5 Kommentare: Fantastische BluRay Für den Film lohnt sich BluRay wirklich: Hervorragendes Bild und toller Sound. Vor allem die unkomprimierte Tonfassung (dt.) bringt nochmal einen echten Qualitätsvorteil auf (zumindest einigermaßen) hochwertigen Anlagen. Die Surround-Effekte sind spitze und vor allem reichlich - nicht so spärlich wie bei vielen anderen Filmen.
Die BD hole ich immer dann aus dem Regal, wenn ich jemanden von den Vorteilen der "neuen" Technik überzeugen will...
Ein Meisterwerk endlich in 1080p Zum Film selbst muss ich nicht viel sagen. Der Patriot bleibt einfach ein Meisterwerk der Filmgeschichte! Ich habe den zum ersten mal vor 10 Jahren gesehen, und als ich hörte das eine Blu-Ray Fassung veröffentlicht wird habe ich sie sofort Vorbestellt. Ist heute morgen schon angekommen und mein ersteindruck der Bildqualität ist Spitze! Nur weiter zu empfehlen
Unterschätzter Film auf toller Disc! Zum Film: Der (aus meiner Sicht) deutlich unterschätzte Film hatte das Pech, im Schatten des großartigen Braveheart produziert und rezipiert zu werden. Auch wenn Der Patriot hier natürlich keinem Vergleich standhält, ist er dennoch ein wichtiger, epischer Beitrag zu einer entscheidenden Phase der amerikanischen Geschichte, dem Unabhängigkeitskrieg gegen England zum Ende des 18. Jahrhunderts. Das überaus passend gewählte Starensemble und die tollen Sets vermitteln einen Einblick in die sozialpolitischen Umstände der Zeit und lassen den amerikanischen Süden lebendig werden. Auch das Drehbuch ist durchaus klug konzipiert: der breit angelegte Plot spricht entscheidende Themen wie Patriotismus, Familienleben, Religion, Reue, Ehre, Verrat sowie die Folgen der Kolonialisierung an. Hierbei wird stets versucht, gängige Klischees zu umgehen, was größtenteils gelingt (etwa die unterschiedlichen Ansichten zur Kriegsführung unter den englischen Militärs oder auch die zwischen Gibsons Charakter und seinen Söhnen) und nur vereinzelt misslingt (der teilweise sehr pathetisch-militärische Soundtrack, zu welchem dann die Flagge geschwungen wird). Ebenfalls ist die Charakterzeichnung hervorzuheben (Gibsons Wandlung vom Kriegsveteranen über den pazifistischen und reuevollen Vater zum Rebellenführer), deren liebevolle Details an einige Stellen zu loben sind (Gibsons Versuche des Schreinerns; die Sprachverweigerung der Tochter) und obwohl Jason Isaacs Bösewicht eher zu den Klischeerollen gehört, schafft er es durch sein Spiel in kurzer Zeit, den geballten Hass der Zuschauer auf sich zu ziehen. Insgesamt ist das Werk ein sehr unterhaltsames, dramatisches historisches Epos, das sich nicht hinter anderen Filmen seiner Art verstecken muss.
Zur Disc: Diese Extended Version wirkt tiefgründiger, trägt zusätzlich zur Epik der Materials bei und ist dementsprechend der Kinofassung vorzuziehen. Es ist wunderbar, zu sehen, welche Mühe sich Sony bei dem Transfer dieses fast zehn Jahre alten Films gegeben hat. 90% sehen aus wie eine aktuelle Produktion: Sehr plastisch, natürliche Farben und sehr scharf. Auch der Ton ist einfach bombastisch und durchgehend räumlich.
Das ist es ... ... ein Kinoerlebnis feinster Güte. Audio und Video in Top - Qualität. Die Story dürfte bekannt sein. Hervorragende Leistung von Mel Gibson und Heath Ledger hauptsächlich, aber auch den anderen Stars der Besetzung. Die fast 3h vergehen wie im Fluge und sind ein wahres Fast - Kinoerlebnis.
