer man diese erfundene Anna Holtz nennen mag, verbessern lassen.
Eine Story aufzuziehen, indem man Beethoven als zuschlagenden, bösartigen und ordinären alten Mann darstellt, mit dem sich die zerbrechliche, "hochbegabte und talentierte" Anna Holtz herumschlagen muss, ist doch mehr als armseelig.
Des Weiteren sind Fehler im Film vorhanden, die eine Schande sind, für alle, die am Drehbuch beteiligt waren.
Einmal wird auf einem Spinett "Für Elise" geklimpert und im selben Moment von dieser Elise geschwärmt, obwohl allseits bekannt ist, dass es diese Elise niemals gab. Es handelt sich im einen Lesefehler von Ludwig Nohl, der eben dieses Klavierstück mitsamt falschem Titel erst 1867 veröffentlichte. Und da war Beethoven schon 40 Jahre tot!
Mal ganz abgesehen von der Uraufführung der IX. Sinfonie! Peinlicher geht es nicht mehr.
Mir kam es so vor, als wollte man "Für Elise" mit in den Film einarbeiten, weil Agnieska Holland es mal als Klingelton auf ihrem Handy hatte.
Nebenbei haben mich noch diese Pseudo-Psychologischen Sprüche gestört, die ab und zu von Beethoven kamen, wenn er Anna Holtz schlau belehrte. Beethoven hat sich nie mit seiner Taubheit abgefunden und hätte auch niemals behauptet, er sei taub und könnte jetzt erst die Musik "hören" und "verstehen".
Mein Fazit zum Film ist, dass ich mir für das Geld lieber Toilettenpapier gekauft hätte und falls mir Agnieska Holland mal über den Weg laufen sollte, so werde ich sie anspucken.
Wer sich an so einen Stoff wagt, der sollte entweder bei der Wahrheit bleiben oder die Story komplett mit allen Charakteren erfinden.
5 Kommentare: Packender Thriller mit überraschendem Ende Viele Kritiker zerissen das Erstregiewerk von Ben Affleck zu Beginn mit den Worten "Wenn er genau so Regie führt wie er schauspielert,
dann gute Nacht...". Doch Affleck überzeugte nahezu all seine scharfen Kritiker mit einem
Thriller der grundsolide inszeniert, eine packende und mitreißende
Story erzählt.
Zugetraut hätte ich Affleck das Handwerk des Regieführens auch nicht,
doch gelingt es ihm einen Thriller zu erschaffen der sowohl eine spannende Geschichte erzählt als auch die verschiedenen Charaktere
in all ihren Fascetten darstellt.
Auch sein Bruder Casey Affleck, der erstmals in einer Hauptrolle zu sehen ist, überzeugt auf ganzer Linie.
Er kann sich in "Gone Baby Gone" getrost mit den ganz Großen wie
Morgan Freeman oder Ed Harris messen, die in Afflecks Erstlingswerk gewohnt tadelloses Schauspiel zelebrieren.
Der Erzählfluss ist flott und macht aus dem harten Stoff einen kurz-
weiligen Thriller, der vor allem durch seine knallharte und schonungslose Erzählweise auffällt.
Insgesamt überzeugt "Gone Baby Gone" auf ganzer Linie und auch wenn
dem Film im Gesamten gesehen noch das gewisse Etwas fehlt, so kann man sich nur wünschen das Affleck weiterhin Filme dieser Qualität abliefert,
und künftig vielleicht besser hinter der Kamera seine Erfüllung sucht...
Ben kanns doch Als die vierjährige Amanda in Boston entführt wird, werden nicht nur die Medien mobilisiert. Amandas Tante Beatrice McCready (Amy Madigan) engagiert auch ein junges Paar, bestehend aus Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angela Gennaro (Michelle Monaghan), die als Privatdetektive arbeiten. Während die Polizei in dem trostlosen Arbeiterviertel Dorchester streng nach Vorschrift vorgeht, sollen sie mit all jenen reden, die nicht mit der Polizei kooperieren wollen. Die drogensüchtige Mutter (Amy Ryan) des Mädchens ist ihnen dabei keine große Hilfe. Bei der Zusammenarbeit mit den Polizisten Broussard (Ed Harris), Nick Poole (John Ashton) und Einsatzleiter Jack Doyle (Morgan Freeman) kommen die Detektive immer mehr Ungereimtheiten auf die Schliche. Dank Kenzies Kontakten zur Unterwelt, entdecken sie eine Verbindung zu dem Drogenboss Cheese (Edi Gathegi), doch das ist erst die Spitze des Eisbergs. Keiner von ihnen ahnt, dass die Suche nach dem kleinen Mädchen sie in einen moralischen Konflikt bringen wird, in dem die Grenzen zwischen richtig und falsch nicht genau zu definieren sind.
