The Hurricane [UK Import]
mit
Denzel Washington,
Vicellous Shannon,
Deborah Unger,
Liev Schreiber,
John Hannah, Regie:
Norman JewisonDVD bei Amazon: EUR 18,55 EUR 22,99(3 gebraucht ab EUR 4,98)
Erscheinungsdatum: Januar 2001
Durchschnittliche Bewertung:
Film-Veteran Norman Jewison hat als einer der wenigen Filmemacher verstanden, dass eine überzeugende Film-Biografie oft nur entstehen kann, wenn man sich nicht sklavisch an die Fakten hält, sondern im Sinne der Geschichte Dinge vielleicht vereinfacht oder aus dem Plot verbannt. Wenn die Essenz der Geschichte dabei nicht verloren geht, hat dies nichts mit Verfälschung zu tun. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür stellt seine Filmbiografie
Hurricane dar, in der er die wahre Geschichte des Boxers Rubin "Hurricane" Carter (Denzel Washington) erzählt, der 1967 für einen Mord verhaftet wurde, den er nicht begangen hatte.
20 Jahre saß Carter im Gefängnis, bis seine Unschuld bewiesen werden konnte. Jewison komprimiert diese Zeit nun auf die wichtigsten Ereignisse, ohne dabei Carters Integrität zu verletzen oder sein Leiden zu verharmlosen. In den Momenten, in denen der Film Gefahr laufen könnte, genau diese Fehler zu begehen, springt schließlich Denzel Washington ein, der einmal mehr mit einer beeindruckenden schauspielerischen Leistung aufwartet und einen mutigen Mann verkörpert, der zwar oft Mitleid erregt, seine Würde dabei jedoch niemals verliert.
Jewison versagt de facto nur in einem Punkt: Der Darstellung der Umstände, die zur Verhaftung Carters geführt haben. Denn er hat aus dem seinerzeit ermittelnden Detective, hier dargestellt von Dan Hedaya, einen absurd-bösartigen Menschen gemacht. Dies aber entspricht nicht unbedingt der Realität und simplifiziert die Geschichte in diesem Aspekt doch zu sehr. Diesen Fehler aber bügelt er mit der Figur von Lesra (Vicellous Reon Shannon) wieder aus, einem Teenager aus Brooklyn, der in den frühen 80er Jahren vom Schicksal Carters erfährt und ihn dazu ermuntert, nach Jahren der Agonie wieder für sein Recht -- und den Beweis seiner Unschuld -- zu kämpfen. Die aus der Freundschaft der beiden entstehende Vater-Sohn-Beziehung gibt dem Film denn auch Hoffnung. Hoffnung, die für Carter so viele Jahre zu einem Wort verkommen war, das letztendlich keine Bedeutung mehr zu haben schien.
In der Realität hatte der junge Lesra übrigens neun Helfer, allesamt Kanadier, die ihm im Kampf um Carters Freiheit zur Seite standen. Im Film sind sie in drei Charakteren zusammengefasst. Mit kleinen Kunstgriffen wie diesem gelingt es Jewison, aus einem guten Drehbuch einen noch besseren Film zu machen. Was am Ende daraus geworden ist, das ist ein Film, der sowohl den Geist wie die Seele gleichermaßen anspricht. --Jeff Shannon
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5 Kommentare:
top film kein popkornkino!!! muss man zeit haben darüber nachzudenken, und viel zeit für den film selber;)^^
super film, mehr davon, super schauspieler, perfeckt gespielt
Der Film ist der Hammer! Spitzen Film über den Kampf des großen Boxers Rubin "Hurricane" Carter gegen die Ungerechtigkeit der Justiz. Einmalig gespielt von Denzil Washington. Auch bei mehrmaligen ansehen nie langweilig.
Sensationell Von A-Z sensationell. Eine Geschichte, die einem den Mund offen stehen lässt. Super gespielt. Kurzweilig und interessant. Super, dieser DVD bleibt in meiner Sammlung.
Kitsch pur ! Es passierte alles blitzschnell. Zwei Schwarze stürmen in eine Bar, ein paar Schüsse fallen und drei Menschen stürzen tot von ihren Barhockern. Ebenso schnell ist der Schuldige gefunden: Rubin "Hurricane" Carter (Denzel Washington), der Boxchamp im Mittelgewicht. Obwohl nicht einmal Indizien eine Anklage rechtfertigen, kommt es zur Verhandlung und schließlich zur unerwarteten Verurteilung - lebenslänglich.
Um der Welt diese Ungerechtigkeit zu schildern, schreibt Carter im Gefängnis seine Biografie. Relativ beiläufig fällt diese auch dem jungen Schüler Lesra in die Hände. Vollkommen beeindruckt von der Geschichte, beschließt er, dem Boxer zu helfen und rollt seinen Fall neu auf...
Viel kitschiger geht es kaum noch. Ein unschuldiges Rassismus-Opfer und ein ehemaliger Analphabet, dessen erste Lektüre ausgerechnet die Boxer-Biographie ist. Schmalz hoch zehn, entspricht aber einer wahren Geschichte.
Ist aber auch zu schön und zu oberflächlich, um filmisch vernünftig umgesetzt werden zu können. Für die gefühlsduselige Geschichte entschädigt zum Teil ein grandioser Denzel Washington, der den "Hurricane" mit beinahe manischer Hingabe spielt.
Wem das reicht - bitte schön !
Washington in seiner bis dato besten Rolle Als ein grandioses Schauspiel, kann man Denzel Washington's
Rolle als "Hurricane" bezeichnen.
Meiner Meinung auch zurecht mit dem Golden Globe für "Best Actor"
ausgezeichnet, stellt Washington die Rolle des Profiboxers
Rubin "Hurricane" Carter sowas von authentisch dar, dass man
meinen könnte er hätte den echten Carter sein Leben lang begleitet.
Die wahre Geschichte, die erzählt wird, ist selbstverständlich
Hollywood-Like ausgeschmückt und nicht alle Geschehnisse entsprechen
der Wirklichkeit.
Trotzdem ist die Geschichte nahe an der Realität und schildert
absolut perfekt das Leben eines durch die Justiz gebrochenen Mannes,
der seinen Glaube an Gerechtigkeit fast aufgegeben hatte.
Die Story wird flüssig und durchgehend spannend erzählt und lässt kaum
Raum für langatmige Szenen.
Einzig die Darsteller rund um Washington verblassen etwas unter seiner
grandiosen schauspielerischen Leistung und wirken teilweise mehr wie
Statisten.
Insgesamt ist "Hurricane" eine grandiose Darstellung eines wahren
Justizdramas und glänzt neben der guten Story mit einem extrem starken
Denzel Washington.
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