Öha - so war das also... Nur mal so zum Nachhaken und Nachdenken:
Der filmische Hauptprotagonist Benjamin Martin wird als Gutmensch und Kämpfer gegen die Unterdrückung durch die englischen Truppen gefeiert. Der historische Benjamin Martin war ein berüchtigter und überaus brutaler Sklavenhalter, der bereitwillig über Leichen ging, wenn es im zum Vorteil gereichte. Die Schauer-Szenen und Massaker von Seiten der Engländer sind historisch ebenfalls extrem fragwürdig (Martins englischen Gegenspieler gab es in Wahrheit gar nicht).
Mittlerweile ist unter Historikern bekannt, dass nahezu das gesamte englische Offizierschor (inkl. allen Kommandeuren) als Freimaurer in sogenannten Feldlogen organisiert waren und in ihrem Vorgehen gegen die sogenannten Rebellen sehr nachlässig waren, wohl um die Gründung eines den Freimaurer-Idealen sehr nahe kommenden Staates auch gegen ihren König zu unterstützen (George Washington und viele seiner Mitstreiter waren auch Freimaurer). Es war den Engländern mehrmals möglich den Rebellen den Todesstoss zu versetzen, aber man hat es bewusst unterlassen. Bei vielen Schlachten gab es Truppenbewegungen und Manöver auf Seiten der Engländer, die so gegen alle militärischen Regeln waren und die - im Falle ihrer Unterlassung - den sichern Sieg der Engländer zur Folge gehabt hätten. Nur so ist die Niederlage der sowohl personell als auch technisch weit überlegenen Engländer aus heutiger Sicht zu erklären.
Typisch Emmerich: mit der Wahrheit nimmt er es nicht so genau (wie Mel Gibson übrigens auch nicht - siehe Braveheart, historisch völliger Quatsch)!
Für den Unterhaltungswert und die Kostüme gibt es noch 2 Sterne, mehr aber nicht!
5 Kommentare: Die Special Effects des Ghost Rider sind gar nicht mal schlecht Wir haben Ghost Rider schon auf Sky genießen dürfen und uns dann entschlossen ihn auch auf DVD zu kaufen. Die Special Effects sind nicht zu verachten. Die Story etwas flach, aber wir sind auch Nicolas Cage Fans und haben ihn deshalb gekauft.
Definitiv KEIN Stern Nach langer Zeit waren wir mal wieder im Kino und dann DAS! Hierfür hätte Mr. Cage besser bei seinen "Power Man And Iron Fist"-Comics bleiben sollen.
Ghost Rider (Extended Version) Blu-ray Für jeden Marvel-Comic Fan ein absolutes Muß!!!Bild und Ton sind atmberaubend, wer die DVD noch nicht besitzt und einen Blu-ray Player sein Eigen nennt, sollte unbedingt zur Blu-ray greifen.
Schlecht-Schlechter-Ghost Rider Warum nur, warum nur? Das ist eine der wesentlichen Fragen, die man sich beim Ansehen dieses Films stellt. Nicht, dass der Film diese Frage aufwirft, dafür ist die Handlung viel zu flach. Ein wenig Pseudo-Okkultismus, ein Pakt mit dem Teufel, um zumindest den Hauch des Verbotenen in die Waagschale zu werfen, aber sonst steckt nichts dahinter! Selbst die Schauspieler, Eva Mendez, Sam Elliott und Nicolas Cage können dieses Machwerk nicht retten. Auch die "Spezial-Effekte" vermögen dies nicht.
Vielleicht ist es für Cage nur vom Vorteil, dass sein Kopf ab der Hälfte durch einen animierten, brennenden Totenschädel ersetzt wird. Ansonsten hätte man wohl einen ständig unterforderten, gelangweilten Cage zu sehen bekommen. Anscheinend ist beim Schnitt des Films die Crew, aufgrund von permanenter Unterforderung, dann endgültig in das Stadium der Arbeitsverweigerung eingetreten. Eine derart lieblose und zu einem Teil auch völlig unlogische Filmbearbeitung ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Vielleicht hätte das Rohmaterial noch fesseln können, das Endprodukt vermag dies auf keinen Fall! Es zeigt sich wieder einmal, dass Hollywood ein Thema, das es bei Goethe noch zur Weltliteratur brachte (Faust), völlig verwursten kann.