Wow - wer hätte gedacht dass Mr. Ben Affleck, der ja nun nicht gerade als Charakterdarsteller bekannt ist, so einen Streifen drehen könnte. Der Film atmet Authentizität und wirkt in jedem Augenblick glaubwürdig. Diese Atmosphäre ist ganz sicher auch der brillanten Performance von Hauptdarsteller Casey Affleck zu verdanken. Der Bruder von Regisseur Ben hat in Boston 18 Jahre seines Lebens verbracht und ist mit vielen der im Film auftauchenden Personen, die sich teilweise selber spielen, bestens bekannt. Die Besetzung wird ergänzt durch Morgan Freeman und Ed Harris, die es gleichfalls verstehen ihren Figuren im Rahmen der Inszenierung eine unglaubliche Tiefe und Plastizität zu verleihen.
Die Parallelen der Handlung zu dem echten Fall Madeleine sind natürlich unübersehbar, weshalb der Film in England übrigens mit einiger Verspätung anlief. Diese Maßnahme erweist sich allerdings als völlig unbegründet, denn "Gone Baby Gone" ist alles andere als ein reißerisches Kidnappingdrama, das im Fahrwasser aktueller, emotional aufwühlender Ereignisse schwimmen möchte. Im Grunde dient das Hauptereignis lediglich dazu krasse soziale Mißstände aufzuzeigen und sehr unbequeme Fragen zu stellen. Wie schon "Die Fremde in Dir " hinterlässt der Film den Zuschauer mit einer moralischen Fragestellung, die mich auch einen Tag später noch beschäftigt. Es bleibt zu hoffen, dass Ben Affleck auch in Zukunft dem Filmbusiness öfter hinter der Kamera zuarbeitet.
Gone Baby Gone Sehr empfehlenswerter Film! Gute Darsteller, gelungene Geschichte! Der Film ist nicht nur vielschichtig, sondern gegen Ende sehr spannend, was auch einem Gänsehaut verursacht. Ich selbst hatte mich während des Films ertappt, daß ich gegen die drogenabhängige Mutter, die Tante und dem Onkel große Vorurteile hegte, da diese mir auf irgenwelche Weise sehr unsymphatisch waren (super gespielt). Am Ende steht ein moralisches Dilemma, und es kommt einem der Gedanke auf, wie man sich selbst unter solchen Bedingungen verhalten hätte. Dieser Film beschäftige mich sehr lange!
Deutlich besser als erwartet Ben Affleck führt Regie? Da war ich erstmal sehr skeptisch. Rausgekommen ist jedoch ein spannender Krimi, der durch eine flüssige Handlung, einen guten Spannungsbogen und durch weitgehend überzeugende Schauspieler brilliert. Hut ab kann ich da nur sagen. Dass irgendwann eine Wendung kommen muss ist absehbar. Wie sie dann genau aussieht war für mich eine Überaschung. Genauso wie das Ende, wo es nochmal so richtig spannend wird, ohne das man sich typischen Klischees bedient hätte. Rundum empfehlenswert.
Einziger Schwachpunkt war für mich Morgan Freeman in einer Nebenrolle. Er spielt nicht besonders überzeugend und wirkt irgendwie lustlos.
Wenn der schlimmste Albtraum wahr wird... In einem Arbeiterviertel von Boston verschwindet ein vierjähriges Mädchen spurlos. Da die Polizei bei ihren Ermittlungen nicht weiterkommt, wenden sich die Angehörigen an das Privatermittlerpaar Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angie Gennaro (Michelle Monaghan). Helene McCready (Amy Ryan), die drogenabhängige Mutter des entführten Mädchens, kann den beiden erste wichtige Hinweise geben. Patrick und Angie konzentrieren sich bei ihren Untersuchungen zunächst auf einen örtlicher Dealer. Als dann aber ein weiteres Kind verschwindet, kommt langsam der Verdacht eines pädophilen Serientäters auf...