Fazit: Ein Film der Kategorie: "Was die Welt nicht braucht!"
Schlecht-Schlechter-Ghost Rider Warum nur, warum nur? Das ist eine der wesentlichen Fragen, die man sich beim Ansehen dieses Films stellt. Nicht, dass der Film diese Frage aufwirft, dafür ist die Handlung viel zu flach. Ein wenig Pseudo-Okkultismus, ein Pakt mit dem Teufel, um zumindest den Hauch des Verbotenen in die Waagschale zu werfen, aber sonst steckt nichts dahinter! Selbst die Schauspieler, Eva Mendez, Sam Elliott und Nicolas Cage können dieses Machwerk nicht retten. Auch die "Spezial-Effekte" vermögen dies nicht.
Vielleicht ist es für Cage nur vom Vorteil, dass sein Kopf ab der Hälfte durch einen animierten, brennenden Totenschädel ersetzt wird. Ansonsten hätte man wohl einen ständig unterforderten, gelangweilten Cage zu sehen bekommen. Anscheinend ist beim Schnitt des Films die Crew, aufgrund von permanenter Unterforderung, dann endgültig in das Stadium der Arbeitsverweigerung eingetreten. Eine derart lieblose und zu einem Teil auch völlig unlogische Filmbearbeitung ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Vielleicht hätte das Rohmaterial noch fesseln können, das Endprodukt vermag dies auf keinen Fall!
Fazit: Ein Film der Kategorie: "Was die Welt nicht braucht!"
5 Kommentare: Fantastische BluRay Für den Film lohnt sich BluRay wirklich: Hervorragendes Bild und toller Sound. Vor allem die unkomprimierte Tonfassung (dt.) bringt nochmal einen echten Qualitätsvorteil auf (zumindest einigermaßen) hochwertigen Anlagen. Die Surround-Effekte sind spitze und vor allem reichlich - nicht so spärlich wie bei vielen anderen Filmen.
Die BD hole ich immer dann aus dem Regal, wenn ich jemanden von den Vorteilen der "neuen" Technik überzeugen will...
Ein Meisterwerk endlich in 1080p Zum Film selbst muss ich nicht viel sagen. Der Patriot bleibt einfach ein Meisterwerk der Filmgeschichte! Ich habe den zum ersten mal vor 10 Jahren gesehen, und als ich hörte das eine Blu-Ray Fassung veröffentlicht wird habe ich sie sofort Vorbestellt. Ist heute morgen schon angekommen und mein ersteindruck der Bildqualität ist Spitze! Nur weiter zu empfehlen
Unterschätzter Film auf toller Disc! Zum Film: Der (aus meiner Sicht) deutlich unterschätzte Film hatte das Pech, im Schatten des großartigen Braveheart produziert und rezipiert zu werden. Auch wenn Der Patriot hier natürlich keinem Vergleich standhält, ist er dennoch ein wichtiger, epischer Beitrag zu einer entscheidenden Phase der amerikanischen Geschichte, dem Unabhängigkeitskrieg gegen England zum Ende des 18. Jahrhunderts. Das überaus passend gewählte Starensemble und die tollen Sets vermitteln einen Einblick in die sozialpolitischen Umstände der Zeit und lassen den amerikanischen Süden lebendig werden. Auch das Drehbuch ist durchaus klug konzipiert: der breit angelegte Plot spricht entscheidende Themen wie Patriotismus, Familienleben, Religion, Reue, Ehre, Verrat sowie die Folgen der Kolonialisierung an. Hierbei wird stets versucht, gängige Klischees zu umgehen, was größtenteils gelingt (etwa die unterschiedlichen Ansichten zur Kriegsführung unter den englischen Militärs oder auch die zwischen Gibsons Charakter und seinen Söhnen) und nur vereinzelt misslingt (der teilweise sehr pathetisch-militärische Soundtrack, zu welchem dann die Flagge geschwungen wird). Ebenfalls ist die Charakterzeichnung hervorzuheben (Gibsons Wandlung vom Kriegsveteranen über den pazifistischen und reuevollen Vater zum Rebellenführer), deren liebevolle Details an einige Stellen zu loben sind (Gibsons Versuche des Schreinerns; die Sprachverweigerung der Tochter) und obwohl Jason Isaacs Bösewicht eher zu den Klischeerollen gehört, schafft er es durch sein Spiel in kurzer Zeit, den geballten Hass der Zuschauer auf sich zu ziehen. Insgesamt ist das Werk ein sehr unterhaltsames, dramatisches historisches Epos, das sich nicht hinter anderen Filmen seiner Art verstecken muss.
Zur Disc: Diese Extended Version wirkt tiefgründiger, trägt zusätzlich zur Epik der Materials bei und ist dementsprechend der Kinofassung vorzuziehen. Es ist wunderbar, zu sehen, welche Mühe sich Sony bei dem Transfer dieses fast zehn Jahre alten Films gegeben hat. 90% sehen aus wie eine aktuelle Produktion: Sehr plastisch, natürliche Farben und sehr scharf. Auch der Ton ist einfach bombastisch und durchgehend räumlich.
Das ist es ... ... ein Kinoerlebnis feinster Güte. Audio und Video in Top - Qualität. Die Story dürfte bekannt sein. Hervorragende Leistung von Mel Gibson und Heath Ledger hauptsächlich, aber auch den anderen Stars der Besetzung. Die fast 3h vergehen wie im Fluge und sind ein wahres Fast - Kinoerlebnis.
Öha - so war das also... Nur mal so zum Nachhaken und Nachdenken:
Der filmische Hauptprotagonist Benjamin Martin wird als Gutmensch und Kämpfer gegen die Unterdrückung durch die englischen Truppen gefeiert. Der historische Benjamin Martin war ein berüchtigter und überaus brutaler Sklavenhalter, der bereitwillig über Leichen ging, wenn es im zum Vorteil gereichte. Die Schauer-Szenen und Massaker von Seiten der Engländer sind historisch ebenfalls extrem fragwürdig (Martins englischen Gegenspieler gab es in Wahrheit gar nicht).
Mittlerweile ist unter Historikern bekannt, dass nahezu das gesamte englische Offizierschor (inkl. allen Kommandeuren) als Freimaurer in sogenannten Feldlogen organisiert waren und in ihrem Vorgehen gegen die sogenannten Rebellen sehr nachlässig waren, wohl um die Gründung eines den Freimaurer-Idealen sehr nahe kommenden Staates auch gegen ihren König zu unterstützen (George Washington und viele seiner Mitstreiter waren auch Freimaurer). Es war den Engländern mehrmals möglich den Rebellen den Todesstoss zu versetzen, aber man hat es bewusst unterlassen. Bei vielen Schlachten gab es Truppenbewegungen und Manöver auf Seiten der Engländer, die so gegen alle militärischen Regeln waren und die - im Falle ihrer Unterlassung - den sichern Sieg der Engländer zur Folge gehabt hätten. Nur so ist die Niederlage der sowohl personell als auch technisch weit überlegenen Engländer aus heutiger Sicht zu erklären.
Typisch Emmerich: mit der Wahrheit nimmt er es nicht so genau (wie Mel Gibson übrigens auch nicht - siehe Braveheart, historisch völliger Quatsch)!
Für den Unterhaltungswert und die Kostüme gibt es noch 2 Sterne, mehr aber nicht!
5 Kommentare: sehr romantisch ein sehr romantischer film ziemlich gut geeignet für nen netten videoabend
fand ich gut
NAJA... Bevor ich den Film geschaut habe, hatte ich das Buch dazu gelesen und mich auf die DVD gefreut!!
Doch auch ich muss sagen, auweia, wenn man ein Film auf ein Buch aufbaut, sollten doch zumindestens einige Sachen stimmen, denn man sitz dann da und denkt sich, ist das eine andere Geschichte, hier kommen soviel andere Sachen drin vor oder komplett verdreht, dass man nicht weiss hätte ich lieber das Buch nicht gelesen oder diesen Film geschaut!