Über Ben Afflecks schauspielerische Fähigkeiten ist man bekanntlich geteilter Meinung, aber mit seinem Regiedebüt "Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel" kann er locker mit Genre-Größen wie Clint Eastwood mithalten. Der Film ist nicht nur vielschichtig und äußerst spannend inszeniert worden, sondern erschafft gegen Ende auch eine Situation, die einem als Zuschauer schier den Atem stocken lässt. Wenn man das moralische Dilemma, das sich zum Schluss ergibt, erst einmal durchschaut hat, lässt einen die Frage, wie man selbst unter solchen Bedingungen entscheiden würde, lange Zeit nicht mehr los.
Wer dieses Filmjuwel noch nicht entdeckt hat, sollte das unbedingt nachholen. Besser und packender kann ein Regiedebüt fürs Kino meiner Meinung nach kaum sein.
Das Leben des Brian ist eine religiöse Satire, die keine spezifische Religion oder Religionsführer (sagen wir einmal Jesus von Nazareth) verulkt. Es ist vielmehr ein Film, der sich einen Spaß daraus macht, religiösen Fanatismus und Heuchelei zu karikieren. Als der Film 1979 in die Kinos kam, sahen das jedoch bei weitem nicht alle Zuschauer aus diesem Blickwinkel, der Film wurde vielmehr, sagen wir es vorsichtig, kontrovers diskutiert.
Das Leben des Brian erzählt die Geschichte eines Burschen namens Brian (Graham Chapman), der an einem 25. Dezember geboren wurde -- in einer Scheune, unweit eines weitaus bedeutenderen Futtertroges in Betlehem. Fälschlicherweise wird er immer wieder für den Messias gehalten und somit manipuliert, ausgebeutet oder auch mal beschimpft. Und das von den verschiedensten religiösen und politischen Fraktionen.
Besonders einprägsame Momente sind beispielsweise die Eingangssequenz (mit einem Shirley Bassey ähnlichen James-Bond-Eingangssong), die Szene im Kolosseum von Jerusalem, in dem die erbitterte Feindschaft der jüdischen Widerstandsgruppen untereinander erklärt wird (es kämpft die Volksfront von Judäa gegen die Judäische Volksfront) sowie der Auftritt des lispelnden Pontius Pilatus (Michael Palin). Über alledem stehen natürlich die Angriffe auf den Fanatismus, in dem sogar der Verlust einer Sandale als religiöses Zeichen gewertet werden kann.
5 Kommentare: Ein leider kaum bekanntes Meisterwerk ! Eine Kleinstadt in den Südstaaten der USA Ende der vierziger Jahre: Ein weißer, angesehener Geschäftsmann erschießt auf brutale Weise ein zwölfjähriges, schwarzes Mädchen, dessen Bruder bei ihm auf Abzahlung ein Auto kauft und und sich wegen des schlechten Zustands des Fahrzeugs weigert, die erste Rate zu entrichten. In der Konsequenz wird der Täter, der der Meinung ist, daß ?Ganze? sei nur eine Bagatelle und er könne sich billig herauskaufen, verhaftet und vor Gericht gestellt. Das hat zur Folge, dass sich dieser uneinsichtige Mann, der sich durch sein Handeln aus seiner eigenen Welt herauskatapultiert hat, durch seinen immer schon latent vorhandenen Haß auf Schwarze und Andersdenkende zum Psychopaten entwickelt, dessen Wut weder vor seiner Mutter, seiner Frau oder seines Anwalts haltmacht. Nachdem er seine Mutter und seinen Anwalt getötet hat, richtet er zum Schluß sich selbst.