Auch wenn sehr viele Sachen nicht übereinstimmen, denn das Buch fand ich echt toll, muss ich leider trotzdem sagen, dass ich den Film nicht sehr überragend fand, es fehlt an Gefühl und Humor, manche Stellen sind nicht wirklich nicht nachvollziehbar und langweilig und man ist froh wenn er zu Ende ist und leider ist man dann enttäuscht von der Qualität - man hätte viel mehr daraus machen können!!!
Diesen Film liebe ich Ein toller romantischer Film, den ich schon oft gesehen habe. Tolle Geschichte. Ob Happy End oder nicht kann man sich selber aussuchen. Die Schauspieler mag ich auch sehr gerne.
Tiefe Weisheiten mit Humor und Liebe. Natürlich ist es irgendwie Mainstream und doch verkörpert diese Film auch tiefe spirituelle Weisheiten mit viel Humor, Liebe und Unterhaltung.
P.S. Klicke auf (MEHR ÜBER MICH) und schaue welche ich Artikel ich sonst bewertet habe...
Immer wieder gern! Wirklich! Der Film reiht sich ein die Schlange der Filme ein, die man immer wieder gucken kann!
5 Kommentare: Bessere Spielverfilmung die dem Game nicht gerecht wird Wenn bei einer Spielverfilmung nirgends der Name Uwe Boll erscheint, nährt dies erstmal die Erwartungen. Am Ende werden diese leider trotzdem nicht vollends erfüllt. Dabei war klar das ein Film über Max Payne kein leichtes Unterfangen werden würde. Max Payne gilt unter Spieler zurecht als Kult. Der erste Teil der Spielreihe wurde 2001 von der finnischen Spieleschmiede Remedy Entertainment veröffentlicht. Der Titel wurde ein Überraschungshit und war in Sachen Präsentation eine Revolution. Das Spiel führte eine düstere Handlung mit gigantischen Actionszenen unter erstmaligen Einsatz der "Bullet-Cam" im Stile eines Film-Noir zusammen. Es verband klassische Elemente der Filmunterhaltung in sich und stand damit sinnbildlich für die neu Kunstform der Videospiele.
Verantwortlich für den Film war John Moore ("Das Omen", "Der Flug des Phoenix"). Am Anfang lässt er der Hauptfigur viel Zeit sich zu entwickeln. Er präsentiert das Geschehen mit ruhiger Erzählweise im Stile des klassischen Film-Noirs. In der zweiten Hälfte zeigt er was Max Payne auch ausmacht und zieht das Tempo spürbar an. Kennt jemand die Spielvorlage nicht, denke ich das dieser Film durchaus leicht überdurchschnittlich wahrgenommen werden kann. Doch der Film heißt nun mal Max Payne und bezieht sich auf das Spiel. In der filmischen Umsetzung fehlt es an dem Einfallsreichtum was das Spiel so einzigartig machte. Etwa die Shootouts oder noch schlimmer die Bullet-Cam die kaum bis gar nicht vorhanden ist. Diese machten das Spiel außergewöhnlich und hoben es von der Masse ab. Durch das verschenkte Potenzial (es war doch im Spiel schon vorhanden) kann sich dieser Film nicht sonderlich abheben. Dennoch finde ich den Film nicht lieblos gemacht, da zumindest die Traumsequenzen abgewandelt ihren Weg in den Film gefunden haben. Die Schauspielleistungen sind nicht überragend aber im Ganzen OK. Ich habe schon viel schlechtere Darstellungen als jene von Mark Wahlberg gesehen. Er spielt für mich von allen am Besten und kann insgesamt den ruhelosen Cop gut rüberbringen. Wer sich am Ende im Regen stehen gelassen fühlt, sollte den Abspann noch überspringen, da es noch kurz weitergeht. Ob man das unbedingt so aufteilen muss kann man allerdings in Frage stellen. Kann man sich von der Spielvorlage lösen (oder kennt sie gar nicht) ist am Ende ein kurzweiliger Actionfilm mit interessanten Ansätzen herausgekommen.