In diesem ?kleinen? Film spielt Dennis Hopper mal wieder einen schwerstgestörten Menschen. Aber diese Rolle ist wirklich bemerkenswert, da hier nicht plakative Agressivität im Vordergrund steht, sondern das Fehlen jeglicher sozialer Kompetenz. Den gegenteiligen Part übernehmen Schauspieler wie Barbara Hershey und vor allem Ed Harris, der - normalerweise eher physisch aktiv - hier außerordentlich zurückhaltend und sehr feinfühlig agiert. Aus meiner Sicht ein großartiger Film, der Rassismus auf eine Art und Weise reflektiert, die wirklich erschüttert, weil alle Facetten - Story, Darsteller, Umgebung, Farben, Licht und Schnitt - ein homogenes Ganzes ergeben. Ein Film, der den Betrachter schockiert und ihn so schnell nicht in sein behagliches Leben entlässt.
zwei Jahre Gefängnis Das ist wohl das Ambivalente am Beruf des Schauspielers, man liebt diesen DENNIS HOPPER dafür, das man ihn im Film so schön hassen kann. Eindrucksvoll spielt er einen Geldverleiher, der an einen jungen Farbigen Geld für ein Auto verleiht. Dieser kommt mit dem Geld nicht rüber, weil das Auto schrott ist. Paris Trout (Hopper) will sein Geld holen und als er sich vor Ort nicht "angemessen" behandelt fühlt, dreht er durch und erschiesst die Mutter des Jungen und seine Schwester. Als er dann für diese Mordtaten zwei (!!) Jahre ins Gefängnis soll, dreht Paris Trout nun völlig durch.... In der Tradition der großen Filme zu dem Thema Rassismus, z.B. "In der Hitze der Nacht" mit Sidney Poitier, setzt dieser Film nun neue, "real-brutale" Akzente. Mit unglaublicher Leidenschaft verkörpert HOPPER den brutalen Rassisten TROUT, so dass man als Zuschauer nur noch mit entsetzen reagieren kann. Also, diesen Film (mit Top-Besetzung) muss man nun wirklich gesehen haben! Es zeigt sich immer wieder: die "Juwelen" sind abseits der viel beworbenen und hochgepuschten sogenannten "Blockbuster".
Starker Film, starke Darsteller Das Dennis Hopper gut in den "bösen" Rollen ist, hat er schon des Öfteren bewiesen. Aber in diesem Film passt er wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Auch die anderen beiden Haupdarsteller, Ed Harris und Barbara Hershey überzeugen und machen den Film zu einem sehenswerten Werk mit Anspruch.
Das Hauptthema: Rassenhass, der hier besonders durch die Schießszenen auf die Famile des Schuldners brutal und erschreckend realistisch wird. Auch das Verhalten des behandelten Arztes bzw. der Krankenschwester, zeigt, dass in dem Provinzdorf Andersfarbige nicht erwünscht sind.
Der Regisseur hat hier sehr gute Arbeit geleistet, denn man fühlt die Wirkung der einzelnen Szenen und wird zum Nachdenken angehalten. Ein kleiner Kritikpunkt, der im Filmverlauf etwas störend wirkt: die Liebesszenen von Hannah und Trout's Anwalt passen nicht zur "Schwere" des Themas und dem Anspruch des Films.
Dennoch 5 Sterne - Empfehlenswert
Kult Ich habe diesen Film schon mindestens 50 mal gesehen wenn es denn mal reicht. Es kommen aber immer wieder kleine Details zutage die vorher nicht aufgefallen sind. Es ist nach wie vor ein absoluter Stern am Comedy Himmel den jeder der solche Filme mag im Regal stehen haben sollte. Bei mir ist es ein muss den Film irgendwann zwischen Xmas und Sylvester anzusehen denn da pass er am besten. Mit ein paar anderen Begeisterten und dann ist der Abend gesichert. Kann eigentlich nichts schiefgehen. Ein absolutes MUSS!
Ein Meisterstück à la Monty Python! Das Leben des Brian ist eine mehr als gelungene Parodie auf religiösen Extremismus und Fanatismus. Jedes mal, wenn sie sich den Film ansehen, werden ihnen neue Pointen auffallen, da diese zum Teil gut versteckt sind. Aus diesem Grund verliert der Film auch nach mehrmaligem Ansehen nicht an Unterhaltungswert. Die gelungene schauspielerische Darbietung leistet ein Übriges. Ein Meisterstück à la Monty Python!
4 Kommentare: Humorvoll und liebenswert Melanie Griffith gehört zu meinen Favoriten bei den Schauspielerinnen. Ihre Warmherzigkeit und Natürlichkeit sind Garanten
für Filme,die man sich gerne anschaut `Taschengeld?ist nicht der bekannteste Film von ihr ,aber unbedingt sehenswert. Die Idee der drei Jungen,genügend Geld zusammenzubringen,um endlich einmal eine nackte Frau zu sehen,ist allein schon nett. Aber diese Frau (M. Griffith) ist auch noch schön und liebenswürdig,um sofort die Idee zu entwickeln,sie mit dem alleinstehenden Papa zu verkuppeln.Und das ist auf jeden Fall Zündstoff genug für diese unterhaltsamen und humorvolle Komödie.
Ein richtig schöner Film - erfrischend und unterhaltsam Es geht um Gefühle und Einfühlungsvermögen und darum, wie junge Menschen versuchen mit der Welt der Erwachsenen, in die sie gerade hineinwachsen, zurecht zu kommen. Ein bißchen spannend, witzig, vieles ist sehr überzeugend dargestellt (wie "im richtigen Leben"). Auch die Liebesgeschichte fehlt nicht, die durch diverse Hürden erst nach heftigen Missverständnissen und Auseinandersetzungen ein gutes Ende nimmt. Viele Szenen regen zum Nachdenken an und lassen den Film lange nachwirken. Trotz der teils sehr real dargestellten Details bleibt es aber eine ausgedachte Geschichte. Es bleibt die Frage, wie viel ein sechsjähriges Kind tatsächlich von dieser Geschichte versteht.
Zum Inhalt: Drei Freunde aus einem gepflegten Vorort suchen in der Stadt eine Prostituierte, der sie all ihr zusammengespartes Geld bezahlen möchten, um sie einmal nackt zu sehen. Sie stoßen auf "V" (ihren Namen verrät sie nicht) und natürlich läuft nichts wie ursprünglich geplant. So stehen sie schließlich ohne Geld im strömenden Regen, ihre Räder sind weg... aber "V" hat ein Herz für die drei Kinder und bringt sie nach Haus. In dem hübschen Vorort versagt ihr Auto, sie muss bleiben und nun überschlagen sich die Ereignisse. Es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen V und einem der drei Jungen Frank, der ihr mehrmals aus der Patsche hilft. Frank möchte bald, dass V und sein Vater ein Paar werden und heiraten.
Anspruchslos, aber zwanghaft sympathisch Ich habe sonst nicht viel übrig für belanglose Unterhaltungsfilme, aber dieser betört durch erfrischend natürliche Darsteller und hübschen Handlungssträngen. Neben einer guten Dosis Humor kommt auch die Bedienung des Herzens nicht zu kurz - all das hat zur Folge, dass ich mir "Taschengeld" immer wieder mit Freude ansehe.
Zu den DVD-Extras kann ich nichts sagen, da es keine gibt außer den 7 verschiedenen Tonspuren und einer langen Latte von möglichen Untertiteln von A wie Arabisch bis U wie Ungarisch.
Ich bin kein Kind mehr - denn ICH BEKOMME EIN HAAR ! Der dreizehnjährige Frank schlägt sich mit wichtigen Problemen herum: Wie sehen Mädchen ohne Kleidung aus? Wie soll ich mich verhalten, um Damen gegenüber ein Gentleman zu sein? Was soll ich nur vor der Klasse sagen, wenn ich den aufgegebenen Vortrag über weibliche Fortpflanzungsorgane halten muss? Wann bekomme ich solche Haare, die nur Erwachsene an bestimmten Stellen haben? Wie könnte das Leben von Papa und mir auch ohne Mutter viel schöner werden? Wer könnte Papa helfen, der an seinem Einsatz für die Umwelt überall auf Widerstände stösst?
Die Antworten finden sich im Kontakt zu der schönen Prostituierten V., die sich Frank und seinen beiden Freunden für ein paar Minuten zum zusammengeworfenen Taschengeld-Preis zur Verfügung stellt. Doch bis Franks Leben wirklich besser werden kann, muss V vor ihrem Zuhälter versteckt, Papa über Vs Beruf im Unklaren gelassen und die Lehrerin während des Sexual-Vortrags aus dem Klassenzimmer befördert werden... Dieser Film zeigt auf warmherzige, humorvolle Weise die inneren Konflikte eines Jungen zum Beginn der Pubertät. Die Handlung und die Dialoge sind psychologisch bis ins Detail liebevoll ausgearbeitet, der sympatische Kinderdarsteller spielt seine Rolle glaubwürdig - bis zu dem entscheidenden Wendepunkt seines Lebens: ?ICH HABE EIN HAAR !"