Blu-ray
Das Bild hat den Einsatz vieler Filter hinter sich und ist relativ kühl und digital. Es herrschen Grün- und Blautöne vor und schaffen eine sehr gute aber auch nötige Noir-Stimmung. In den Traumsequenzen wird das meist dunkle Bild durch starke Farbkontraste unterbrochen und schafft so einen gelungenen comicartigen Look der an "Sin City" erinnert. Die Bildschärfe wird dadurch nicht in Leidenschaft gezogen und wirkt sehr detailliert und plastisch. Auch der Schwarzwert ist gut getroffen. Das Bild bietet nur gelegentlich kleinere Schwachpunkte. Etwa sind manche Szenen etwas weicher als andere geraten und ein paar Überstrahlungen können ausgemacht werden. Insgesamt bietet die Blu-ray ein sehr gutes Bild.
Beim Ton liegt auch hier wieder nur im Englischen DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Im deutschen ist es wieder nur eine normale DTS 5.1 Spur. Diese macht ihre Sache allerdings gut. Die Effekte wurden gut umgesetzt und wirken weiträumig. Gerade in der zweiten Hälfte kracht es aus allen Ecken und verwandelt das Wohnzimmer in ein Schlachtfeld. Auffällig ist dabei der häufig eingesetzte Tiefbass. Bei mir bewegte sich der Subwoofer tatsächlich von der Stelle und drohte aus dem Schrank zu fallen. Hätte hier auch im deutschen ein HD-Ton vorgelegen hätte der Sound die Höchstwertung verdient gehabt.
Der Extendet-Directors-Cut erweitert den Film um weitere 3 Minuten. Diese tragen nicht zur Handlung bei machen aber die schwachsinnigen Gewaltschnitte aus dem Kino rückgängig. Neben dem "Making of" findet man noch einen animierten Comicroman "Michelle Payne". Welcher die Vorgeschichte zum Film liefert und stilvoll inszeniert ist.Die Hauptkritik bei dem Film kann man auf die (im Bezug zum Spiel) enttäuschenden und actionarmen Inszenierung beziehen. Richtig Gas gibt der Film nur im letzten Drittel und konzentriert sich ansonsten hauptsächlich auf psychologische Aspekte. Dennoch hat der Film Unterhaltungswert und präsentiert sich auf Blu-ray mit sehr gutem Bild und Ton.
Wo ist mein Adrenalin? Der routinierte Kinogänger stellt sich vor dem Besuch einer Videospielverwurstung immer die beinahe tautologische Frage: Tappsen jetzt Angelina Jolie oder Milla Jovovich in einer 1:1-Übersetzung ihres Vorbilds durch die mir bereits bekannte Geschichte oder wird das Spiel, wie in Silent Hill, nur als Vorlage verwendet, um etwas neues zu erzählen? Regiesseur John Moore hätte ähnlich wie bei Der Flug des Phoenix Max Payne neu erfinden können, blieb dann aber lieber doch bei bewährtem und griff sich eine gute Handvoll aus der Story des ersten, hierzulande indizierten Max Payne-Spiels ab und garnierte das ganze mit ein paar netten Special Effects, die Film Noir-Feeling verbreiten sollen. Obwohl die Story des Spiels sehr cineastisch erzählt wurde und sich deshalb für eine entsprechende Leinwandportierung anbot, war es nicht ganz so einfach aus scheinbar gut miteinander kombinierbaren Elementen ein stimmiges Endprodukt auszuliefern. Und dasselbe gilt auch für den Film. Die Story von Cop gegen den großen Unbekannten wirkte schon damals abgegriffen und konnte nur durch ihre innovative Erzählweise punkten (Film Noir in Comic-Stil, in Videospielen ein Novum!), der Rest wurde unterlegt mit revolutionären Actionsequenzen, in denen sich der Spieler in Zeitlupe um die Ecken wirft und im Vorbeiflug Blei auf New Yorks Unterwelt verschießt. Was