5 Kommentare: nicht schlecht also ich bin eigendlich nicht der freund solcher filme aber ich muss sagen der hat mich überrascht der ist echt super hätte ich nicht erwartet.
guter Durchschnitt ohne nennenswerte Auffälligkeiten Ein Film der einfachen Sorte, wo man nicht sonderlich hinterher sein muss um den Faden zu behalten. Fand ich bei den mir gegebenen Umständen sehr zuträglich. ^^
Neben Mathematik-Aufgaben hat mich der Film aufgrund seines soliden und unmissverständlichen Plots nebenbei sehr gut unterhalten.
Samuel Jackson war von seiner Rolle unterfordert. So routiniert spielten er, Mendez und Harris auch ihre Figuren ab. Die Story ist vorhersehbar. Der Film läuft nur 90 Minuten, die Zeit ist absolut passend um den Film nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
Fazit: Nichts Großartiges. Aber das tut auch mal gut.
Sehr guter FIlm Der Film macht einen auf Dinge und Gegebenheiten aufmerksam die wohl kaum ein Mensch im Leben mal durch den Kopf gehen. Jeder FIlmliebhaber sollte diesen Film einmal gesehen haben. Nicht der bester FIlm aller Zeiten aber auf jeden Fall sein Geld wert und kann die vier Sterne verteidigen...
Cleaner der Überraschungs Videothekenhit 2009 Der Regisseur und Cast
Der Film Cleaner wurde von Renny Harlin gedreht welcher sich mit Titeln wie Stirb Langsam 2, Cliffhanger und Driven schon einen großen Namen gemacht hat.
Schauspielertechnisch wartet der Film mit allerhand auf so spielen hier Ed Harris (The Rock), Eva Mendes (The Spirit), Lius Guzmàn (Der Ja-Sager) an der Seite von Samuel L. Jackson welcher schon seit Jahrzenten ein Garant für Spannung ist und mit
Regisseur Renny Harlin im Film Tödliche Weihnachten zusammengearbeitet hat.
Außerdem hat Robert Forster (Jacky Brown) einen skurielen Gastauftritt.
Bild
Das Bild greift souverän auf HD-Widescreen (16:9, 2.35:1) 1920x1080p zurück. Zwar hat man in wenigen Szenen Filmkorn, sieht man davon aber mal ab besticht das Bild mit guter Plastizität und Tiefenwirkung. Alles in allem handelt es sich um ein Bild welches einer
Blu-ray würdig ist.
Sound
Der Sound dieser Blu-ray setzt Maßstäbe glasklarer ton und wie leider nicht selbstverständlich greift die 3L auf Deutsch DTS-HD MA 5.1 zurück besser geht kaum. Dank gut gewählter Umgebungsgeräusche baut der Film eine gute Surround Atmosphäre auf.
Extras
Die Blu-ray besticht mit reichhaltigen Extras. Es wird für jeden Filmliebhaber etwas geboten so kann man sich Cast & Crew Interviews ansehen oder Deleted Scenes sowie eine reichhaltige Bildergalerie. Außerdem enthalten sind Behind the Scenes und der Deutsche sowie der Englische original Trailer.
Fazit
Aus folgenden gründen erteile ich dem Film volle 5 von 5 Sternen:
Der Film weist in einen soliden Handlungsstrang auf und besticht durch gutes Bild und Glasklaren Klang. Die Extras wurden mit Liebe ausgewählt man merkt das
diese Blu-ray mit viel Aufwand hergestellt wurde und man nicht eine 0815 Blu-ray auf den Markt schmeißen wollte. Es überrascht bei soviel Liebe fürs detail nicht
das die Blu-ray der Videotheken Überraschungshit des Jahres 2009 war. Von mir erhält der Film eine klare Kaufempfehlung und ich hoffe das sich andere
Publisher ein Beispiel am DTS-HD Ton nehmen und dieser selbstverständlich wird.
Langweile!!! Also die Beschreibung des Films hat sehr viel versprochen - leider konnte der Film da nicht mithalten!
Es war doch alles sehr vorhersehbar und deshalb auch sehr langweilig!
Einige Topschauspieler haben den Film noch etwas gerettet aber die Story war nun wirklich zum einschlafen!