die Verfilmung angelangt, so versucht diese Film Noir-Feeling mit einigen schön angelegten Effekten zu erzeugen, vergisst aber, dass CGI noch keinen Film Noir macht. Und so wirkt es eher unbeholfen und peinlich, wenn die Tricktechniker das Budget nach Gutdünken herausballern. Herausballern ist ein gutes Stichwort, denn geschossen wird entgegen aller Erwartungen recht wenig. Die Durst nach Zeitlupenaction in ästhetischer Perfektion bleibt leider Gottes über weite Strecken unbefriedigt. Zwar gibt es den ein oder anderen Shootout, der sich aber nicht mit den Erwartungen des Zuschauers messen kann. Wenn dann nach knapp 100 Minuten der Abspann mit Explosionen, herumfliegenden Projektilen und tosender Rockmusik eröffnet wird, fragt man sich, ob der Vorführer da nicht eine falsche Rolle eingesetzt hat. Von der erhöhten Adrenalinausschüttung während des Spiels ist jedenfalls nichts zu spüren. Auch der Spannungsbogen lässt den Zuschauer kalt. Desweiteren hat man auf den stimmigen Offtalk von Payne verzichtet. Allerdings hat sich Moore nicht nur dazu entschlossen Payne schweigen zu lassen, sondern auch gleich alle anderen. Die wenigsten Rollen haben was zu sagen. Darunter leidet vor allem die interessante Beziehung zwischen Mona Sax (Fans müssen lachen, wenn sie mit der pummelig wirkenden Mila Kunis Bekanntschaft machen) und Payne. Diese verkommt zu einer reinen schießen wir uns zusammen den Weg frei-Allianz. Das schauspielerische Ensemble ist vertretbar, auch wenn Mark Wahlberg alles andere als die Idealbesetzung ist. Max Payne ist eine sehr kantige, dunkle Figur mit 3 Tage Bart und eher abstoßendem Äußeren. Wahlberg interpretiert ihn ansaatzweise neu, als völlige Umkehr des einst strahlenden Familienvaters und Saubermanns. Was abgebildet werden soll ist Paranoia und eine tiefgreifende Psychose, die aber nicht so recht passen mag, denn Payne bleibt durchgängig ein moralisch handelnder Mann, was nicht so sehr in das Bild eines fallen Cops passen mag. Alles in allem eine hinnehmbare Umsetzung, bei der die Würze zwar nicht stimmt, aber sich das Vorbild auch nicht entehrt fühlen muss (siehe Tomb Raider und die späteren Resident Evil-Verfilmungen). Der zweite Teil dann aber bitte mit wem anderes als Max Payne, mehr Monologen und jemand,d er von Film Noir etwas versteht. David Fincher, sie sind gefragt.
Sehr gutes Bild - schlechter Film Der film würde von mir keine 3 Sterne bekommen, da die Handlung zu schwach ist und zu keiner Weise eine gewisse Stimmung rübergebracht wird. Aber die Qualität ist hervorragend. Der Film zeigt was mit Bluray möglich ist. Ein fast perfektes Bild mit vielen Details. Daran kann man sich gut ergötzen wenn einen der Film schon längst nicht mehr fesselt...
Potential verschenkt (schon wieder) Als großer Fan der PC-Spiel-Vorlage habe ich mich auf den Film gefreut, den Trailer fand ich vielversprechend, nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichnet passenden Hintergrundmusik (Marilyn Manson, wenn ich mich nicht irre). Wie so oft versprach der Trailer mehr, als der Film halten konnte.
Mittlerweile hat man sich schon daran gewöhnt, dass sich die Filmemacher in Namen der künstlerischen Freiheit selbige herausnehmen und Teile der Story verdrehen, Charaktere einfügen, die in der Vorlage nicht vorkommen, Twists einfügen, etc. Gut, wenn der Plan aufgeht; bei Max Payne ist das eher nicht der Fall.
Die Charaktere agieren unlogisch, die Dialoge sind platt und wenn Max Payne drauf steht, sollte Action drin sein, doch leider Fehlanzeige. Wobei, Action gibt es schon, allerdings nicht mit dem damals in der Videospielszene einzigartigen Slow-Motion-Effekt, mal abgesehen von einer einzigen maximal dreißig Sekunden dauernden Szene, die allerdings dafür umso spektakulärer ausfällt, das muss man schon anmerken; eine weitere Szene am Schluss wirkt zu unspektakulär und unscheinbar. Optisch hat mir der Film eigentlich recht gut gefallen, der Stil kommt an die Vorlage heran, die Atmosphäre passt im Großen und Ganzen, die Dämonen und Wahnvorstellungen, die von der Droge Valkyr hervorgerufen werden, fand ich sehr ansprechend und kreativ umgesetzt.
Mark Wahlberg stellt in meinen Augen eine glatte Fehlbesetzung dar, besonders, wenn man die Vorlage vor Augen hat - Wahlberg wirkt einfach zu jugendlich, zu klein und unscheinbar, da bringen auch seine zahlreichen Muskeln wenig. Mila Kunis Mona Sax kann dem Original ebenfalls nicht das Wasser reichen, auch für sie gilt, dass sie einfach zu kindlich wirkt, zudem wurde die Rolle schlampig implementiert, ein optischer Aufputz, mehr nicht. Auch der Rest des Ensembles kann wenig bis gar nicht überzeugen, Beau Bridges (der im Film witzigerweise einen Charakter namens BB spielt) wirkt fehl am Platz, O Donnell und Ludacris sind bestenfalls in Ordnung. Einzig Amaury Nolasco kann überzeugen, er spielt Jack Lupino, wie man ihn sich nur wünschen kann, überdreht, unheimlich, besessen, auch an seiner Optik gibt es nicht zu kritisieren, es passt einfach alles.
Ich denke, dass ich mich (vielleicht) zu sehr an der Vorlage orientiere, das mag sein. Dennoch strahlte es trotz aller Action eine gewisse düstere Ruhe aus, der Film wirkt irgendwie zu hektisch, teilweise auch etwas planlos. Er funktioniert, wenn man ihn als eine Detective-Story mit Mystery-Elementen sieht, für Fans des Spiels nur bedingt empfehlenswert. Nun, ich hoffe auf eine stark verbesserte Fortsetzung.
Machs noch einmal Max! So sehr wie ich zuletzt von der Verfilmung von Hitman auf DVD enttäuscht war, so überzeugt hat mich die BluRay von Max Payne. Als begeisterter Spieler der PC-Games mit Max Payne in der Hauptrolle war der Film ein Pflichtkauf, einer der sich gelohnt hat. Der Film bringt perfekt die düstere, die beklemmende und die von Hass und dem Durst nach Rache getränkte Atmosphäre der Spiele auf die Leinwand. Selbst der Bullet-Mode, für den Max Payne auf dem PC bekannt wurde, wird im Film verwendet. Mark Wahlberg (Shooter) macht sich perfekt in der Rolle des Rächers, der sich auf die Jagd nach denjenigen macht, die seine kleine Tochter und seine Frau auf brutale Weise ermordet haben. Und je weiter er in den Sumpf des Verbrechens vordringt, umso unfassbarer wird, was dahinter steckt.
Max Payne bietet geballte und schnelle Action, die Luft ist bleihaltig, es geht ordentlich zur Sache. Die Charaktere wissen zu überzeugen, die Story ist gelungen, spannend und an den entscheidenden Stellen auch überraschend. Auch technisch gibt es nichts zu meckern, das Bild sieht auf meinem FullHD TV mit 100MHz super aus, der Ton kommt satt aus den Boxen, wobei die englische Spur mit HD Master noch einen Tick besser ist, als die deutsche Spur in DD5.1. Das Bonusmaterial ist umfangreich, neben den klassischen Audiokommentaren und einem MakingOf gibt es einen animierten Comic-Roman und ein weiteres Special zum Thema vom Spiel zum Film.
Für einen Abend mit gelungener Action-Unterhaltung ist Max Payne bestens geeignet - hoffen wir, dass der nächste Teil der PC-Reihe das hier gebotene noch einmal toppt!